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Studie offenbart Gefälle: Reiche Amerikaner werden immer reicher

"Wir sind 99 Prozent", lautet einer der Slogans der Occupy-Bewegung, die das Scheffeln der Oberschicht anprangert. Und tatsächlich: Laut einer Studie stieg das Einkommen des reichsten Prozents der Amerikaner in den vergangenen 30 Jahren um 275 Prozent - die Armen konnten von solchen Zahlen nur träumen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...794223,00.html
  1. #1

    Da wird sich auch nicht viel dran ändern...

    ... schließlich lebt man ja den "American Dream" und viele haben die Hoffnung, irgendwie und irgendwann auch zu den ganz Reichen zu gehören. Dann will man schließlich auch nicht mit den Armen teilen. Bis dahin begnügt man sich dann eben mit der Gosse und findet das auch ganz okay so, denn schließlich, eine Tages, wird auch der amerikanische Traum für einen in Erfüllung gehen. Ein sich selbst erhaltendes System, was bestimmt sogar mal funktioniert hat, allerdings sind die Chancen mittlerweile so gering, dass es nur noch in seltenen Ausnahmen und bestimmten Branchen klappt. Die werden dann als Beispiele präsentiert und der Traum lebt weiter, weil er weiterleben muss.
  2. #2

    Eiderdaus!

    Das überrascht mich jetzt ^^ - nicht wirklich. Und ich meine, dass das Ganze zwar nicht ganz so krass, aber durchaus annehmbar, bei uns auch bald darauf hinaus laufen wird.

    Das Wort Solidargemeinschaft - weiß heute hier noch jemand, was es bedeutet und was es bewirken könnte, wenn es sowas noch geben würde?

    Faszinierend - die Finanzler habens echt drauf, das Volk zu nasführen. Aber was mecker ich, die US-Amerikaner haben ihre Regierungen genauso gewählt wie wir, also selber an der Nase zupfen...

    ABER: dort gibts wenigstens ein paar Megasuperreiche, die durchaus geschnallt haben, dass es so nicht weiter gehen kann. Und bei uns?
  3. #3

    Das Wohlstandsgefaelle

    widerspiegelt den Klassenkampf, der seit Reagans Zeiten in den USA herrscht.

    Mit der von Reagan in die Wege geleiteten Schwaechung der Gewerkschaften einher geht auch die Schwaechung der Mittelklasse.

    Der gleichzeitige Angriff auf den Staat (der angeblich die Uebel der Gesellschaft verursacht) hat die Macht des Kapitals weiter gestaerkt.

    Mit den Tea Baggern hatten sich die Koches et al eine Basis erhofft, die meint, durch Unterstuetzung der Superreichen ein paar Kruemmel des Wohlstands abzubekommen.

    Doch nun kommen denen die OWS in die Quere, die die ungesundene Konzentration des Reichtums , die finanzielle Macht einiger Weniger anprangern, weil sie der Zukunft der Gesellschaft im Wege steht.

    Sehr zum Aerger der Kochs und ihrer Helfeshelfer dreht sich die Diskussion nicht mehr um die bedrohliche Schuldenlast des Staatessondern um die weit bedrohlichere finanzielle Situation des einzelnen Buergers.

    Wer nach dem Studium keine Chance auf einen entsprechenden Arbeitsplatz hat, aber dafuer dank der enormen Ausbildungsschulden (Folge der Politik der GOP, die nur betriebswirtschaftlich denken kann) nicht wiess, wie er diese zurueckzahlen soll, der aeussert seinen Unmut eben , wendet sich gegen die Bankster, die sich nicht scheuen, wegen eventueller hoher Profite hohe Risiken einzugehen, um dann wegen too big to fail und seinen Folgen von der Allgemeinheit gerettet werden zu muessen.

    In einer zivilen Gesellschaft hat der Staat die Aufgabe, die Schwachen vor den Gierigen zu schuetzen. Im Idealstaat der Republikaner hat der Staat die Aufgabe, die Gierigen vor dem Aerger ihrer Opfer zu schuetzen.

    Es gefaellt den Republikanern ueberhaupt nicht, dass die Mehrheit des Volkes ihre Plaene, wie man das Volk weiter ausnehmen kann, nicht unterstuetzt.

