Studie: Deutschland vergrault Fachkräfte

DPADeutschland scheitert daran, internationale Absolventen als Fachkräfte im Land zu halten, belegt eine neue Studie. Die Autoren kritisieren: Mindestens drei von vier ausländischen Hochqualifizierten wollen nach dem Studium gerne bleiben, wissen aber oft nicht wie.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...828593,00.html
  1. #30

    Andere Länder versuchen die guten Fachkräfte anzulocken und die nichtsnutzigen fernzuhalten. Deutschland macht es anders herum.Andere Länder versuchen die guten Fachkräfte anzulocken und die nichtsnutzigen fernzuhalten. Deutschland macht es anders herum.
    Genauso sieht´s nämlich aus.

    Ausserdem sind Akademiker deutlich flexibler und wissensorientiert. Ein paar Jahre im Ausland zu arbeiten, studieren etc. ist normal.
    Wenn man dann noch dort hängenbleibt oder daran denkt dass in Deutschland über 50% des eigenen Gehalts für lau baden geht, obwohl schon für Abitur und Studium jahrelang auf Einkommen verzichtet hat ...dann fällt einem der Abschied auch überhaupt nicht leicht !
  2. #31

    Zitat von riolouco Beitrag anzeigen
    wer aufmerksam liest, stellt fest, dass die meisten "für zwei oder drei Jahre" bleiben wollen und nicht dauerhaft. Grund dafür ist nicht, sich in Deutschland einbringen zu wollen, sondern die eigenen Chancen bei der Rückkehr zu erhöhen.

    "Zwei bis drei Jahre" bei einem Absolventen ohne Berufserfahrung, dazu mit fraglichen Sprachkenntnissen, da dürfte der Arbeitgeber mehr in die Einarbeitung investieren als er durch die Arbeitskraft gewinnt, jedenfalls im hochqualifizierten Bereich.

    Sehr einseitiges Geschäft.
    Exakt so ist es! Aus diesem Grund stellt sich dringend die Frage nach einer Studiengebühr für heutige Nicht-EU Studenten. Die verursachen für den Steuerzahler heute zumeist nur Kosten.

    Diese Doktoranden und Master-Studenten aus Nicht-EU-Staaten, stammen heute deutlich überwiegend aus begüterten Familien ihrer Heimatländer. Sie müssen alle vor Antritt des Studiums nachweisen, das eine Finanzierung des allgemeinen Lebens (neben dem Studium), ohne weitere Job's gesichert ist.
    Ein deutlicher Unterschied zu "normalen" EU-Studenten und vor allem zur "normalen" Bevölkerung des Herkunftslandes. Solche Typen braucht kein Land/Uni der Welt und sollte auch hierzulande nicht kostenfrei gefördert werden.

    Die Zulassungsbeschränkungen für Nicht-EU Studenten muß wenigstens insoweit modifiziert werden, das nicht die Finanzen der Familie, sondern ausschließlich das persönlich Können zu einem Studium in der EU berechtigt. Gleichzeitig müssen genau diese Nicht-EU Studenten, automatisch mit erfolgreichem Abschluß, eine weitere Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für mindestens 10 Jahre erhalten. Warum es da keinen Automatismus gibt, ist mir völlig schleierhaft; deutsch beherrschen die doch auch noch.

    Insofern geht auch diese Studie mal wieder an der Grundproblematik völlig vorbei und erneut wurden Steuergelder völlig sinnlos verschwendet, jedoch akademische Posten gesichert.
  3. #32

    Och Joh!

    Zitat von renee gelduin Beitrag anzeigen
    Genauso sieht´s nämlich aus.

    Ausserdem sind Akademiker deutlich flexibler und wissensorientiert. Ein paar Jahre im Ausland zu arbeiten, studieren etc. ist normal.
    Wenn man dann noch dort hängenbleibt oder daran denkt dass in Deutschland über 50% des eigenen Gehalts für lau baden geht, obwohl schon für Abitur und Studium jahrelang auf Einkommen verzichtet hat ...dann fällt einem der Abschied auch überhaupt nicht leicht !
    Woher nehmen Sie die Erkenntnis, das ausgerechnet Akademiker deutlich flexibler sind? Meine Erfahrungen sind überwiegend andere!

    Sie haben während der Abiturzeit (11-13.) und des Studiums auf Einkommen verzichtet? Waren Sie faul und antriebslos oder schlicht inkompetent? Meine Klassenkameraden und ich haben bereits während der Abiturzeit mehr verdient, wie unsere Lehrer/innen - in den 70gern, also nicht im IT-Zeitalter!
  4. #33

    Hilf!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland scheitert daran, internationale Absolventen als Fachkräfte im Land zu halten, belegt eine neue Studie. Die Autoren kritisieren: Mindestens drei von vier ausländischen Hochqualifizierten wollen nach dem Studium gerne bleiben, wissen aber oft nicht wie.

    Studie: Deutschland vergrault Fachkräfte - SPIEGEL ONLINE
    Hurra, eine Studie! - Wie dumm wird's eigentlich noch?
  5. #34

    Geld oder Liebe(Freunde,Familie)

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mindestens drei von vier ausländischen Hochqualifizierten wollen nach dem Studium gerne bleiben, wissen aber oft nicht wie.
    Für emotional gesunde junge Menschen gibt es diese 2 Motive zu emigrieren.
    Die spricht auch aus meiner Erfahrung.
    In vielen Nicht-EU-Ländern ist es undenkbar, das Familienangehörige mehr als 5 km voneinander entfernt leben.

    In dem Großstadt-Single-und-Wochenend-Beziehungs-Weltmeister Deutschland kann das auch ein Grund sein, lieber nicht zu bleiben.

