Studien auf der IAA: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Studien sind die Stars jeder Automesse - für die aktuelle IAA gilt das ganz besonders. Denn diesmal geben die Designer in ungewöhnlich vielen Fällen einen konkreten Ausblick auf kommende Serienmodelle. SPIEGEL ONLINE zeigt die wichtigsten.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...786297,00.html
  1. #1

    Psychologen reden aber den Designern offensichtlich

    "massiv hinein" .Ihr Credo : ohne Deppen-Optik keine Wahrscheinlichkeit der Serienfertigung.
  2. #2

    Einheitsbrei

    Da werden Designs vorgestellt, die dem Betrachter Reihenweise die Kinnladen runterklappen lassen... und am Ende sieht das Auto doch wieder aus wie der Vorgänger.

    Wolfgang Egger bei der Vorstellung des neuen Audi A6 Avant 2012: "Ich möchte Ihnen unseren neuen A6 vorstellen. Wie Sie auf den ersten Blick erkennen können, haben wir grosse Veränderungen am Design vorgenommen; Die neuen Türöffnungshebel sind jetzt nämlich nicht mehr in Silber Perleffekt, sondern in Silber Metallic lackiert. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit."
  3. #3

    ...

    jaja, design, ganz toll... und was kommt in der serie dabei raus ? alltagsmurks, bitte in schwarz, wie immer, wie alle anderen.

    kann sich noch jemand an die präsentation des boxster erinnern ? liebevolle details im innenraum, ästhetische farben... als serienfahrzeug gabs dann doch wieder das billige, schwarze plastik !

    hat der egger das wirklich so gesagt ? ich kanns mir gut vorstellen. ich glaube bei audi gibts keine designer mehr. da wurde vor einigen jahren ein design festgelegt und von a1 bis a8 müsse alle gleich aussehen...
  4. #4

    ...

    Ich denke BMW wird bewusst nur die Studie von i3 ausstellen, weil sie genau wissen wie langweilig die Kiste dann in der Serie aussieht. Ich meine was will uns BMW da vorgaukeln.
    - Komplett verglaste Türen? Also kann man keine Fenster mehr öffnen.
    - Dann diese TRON-like blauen Bänder in den Reifen?
    - Irgendwie hat jede zweite Studie Suicide-Doors aber auf der Straße sehe ich die nie.
    - Und dann ein BMW ohne Hofmeister Knick!
    Ich finde Studien-Autos wirklich toll und sie zeigen immer ein wenig wo hin der Weg geht, aber beim i3 ist das was anderes. Der soll ja in zwei Jahren auf der Straße rollen und BMW will uns weismachen das Stromer so aussehen.
    Ich denke eher das wird vor allem Innen ein ziemlicher Plastik-Bomber, da die E-Antriebstechnik und die vielen Carbon-Teile sehr teuer sind und der Preis nicht wie üblich bei deutschen PKW durch premium Schnick Schnack im Innenraum künstlich in den Höhe getrieben werden soll.
    -
    Audi A2 …ich trau meinen Augen nicht. Kein komplett offener Singleframe-Grill mehr. Wahrlich eine Revolution in Ingolstadt.
    Ob es dieses bahnbrechende neue Feature wirklich bis in die Serie schafft?
  5. #5

    Nur mal so

    Es ist schon interessant, was entwickelt wird, das Design, die Technik usw. Aber: Ich habe mir letztes Jahr ein Auto gekauft. Alle diese Techniken aufpreispflichtig - und nicht zu knapp. Ich dachte mir ich kaufe ein aktuelles Auto, mit sämtlichen Innovationen. Herausgekommen ist ein Auto, mit Sportfahrwerk und Schiebedach, einem Durchschnittsverbrauch von 7,5 Litern und ab Tempo 140 muss man das Radio ganz schön aufdrehen, damit man etwas hört. Softwarefehler inbegriffen. So. Toll. Sowas gabs, bis auf den Softwarefehler, schon vor 40 - 50 Jahren. Keine Innovation für meinen Geldbeutel. Und ich habe die Befürchtung, das wird sich auch in Zukunft nicht ändern...egal was auf der IAA rumsteht. (Natürlich hat das Auto die aktuelle Sicherheitstechnik und ist mit alten Autos diesbezüglich nicht zu vergleichen. Aber bei dem Preis heutiger Kompakter, setze ich das einfach voraus, wenn sonst schon nichts bei diesen Preisen "drin" ist).
  6. #6

    Kein Fortschritt?

