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Studienabbrecher: Ausländer verzweifeln an deutschen Unis

An deutschen Hochschulen studieren 63.000 Ausländer, die hier ihr Abitur gemacht haben. Eine neue Studie zeigt: Fast jeder zweite "Bildungsinländer" schafft keinen Abschluss. Die Experten rätseln: Warum scheitern so viele, die doch hier aufgewachsen sind?

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...800959,00.html
  1. #60

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    Zitat von Passivist Beitrag anzeigen
    Viele "Bildungsinländer" (was ein Wort) beherrschen die deutsche Sprache zwar mündlich gut bis sehr gut, weisen aber Mängel in der Schriftsprache auf, sei es Grammatik oder einfach das Gefühl für die richtigen Worte im richtigen Kontext. In der Schule lässt sich so etwas durch mündliche Mitarbeit noch problemlos ausgleichen, generell sind die Lehrer da oft nicht so streng, sogar eher wohlwollend im Vergleich zu den deutschen Schülern.

    An der Uni ändert sich das rapide. Noten für Mitarbeit gibt es nicht mehr immer und meistens werden die Klausuren, insbesondere in sprachwissenschaftlichen Fächern, äußerst penibel korrigiert, Mängel im schriftlichen Sprachgebrauch sind z.B. bei Juristen ab einem gewissen Semester ein klarer Grund für Punktabzüge. Ich selbst komme vom Balkan und ich habe viel länger gebraucht, mich schriftlich angemessen zu artikulieren als mündlich.

    Sofern es um Ausländer geht, die vollkommen fehlerfrei deutsch sprechen, weil sie in der dritten Generation hier sind, kann es eigentlich keinen Grund geben.
    Das stimmt, allerdings gilt das nur für Fächer, in denen die Sprache eine Rolle spielt und man zumeist weniger Geld verdient, die aber die meisten studieren. Bei MINT-Fächern spielt die Sprache kaum eine Rolle bzw. ist sowieso weitgehend formal und nicht natürlich (Programmiersprachen, mathematische Ausdrücke), sodass Ausländer dort, auch nach dem was ich bisher gesehen habe, keine Nachteile haben.

    Die allgemein hohe Abbrecherquote bei Migrantennachfahren lässt sich wohl tatsächlich vor allem darauf zurückführen, dass das Abitur inflationär vergeben wird und sich jetzt Menschen für Studiengänge einschreiben (ich kenne selbst ein paar), die ihr Studium von Anfang an sehr nachlässig betreiben und dann, bspw. nachdem sie zuerst an einer Hochschule eingeschrieben waren, zur FH wechseln. Und dieser Wechsel gilt statistisch ja schon als Studienabbruch! Eine Vielzahl bricht das Studium natürlich auch ersatzlos ab.

    Es herrscht insgesamt zunehmend, auch wegen der Inflation der Abschlüsse und der daraus resultierenden Arbeitsmarkterwartung, das Gefühl, dass man sich grundsätzlich einfach mal an einer Hochschule einschreiben sollte, egal ob man es wirklich will oder nicht. Dadurch vertun sich eben auch viele.

    Es ist aber immer noch erfreulicher, wenn sich deutlich mehr einschreiben und absolut, aber auch prozentual (wegen der oben beschriebenen anderen Haltung vieler zusätzlicher Studierender) mehr ihr Studium abbrechen.
  2. #61

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    Zitat von baloo64 Beitrag anzeigen
    Da kann ich ihnen aus eigener Erfahrung, wenn auch nicht als Prof an der Uni, sondern nur aus betrieblicher Sicht zustimmen. Mündlich ist alles Bestens, aber mit schriftlichen Verfahrensvorschriften / Checklisten gibt es immer wieder Verständnisprobleme.


