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Studie zur Religiosität: Wer glaubt, wird nicht unbedingt glücklich

Religion scheint ein Glücksgarant zu sein: Gläubige sind zufriedener, seltener depressiv, stabiler. Doch ist es der Glaube allein? Forscher haben*Menschen in stark religiösen und nicht religiösen Ländern verglichen. Ihr Fazit: Entscheidend ist weniger die Spiritualität als*das gesellschaftliche Umfeld.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...789365,00.html
  1. #110

    Die Frage ist...

    Man sollte sich nicht fragen, ob es einen Gott gibt oder nicht, sondern warum Menschen mehr oder weniger empfänglich für den Glauben an Übernatürliches sind (Götter, Horoskope, Gespenster, das Monster unter dem Bett...).

    Man kommt danach zu dem Schluss, dass es einen Gott mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht gibt.


    Wem das zu hoch ist, kann sich auch gerne fragen, warum ein allmächtiger Gott sich nur wenigen Wesen auf einem unbedeutenden Planeten in einem riesigen Universum offenbart hat und warum er andere Religionen zulässt.

    Man kann ich auch fragen, warum in einer so vernetzten Welt mit Live-TV-Übertragungen, Twitter und dem ganzen Kram nichts von einem Gott zu sehen ist?

    Oder man fragt sich, wie der Mensch als ganz und gar nicht göttliches Wesen auf Dinge wie die deutschen Grundrechte oder die internationalen Menschenrechte kommt, die viel mehr Brüderlichkeit, Barmherzigkeit und Fairness beinhalten, als die göttlichen Vorgaben der Christen und erst recht über den göttlichen Vorgaben des Islams stehen.
  2. #111

    Geborgenheit

    Zitat von peem Beitrag anzeigen
    Wobei natürlich die Frage bleibt, woher dieses Glücklicher-Sein bei Ihnen kommt. Schließlich ist es auch denkbar, dass es von anderen Ursachen als ihrem Glauben herrührt; wie etwa einem anderen Alter. Auch ich bin im Alter gelassener, als in der Jugend.
    Und ich bin als Nicht-Christ glücklicher, als ICH es als Christ sein könnte. Dennoch denke ich, dass unsere beiden Einzelbeispiele nicht wirklich etwas über das Empfinden der Allgemeinheit preisgeben:)
    Eine wissenschaftliche Erklärung habe ich natürlich auch nicht; aber der Übergang von Nicht-Christ zu Christ spielte sich bei mir innerhalb von wenigen Wochen ab. Bei anderen Christen, die auf auch bundesweiten Veranstaltungen von ihren Erfahrungen berichten, ist die z.T. radikale Veränderung noch viel bemerkenswerter gewesen.

    In jedem Fall aber sollte klar sein, dass es ein einheitliches "Empfinden der Allgemeinheit" nicht geben kann, da der Glaube auf einer sehr individuellen Beziehung zwischen Mensch und Gott/Jesus beruht. Und jeder Christ bleibt ein Individuum, das im Rahmen seiner Möglichkeiten zu einem Gelingen oder Nicht-Gelingen der Gesellschaft beiträgt.

    Und genau so gilt, dass auch Christen immer mal wieder von ihrem "alten Adam" geplagt werden, sich aber immer wieder auf Jesus rückbesinnen können. Daraus resultiert ein Gefühl der Geborgenheit, dass die Gefühlslage von Christen wohl besser beschreibt als es der schwammige Glückbegriff vermag.
  3. #112

    ...

