Studie: Deutschlands Top-Manager steigern Einkommen um 22 Prozent

Die deutsche Wirtschaft erreicht im Laufe dieses Jahres wieder Vorkrisenniveau - bei den Einkommen der Top-Manager*ist das*bereits seit dem vergangenen Jahr der Fall. Laut einer Studie stieg die Vergütung von Vorständen der größten börsennotierten Unternehmen im Schnitt*um 22 Prozent.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...772944,00.html
  1. #50

    Im Sinne der Aktionäre?

    Zitat von veritas31 Beitrag anzeigen
    Hier liegt ein fundamentaler Irrtum vor. Ein Manager einer AG (!) ist in keinem Fall seinen Arbeitern gegenüber verpflichtet sondern allein den Aktionären. Er ist verpflichtet alles dafür zu tun, dass das Unternehmen Gewinne erwirtschaftet und die .....
    Ich glaube kaum, dass es im Sinne der Aktionäre ist, wenn sich schmarotzende Manager die Taschen vollstopfen. Auch die Manager-Gehälter sind entgangener Gewinn. Was Sie schreiben, stimmt natürlich, aber genau deshalb freue ich mich über jeden Hochqualifizierten, der nicht bei einem dieser arroganten Deutschen Unternehmen arbeitet und Deutschland verlässt. Ich trage übrigens ein klein wenig dazu bei, da ich als promovierter Physiker (doch eigentlich auch gesuchte Fachrichtung) in der Schweiz lebe und arbeite.
  2. #51

    .

    Zitat von Dr. Kilad Beitrag anzeigen
    Ja, wem wunderst? Hier liegt ja auch die eigentliche politische Macht. Nachdem es beispielsweise Herr Ackermann mit seinem smarten Lächeln bei Frau Merkel geschafft hatte, dass die Bundesregierung fast 300 Milliarden höhere .....
    Jetzt wirds lächerlich! Mit einem Gehaltsverzicht wäre nicht automatisch mehr Geld in den Kassen von anderen. Die hier betroffenen Unternehmen bezahlen ihre Angestellten (sehr)gut. Auch die deutschen Regelleistungen langen locker aus um täglich 3 Mahlzeiten zu essen. Die Tatsache, dass jedes 4. Kind kein Frühstück bekommt, liegt nicht am vorhanden Geld, sondern an der Bequemlichkeit im Elternhaus. Meine Eltern hatten auch nicht viel Geld, wären aber niemals auf die Idee gekommen mich und meine Schwester ohne Frühstück in die Schule zu schicken. Diese fing um 8:00 an; um 6:30/6:45 gabs Frühstück.
    Dieses Problem ist keines erfolgreicher Unternehmen oder gar der Politik, sondern obliegt der Eigenverantwortung (ein Wort, welches linke Gutsmenschen nicht gerne hören).
  3. #52

    Fehlende Punkte in der Debatte!

    Was leider in der ganzen Debatte fehlt, bzw. nicht wirklich erörtert wird, sind Vergleiche:
    1) Der durchschnittliche Anstieg von Top-Manager-Gehältern war dieses Jahr 22%, während der durchschnittliche Verdienstanstieg von Arbeitnehmern 2,2% betrug. Wo ist die Rechtfertigung dafür, und wie sah dies in den letzten Jahren aus?

    2) Wie stehen Deutschlands Manager im internationalen Vergleich da? Bitte nicht nur willkürlich rausgepickte Einzelbeispiele - eine ausführliche Tabelle wäre nicht schlecht!

    3) Wie verhält es sich mit dem Multiplier, d.h. dem Verhältnis der Gehälter von Top-Managern zu normalen AN. Ist das Verhältnis über mehrere Jahre konstant oder gibt es eine Entwicklung, in welche Richtung auch immer? Was sind die Gründe dafür?

    Los, kritische Journalisten! Tragt Euren Teil bei und unterstützt die Debatte mit besseren Zahlen!
  4. #53

    Bei Richard David Precht -

    habe ich gelesen, es sei noch bis in die 90er Jahre hinein in Deutschland ein ungeschriebenes Gesetz gewesen, dass niemand in einem Vorstand mehr als 500.000 Mark verdient hätte. Mehr hätte man für allgemein unanständig gehalten.

    Das Ganze sei gekippt, als Daimler mit Crysler fusionierte und die Vorstände, nachdem sie zusammengelegt wurden, alle nach dem auf amerikanischen Niveau entlohnt wurden. Nachdem diese Millionengrenze geknackt war, kam es, so Precht sinngemäß auch in Deutschland zu einem Dammbruch.
    Kann das jemand bestätigen oder widerlegen? Ist ja in diesem Zusammenhang nicht ganz unterineressant...
  5. #54

    123

    Zitat von veritas31 Beitrag anzeigen
    Hier liegt ein fundamentaler Irrtum vor. Ein Manager einer AG (!) ist in keinem Fall seinen Arbeitern gegenüber verpflichtet sondern allein den Aktionären. Er ist verpflichtet alles dafür zu tun, dass das Unternehmen Gewinne erwirtschaftet und die.....