    Auch hier stimme ich ihnen im Prinzip zu. Nur leider sieht die Realität anders aus. Aus meiner Sicht lässt das Sprachverständnis in der dritten Generation wieder nach. Die Jugendlichen identifizieren sich viel mehr mit dem Land der Großväter, den mit dem Land in dem sie geboren und aufgewachsen sind. Warum auch immer.
    Naja sie sagen es doch immer: Wenn mir keiner Respekt entgegen bringt bringe ich den Deutschen auch kein Respekt entgegen.
    Aber diese jungen Menschen vergessen, dass man jemanden der andere abzieht und der nur 3-Wort-Sätze sprechen kann keinen Respekt entgegen bringen kann.
  3. #62

    Hauptsache MINTler

    Zitat von pursche12 Beitrag anzeigen
    Man sollte darüber nachdenken, ob Ihnen der Umgang mit ein wenig mehr Geisteswissenschaft und Sprache gut tun würde.
    Denn wenn jemand "labert", dann sind es Sie.
    Bei Ihrer Äusserung würde ich eher von "Antipathie", als von "Apathie" reden.
    Kennen Sie den Unterschied überhaupt? Fragen Sie vielleicht besser mal den Philologen Ihres Vertrauens.

    Aber Hauptsache mal schnell auf die Geisteswissenschaften gedroschen. Zum schmunzeln lächerlich.
    Apathisch sind aber die allermeisten Nicht-MINTler in den Vorlesungen, ja sogar eingeschläfert. MINTler beschweren und langweilen sich in ihren Studiengängen um ein Vielfaches seltener als Studierende anderer Fächer, besonders Linguisten und BWLer. Zudem brechen in solchen Fächern viel mehr ihr Studium ab, weil sie sich schlichtweg verwählt haben und nicht weil es zu anspruchsvoll wäre. Und das ist schon ein wenig lächerlich.

    Ich bevorzuge einen MINTler, der gebrochen Deutsch spricht, allemal gegenüber einem Nicht-MINTler, der viel reden, aber nichts entwickeln kann und ich glaube die Mehrzahl der Arbeitgeber tut dies auch, daher fließt dort auch mehr Geld. Ich kenne sogar MINTler, die an von der Exzellenzinitiative geförderten deutschen Hochschulen Doktoranden sind, und kaum einen fehlerfreien deutschen Satz aussprechen können. Aber wen kümmert das, wenn sie ihr Fach gut beherrschen? :-)
  4. #63

    .

    Zitat von martinvc Beitrag anzeigen
    Heute studier Ich ein leichteres nichtwissenschaftliches Fach an einer deutschen Hochschule. In einem Mathematikkurs fragt der Tutor rund 50 Studenten wer den von ihnen die Sinusfunktion kennt. Niemand meldet sich, sprich niemand hat davon jemals in der Schule gehört!

    Ich habe ebenfalls davon auf dem Gymnasium nichts gehört!!
    Darf man mal bescheiden anfragen, in welchem Bundesland das war?

    Vor 30 Jahren hätte man - zumindest in NRW - noch nicht einmal die Mittlere Reife bekommen, wenn man von Trigonometrie noch nie etwas gehört hat.
  5. #64

    Alternativlos

    Zitat von staryildiz Beitrag anzeigen
    ...
    Das es insgesammt zur Verschlechterung der Leistungen in Schulen gekommen ist, steht hier ausser Frage und ist nicht nur ein Problem das "Ausländer" verursacht haben.
    Wer ehrlich ist muss auch sagen, dass das der Arbeitsumwelt geschuldet ist. Kinderbetreuung wird eben outgesourct. Die Mutter, die heute noch Zeit und Nerven findet, mit ihren Kindern lateinische Deklationstabellen zu üben, die gibt es nicht mehr. Stattdessen wird eigentlich private Verantwortung auf den Staat verlagert. Ja, auch die Väter sind schuld, aber im Prinzip ist und war das eine Grundsatzentscheidung. Mit der Abkehr von der klassischen Familie ist das fast "alternativlos", so wie die Ganztagsbetreuung.
  6. #65

    Nachwuchs Sorgen? NICHT in Deutschland!

    Also wenn ich die aktuelle Propaganda so lese (dieser Artikel und das Gelaber von den Fachkräften die fehlen), dann kann mir nur schwindelig werden.

    Ich erinnere mich noch gut an die Zeit als ich als Deutscher Student von der Uni kommend (Dipl. Informatiker und MBA) einen Job suchte. In Deutschland FEHLANZEIGE! Niemand brauchte mich. Ich bin zum Schluss ins Europäische Ausland gegangen, weil ich in Deutschland keine Chance hatte. Und das obwohl meine Abschlüsse nicht schlecht waren und ich mehrere Sprachen fließend kann.

