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Studie mit Teenagern: Sich dick fühlen kann dick machen

CorbisWer sich als Teenager zu sehr an Magermodels orientiert, kann sich schnell zu dick fühlen - mit fatalen Folgen. Sind normalgewichtige Pubertierende mit ihrer Figur unzufrieden, entwickeln sie sich eher zu dicken Erwachsen, zeigt eine aktuelle Studie. Was paradox klingt, lässt sich erklären.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...849292,00.html
  1. #1

    Saumäßig interessant und weiterführend

    So wahnwitzig haben die Delinquenten nicht zugenommen. Eine Zunahme von 0,66 beim BMI ist lachhaft in dem bezogenen Alter. Ich habe beim Vordiplom zehn Kilo zugelegt, beim Hauptdiplom ebenfalls, wodurch ich erst mein „Normalgewicht“ erreicht habe. Mit Ehe und Beruf kamen nochmal zwanzig Kilo drauf, derer ich bei Scheidungen aber immer verlustig ging.

    Wahrscheinlich ist, daß es ein paar Millionen Gründe gibt zu verfetten, und wenigstens genauso viele abzumagern. Das regelt der Körper autonom.

    Bei Norwegern kann man immerhin mutmaßen, daß die langen Winternächte zum Sinnieren verführen. Ein ähnliches Phänomen dürfte in den end- und trostlosen Steppen des Mittelwestens oder Australiens zu beobachten sein.
  2. #2

    Studien, die mit dem BMI arbeiten, kann man nicht wirklich ernst nehmen. Der BMI berücksichtigt Faktoren wie Körperbau und Muskelanteil nicht und ist deshalb auch nicht sonderlich aussagekräftig.
    Deshalb ist es meiner Ansicht nach auch etwas unverschämt, einigen Probanden eine verzerrte Wahrnehmung zu attestieren, nur weil sie sich trotz eines nichtssagenden Wertes im Normalbereich zu dick fühlten. Auch wenn der ein oder andere sich vielleicht wirklich zu sehr an Schönheitsidealen orientiert hat und vielleicht auch zu streng mit sich war, mag es für manche einen vernünftigen Grund gegeben haben, warum sie sich Sorgen um ihre Figur machten. Vielleicht haben einige Jugendliche bereits zu Beginn der Studie ihre Pölsterchen wachsen sehen und selbstkritisch festgestellt, dass es nicht so weitergehen sollte. Nur haben sie es dann trotzdem nicht geschafft, ihr Gewicht zu halten.

    Ich denke, dass "Magermodels" (so ein blödes Wort!) im Grunde gar nicht so interessant für die Leute sind, wie es die Medien oft darstellen. Dafür gibt es aber ausreichend mediale Berichte, in denen den Menschen mithilfe von gruseligen Statistiken, "Expertenmeinungen" und unterschwelligen Vorwürfen nahegelegt wird, dass doch heutzutage praktisch jeder zu dick sei. So etwas sind Dinge, die den Leuten wirklich Angst und ein schlechtes Gewissen machen!

    Hinzu kommt noch, dass es gleichzeitig zu der medialen Abwertung dicker Menschen auch noch eine Abwertung schlanker Menschen gibt. So werden beispielsweise Frauen mit wenigen Kurven zunehmend als "unfraulich", "unnatürlich" oder gar "hässlich" tituliert, obwohl es doch völlig normal ist, dass nicht alle Frauen gleich kurvig und gleich kräftig sind. So bekommen dann auch schlanke Menschen einen Anreiz dazu, sich schlecht zu fühlen.

    Im Endeffekt ist für viele Medien und auch manchen Experten doch irgendwie jeder pathologisch. Beide verdienen an den Unsicherheiten der Menschen im Hinblick auf den eigenen Körper sehr viel Geld.
  3. #3

    Zitat von Taraxacum Beitrag anzeigen
    Studien, die mit dem BMI arbeiten, kann man nicht wirklich ernst nehmen. Der BMI berücksichtigt Faktoren wie Körperbau und Muskelanteil nicht und ist deshalb auch nicht sonderlich aussagekräftig.
    Naja, wenn ich mich im Freibad umschaue so ist der BMI doch recht
    aussagekräftig. Man sieht wirklich wenige Leute, bei denen man denkt
    dass sie zwar gerne übergewichtig, nicht aber "fett" sind.
    Jemand vom Kaliber eines Robert Harting ist da ein Kandidat, aber so einen Körperbau sieht man selten.