    Zitat von Forenhengzt Beitrag anzeigen
    Es ist schon interessant, was entwickelt wird, das Design, die Technik usw. Aber: Ich habe mir letztes Jahr ein Auto gekauft. Alle diese Techniken aufpreispflichtig - und nicht zu knapp.
    Niemand zwingt einen, Extras zu kaufen. Wenn Ihnen etwas das Geld wert ist, bestellen Sie es, wenn nicht, lassen Sie es einfach bleiben.

    Zitat von Forenhengzt Beitrag anzeigen
    Ich dachte mir ich kaufe ein aktuelles Auto, mit sämtlichen Innovationen. Herausgekommen ist ein Auto, mit Sportfahrwerk und Schiebedach, einem Durchschnittsverbrauch von 7,5 Litern und ab Tempo 140 muss man das Radio ganz schön aufdrehen, damit man etwas hört. Softwarefehler inbegriffen. So. Toll.
    Warum kaufen Sie das Auto überhaupt, wenn es Ihnen so missfällt? Das Sportfahrwerk und Schiebedach haben SIE doch ausgesucht - oder wer sonst? Wenn Sie ein Fahrzeug kaufen, das 7,5 Liter verbraucht ist das doch auch IHRE Wahl gewesen, welchen Motor Sie da nehmen (und wie Sie fahren). Ich kenne kein modernes Auto mit Turbodieselmotor zwischen ca. 100 und 150 PS, was man NICHT locker mit unter 6 Litern, je nach Fahrweise sogar unter 5 Litern fahren könnte. Ich nenne jetzt keine Marke und keine weiteren Details, aber mein aktueller Turbodiesel liegt im genannten Leistungsbereich und ich verbrauche im Schnitt weniger als 5 Liter. Und bei 140 ist das Geräuschniveau nicht auf Oberklasseniveau, aber vollkommen normal. Einen Softwarefehler hatte ich in dreieinhalb Jahren bei 70.000 km noch nie.
  7. #7

    Super Autos vor 40 Jahren???

    Zitat von Forenhengzt Beitrag anzeigen
    Sowas gabs, bis auf den Softwarefehler, schon vor 40 - 50 Jahren. Keine Innovation für meinen Geldbeutel.
    So? Sie meinen ernsthaft, es hätte in 40 bis 50 Jahren KEINEN nennenswerten Fortschritt gegeben, keine Innovation? Wir sprechen da von Autos der Jahrgänge 1961 bis 1971...

    Ich sehe das ziemlich gegensätzlich: aus meiner Sicht ist es der absolute Hammer, was man heute in Autos geboten bekommt, die sich der Durchschnittsbürger so kauft.

    In den Siebzigern musste ich mit meiner Mutter im R4 nach Südeuropa fahren. Kein Platz, keine Sicherheit, keine Klimaanlage, null Komfort, zieht vollbeladen mit der Familie keine Wurst vom Teller, aber im Schnitt elf Liter geschluckt - nebenbei ohne Kat, also Gift für die Umwelt pur.

    In den Neunzigern hatte ich meinen ersten Turbodiesel, knapp zwei Liter Hubraum, 90 PS, noch keine Klimaanlage, aber ABS und Airbags. Verbrauch im Schnitt 5,5 Liter. Später hatte ich bei etwa gleichem Verbrauch ein Nachfolgefahrzeug mit 110 PS aber mit Klima und etwas größer und schwerer. Mein aktueller Turbodiesel hat 105 PS, Klima, alles mögliche an Sicherheit und Komfort - und verbraucht im Schnitt 4,5 Liter (fahre zugegeben auch viel Landstraße und wenig Stadt, war aber bei den Vorfahrzeugen ähnlich).