    Sehr richtig.
    Man kann es nicht oft genug wiederholen:
    Ein Unternehmen ist ein Zusammenschluß von Personen mit dem Ziel Profit zu erzielen.

    Moral, Ethik, Fairness, Rücksichtnahme, Gemeinwohl, Menschlichkeit sind dabei völlig belanglos.
    Von der Unternehmensführung soll weder auf die Konkurrenz noch auf den Staat oder die Bevölkerung Rücksicht genommen werden. Das wäre kontraproduktiv und würde den Profit schmälern.

    Jegliche Mahnung, an "die Verantwortung für die Allgemeinheit" zu denken, ist damit sinnlos.

    Aber diese Erkenntnis muss zuerst einmal von allen Menschen verinnerlicht werden.
    Dann fällt es auch leichter verschiedene Vorgänge in Wirtschaft und Politik zu verstehen.
    Es wird dann auch klar, wie Bürger denken müssen und wie sie mit Unternehmen umgehen sollten.
  6. #55

    Unmoralisch

    Dass die Raffzähne in den Vorstandsetagen keine Skrupel haben, diese Kohle einzusacken, ist klar. Persönlicher Profit geht über alles. Der Blick aufs Ausland, wo man offenbar noch mehr verdienen kann, hat nur die Funktion, von der Realität abzulenken. Diese Realität lässt nur einen Schluss zu: unverhältnismäßig, völlig überdreht, vor allem unmoralisch. Achtung vor Menschen, die sich auf diese Weise schamlos bereichern: bei mir vollkommen Fehlanzeige. Dass Manchen die Wut hochsteigt: mehr als verständlich.
  7. #56

    Krass

    Zitat von tzünisch Beitrag anzeigen
    Sehr richtig.
    Man kann es nicht oft genug wiederholen:
    Ein Unternehmen ist ein Zusammenschluß von Personen mit dem Ziel Profit zu erzielen.

    Moral, Ethik, Fairness, Rücksichtnahme, Gemeinwohl, Menschlichkeit sind dabei völlig belanglos.
    Von der Unternehmensführung soll weder auf die Konkurrenz noch auf den Staat oder die Bevölkerung Rücksicht genommen werden. Das wäre kontraproduktiv und würde den Profit schmälern.


    ...
    naja, ganz so krass ist es nicht, aber im Wesentlichen schon richtig. Wibo2 klagte ja schon: "Manager seien dafür da,Leute rauszuwerfen". Stimmt.Und dafür, dass sie sich in gewisser Weise " asozial und nur nach Profit getrieben" verhalten MÜSSEN (mit einer Insolvenz ist keinem Mitarbeiter gedient) verdienen sie i.d.R. auch viel.Aber auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel. Und die Erkenntnis, das wir heute im Prinzip auch nicht viel mehr tun als unsere Kartoffeln gegen Pelze zu tauschen, führt hoffentlich irgendwann zu einer Balance zwischen Profit und "sozialer Verantwortung".
  8. #57

    123

    Zitat von Longway Beitrag anzeigen
    Dass die Raffzähne in den Vorstandsetagen keine Skrupel haben, diese Kohle einzusacken, ist klar. Persönlicher Profit geht über alles. Der Blick aufs Ausland, wo man offenbar noch mehr verdienen kann, hat nur die Funktion, von der Realität abzulenken. Diese Realität lässt nur einen Schluss zu: unverhältnismäßig, völlig überdreht, vor allem unmoralisch. Achtung vor Menschen, die sich auf diese Weise schamlos bereichern: bei mir vollkommen Fehlanzeige. Dass Manchen die Wut hochsteigt: mehr als verständlich.
    Wut ?
    Das ist zwar menschlich und auch völlig verständlich. Aber es hilft leider nicht.

    Man muss solche Menschen ganz kühl und emotionslos als das betrachten, was sie sind.
    Unternehmer.
    Man sollte sie nicht wie Parasiten, sondern wie Symbionten beurteilen.
    Zwar nützlich, aber immer streng zu kontrollieren.
    Nicht zu mächtig werden lassen, rechtzeitig stutzen und dabei doch nicht völlig absterben lassen.

    Das wäre eigentlich die Aufgabe der PolitikerInnen.
    Aber dabei haben sie versagt.