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Studie zur "Generation Praktikum": Glücklich ohne Geld und Karriere

DDPNur 290 Euro Verdienst pro Monat: So wenig Geld bekommen laut einer Studie deutsche Praktikanten im Schnitt. Dabei ist mehr als die Hälfte trotzdem mit ihrem Einblick in die Berufswelt zufrieden. Ist die "Generation Praktikum" am Ende eher eine "Generation Selbstausbeutung"?

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...827882,00.html
  1. #10

    .

    Zitat von zynik Beitrag anzeigen
    Jaja, die bösen Geisteswissenschaftler mal wieder. Wer braucht schon Kunst, Kultur und Soziales wenn die totale Gewinnmaximierung regiert? Gleichzeitig wird dann über wachsende Unkultur und die allgemeine Verblödung unter jungen Leuten lamentiert.
    Tja, liebe "Generation Praktikum" so sieht dann die Einsicht derjenigen aus, die euer Potential liebend gerne für lau ausbeuten. Hättet ihr mal Heizungsbauer gelernt...
    Ach nochwas: Wer entscheidet was Menschen brauchen? Sie? Der Zeitgeist? Die Statistiker? Die Ökonomen? Der mysteriöse Markt?
    Natürlich benötigen wir auch Geistenwissenschaftler. Aber eben keine Schwätzer. Und auch keine Experten, die nur wissen, welchen Einfluss seine Haustiere, die vier Frauen, ... auf die Arbeit des Künstlers X hatten.
    Worauf sehr viele Menschen verzichten können, das sind z.B. Werbeagenturen mit ihren Angestellten. Im Endeffekt verteuern die nur die angebotenen Produkte. Bei Autos lese ich Tests (die Auto-Zeitungen dürften ohne Werbung ruhig doppelt so teuer sein), Lebensmitteln probiere ich aus, und bei Kleidung ist es genauso.

    Die dort arbeitenden Künstler, Geisteswissenschaftler, Praktikanten, ... sind entbehrlich.
    Nur so ein Beispiel.
  2. #11

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Worauf sehr viele Menschen verzichten können, das sind z.B. Werbeagenturen mit ihren Angestellten. Im Endeffekt verteuern die nur die angebotenen Produkte.
    Glauben Sie nicht, die Wirtschaft wäre schon selbst auf diese Idee gekommen, wenn Sie recht hätten?

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    die Auto-Zeitungen dürften ohne Werbung ruhig doppelt so teuer sein
    Sie schließen von sich auf andere. Warum gibt es wohl so wenig Zeitungen/Zeitschriften, die ohne Werbung überleben können?

    Und wieso denken Sie, die wären ohne Werbung nur doppelt so teuer?
  3. #12

    Entbehrlichkeiten

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Natürlich benötigen wir auch Geistenwissenschaftler. Aber eben keine Schwätzer. Und auch keine Experten, die nur wissen, welchen Einfluss seine Haustiere, die vier Frauen, ... auf die Arbeit des Künstlers X hatten.
    Worauf sehr.....
    Der Informatiker der einen nicht funktionierenden Bundestrojaner programmiert ist für mich genauso entbehrlich, wie der BWLer der sich überlegt wie er die neuste Barbie-Puppe mit Mini-Rock und Strapsen vermarkten kann.
  4. #13

    Überheblich

    Zitat von rumhartzen Beitrag anzeigen
    Die Berufswahl ist in Deutschland immer noch frei und durch das GG geschützt.
    Welcher intelligente Mensch wird heute denn noch Handwerker? Das Handwerk ist seit Jahrzenten uninteressant und glänzte zu meiner Zeit mit unsagbar schlechten Arbeitsbedingungen. Da muss man sich über den Fachkräfte/Nachwuchsmangel heute auch nicht mehr wundern. Selber Schuld.
    Wenn Sie mal einen Handwerker brauchen, werden Sie es wissen. Nicht jeder kann und will tagtäglich irgendwelche für das reale Leben unwichtigen Finanzblasen um den Erdball jagen. Bin mal gespannt, wer nach dem Ende der Finanzkrise besser aussieht. Der blasse Hirnie mit zwei linken Händen oder die Frau, die Kartoffeln anbauen und auch noch kochen kann!
  5. #14

    Gute Nacht Deutschland

    Zitat von Meshada Beitrag anzeigen
    Im Gegenteil. Sie dürfen sich bei den BWLer dafür bedanken. Es wurde jahrelang bei den Fachkräften gespart, keine Fortbildungen angeboten, und überhaupt hat man, wenn, dann nur ausgebildete Kräfte anderen Unternehmen abgenommen.
    Also gehen die Leute ins Ausland, und Deutschland hat das Nachsehen.

    Die Schuld liegt gewiss nicht bei Leuten mit "unüblichen Fächern", sondern bei denen, die Leute mit nötigen Qualifikationen nicht einstellen und hinhalten.
    Die BWLer sind willige Diener des Kapitalismus. Ein BWLer erwartet grundsätzlich maximale Leistung für minimalen Einsatz. Nur dann ist er gut. Ich wundere mich immer, wie solche Leute mit Rasiermessern an der Stelle, wo wie Ellenbogen haben, nachts noch schlafen können.
  6. #15

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Natürlich benötigen wir auch Geistenwissenschaftler. Aber eben keine Schwätzer. Und auch keine Experten, die nur wissen, welchen Einfluss seine Haustiere, die vier Frauen, ... auf die Arbeit des Künstlers X hatten.
    Worauf sehr viele Menschen verzichten können, das sind z.B. Werbeagenturen mit ihren Angestellten. Im Endeffekt verteuern die nur die angebotenen Produkte. Bei Autos lese ich Tests (die Auto-Zeitungen dürften ohne Werbung ruhig doppelt so teuer sein), Lebensmitteln probiere ich aus, und bei Kleidung ist es genauso.

