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Studie zu Bewegungsmangel: Todesursache Faulheit

CorbisMit den Chips auf der Couch und dem Auto zum Bäcker: Fünf Millionen Menschen sterben jährlich weltweit, weil sie sich zu wenig bewegen, berichten Forscher. Frauen sind gefährdeter als Männer.

http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...845012,00.html
  1. #120

    Menschlich unsauber

    Zitat von saschad Beitrag anzeigen
    Hm, also wenn ich einfältigerweise recht informiert bin, ist der drauffahrende doch ohnehin Schuld, egal, weswegen der Vordermann jetzt gebremst hat, oder? Bitte verbessern Sie mich, falls ich da falsch liege.
    Wenn ein Radfahrer aber bei Rot über eine Fußgängerampel fährt, der Rechtsabbieger deshalb eine Vollbremsung machen muss und der Hintermann drauffährt, dann, ja, ok der Hintermann hat den richtigen Abstand nicht eingehalten, aber verursacht hat den Unfall trotzdem der Radfahrer.

    Und ich finde es einfach unanständig anstelle des Radfahrers, dann weiterfahren zu wollen, als ginge ihn das ganze nichts an. Er kann von Glück sagen, dass er nicht angefahren wurde und sollte sich bedanken. Autofahrer sind von Radfahrern eben auch aus solchen Gründen genervt - zu Recht! Wie gesagt, viele Radfahrer stehen offenbar auf dem Standpunkt, dass ihre Sicherheit nicht ihr persönliches Problem ist. Das ist echt sehr asoziales Verhalten, in der geschlossenen Welt mancher haben immer die Autofahrer schuld an allem. Der Ärger auf Radler wächst, und es wird auf Kosten unserer Flexibilität gehen, wenn da erstmal strenger sanktioniert wird. Denn die geltende StvO ist in der Praxis in 50% der Fälle einfach ein Witz, da kann ich gleich zu Fuß gehen. Mit Rücksicht und gesundem Menschenverstand fährt man besser!
  2. #121

    Zitat von schnuppe Beitrag anzeigen
    Wenn ein Radfahrer aber bei Rot über eine Fußgängerampel fährt, der Rechtsabbieger deshalb eine Vollbremsung machen muss und der Hintermann drauffährt, dann, ja, ok der Hintermann hat den richtigen Abstand nicht eingehalten, aber verursacht hat den Unfall trotzdem der Radfahrer.
    Da interessierte mich eben der rechtliche Aspekt. Ihr initiales Statement klang so, als ob der Radfahrer da tatsächlich eine Teilschuld auferlegt bekäme, was ich mir irgendwie nicht erklären kann (wobei damit nicht gesagt sein soll, dass ich es nicht richtig fände).

    Zitat von schnuppe Beitrag anzeigen
    Und ich finde es einfach unanständig anstelle des Radfahrers, dann weiterfahren zu wollen, als ginge ihn das ganze nichts an.
    Da reden wir jetzt über Moral und damit über etwas völlig anderes als über gesetzliche Vorschriften. Moralisch ist der Radfahrer m.E. voll verantwortlich. Und im Sinne des Kantschen Imperativs kann man das Verhalten des Radfahrers natürlich auch in keinster Weise gut heissen.

    Zitat von schnuppe Beitrag anzeigen
    Autofahrer sind von Radfahrern eben auch aus solchen Gründen genervt - zu Recht!
    Wenn sowas häufiger vorkäme, wäre ein Genervtsein durchaus gerechtfertigt. Aber das sehe ich im Alltag nicht. Weder im Ruhrgebiet, noch in München.

    Zitat von schnuppe Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, viele Radfahrer stehen offenbar auf dem Standpunkt, dass ihre Sicherheit nicht ihr persönliches Problem ist.
    Auch das kann ich nicht wirklich im Alltag beobachten. Der letzte von mir beobachtete Radfahrer, der sich so benommen hat, dass dieser Schluss m.E. gerechtfertigt wäre, ist anno 1992 meinem Vater vor's Auto gefahren und hat ihn zu einer Vollbremsung genötigt. Seitdem sind mir aber auf Radwegen grob geschätzt ca. 500-2000 Autofahrer vor's Fahrrad gefahren und haben mich ebenfalls zu Vollbremsungen genötigt. Und ähnlich viele Fußgänger haben ähnliches getan, ohne dass ich deshalb direkt einen Sittenverfall bei den Autofahrern und Fußgängern proklamiere.

