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Studie: Die Konzerne mit den meisten Burnout-Kranken

CorbisBurnout wird zur Bedrohung - nicht nur für Patienten, sondern auch für die Unternehmen, in denen sie arbeiten. Das zeigt eine exklusive manager-magazin-Studie. In keiner Branche sind Mitarbeiter vor Burnout sicher. Doch es gibt Unterschiede.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...834890,00.html
  1. #10

    danke...

    Zitat von jajo76 Beitrag anzeigen
    Es gäbe ganz einfache Mittel um dieser Entwicklung entgegenzuwirken: Mehr Mitarbeiter einstellen, Konkurrenz- und Karriereirrsinn reduzieren, die Leute nicht bis zum letzten Blutstropfen auspressen und nicht bei jeder kleinen Gewinndelle Tausende entlassen (siehe jüngst HP).

    Aber das ist weder den Vorstandsmitgliedern noch den Aktionären, noch ihren willfährigen Arbeitsameisen zu vermitteln. Hauptsache es kommen noch ein paar Promille Profit raus.
    Das schlimmste an diesem System ist, dass es keine Rückzugsräume für Menschen lässt, die einfach nur leben möchten, irgendwo in der mittleren Etage produktiv sein wollen, ohne dauernd an die Spitze zu streben und anderen dabei auf den Kopf zu springen. Du siegst, oder du stirbst. Das ist es, was die Menschen fertig macht.

    Noch weiter herausgezoomt liegt das Problem natürlich in dem Grunddilemma der Hyperproduktivität und des Unterangebots an Arbeit bei einem Überangebot an Arbeitskräften.

    Dem kann man aber nur mit einem Plus an Menschlichkeit begegnen, wobei diesem aber politisch nachgeholfen werden kann. Wie wäre es z.B. mit Steuererleichterungen für Unternehmen mit kontrolliert vorbildlicher Personalpolitik und -führung? Oder eine Entlassungssteuer? Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt, man muss das Pferd nur mal von der anderen Seite aufzäumen....
    ...für die charmante Ausführung. Ich gebe ihnen komplett recht. Aber es liegt leider nicht nur an manchen Arbeitgebern, sondern oft auch an den "lieben Kollegen", die aus Karriereplanungsgründen, Faulheit oder simpler Bosheit andere piesacken. Gerne sind das altgediente Leute, die panische Angst vor Veränderungen haben, weil das ja kurzfristig Mehrarbeit bedeuten könnte.

    Ich verstehe aber nicht, weshalb ausgerechnet Beschäftigte im mehrfach gepamperten Finanzsektor so betrofffen sein sollen. Das ist mir echt ein Rätsel.
  2. #11

    So habe ich das auch gesehen

    Zitat von labudaw Beitrag anzeigen
    "Krankheit" war auch kein Problem ! Was war da eigentlich alogennders ? Es gab zwar Arbeitsmediziner, aber keine Arbeitspsychologen oder Arbeitspysiologen. Erst als dieser Beruf aufkam wurden es immer mehr "burnout"-Kranke.
    Ein Schelm, were Böses dabei denkt.
    ... bis ich eines Tages in einer Klinik aufgewacht bin und festgestellt habe, dass es eine Psychatrie ist.

    Aus meiner Sicht kann jedoch niemand nachvollziehen, was eine Depression ist, der diese nicht selbst "erlebt" hat.

    Aus Ihrer Sicht würde es dann wohl lauten:
    - Reiß Dich zusammen!
    - Lass endlich mal wieder knacken!
    - Wann bist Du wieder fit?

    Genau das sind aber die Sprüche, die einen noch weiter in die Krankheit treiben...

    Aber was rede ich hier? Sie verstehen sowieso kein Wort.
  3. #12

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Burnout wird zur Bedrohung - nicht nur für Patienten, sondern auch für die Unternehmen, in denen sie arbeiten. Das zeigt eine exklusive manager-magazin-Studie. In keiner Branche sind Mitarbeiter vor Burnout sicher. Doch es gibt Unterschiede.