    Zitat von thorsten_kampe Beitrag anzeigen
    Nichtexistenz-Beweise sind durchaus möglich indem man zum Beispiel annimmt, daß das zu Beweisende existiert und daraus einen Widerspruch ableitet. Beispiel: ich nehme an Gott existiert, zur Definition Gottes gehoert, dass er nicht geschaffen ist und selbst keine Ursache hat. Alles hat eine Ursache, ergo fuehrt die Annahme, daß Gott existiert zu einem Widerspruch also existiert Gott nicht. Solcherart Beweise sind aber fast alle reine Gedankenspielerei und man kann sie nicht ernst nehmen.
    Stimmt, hab mir leider in den letzten Jahren in öffentlichen Diskussionen eine Luschigkeit angewöhnt. Dennoch, wie sie selbst sagen, haben solche Nichtexistenz-Beweise nur sehr geringen argumentativen Wert.
  4. #113

    +

    Zitat von stevendedalus65 Beitrag anzeigen
    Wenn etwas unterirdisch ist, dann Ihre Behauptung. Natürlich hat derjenige, der etwas glaubt auch die Beweislast für die Existenz dessen worin er glaubt oder zumindest die Beweislast dafür, daß es sinnvoll ist.
    ...
    Die Postulation eines Glaubens an eine Existenz, schließt per Definition die Nichtbeweisbarkeit der Existenz ein.
    Gegeben werden kann in diesem Fall lediglich eine Begründung, warum man glaubt, nicht aber ein Beweis für die Existenz.

    Ihre Aussage, es gebe eine Beweislast dafür, daß ein Glaube sinnvoll ist, läßt sehr tief in ihr Weltbild und ihre Persönlichkeit blicken. Sie sollten sich mal intensiv mit dem Ursprung ihrer Werte beschäftigen.
  5. #114

    +

    Zitat von Pfeiffer mit drei F Beitrag anzeigen
    ...
    Oder man fragt sich, wie der Mensch als ganz und gar nicht göttliches Wesen auf Dinge wie ... die internationalen Menschenrechte kommt, die viel mehr Brüderlichkeit, Barmherzigkeit und Fairness beinhalten, als die göttlichen Vorgaben der Christen und erst recht über den göttlichen Vorgaben des Islams stehen.
    Denn schauen Sie sich mal an, wieviele Menschenrechtserklärungen es gibt, wie sie sich unterscheiden und welchem kulturellen Ursprung sie entspringen.
  6. #115

    Irren ist menschlich

    Zitat von Horstino Beitrag anzeigen
    Genau das ist meiner Meinung nach das Problem mit der Religion. Manche Menschen wollen Anerkennung dafür, dass sie einmal die Woche in irgendein Gotteshaus rennen und beten.

    Anerkennung gibt es oftmal für Religiosität per se. Ob man die Werte die man "glaubt" dann auch lebt ist aber oftmals vollkommen egal.
    Das ist natürlich auch intressant, für Leute die eigentlich nix auf dem Kasten haben und für ihre Leistung (dem einzig Legitimen Kriterium für Anerkennung) die Anerkennung niemals bekommen würden, die sie dafür kriegen religiös zu sein.

    Darum: Religion ist Privatsache. Niemand darf Anerkennung dafür Verlangen. Das einzige was zählt ist Leistung (also wenn jemand z.B. nach seinem Verhalten ein guter Mensch ist oder sich für etwas objektiv Gutes einsetzt)
    Was Sie hier beschreiben, sind Karikaturen von "Christen"; es hat mit Christsein nichts zu tun. Bestenfalls handelt es sich hier um "werkgerechte" Christen, die sich ihr Christsein "verdienen" wollen. Aber dieses Fehlverhalten hat Jesus ja vor 2000 Jahren aufgeklärt.

    Im übrigen rennen Christen nicht "einmal die Woche in irgendein Gotteshaus und beten"; echte Christen sind 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche Christen. Und somit kann es auch nicht Privatsache sein, da der Gottesbezug den ganzen Menschen prägt bei allem was er denkt und tut.
  7. #116

    von einem Philosophen zum Nachdenken...

    Das Christentum hat den Menschen durch die Verheißung des ewigen Lebens um das zeitliche Leben, durch das Vertrauen auf Gottes Hilfe um das Vertrauen zu seinen eigenen Kräften, durch den Glauben an ein besseres Leben im Himmel um den Glauben an ein besseres Leben auf Erden und das Bestreben, ein solches zu verwirklichen, gebracht.
    (Ludwig Feuerbach: Das Wesen der Religion, Leipzig 1849)

    Natürlich gilt das leider auch für andere als nur christliche Religionen...
  8. #117

    Sie verstehen was genau von Logik ?