    Eben bestelle ich ein Fahrzeug, das bei einem 2 Liter TDI 177 PS bietet, bei realistischer Fahrt auch unter 5 Liter kommt, auf jeden Fall unter 6, was selbst bei 180 noch leiser ist als mein jetziges bei 140, was bei Komfort und Sicherheit Maßstäbe setzt und inflationsbereinigt nicht mehr kostet als das Fahrzeug von vor zehn Jahren (prozentual muss ich weniger meines Einkommens dafür aufwenden).

    Das IST für mich Fortschritt und Innovation.

    Und auch für die, die sich jetzt nicht gerade das gleiche leisten können: Ein aktueller Golf (oder anderer dieser Klasse) bietet um Welten mehr als manches Oberklassefahrzeug vor 20 Jahren, geschweige denn vor 40 oder 50!

    Zitat von Forenhengzt Beitrag anzeigen
    Und ich habe die Befürchtung, das wird sich auch in Zukunft nicht ändern...egal was auf der IAA rumsteht. (Natürlich hat das Auto die aktuelle Sicherheitstechnik und ist mit alten Autos diesbezüglich nicht zu vergleichen. Aber bei dem Preis heutiger Kompakter, setze ich das einfach voraus, wenn sonst schon nichts bei diesen Preisen "drin" ist).
    Man kann an allem immer das Gute oder das Schlechte sehen.
    Das Glas ist bei Ihnen dann auch immer halb leer, oder?
  8. #8

    Alles nur heiße Luft

    Jetzt protzen die Hersteller wieder! Mit "Studien, Concept Cars und all der sonstigen automobilen "Wundertüten-Kacke".
    Dabei nimmt die "Studien" und Concept Cars doch sowieso keiner mehr ernst. Die Konsumenten wissen sehr wohl, dass sie hier auf's dümmste verschaukelt werden.
    Das Ganze ist nur noch lächerlich: Einerseits verpennen v.a. die deutschen Hersteller die ganze Entwicklung um das E-Auto, andererseits machen sie per "Studie" auf progressiv - wer soll das noch ernst nehmen?
    Dabei weiß jeder, dass das schon immer so war.
    Beispiel gefällig?
    Erst 2007 pries VW den Samba-Nachbau Space-UP als Concept Car an - 2010 bzw 2011 sollte er in Serie gehen.
    Und, was ist passiert? Natürlich nix. Jetzt legen sie erst mal den zig'ten Aufguss ihrer teuren, spritschluckenden Dinosaurier auf und bauen als Alibi den UP, dem später der UP 4-Türer (wie ideenreich)folgen soll. Und wenn dereinst ihre derzeitigen, technisch überholten Spritschleudern genug eingebracht haben, oder in den Schauräumen unverkäuflich vor sich hin schimmeln, könnte man 2015 oder so den Space UP vielleicht ja mal angehen. Wohl gemerkt könnte!!
    Dann natürlich in der perfekten E-Version (so tönt es gleich wieder vollmundig) - wen stört da schon der bisher wieder mal verpennte Trend. Aber, bis 2015 könnte ein einzelner VW-Ingenieur ja tatsächlich mal von einem Geistesblitz getroffen werden. (Auch wenn die potentiellen Kunden dann längst das Modell eines anderen Herstellers fahren)


    Und wenn sie nicht gestorben sind, dann labern sie noch übermorgen...

    Einfach nur lachhaft!
  9. #9

    Was auf den Strassen rumfährt..

    ...hängt primär davon ab, was "wir" (die Konsumenten) kaufen und weniger davon, was "sie" (die Hersteller) auf den Messen anbieten. Vernünftige (sparsam, sauber, sicher) Autos gibt es bereits heute einige und es könnte erst der Anfang sein, wenn "wir" es wollen.

    "Wir" haben es also in der Hand zu beeinflussen, was morgen auf unseren Strassen rumfährt und was künftig angeboten wird.