    In welchen Konzernen Burnout besonders verbreitet ist - SPIEGEL ONLINE
    Es ist mehr als ein Treppenwitz, daß diese Studie von "Experten" des Asklepios Konzerns gemacht wurde. Ein sehr großer Dienstleister in der Gesundheitsindustrie, zu dem auch der MediClin Konzern gehört, die durch
    Niedriglohn, Outsourcen und eigene Zeitarbeitsfirmen einen hohen Krankenstand im eigenen Haus generieren. Lediglich eine schicke Fassade.
  4. #13

    burnout-Kranke gibt es auch heute nicht

    Zitat von labudaw Beitrag anzeigen
    vor 10 Jahren gabs weder das Wort "burnout" noch gab es "burnout"-Kranke und diese "Krankheit" war auch kein Problem ! Was war da eigentlich alogennders ? Es gab zwar Arbeitsmediziner, aber keine Arbeitspsychologen oder Arbeitspysiologen. Erst als dieser Beruf aufkam wurden es immer mehr "burnout"-Kranke.
    Ein Schelm, were Böses dabei denkt.
    Burnout ist, wie Sie es auch im Wiki leicht nachlesen können, nach den international gültigen ärztlichen Richtlinien keine Behandlungsdiagnose, sondern wird in der ICD-10 unter Z kodiert, d.h. "Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen
    " (DIMDI - ICD-10-WHO Version*2011), und zwar unter Z73 "Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung - unter Ausschluss der Probleme mit Bezug auf sozioökonomische oder psychosoziale Umstände". Z73.0 ist "Burnout", Z73.2 ist "Mangel an Entspannung oder Freizeit". In der gleichen Ecke, aber nicht dasselbe.

    Das heißt aber nicht, dass es Burnout nicht gibt, wobei auch wenn es nicht explizit ausgesprochen wird, immer wieder Begriffe wie "Drückeberger", "blaumachen", oder "mutwillige Selbstschädigung durch die eigene Lebensweise" mitschwingen.

    Und was die Behandlung angeht, da ist die Nähe zur Depression eben frappand. Und Depressionen nehmen ja auch in gleichem Maße zu, und zwar schon bei den Kindern. Das gleiche gilt für ADHS, Lernstörungen und Verhaltensstörungen. Und nicht nur das, auch Allergien und Autoimmunerkrankungen nehmen kontinuierlich zu. Und genauso Eß-, Bewegungs- und Haltungsstörungen. Gilt da etwa auch: "Ein Schelm, wer Böses dabei denkt"?

    Die gestiegenen Burnout Zahlen könnten genauso gut auch ein weiterer Indikator für die Zunahme von Zivilisationskrankheiten sein, die gekennzeichnet sind von fehlerhafter Interaktion und Kommunikation, sowohl mit der Umwelt, als auch im eigenen Körper, in der die Selbstregulation steuernden Neuro-Psycho-Immunologie. Ich halte das für sehr wahrscheinlich.
  5. #14

