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Studie: Die Konzerne mit den meisten Burnout-Kranken

CorbisBurnout wird zur Bedrohung - nicht nur für Patienten, sondern auch für die Unternehmen, in denen sie arbeiten. Das zeigt eine exklusive manager-magazin-Studie. In keiner Branche sind Mitarbeiter vor Burnout sicher. Doch es gibt Unterschiede.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...834890,00.html
  1. #20

    Streß = Stressoren + Streßverarbeitung

    Zitat von tim_thaler Beitrag anzeigen
    Sie haben scheinbar noch keinen Kontakt mit Burnout gehabt und können dieses nicht einschätzen ? Menschen die es mit Burnout erwischt sind eben gerade sehr engagiert und motiviert und arbeiten
    sehr hart und merken es meist selber nicht einmal das sie die ganze Zeit über dem ... Limit arbeiten - bis es sie umhaut.

    Faulpelze sind eher nicht davon betroffen !

    Ich kenne etliche Fälle und das sind bestimmt keine verwöhnten Leute!
    Sorry. Ich dachte eigentlich meine Ironie bezüglich des Beitrages von markus-wienken war unübersehbar. Nun haben Sie mich leider eines besseren belehrt. Tut mir Leid.
    Zitat von tim_thaler Beitrag anzeigen
    Menschen die es mit Burnout erwischt sind eben gerade sehr engagiert und motiviert und arbeiten
    sehr hart und merken es meist selber nicht einmal das sie die ganze Zeit über dem körperlichen Limit arbeiten - bis es sie umhaut.
    Ich dachte Burnout ist eher eine Streß Folge, trifft also eher jene, die dauerhaft über ihrem psychischen Limit arbeiten, und z.B. eben auch nicht für den entsprechend nötigen Streßabbau durch körperliche Tätigkeiten wie regelmäßigen Sport sorgen.

    Falls Sie aber - wie ich selbst es eigentlich bevorzuge - die Psyche auch nur als physiologische Funktion, und damit zumindest in seiner Basis auch als Teil des Körpers betrachten, bin ich natürlich ganz bei Ihnen.
    Zitat von tim_thaler Beitrag anzeigen
    Und es werden immer mehr, durch Arbeitsverdichtung, nicht mehr ausreichende Bezahlung, mieses Arbeitsklima, ...
    Das ist m.E. nur die eine Seite der Medaille. Die andere scheint mir die biologische Grundkonstitution der betroffenen zu sein.

    Mit Streß ist es doch irgendwie ähnlich, wie bei den Samenkörnern. Ohne den Samenkorn selbst wächst nichts, aber ohne den geeigneten Boden, auf den sie treffen, eben auch nichts. Wenn man von Streßfolge spricht, geht es m.E. stets um beides, sowohl um die Stressoren von außen, als auch um die Streßverarbeitung von innen. Wie individuell letzteres ausfallen kann, sehen Sie am besten am Beispiel "nichts-tun". Für die meisten Menschen ist das pure Erholung, für jeden vierten oder fünften aber richtiger Streß, der sie geradezu aggressiv werden läßt.

    Und auf beiden Seiten, bei den Stressoren wie bei der Streßverarbeitung, gibt es relativ leicht vermeidbare Sachen genauso wie kaum vermeidbare Sachen. Bei den unvermeidbaren Stressoren können wir z.B. heute weder die Schule noch die Arbeitsteilung abschaffen - gut situierte können sich und ihre Kinder da vielleicht ausklinken, aber als generelles gesellschaftliches Modell ist es nicht machbar. Und bei der Streßverarbeitung sind sowohl die genetischen Anteile daran, als auch die aus der Embryonalentwicklung, irreversibel. Und selbst an posttraumatische Folgen kommt man bestenfalls mit Hilfe von Spezialisten ran.

    Schade ist, dass viele Tipps, die von den Burnout-Bestreitern hier immer mal wieder so reingeworfen werden, ja durchaus nicht generell falsch sind. Nur, indem die weitestgehends Streßresistenten die Andersartigkeit ihrer eigenen Erfahrungen mit Überforderungen im beruflichen und privaten Umfeld und deren erfolgreichen Umgang damit auf die anderen, z.B. die Burnout betroffenen, übertragen, so als sei die Psyche dieser Menschen zwangläufig stets völlig identisch mit ihner eigenen, werden sie schnell zu Besserwissern, die lehrmeisterhaft im Grunde mit einer gewissen Verachtung auf die anderen herabschauen.
  2. #21

    Burnout ist Humbug

    Wenn man unter den "Burnout" Symptomatikern diejenigen identifiziert hat, die an einer klassischen Depression leiden, bleiben noch diejenigen übrig, die den "Krankheitsgewinn" suchen. Der besteht darin, dass von einem kranken Menschen keine Leistung eingefordert werden kann.
    Interessant am Begriff "Burnout" ist, dass sich die Fachwelt hierbei vor den Karren dieser "Kranken" spannen lässt, indem sie einen Begriff erfindet, der die "Kranken" in ihrer Scheinwelt stützt. Der Begriff Burnout legt ja nahe, dass man aufgrund einer herausragenden Anstrengung sich zu viel zugemutet hat. Es adelt gewissermaßen das bisher geleistete und fordert gleichzeitig den Respekt für die Erschöpfung ein.

    In den gleichen Belastungssituationen zeigen andere Menschen keinerlei "Burnout-Symptome", wodurch letztlich nur der Schluss bleibt, dass diese von Burnout betroffenen Menschen schlicht überfordert sind von der jeweiligen Lebenssituation, sie sind nicht in der Lage dauerhaft das nach aussen getragene Bild durch eigene Leistung aufrecht zu erhalten.

