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Studie über Surfverhalten von Kindern: Eltern sind oft ahnungslos

Was treiben Kinder eigentlich, wenn sie vor dem Computer hocken? Viele Eltern glauben darüber bestens informiert zu sein. Einer aktuellen Studie zufolge eine krasse Fehleinschätzung. Vor allem, wenn ihren Zöglingen ungewöhnliches im Web passiert, werden sie oft nicht informiert.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...700815,00.html
  1. #10

    "Sprich nicht mit Fremden ..."

    Die Panikmache vor dem "Fremden" ist wirklich der Hammer. Sollte man Kindern nicht viel eher beibringen: Du kannst im Internet mit jedem reden, aber wen Du nicht persönlich kennst, der ist nicht echt und dem darfst Du auch nichts echtes erzählen?

    Das ist doch ein wunderbares Spiel für Kinder: Sich selbst in der Interaktion mit der Gesellschaft ausprobieren, und das völlig ohne Risiko. Anders als in der realen Welt besteht die einzige Gefahr darin, nicht schnell genug Alt-F4 zu drücken.

    Das setzt natürlich voraus, daß Eltern wissen, was ihre Kinder tun - und daß Eltern das Tun der Kinder ggf. einschränken, wenn sie nicht da sind. Zum Beispiel: Mit den Eltern zusammen können die Kinder alles machen, was sie wollen - ohne die Eltern wird im Router halt nur die Whitelist für Kinderkanal, die Schul-Homepage und "Bernd das Brot" freigeschaltet. Thema durch.

    Zugegeben, dazu müßten sich die Eltern dann nicht nur um ihre Kinder kümmern - schon das scheint heutzutage für manche eine Zumutung zu sein -, sondern sie müßten sich auch um die Technik kümmern, die sie ihren Kindern an die Hand geben. Mit Eltern, die ihre Kinder auch mit der Kettensäge spielen ließen, wenn die nicht so laut wäre, geht das natürlich nicht.

    Die "Angst vor Fremden" ist wohl eher der Offline-Welt geschuldet - und da auch eher der Realitätsverweigerung, nach der das Übel für Kinder immer "von draußen" kommt und nicht etwa aus der eigenen Familie.

    Ach ja: Wäre natürlich auch interessant, was Symantec hier als "Kind" bezeichnet. Aus meiner Sicht ist es schon ein Unterschied, ob ein 17jähriges "Kind" allein vor dem PC sitzt oder ein 6jähriges.
  2. #11

    ..

    Ich hatte erst mit 18 einen eigenen Fernseher und mit 20 einen eigenen PC in meinem Zimmer.
    Und Oh Wunder ich habe trotzdem Abitur geschafft und studiert. Natürlich wird ein PC seit Jahren vorrausgesetzt aber die Kontrolle oder besser gesagt die Fürsorge meiner Eltern hat mir nicht geschadet. Im Gegenteil. Damals sah ich das natürlich anders aber im Rückblick bin ich meinen Eltern dankbar.
    Meine Hausaufgaben und generelles surfen habe ich immer in der Arbeitsecke in der Küche gemacht. Wo ist das Problem? Warum muss man das unbedingt im Zimmer haben? Welchen pädagoischen Sinn hat das?
    Wirkliche Argumente kamen hier nicht. Solange das "Kind" Zugang zum PC hat um daran zu arbeiten und in Maßen! damit zu spielen oder zu surfen ist doch alles in Ordnung. Da braucht man auch keine Kindersicherung, die auch nicht hilft. Bei uns in der Schule gingen Anleitungen rum, wie man diese umgeht.

    In Ermangelung eines Pc's und Fernsehers habe ich halt gelesen abends im Bett.
  3. #12

    .

    Zitat von fatherted98 Beitrag anzeigen
    Folgt man Ihrer These braucht man sich nicht zu wundern das 8 Jährige mit harten Pornos auf den Handys durch die Schule laufen.
    Was ist daran so schlimm? Früher haben wir das eben auf Super8 angekuckt. Jetzt auf dem Handy.
  4. #13

    .