    alles mit einkalkuliert

    Das ist alles den Unternehmen schon Jahrzehnte bekannt, aber unsere Unternehmen müssen ja wirtschaftlich bleiben, wir produzieren ja zu teuer in Deutschland - sonst müssen wir in Ausland verlagern - so hieß es jahrelang. Es ist massiv an der Produktivität der Maschinen seit Jahren verbessert wurden, nur ist heute nicht mehr in dem Maße ein Produktivitäts-Fortschritt mit neuen Maschinen erzielbar und somit wird jetzt der Kostenfaktor Mensch optimiert. Wenn jemand kündigt oder altersbedingt ausscheidet - wird in der Regel keiner mehr dafür eingestellt. Meist wird die Arbeit auf die Restlichen aufgeteilt, oder ein Zeitarbeiter dafür angestellt ,den man auch schnell wieder los werden kann.
    Der wachsende Arbeitsdruck, das zunehmende Arbeitspensum, sowie die Angst des Verlustes des Arbeitsplatzes treiben immer mehr dazu sich aufzuarbeiten. Auch Leiharbeiter geben immer mehr als 100% um evtl. dann doch mal übernommen zu werden.
    Meist wird dies heut nicht mehr gewürdigt - "Kein Tadel ist Lob genug" - nach dem Motto handeln viele Chefs. Wenn man dann auch noch mit dem hart erarbeitetem Geld immer weniger kaufen kann und am Ende des Geldes immer mehr Monat übrig bleibt - da soll man nicht depressiv werden?

    "Man soll immer und immer mehr leisten - aber kann sich immer weniger leisten !?"

    Das macht die Menschen depressiv und dies ist ein erster Baustein in die Burnout Falle.

    Aber jeder ist ersetzbar - aber wie lange noch ? Es sind ja nicht die Faulpelze die mit Burnout ausfallen - sondern die die sich für die Firma aufgearbeitet haben.
    Da wird dann schnell mal der Fachkräftemangel heraufbeschworen und noch ein paar Billig Inder rein geholt um den Gehaltsspiegel noch etwas zu drücken.
    Wie lange wird diese Ressourcenvernichtung noch gut gehen ? Da geht es nicht nur um Kostenfaktoren sondern um Menschen - Menschen sind kein Material. Das kommt auch von der BWL-Manager Generation - die nur noch Zahlen jonglieren im Kopf haben, aber vergessen haben, dass sich hinter Erarbeitetem auch Menschen
    befinden die dies erst möglich machen. Die Chefs von früher haben sich noch von klein auf hochgearbeitet - die wussten die Arbeit noch zu schätzen - da sie diese noch erlebt haben. Den Managern heute ist der Mensch egal, Sie benutzen ihn als mehr störendes Mittel zum Zweck. Ist es verbraucht - wird es weg geworfen und ein neues besorgt. Hauptsache Profit - traurige Zeiten haben wir - Ich wünschte mir ich wäre eine Generation früher geboren und hätte die Rente vor mir. Arbeit mach langsam keinen Spaß mehr.

    "Denk ich an Deutschland in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht !"
  6. #15

    die nächste erstaunliche Parallele zwischen Burnout und ADHS

    selbst die Außensicht derer, die es weder aus Erfahrung am eigenen Leib kennen, noch von betroffenen engen Angehörigen, ist nahezu identisch
    Zitat von markus_wienken Beitrag anzeigen
    Sicher wird es Menschen geben die an einem Burn-Out-Syndrom leidern, zweifellos. Schaue ich mir aber die hohe Anzahl der Beschäftigten in dem Bericht hier an so glaube ich nicht dass ein so hoher Prozentsatz wirklich daran leidet.
    Ich persönlich halte das Burn-Out-Syndrom welches bei den meisten Menschen (angeblich) diagnostiziert wird für ein typisches Wohlstandswehwehchen verwönter Leute die wahrscheinlich noch nie haben wirklich richtig viel arbeiten müssen.
    Die wirklichen Burn-Out-Syndrom Patienten sind meiner Meinung nach eher die Ausnahme.
    Genau das hört man immer wieder:
    "Sicher wird es Kinder geben die an einem ADHS-Syndrom leidern, zweifellos. Schaue ich mir aber die hohe Anzahl der Medikamentenverordnungen an, so glaube ich nicht dass ein so hoher Prozentsatz wirklich daran leidet.
    Ich persönlich halte das ADHS welches bei den meisten Kindern(angeblich) diagnostiziert wird für ein typisches Wohlstandswehwehchen verwöhnter Kinder die den schulischen Überehrgeiz ihrer erziehungsunfähigen Eltern nicht gerecht werden. Die wirklichen ADHS Patienten sind meiner Meinung nach eher die Ausnahme."


