Forum


 

Studie zur "Generation Praktikum": Glücklich ohne Geld und Karriere

DDPNur 290 Euro Verdienst pro Monat: So wenig Geld bekommen laut einer Studie deutsche Praktikanten im Schnitt. Dabei ist mehr als die Hälfte trotzdem mit ihrem Einblick in die Berufswelt zufrieden. Ist die "Generation Praktikum" am Ende eher eine "Generation Selbstausbeutung"?

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...827882,00.html
  1. #20

    re

    Zitat von hartholz365 Beitrag anzeigen
    Vielleicht Biologen oder Chemiker, von denen gibts auch zu viele, das wusste man schon vor dem Studium.
    Ich kenne keinen promovierten Maschinenbauer oder Informatiker der Versicherungen verkauft aber dafür ehemalige Handyverkäufer, einen Pferdewirt mit .....
    Werkverträge machen sich leider auch in der Entwicklung breit.
    Sicher es gibt auch andere Jobs außer Unternehmensberatung. Ich kenne auch Physiker die erstellen zum Geld verdienen Homepages. Was Informatiker angeht, ein Freund von mir arbeitet bei einem der größten deutschen Industriekonzerne. Nach seiner Aussage muss man sich ab einem bestimmten Alter "unsichtbar" machen, oder man wird entlassen. Es kommt ja dauernd Nachschub von den Unis. Einige Informatikprofessoren haben auch gemeint, dass die Karriere ihrer Absolventen normalerweise um die 7 Jahre dauert. Danach machen sie etwas komplett anderes.
    Kurz gesagt: Nur weil jemand MINT studiert hat, bedeutet das noch lange nicht Karriere und viel Geld.
  2. #21

    .

    Zitat von gazettenberg Beitrag anzeigen
    Glauben Sie nicht, die Wirtschaft wäre schon selbst auf diese Idee gekommen, wenn Sie recht hätten?

    Sie schließen von sich auf andere. Warum gibt es wohl so wenig Zeitungen/Zeitschriften, die ohne Werbung überleben können?

    Und wieso denken Sie, die wären ohne Werbung nur doppelt so teuer?
    Manche Firmen überzeugen durch Qualität und benötigen keine Werbung, ausser der von Kunde zu potentiellem Kunde. Andere Firmen können nur durch Werbung ihre überteuerten Produkte verkaufen. Ich denke da an grosse Sportartikel-Hersteller oder andere "In"-Firmen.

    Ein T-Shirt für 30 Euro bei einem Einkaufspreis von allerhöchstens 5 Euro verkauft sich eben nur, wenn man durch Werbung das T-Shirt und den Träger aufwertet.

    Es kann durchaus sein, dass einige Zeitschriften ohne Werbung mehr als doppelt so teuer werden. Wenn dadurch die Produkte (wesentlich) billiger werden, dann rechnet sich das immer noch.
  3. #22

    ...

    Zitat von gazettenberg Beitrag anzeigen
    Glauben Sie nicht, die Wirtschaft wäre schon selbst auf diese Idee gekommen, wenn Sie recht hätten?
    Nein ...
    Ich beschreibe mal eine Situation, in der ich vor zwei Jahren war.
    Aufgabe: Finden sie einen Job :-)
    Da gibt es Bewerbungscoaches, Bewerbungsmappencoaches,
    Vorstellungsgesprächcoaches usw.
    Da ich bezweifle, dass diese ganzen Coaches neue Stellen schaffen
    gehe ich davon aus, dass die Leute so oder so unterkommen
    würden.
    So, nun gehen wir davon aus dass man für sich selbst
    die Chancen durch die Inanspruchnahme einer solchen
    Dienstleistung verbessern kann. Sowas spricht sich rum, jeder
    wird dann eine solche Dienstleistung in Anspruch nehmen und wir
    sind wieder am Anfang.

    Und so ähnlich ist es auch mit der Werbung.
    Ich gehe nicht davon aus dass durch Werbung konsum generiert wird,
    sondern dass der Konsum quasi kanalisiert wird.
  4. #23

    Provokation

    Zitat von zynik Beitrag anzeigen
    Jaja, die bösen Geisteswissenschaftler mal wieder. Wer braucht schon Kunst, Kultur und Soziales wenn die totale Gewinnmaximierung regiert? Gleichzeitig wird dann über wachsende Unkultur und die allgemeine Verblödung unter jungen Leuten lamentiert.

    Tja, liebe "Generation Praktikum" so sieht dann die Einsicht derjenigen aus, die euer Potential liebend gerne für lau ausbeuten. Hättet ihr mal Heizungsbauer gelernt...
    Ach nochwas: Wer entscheidet was Menschen brauchen? Sie? Der Zeitgeist? Die Statistiker? Die Ökonomen? Der mysteriöse Markt?
    Nicht provozieren lassen. Die Leben in ihrer eigens gezimmerten Realität, und die ist sehr klein und eng. Und macht sie krank und kaputt. Wenn manche Menschen genug an einer virtuellen Zahl auf dem Konto haben und dem Kopftätscheln vom Chef, so sagt dies mehr über jene aus, als über diese.
  5. #24

    Der Informatiker und

    Zitat von herrdaemlich Beitrag anzeigen
    Der Informatiker der einen nicht funktionierenden Bundestrojaner programmiert ist für mich genauso entbehrlich, wie der BWLer der sich überlegt wie er die neuste Barbie-Puppe mit Mini-Rock und Strapsen vermarkten kann.
    der Bundestrojaner. Widerspruch. Der Trojaner funktioniert einwandfrei! Nur verstößt seine Funktion auch schreiben zu können nun mal gegen das Grundgesetz. Schuld ist in dem Fall nicht der Informatiker sondern sein Auftraggeber, der die Gesetzeslage in dem Zusammenhang kennen müsste. Den Schuh müssen sich die Innenminister in diversen Ländern als Auftraggeber selber anziehen. Mehr zu erfahren darüber beim Chaos Computer Club.

    Dem zweiten Halbsatz, kann ich nur zustimmen.

    Gruß von jemanden der aus den Sozialwissenschaften kommt aber garantiert nix mit "irgendwas mit Medien" beruflich machen möchte.

    Best E.


TOP



TOP