    Dies mag aus einen aus 10 oder aus 20 zutreffen, die breite Masse
    erfasst man mit dem BMI recht gut. Und damit auch repräsentativ.
  4. #4

    Ich bin für mich wichtig! Es interessiert mich nicht, was Andere über mich denken, ich denke mir auch nichts über Andere. Es gibt kein Ideal, ausser dem zufriedenen Menschen. Ich bin zufrieden mit dem, was ich bin. Wenn ich nicht zufrieden bin, ändere ich mich, mache diese Unzufriedenheit aber nicht an Anderen fest, sondern ausschließlich an meiner Empfindung.
  5. #5

    Niemand kann heutzutage noch Statistiken interpretieren....

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    So wahnwitzig haben die Delinquenten nicht zugenommen. Eine Zunahme von 0,66 beim BMI ist lachhaft in dem bezogenen Alter. Ich habe beim Vordiplom zehn Kilo zugelegt, beim Hauptdiplom ebenfalls, wodurch ich erst mein „Normalgewicht“ erreicht habe. Mit Ehe und Beruf kamen nochmal zwanzig Kilo drauf, derer ich bei Scheidungen aber immer verlustig ging.
    Selbst Menschen mit Diplom nicht, wie sich an diesem Beitrag wieder zeigt.

    Die Studie sagt keineswegs aus, dass Menschen die sich für zu dick halten um 0,66 Punkte zugenommen haben.
    Die Studie sagt, dass diese Menschen um soviel zugenommen haben, wie Menschen die sich nicht für zu dick hielten PLUS 0,66 Punkte.
    Was ja durchaus der Erwartung widerspricht und daher doch bemerkenswert ist.
  6. #6

    Liebe Mädels...

    ...habt ihr schon mal einen Typen sagen hören: "Boah, die hat aber geile KLEINE Titten!"?
    Nein?
    Kein Wunder! Männer wollen Holz vor der Hütte! Und keine Magermodels! Besser 5 Kilo zu viel als zu wenig!
    Laufende Kleiderstände aus Paris sind nicht sonderlich beliebt bei Herren, liebe Damen, fühlt Euch wohl wie Ihr seit!
  7. #7

    Selbsterfüllende Prophezeiung

    Wundert mich jetzt weniger. Die Wirklichkeit bzw. unsere Zukunft entwickelt sich meist in die Richtung, die wir als Realität anerkennen. Wenn das Selbstbild von Übergewicht geprägt ist und dieses Bild über lange Zeit im Kopf aufrechterhalten wird, sorgen unbewusste Vorgänge im Menschen dazu sich diesem Realitätsbild auch zu nähern. Das Unbewusste kann nicht logisch denken und führt nur aus, auf dieser Ebene ist es egal ob wir Angst oder Freude bei diesem Selbstbild empfinden.
  8. #8

    Ich verstehe nicht, wieso duenn schoen sein soll. Wenn ich "duenne und storchenartige" Beinchen sehe, zusammen mit Steckenaermchen und Minischultern, denke ich nicht "Wie schoen!", sondern "Wie schwach und zerbrechlich!" Und ich bin weniger geneigt, eine solche Person ernstzunehmen, als jemanden mit normalem oder maessigem Uebergewicht.

    Wir haben in den letzten drei Wochen viele nach meinen Begriffen schoene (starke, trainierte, muskuloese) Menschen bei ihren sportlichen Hoechstleistungen im Fernsehen gesehen. Wenn mehr davon auch in Hochglanzmagazinen und ueberhaupt in den Medien praesent waeren, und nicht nur zu Olympiade und Meisterschaften, gaebe es vielleicht auch weniger junge Menschen mit Magerkeitswahn.
  9. #9

    Gewichtig

    Es ist immer wieder interessant wie absolut Feststellungen in Gewichtsstudien getroffen werden.

    Ich würde mal behaupten, es ist einfach der Jo-Jo-Effekt der hier "zuschlägt".
    Wer seinen Körper schon in jungen Jahren immer wieder auf Sparflamme setzt um ein angestrebtes Gewicht oder aussehen zu erziehlen andererseits aber durchaus jugendspezifisch Mc Donalds oder Popcorn etc. im Ernährungsplan hat, sollte sich nicht wundern wenn dann der Körper bei "normalen" bilogischen Prozessen entsprechend reagiert.

    Nicht undbedeutend auf das Gewicht und die Essgewohnheit wirken sich psychologische Aspekte aus. Ob diese auch weitreichend beachtet wurden? Erfolge, Zufriedenheit, Frust... was bei dem einen zur Gichtsreduzierung beiträgt kann bei einem anderen das Gegenteil bewirken.
    Lerchen brauchen ihr Frühstück, Eulen können vezichten? Oder ist es doch alles komplizierter?

    Man ist einfach immer wieder erstaunt das Geld in Forschung investiert wird bei der eigentlich nur ein vemutetes Ergebnis herauskommt.
    Dagegen nicht verwunderlich ist das bereits bekannte Faktoren gerne unterschlagen werden um das eigene Ergebnis zu erhöhen.

    #Nachgedacht








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