    Bewusstseinsbildung braucht Zeit, dann aber ......
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Wir sind 99 Prozent", lautet einer der Slogans der Occupy-Bewegung, die das Scheffeln der Oberschicht anprangert. Und tatsächlich: Laut einer Studie stieg das Einkommen des reichsten Prozents der Amerikaner in den vergangenen 30 Jahren um 275 Prozent - die Armen konnten von solchen Zahlen nur träumen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...794223,00.html
    Wie sagt man so schön: "Jeder kann Millionär werden, nur nicht alle!"
  5. #5

    Re:

    Um dem Ganzen mal das Reisserische zu nehmen: Laut Wikipedia lag das internationale Preisniveau in den USA um 1980 bei 311, um 2005 dann bei 736. Wenn wir das mal auf heute extrapolieren, kommen wir vermutlich auf 770 oder so. Es wäre also durchaus schön, wenn wir inflationsbereinigte Zahlen bekämen.

    Im aktuellen Zustand ist der Beitrag leider wertlos, weil nichtssagend.
  6. #6

    Ein Zeichen von zu wenig Marktwirtschaft

    und zu vielen Handelshemmnissen. Natürlich sind die USA eines der marktwirtschaftlichsten Länder überhaupt, aber es sind neue, inländische Handelshemmnisse enstanden, die den Status quo festigen, z. B.:

    - Trivialitäten im Softwarebereich können patentiert werden.
    - Monsanto hat schon frei in der Natur vorkommende Sorten patentiert.
    - Der Mickey-Mouse-Act (http://de.wikipedia.org/wiki/Copyrig..._Extension_Act) hat den Status quo bei den geistigen Erzeugnissen gefestigt.

    Das schlimme ist, dass das gänzlich unamerikanische Gesetze sind. Amerikaner halten die Freiheit hoch, wollen in einem Land der unbegrenzten Möglichkeiten leben, aber mit solchen Gesetzen schafft man sich einen Geldadel, einen Adel, dessen Einfluss man in Frankreich in einer blutigen Revolution beschneiden musste. Was kennzeichnet denn Adel? Edelhaftigkeit? Nein. Adel ist dadurch gekennzeichnet, dass er per Gesetz Privilegien genießt.

    Ich bin ein Liberaler (gerne auch neoliberal), kein Linker!
  7. #7

    Gilt nicht nur für Amerika,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Wir sind 99 Prozent", lautet einer der Slogans der Occupy-Bewegung, die das Scheffeln der Oberschicht anprangert. Und tatsächlich: Laut einer Studie stieg das Einkommen des reichsten Prozents der Amerikaner in den vergangenen 30 Jahren um 275 Prozent - die Armen konnten von solchen Zahlen nur träumen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...794223,00.html
    da für diese Klientel partei- und länderübergreifend Politik gemacht wird, um nicht das scheue Reh "Kapital" zu verscheuchen. Die Republikaner propagieren ja immer noch "Thrickle down".
    Dabei sind Kapitaleinkünfte ein nahezu leistungsloses Einkommen und werden als "Belohnung" deutlich niedriger besteuert. Daher ist die Vervielfachung von Kapital ab einer größe X nahezu mühelos zu bewerkstelligen und die Entwicklung bestätigt das.

    Auch in D klafft die Schere immer weiter auseinander.
    Interessant ist u.a. die Gehaltsentwicklung der Dax-Vorstände innerhalb der letzten 20 Jahre (+ 650 %).

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaf...n-1542041.html

    Mal sehen, wie lange die 99 % noch ruhig halten.

    46 Mio. Amerikaner beziehen schon Food stamps....
  8. #8

    WAS für eine Studie

    das hätte man zwar auch durchaus so wissen können, aber ein belegen dieser Dinge ist sicherlich immer hilfreich und beschäftigt auch die Experten. Dann können die wenigstens keinen noch größeren Unsinn anstellen.
  9. #9

    Papiergeld

    Sie sind reich in Buchgeld, haben aber wenig an Substanz. Wenn´s kracht, ist das Räuscherl vorbei.


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