    Die dort arbeitenden Künstler, Geisteswissenschaftler, Praktikanten, ... sind entbehrlich.
    Nur so ein Beispiel.
    Nachdem wir jetzt wissen wen wir nicht brauchen sollten Sie uns lieber mal erklären wen wir brauchen.
  7. #16

    re

    Zitat von hartholz365 Beitrag anzeigen
    MINT: Praktika NACH dem Studium gibts dort so gut wie keine. Traineestellen gibts dort auch, wer entsprechende Stelle anstrebt, mit ordentlicher Bezahlung.
    Naja. In vielen Fällen dürfen sie nachher als promovierter Naturwissenschaftler Finanzprodukte verkaufen. Ob die Arbeit in einer Unternehmensberatung sinnvoll ist, darüber kann man streiten. Außerdem liegt das nicht jedem. Als Ingenieur bekommen sie vielleicht nur eine Stelle mit Werkvertrag. Ein Informatiker braucht das ganze Geld um die Jahre der Arbeitslosigkeit, die ab einen bestimmten Alter kommen, zu überbrücken.
  8. #17

    Habe bisher kein einziges Praktikum unbezahlt gemacht oder in Firmen gearbeitet, die ihre Praktikaten nicht bezahlen. Wer richtige Arbeit leistet, der sollte auch bezahlt werden, auch wenns nicht so viel ist. Bei mir in der Firma bekommen die meisten Praktikanten 14-16.50$/h. Damit kommt man schon klar.
  9. #18

    Ich wette, die jenigen, die am Lautesten schreien, dass Geisteswissenschaftler ja nichts vernünftiges studieren, wissen gar nicht, wo überall Geisteswissenschaftler sitzen. Ja, auch in großen IT-Firmen.

    Geisteswissenschaftler sind in der Regel nicht an Fächer und Berufsgruppen gebunden, sie haben eine freie Auswahl wohin sie nach ihrem Studium gehen. Dass kann Journalistik sein, PR, Öffentlichkeitsarbeit, Museen, Kulturelle Zentren, Jugendarbeit, Extremismusaufklärung, Verlage, Film- und Fernsehen, bei Städten usw.
    Die Auswahl ist da gigantisch und wenn Sie sich umhören, werden Sie viele Jobs finden, die von Geisteswissenschaftlern gemacht werden. Weil sie in der Regel über ein fundiertes Allgemeinwissen verfügen und gut schreiben können. Das fehlt leider - und ich spreche da aus Erfahrung - vielen Studenten der MINT-Fächer. Dabei möchte ich diesen Studenten ihre Qualifikation in keinsterweise absprechen, sie liegt halt anders.

    Die Generation Praktikum ist aber - und das muss man betonen - in weiten Teilen selbst an ihrem Schicksal schuld. Da können Verlage und Co. 3-6 Monatspraktika fordern und Studenten nehmen die an. Das heißt: Unterbrechung des Studiums oder kein Job nach dem Studium. Die Bezahlung ist unter aller Sau und die Betriebe freuen sich über eine niedrig bezahlte Arbeitskraft. Noch besser sind solche, die selbst zwar Praktika von Bewerbern fordern, aber gar keine anbieten.

    Und so ist das Problem ein Henne-Ei-Problem. Die jungen Leute nehmen die Praktika an, die Firmen freuen sich, dass alles läuft und die Maschinerie läuft weiter.
  10. #19

    Zitat von spdf Beitrag anzeigen
    Naja. In vielen Fällen dürfen sie nachher als promovierter Naturwissenschaftler Finanzprodukte verkaufen.
    Vielleicht Biologen oder Chemiker, von denen gibts auch zu viele, das wusste man schon vor dem Studium.

    Ich kenne keinen promovierten Maschinenbauer oder Informatiker der Versicherungen verkauft aber dafür ehemalige Handyverkäufer, einen Pferdewirt mit Sonderschulabschluss und ähnlich Niedrigqualifizierte.

    Zitat von spdf Beitrag anzeigen
    Ob die Arbeit in einer Unternehmensberatung sinnvoll ist, darüber kann man streiten. Außerdem liegt das nicht jedem.
    Es gibt auch noch andere Arbeitgeber.

    Zitat von spdf Beitrag anzeigen
    Als Ingenieur bekommen sie vielleicht nur eine Stelle mit Werkvertrag.
    Als Werkstudent vielleicht, ansonsten machen sich direkt in der Produktion Werkversträge breit, auch wieder der Bereich wo niedrig Qualifizierte arbeiten.

    Zitat von spdf Beitrag anzeigen
    Ein Informatiker braucht das ganze Geld um die Jahre der Arbeitslosigkeit, die ab einen bestimmten Alter kommen, zu überbrücken.
    So, haben sie jetzt alle Klischees beisammen und verallgemeinert?


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