    Ich kann nur jedem raten, vergesst Deutschland (BESONDERS die Deutschen Personaler!). Die meisten sind absolute Exzentriker und Witzfiguren. Ungelogen: Mir wurde zum Beispiel mal in einem Bewerbungsgespräch vorgehalten, dass ich ja eine bestimmte Sprache nicht spreche und auch keine 10 Jahre Berufserfahrung habe. Warum laden die Spaßvögel einen dann ein? Weil sie eine Quote zu erfüllen haben. Nur ein Beispiel von vielen.
    Am besten waren dann aber immer noch die Arbeitgeber wo ich für 'nen Appel und 'n Ei in Deutschen Großstädten arbeiten sollte, für irgendwas um die 1500 Brutto! Ein Witz!
    Wenn es den Mangel an Arbeitskräften wirklich gibt, dann beruht er wohl hauptsächlich auf solchen Geschichten wie den Vorangegangen. Auch weiß ich aus Gesprächen mit Kollegen, daß ich nicht der einzige bin, dem so Sachen passiert sind.

    Auch wenn ich mich wiederhole: Absolventen vergesst Deutschland! Geht in die Länder wo ihr die Sprache könnt und überhaupt, lernt so viele Sprachen wie möglich! Achtet auch darauf, dass ihr von Anfang an ein angemessenes Gehalt bekommt (bezogen auf die Lebenshaltungskosten, Wohnung, Spaß haben in Maßen etc.).

    Ich habe keine Ahnung was Artikel wie dieser und andere uns weiß machen wollen, aber wir werden in Deutschland definitiv NICHT gebraucht! Es herrscht kein Mangel! Verschwendet nicht eure Zeit!
    Macht ein Studium in mehreren Ländern, dass euch Abschlüße aus jedem Gastland gibt. Nur so verhindert ihr auch, dass ihr langwierige Verfahren der Zeugnisbegutachtung habt. Lernt Sprachen die in möglichst vielen Ländern gebraucht werden!
  7. #66

    Nein Sie liegen falsch!

    Zitat von Montanabear Beitrag anzeigen
    Genau diese Einstellung, ausgedrueckt von Lehrern und anderen Wohlmeinenden, bleiben im Bewusstsein der Kinder stecken. Meiner zweisprachigen Tochter sagte ein Lehrer nach nur vier Monaten in Deutschland, dass sie "mit diesem Deutsch" niemals an einer Uni in Deutschland studieren koenne.
    Selbstredend entschied sie sich fuer eine angesehene amerikanische Uni und wird im naechsten Jahr ihren Dr. in Mikrobiologie machen. Haette sie diese Alternative ncht gehabt, waere sie wahrscheinlich auch iner dieser Schulabbrecher geworden.
    Die Lehrer muessen einfach einmal nachdenken, bevor sie solche Kommentare abgeben.
    Ich finde Sie liegen falsch.

    Hätte man mir vor 16 Jahren gesagt, das Ich hier unwillkommen bin, weil Ich schwarze Haare habe und hyperaktiv bin, dann wäre Ich wohlmöglich ebenfalls woanders gelandet als hier in der BRD.

    Ich finde es vollkommen richtig, wenn man zu sich und den Menschen in seiner Umgebung ehrlich ist.

    Das deutsche Schulsystem hat viele Fehler, eines davon ist die Schulpflicht!

    Ein Beispiel. 3 Stunden Sozialwissenschaften an einem Dienstagmorgen. Der Lehrer kommt zur 2 Stunde und geht dann was kopieren. In der dritten Stunden bespricht man dann eine kleine Anekdote aus Karl Marx "mein Kapital" was der Lehrer auf Papierschnippseln mitgebracht hat.

    In der Zeit hätte man 3 Stunden Mathematikunterricht haben können, wenn man denn einen Mathematiklehrer im Haus gehabt hätte.

    Das ganze Schulsystem ist obsolet. Ein zentrales Schulsystem das man per Homeschooling machen kann ist da weitaus besser. Viele Menschen sparen auch Spritkosten, was letztendlich auch der Natur zu gute kommt.