    Am meisten von Burnout betroffen, heißt es, sind Lehrer und Notärzte. Bei vielen stehen ja auch die im Ruf "Halbtagsjob mit viel Ferien" bzw. "sitzen meist doch nur den ganzen Tag rum und warten auf ihren Einsatz" , oder wie Sie sagen: "verwöhnte Leute, die wahrscheinlich noch nie haben wirklich richtig viel arbeiten müssen".
  7. #16

    Zitat von fpa Beitrag anzeigen
    Am meisten von Burnout betroffen, heißt es, sind Lehrer und Notärzte. Bei vielen stehen ja auch die im Ruf "Halbtagsjob mit viel Ferien" bzw. "sitzen meist doch nur den ganzen Tag rum und warten auf ihren Einsatz" , oder wie Sie sagen: "verwöhnte Leute, die wahrscheinlich noch nie haben wirklich richtig viel arbeiten müssen".
    Sie haben scheinbar noch keinen Kontakt mit Burnout gehabt und können dieses nicht einschätzen ? Menschen die es mit Burnout erwischt sind eben gerade sehr engagiert und motiviert und arbeiten
    sehr hart und merken es meist selber nicht einmal das sie die ganze Zeit über dem körperlichen Limit arbeiten - bis es sie umhaut.

    Faulpelze sind eher nicht davon betroffen !

    Ich kenne etliche Fälle und das sind bestimmt keine verwöhnten Leute! Und es werden immer mehr, durch Arbeitsverdichtung, nicht mehr ausreichende Bezahlung, mieses Arbeitsklima, ...
  8. #17

    Deutschland wird am Arbeitsplatz verteidigt!

    Zitat von tim_thaler Beitrag anzeigen
    Ich kenne etliche Fälle und das sind bestimmt keine verwöhnten Leute! Und es werden immer mehr, durch Arbeitsverdichtung, nicht mehr ausreichende Bezahlung, mieses Arbeitsklima, ...
    Wie immer man dieses "Wehwehchen" nennt, ich rate jemandem, der eine Existenz dieses Phänomens leugnet oder es abtut, einmal ein halbes Jahr z.b. als Zeitarbeiter in der Industrie zu verbringen. Das dürfte wohl für einen ausreichenden Einblick genügen, um zu begreifen, was das für Körper und Geist bedeutet.
  9. #18

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Burnout wird zur Bedrohung - nicht nur für Patienten, sondern auch für die Unternehmen, in denen sie arbeiten. Das zeigt eine exklusive manager-magazin-Studie. In keiner Branche sind Mitarbeiter vor Burnout sicher. Doch es gibt Unterschiede.

    In welchen Konzernen Burnout besonders verbreitet ist - SPIEGEL ONLINE
    Ich halte die Burnout Gefahr in Großkonzernen im Vergleich zu Selbständigen und Angestellten in kleinen Firmen für sehr sehr niedrig. Aber ich lasse mich da gerne eines besseren belehren.
  10. #19

    Es geht weiter

    Zitat von labudaw Beitrag anzeigen
    "Krankheit" war auch kein Problem ! Was war da eigentlich alogennders ? Es gab zwar Arbeitsmediziner, aber keine Arbeitspsychologen oder Arbeitspysiologen. Erst als dieser Beruf aufkam wurden es immer mehr "burnout"-Kranke.
    Ein Schelm, were Böses dabei denkt.
    Erst seit es Wissenschaftler gibt kann man Umweltgifte nachweisen oder geheimnisvolle Dinge tun wie Plastik aus einer dreckigen Flüssigkeit erschaffen.

    Man sollte sie alle auf dem Scheiterhaufen verbrennen! Denn wenn niemand mehr nachguckt, findet man auch nichts mehr. Das wollten sie uns damit sagen, stimmst?


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