    Zitat von thorsten_kampe Beitrag anzeigen
    *seufz* Das nennt man Pantheismus und es ist weder neu noch logisch noch besonders originell.
    Ihr Seufzer ist unangebracht und zeugt lediglich von Arroganz gegenüber anderen Menschen. Sie verhalten sich keinen Deut besser als jeder Gläubige auf dieser Welt, der glaubt im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein.

    Pantheismus hat damit nichts zu tun.
    Das nennt MAN Sichtweise, um zu verstehen, was andere Menschen an Aussagen treffen und warum.

    Das bedarf allerdings einem Minimum an Offenheit ...
  9. #118

    .

    Zitat von neeanders Beitrag anzeigen
    Genau das sage ich ja. Wer behauptet,"Gott gibt es nicht" der hat diese positive Behauptung auch zu beweisen.
    Es IST keine positive Behauptung. Es ist eine Nicht-Existenz-Behauptung. Ist das so schwierig?

    Zitat von neeanders Beitrag anzeigen
    G**gln Sie mal "Argument der Unwissenheit", das alles ist wirklich nicht meine Erfindung, sondern ganz banale Logik.
    Anscheinend nicht banal genug für sie.

    http://www.ratioblog.de/entry/fehlsc...s-unwissenheit
    "Das Argument aus Unwissenheit ist deshalb ein Fehlschluss, weil sich aus Unwissenheit kein bestimmter Grund (also im Grunde auch „Wissen”) zwingend ableiten lässt."

    Man hat ihnen ihn Bezug auf Nicht-Existenz-Aussagen schon mindestens ein halbes Dutzend Mal erklaert, daß Nicht-Beweisbarkeit NICHT Nicht-Wissen bedeutet, da derjenige, der eine Existenz postuliert, dies beweisen muß (es sei denn es gibt starke Indizien für die Aussage).

    "Gott existiert" ist eine komplett unsinnige Aussage, da man sie zwar verifizieren aber nicht falsifizieren kann.

    Zitat von neeanders Beitrag anzeigen
    Das beleidigte Aufheulen vieler Foristen hier ist daher schlichtweg unverständlich.
    Das Geraeusch, das sie für Aufheulen halten, ist schlicht das Geraeusch, das entsteht wenn viele Menschen gleichzeitig sich mit der Hand gegen die Stirn schlagen und dabei seufzen.
  10. #119

    Nee

    Zitat von Pfeiffer mit drei F Beitrag anzeigen
    Man sollte sich nicht fragen, ob es einen Gott gibt oder nicht, sondern warum Menschen mehr oder weniger empfänglich für den Glauben an Übernatürliches sind (Götter, Horoskope, Gespenster, das Monster unter dem Bett...).

    Man kommt danach zu dem Schluss, dass es einen Gott mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht gibt.
    .
    Auch der Glaube an eine hohe Wahrscheinlichkeit ist kein Beweis, sondern ein Glaube.
    Aber Atheisten reklamieren nun einmal für sich, genau zu wissen und eben nicht bloß zu glauben.
    Sobald man diese schräge Argumentation einmal kritisch hinterfragt, bricht das ganze Athe-Selbstverständnis wie ein Kartenhaus in sich zusammen.
    Atheismus ist im Kern immer nur die Abwesenheit von persönlichem Glauben an Gott, mehr nicht.
    Jede darüber hinausgehende Aussage wie "Gott existiert nicht" oder "Religiöse irren" hat mit Atheismus selbst nichts mehr zu tun, sondern ist bereits Antitheismus und damit nichts anderes als eine eigene Weltanschauung mit unbedingtem Wahrheitsanspruch.
    Und diese von ihnen behauptete Wahrheit müssen die Antitheisten nun einmal beweisen, denn das verlangen sie ja von den anderen Gläubigen genau so, oder etwa nicht?








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