    In jedem Fall haben diese Menschen Hilfe verdient, jedoch führt die Berichterstattung über diese Scheinkrankheit nur dazu, dass die Scheinwelt noch stärker gestützt wird.
    Durch die Aufmerksamkeit der Medien wird das Bild einer ernsthaften Erkrankung weiter gefestigt und je mehr darüber berichtet wird desto attraktiver wird es für eine steigende Zahl an Menschen sein an "Vurnout" zu leiden.
  3. #22

    ...

    Vielleicht sind die meisten "Burn-Out" Patienten auch nur in den Unternehmen anzutreffen, die einen vergleichsweise sicheren Arbeitsplatz mit geregelten Bürozeiten bieten. Und steigen proportional zur Firmengrösse.

    Es gibt Branchen, da kann man es sich gar nicht leisten, auf Burn-Out zu machen. Denn wenn man dann wieder zurück kommt, ist der Berg auf dem Schreibtisch nur noch größer. Weil kein Ersatz da ist, der während der Abwesenheit mal eben schnell die Aufgaben des ausgefallenen Kollegen übernehmen kann.

    Bauleitende Ingenieure zum Beispiel.
  4. #23

    Ja ich auch !

    Zitat von markus_wienken Beitrag anzeigen
    Wenn ich mir die Zahlen so ansehe glaube ich eher dass es viele Menschen nicht drauf haben sich in ihrer Freizeit zu entspannen und sich diese auch noch mit Aktivitäten bis zum geht nicht mehr vollpacken, so dass eine wirkliche Erholung von der Arbeit nicht mehr gegeben ist.
    Wir zB packen uns unsere Freizeit voll mit:
    - Ueberstunden
    - Steuererklaerungen
    - Angehoerigenbetreuung
    - Kinderbetreuung
    - Haushaltsfuehrung
    - Sonderdiensten (lt AV)
    - Buerokratie aller Sorten, insbesondere Fehlerkorrektur anderer, die zu unseren Lasten ihr Berufsleben organisieren (Beamtschaft)

    Das sind so die wesentlichen Dinge, weswegen wir es hier ganz persoenlich nicht drauf haben, in der Feizeit zu entspannen.
    Geändert von ( um Uhr)
    Häuser werden nicht auf Sand gebaut und Träume nicht auf Ausreden.
    Du bist der Architekt Deines Lebens. Du bist der Autor Deiner Erfolgsstory - niemand sonst.
  5. #24

    Satt, sicher.....und outgeburnt......

    Zitat von flanke Beitrag anzeigen
    Vielleicht sind die meisten "Burn-Out" Patienten auch nur in den Unternehmen anzutreffen, die einen vergleichsweise sicheren Arbeitsplatz mit geregelten Bürozeiten bieten. Und steigen proportional zur Firmengrösse.

    Es gibt Branchen, da kann man es sich gar nicht leisten, auf Burn-Out zu machen. Denn wenn man dann wieder zurück kommt, ist der Berg auf dem Schreibtisch nur noch größer. Weil kein Ersatz da ist, der während der Abwesenheit mal eben schnell die Aufgaben des ausgefallenen Kollegen übernehmen kann.

    Bauleitende Ingenieure zum Beispiel.
    ....je sicherer der Arbeitsplatz, bzw. die Wirtschaftslage, umso höher
    steigt die Anzahl von Fehltagen aufgrund jeglicher " Wehwehchen " .
    Das ist statistisch belegt und Realität.
    Das es diese Art der Erkrankung gibt, und das sie ansteigt, will ich nicht in Frage stellen. Aber dieses " Phänomen " sprich Bände.
    ....Der Chef braucht mich ja... ;))
  6. #25

    Ich kann es nicht mehr hören

    1) Asklepios hat es schlau gemacht, Studie durchführen und schon ist man selbst nicht dabei; 2) der allgemeine Leistungsdruck steigt, aber das muss doch kein Indiz dafür sein, dass es uns jetzt kollektiv schlecht geht! 3) leider gibt es keine Studie über Burnouts und Depressionen z. B. in westafrikanischen Ländern - warum nicht - können die sich dort schlicht nicht leisten 4) natürlich kann man mal überarbeitet sein; es gibt auch Psycho-Patienten mit richtigen schlimmen Depressionen, die aber klar von schlichtem Faulenzertum, Chaoten, usw. abzugrenzen sind; 5) ansonsten ist der erhöhte Leistungsdruck, immer mehr arbeiten usw. schlicht eine reale Lohnsenkung - Frohes Burnout
  7. #26

    Zitat von sagmalwasdazu Beitrag anzeigen
    ....je sicherer der Arbeitsplatz, bzw. die Wirtschaftslage, umso höher
    steigt die Anzahl von Fehltagen aufgrund jeglicher " Wehwehchen " .
    Das ist statistisch belegt und Realität.
    Vielleicht ist das aber genau der Anteil von Fehltagen und Wehwehchen, der bei Menschen normal wäre, würden sie nicht massiv unter Druck gesetzt. Der verringerte Krankenstand in Wirtschaftskrisen und Ausbeuterbranchen wird eher "auf Kredit" erreicht, der irgendwann zurückgezahlt werden muss - entweder durch überdurchschnittliche Fehlzeiten in besseren Zeiten, wenn solche denn jemals wieder kommen, oder dadurch, dass mehr und mehr Leute irgendwann einfach komplett schlapp machen... (Burnout, Frührente usw.)


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