    Zitat von Schnuffypurzel Beitrag anzeigen
    Ich hatte erst mit 18 einen eigenen Fernseher und mit 20 einen eigenen PC in meinem Zimmer.
    Und Oh Wunder ich habe trotzdem Abitur geschafft und studiert.
    Ich hatte gar keinen Fernseher. Und als ich 20 war gabs noch (fast) gar kein Internet.
    Trotzdem gabs an jeder Ecke Gewaltfilme und Pornos.
    Halt auf Papier, VHS oder Super 8 und nicht als Datei.
  5. #14

    Stranger Danger...

    32 Prozent der befragten Kinder wurden in einem sozialen Netzwerk bereits einmal von einer fremden Person aufgefordert, sie als Freund hinzuzufügen. 23 Prozent der Kinder geben an, sich schon einmal mit Fremden unterhalten zu haben. Doch das war nur 13 Prozent der Eltern bekannt.
    oha, da wird aber wieder mächtig Paranoia geschürt.
    Diese Zahlen sind absolut nicht aussagekräftig.

    Das Web 2.0 hat es nun mal so an sich, daß man auch von Fremden kontaktiert wird. Nur, wer sind diese "Fremden"? Glaubt man hysterischen "Kinderschutz"-Organisationen, die mit der Angst vor "Stranger Danger" gezielt Mißtrauen und Panik in der Bevölkerung einschließlich Eltern und Politikern schüren, verbirgt sich hinter jedem einzelnen "Fremden" ein potenzieller Kinderschänder.

    Ich würde gern man eine genauere Aufschlüsselung dieser "Statistik" sehen - wieviel Prozent dieser "Fremden" sind in der gleichen Altersklasse wie die Kontaktierten und suchen einfach nur neue Web-Freundschaften? Und nicht zuletzt: befragt wurden schließlich Personen von 8 bis 17 Jahren. Mit anderen Worten, nicht nur Kinder, sondern auch Jugendliche (obwohl ja die Verkindlichung Jugendlicher en vogue ist und immer absurdere Züge annimmt). Und daß ("fremde") Jugendliche untereinander Kontakt aufnehmen, vor dem Hintergrund der Tatsache daß diese sicher zu 90 Prozent von anderen Jugendlichen oder zumindest in etwa Gleichaltrigen kontaktiert werden, ist weder verwerflich, noch verboten, noch irgendwie besorgniserregend.
  6. #15

    Für einen titelfreies SpOn-Forum.

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Was ist daran so schlimm? Früher haben wir das eben auf Super8 angekuckt. Jetzt auf dem Handy.
    Hallo dale,

    wann war das denn? Wir kamen 1970 aus Berlin in eine 60.000 Einwohnerstadt und waren sehr erstaunt, dass der Busen auf der "Neuen Revue" schwarz abgeklebt war. Pornos, die den Namen "verdient" hätten, würden heute im Kindergarten ausliegen. Das mit S8 war nicht gerade billig und war eben nicht jedem zugänglich.

    Ich hasse diese Großmannssucht, mein Freund, ebenfalls 68 erzählt seinem Enkel, er hätte zu seiner Zeit auch gesoffen und gehascht. Nun ist es aber so, dass ich seine Jugend so gut kenne wie meine.... zu der Zeit 19 Jahre alt, war er Vater von 2 Kindern und beim Bund und hatte alles mögliche, aber kein Geld, schon gar nicht für Pornos, Saufen und Hasch.

    Ich weiss gar nicht ob das alters Verblödung ist, oder ob er damit seine Jugendlichkeit beweisen will, oder ob ihm wirklich nicht die Gefährlichkeit von Drogen bekannt ist.

    Bei Ihnen will ich hoffen, dass Sie hier nur etwas provozieren wollen.

    Weiterhin viel Spaß dabei,

    Rainer
  7. #16

    Wundert einen das?

    Studie über Surfverhalten von Kindern: Eltern sind oft ahnungslos

    Es sind die selben Eltern, die Stopschilder im Internet bejubeln.
  8. #17

    .

    Zitat von Rainer Helmbrecht Beitrag anzeigen
    Bei Ihnen will ich hoffen, dass Sie hier nur etwas provozieren wollen.
    Selbstverständlich!
    Ich mag eben das andere Extrem nicht; so von wegen "Pornos und Gewalt bei Jugendlichen gibt es erst seit dem Internet".
    Ich komme aus einer Gegend mit vielen US-Kasernen.
    Da haben wir z.B. massenhaft Hustler-Hefte (in den 70ern und 80ern waren die recht heftig) 'rausgezogen und auf dem Schulhof damit geprahlt.


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