    Zitat von schnuppe Beitrag anzeigen
    Mit Rücksicht und gesundem Menschenverstand fährt man besser!
    100% Zustimmung von meiner Seite hier.
  3. #122

    Yoooh

    Zitat von BeBeEli Beitrag anzeigen
    Soll man sich nun um diese Leute kümmern? Ist der Staat dafür verantwortlich, dass diese Leute sich in Bewegung setzen? Soll die Krankenkasse Projekte und Programme gestalten, damit diese Leute sich mehr bewegen?
    Keineswegs! Sie sind selbst dafür verantwortlich. Und wenn sie vorzeitig abtreten, - kein Problem. Wir haben sie nicht gebraucht.
    Da schwingt sich der Staat auf und will alles regulieren, dann hat sich der Staat auch um die Gesundheit der Bevölkerung zu kümmern. Zumindest Anreize sollten geschaffen werden.
    Vielleicht gibt der Staat auch mal Anreize für soziales Denken gegenüber den eigenen Mitmenschen. Für Sie wäre es jedenfalls angebracht.
  4. #123

    ...

    Zitat von saschad Beitrag anzeigen
    Da reden wir jetzt über Moral und damit über etwas völlig anderes als über gesetzliche Vorschriften. Moralisch ist der Radfahrer m.E. voll verantwortlich. Und im Sinne des Kantschen Imperativs kann man das Verhalten des Radfahrers natürlich auch in keinster Weise gut heissen.
    Ich habe das auch moralisch gemeint. Straßenverkehr ist auch soziales Miteinander, was nicht von Regeln und Gesetzen vollständig erfasst werden kann und menschlich vernünftiges, anständiges Verhalten kann auch nicht durch Gesetze ersetzt werden.

    Vielleicht wohnen Sie nicht mitten in einer Großstadt. Ich lebe in Hamburg im Zentrum und da sieht man eine Menge Anarchos oder einfach Dummköpfe auf dem Rad. Aber die gibt es natürlich auch bei Autofahrern - ich frage mich als Radfahrerin bloß immer: wie kann man als exponierter Verkehrsteilnehmer ohne Airbag bloß immer so dümmlich darauf spekulieren, mit allem davonzukommen. Es gibt ja einige Situationen, in denen der Autofahrer trotzdem Schuld wäre - aber der Radfahrer eventuell tot, weil er eben nicht darauf geachtet hat, gut und rechtzeitig sichtbar zu sein. Was hat der dann von seinem Recht, wenn er im Rollstuhl sitzt oder beerdigt wird?
  5. #124

    Zitat von schnuppe Beitrag anzeigen
    Ich habe das auch moralisch gemeint. Straßenverkehr ist auch soziales Miteinander, was nicht von Regeln und Gesetzen vollständig erfasst werden kann und menschlich vernünftiges, anständiges Verhalten kann auch nicht durch Gesetze ersetzt werden.
    Das ist eine andere Diskussion. Sie behaupteten aber, der Radfahrer, der durch ein - nennen wir es einmal unbedachtes Manöver - einen Auffahrunfall verursacht, hänge dort mit einer Mitschuld drin. Haben Sie dafür jetzt eine Quelle oder nicht?

    Zitat von schnuppe Beitrag anzeigen
    Vielleicht wohnen Sie nicht mitten in einer Großstadt.
    München sollte noch gerade so als Großstadt durchgehen, hoffe ich. Wieso spekulieren Sie über meinen Wohnort?
    Vorher war es mehrere Jahrzehnte das Ruhrgebiet, welches ja aus einigen Großstädten besteht.

    Dieses hier so gerne behauptete selbstmörderische Verhalten von Radfahrern sehe ich hier deutlich seltener als bspw. Autofahrer, die mit über 100km/h innerorts unterwegs sind. Und da unterscheidet sich München nicht vom Ruhrgebiet, nur dass es hier in München deutlich mehr Radfahrer gibt.

    Zitat von schnuppe Beitrag anzeigen
    Es gibt ja einige Situationen, in denen der Autofahrer trotzdem Schuld wäre - aber der Radfahrer eventuell tot, weil er eben nicht darauf geachtet hat, gut und rechtzeitig sichtbar zu sein.
    Richtig. Diese Situation nennt man bspw. "Befolgung der Radwegbenutzungspflicht".
  6. #125

    An den Foristen "Schnuppe"

    Da ich in Ihrem Profil sehe, dass Sie in anderen Diskussionen weiterschreiben, gehe ich davon aus, dass ich hier nicht mehr mit einer Antwort Ihrerseits zu rechnen habe. Schade.


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