    Und die "Sozialisierung" unter Kindern findet halt auf der Straße oder an anderen Orten, wo sich Menschen gleichen Alters befinden, statt!
  8. #67

    Bildungsinländer

    Ich bin auch einer dieser "Bildungsinländer".

    Im Nachhinein würde ich nicht mehr in Deutschland studieren, es gibt Länder, die ein höherwertigeres Studium anbieten, sogar im Bereich der hierzulande so hochgelobten Ingenieurwissenschaften.

    Die Profs in Deutschland habe ich als sehr unfreundlich und distanziert im Vergleich zu ihren Kollegen im Ausland empfunden. Keine Ahnung, welche persönliche Vorteile sie sich durch Arroganz und unfreundlichkeit versprechen.

    In DE ist es den Professoren schlicht Sch****egal, ob irgendwelche Studenten Ihr Studium abbrechen oder nicht. Es gibt sehr viel Verbesserungspotential, aber das interessiert niemandem, das ist das wirkliche Problem.
  9. #68

    Die Antwort ist einfach ...

    ... und wird sicher nicht gerne gehört.

    An der Schule haben gerade die Türken und Araber einen unglaublichen Migrantenbonus. Sie erhalten sehr, sehr oft ganz erheblich bessere Noten, als ihnen eigentlich zustehen. Selbst wenn sie offensichtlich nicht aufs Gymnasium gehören, werden sie durchgeschleppt.

    Dann kommen Sie zu uns an die Hochschule. Und dort steht auf der Klausur eben nicht mehr der Name, sondern nur noch die Matr.Nr. Auch die Handschrift ist uns natürlich unbekannt (anders als den Lehrern, die so die Türken und Araber durch die eigentlich anonymisierte Abiprüfung durchschleppen; der Zweitkorrektor weicht beim Abi auch nicht allzu sehr vom Erstkorrektor ab, weil es sonst eine Drittkorrektur geben würde).

    An der Hochschule ist dann alles anonym, kurz: es wird nur noch die tatsächlich erbrachte Leistung bewertet. Und das war es dann für die meisten aus dieser Personengruppe ...

    Und bevor wieder das Gekeifere hier los geht. Es ist schlicht so und es hilft auch nicht ständig die Wahrheit zu verleugnen. Jeder Kollege an der Hochschule wird Ihnen das unter vier Augen bestätigen. Offiziell müssen wir natürlich alle einen auf überrascht und betroffen machen. Selbst unsere Freiheit kennt mittlerweile ihre Grenzen - jedenfalls bei solchen Themen. Schlimm genug ...
  10. #69

    Rap CD

    Zitat von Sozial-Romantiker Beitrag anzeigen
    Wer die deutsche Spache nicht beherrscht und eine Rechtschreibung und Sprache hinlegt wie in manchem Booklet einer Rap-CD, der muss sich nicht wundern. Und wer zwangsverheiratet / in die Ehe verkauft wird, weil die Eltern von der Familie des Bräutigams aus der Türkei dafür eine fünfstellige Summe zahlt, damit auch diese nach Deutschland einfallen äh... einwandern kann, der hat auch so seine Probleme.

    Wir sollten mal langsam aufhören pauschal von "Ausländern" zu reden, sondern differenzieren. Holländer, Belgier, Franzosen, Italiener, Spanier, Dänen, Finnen, Schweden, Polen usw. haben diese Probleme in der Regel nicht. Ich denke mal, es sind mal wieder die gleichen Kreise der Ausländer, die sich eh nicht durch besonders gute Integration hervortun, richtig? Zufällig Islam? Anyone?
    Ja, schon komisch, dass manche die Rap CD´s nicht verstehen?
    Ist wohl zu schnell und die Sprache ist auch anders???
    Die Medien sind an allem Schuld. in den 50´ern war es das Fernsehen, in den 70`ern die Musik und im Jahr 2011 das Internet.
    Jaja. Wenn der Hauptteil deiner Beschäftigung mit dem "Nichtstun" verbunden ist, dann wunder dich nicht, das du " nichts" weisst!








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