    Es ist möglich, das Studenten dieses durch den Kopf geht, aber es in der Befragung eher nicht angeben.
  6. #35

    Deutschland nicht an allem Schuld

    Zitat von Sysop Beitrag anzeigen
    Mindestens drei von vier ausländischen Hochqualifizierten wollen nach dem Studium gerne bleiben, wissen aber oft nicht wie.
    Hat jemand daran gedacht, dass diese Absolventen einfach Schwierigkeiten haben könnten, einen Job zu finden? Unter Fachkräften verstehen Unternehmen nämlich meist etwas anderes als Frischlinge von der Uni ohne Berufserfahrung. Auch deutsche Absolventen haben es da nicht immer leicht.

    Man kann der deutschen Bürokratie nicht die Schuld an Allem geben. Ein ausländischer Bekannter versucht seit Jahren vergeblich, eingebürgert zu werden. Woran liegt es? Nicht etwa an fehlenden Voraussetzungen oder am deutschen Beamtentum, sondern am korrupten System in seinem Heimatland, in dem man bei Ämtern nur mit Kontakten weiterkommt.

    Man sollte da schon genauer hinschauen, wo die Schwierigkeiten tatsächlich liegen, wenn Menschen zwar hierbleiben wollen, aber es letztlich nicht tun.
  7. #36

    Ueberall auf dere Welt reicht English

    Zitat von riolouco Beitrag anzeigen
    wer aufmerksam liest, stellt fest, dass die meisten "für zwei oder drei Jahre" bleiben wollen und nicht dauerhaft. Grund dafür ist nicht, sich in Deutschland einbringen zu wollen, sondern die eigenen Chancen bei der Rückkehr zu erhöhen.

    "Zwei bis drei Jahre" bei einem Absolventen ohne Berufserfahrung, dazu mit fraglichen Sprachkenntnissen, da dürfte der Arbeitgeber mehr in die Einarbeitung investieren als er durch die Arbeitskraft gewinnt, jedenfalls im hochqualifizierten Bereich.

    Sehr einseitiges Geschäft.
    Was meinen Sie wie froh manche Exportunternehmen sind, die jemanden beschaeftigen koennen, der nur englisch und bspw japanisch oder koreanisch sprechen kann und sich in der Kultur auskennt. Gerade im hochqualifizierten Bereich reicht Englisch
    voellig aus, zumindest hat von mir noch niemand verlangt, ich solle irgendeine asiatische Sprache lernen, obwohl ich da schon gearbeitet habe bzw. arbeite. Ich kenne einen Koreaner der in den NL als Ingenieur arbeitet, glauben Sie man erwartet von dem das er Niederlaendisch lernt? In welcher Zeit leben Sie?
  8. #37

    DE ist unfähig und auch nicht gewillt MINT-Fachkräfte zu halten. Solange in Konzernen BWL-Fachkräfte und Juristen Abteilungs- und Bereichsleiterstellen bekleiden, kann es mit dem Halten oder werben um MINT-Fachkräfte nicht ernst gemeint sein. Aufgrund schlechter Bezahlung und fehlender Aufstiegschancen laufen die eigenen Fachkräfte in die Schweiz oder nach Skandinavien davon, sie machen Platz für devote Zuwanderer aus Krisenstaaten.
  9. #38

    Herrschaften, geborener Russe, 12 Jahre in Deutschland verbracht. Habe meinen Privat-Uni Abschluss in DE gemacht. Alles mit Grants. Keine staatlicher Gelder. Seit 2008 in Kanada.
    Und mal ganz ehrlich - diese bunten Karten sind nicht einmal fürs Klo gut. Ihr könnt weiter schön diskutieren wie es so viele klügere einheimische Fachleute gibt. Wenn diese nicht arbeiten wollen, können, streben etc., da hilft auch kein Copperfield dabei. Ab einer bestimmten Verdienstgrenze man belegt jedes verdientes Euro mit dem Unternehmensprofit. Und da helfen keine Streiks oder Gewerkschaften um den Gehalt zu erhöhen. Man bringt was, man bekommt was. Unser Unternehmen zahlt 5k bucks für jeden empfohlenen und eingestellten Mitarbeiter und es gibt noch keinen den ich empfohlen hab.
    Also, Deutschland ist ein schönes Land aber für 44k Euro und mit der Besteuerung sucht euch weiter Süd-Ost.
  10. #39

    Zitat von Dr. Fuzzi Beitrag anzeigen
    Woher nehmen Sie die Erkenntnis, das ausgerechnet Akademiker deutlich flexibler sind? Meine Erfahrungen sind überwiegend andere!

    Sie haben während der Abiturzeit (11-13.) und des Studiums auf Einkommen verzichtet? Waren Sie faul und antriebslos oder schlicht inkompetent? Meine Klassenkameraden und ich haben bereits während der Abiturzeit mehr verdient, wie unsere Lehrer/innen - in den 70gern, also nicht im IT-Zeitalter!
    Ich war auf einer privaten Eliteschule, habe dort eine Klasse übersprungen bin mehrfach in Wissenschaft und Sport überregional ausgezeichnet worden. Bereits vor dem Abitur hab ich selbständig gearbeitet und nicht nur zusätzliche Kurse an Schule, sondern auch ausserhalb besucht. Es geht nicht darum dass es nicht möglich war zu arbeiten, sondern darum, dass jede Stunde die ich nicht gearbeitet habe (können, wollen, sollen, etc) ein potenzieller Einkommensverlust ist, da der Tag für jeden von uns nur 24h lang ist. Wenn ich 10h davon in einer Bildungseinrichtung stecke, dann kann ich max. weitere 14h arbeiten. Jemand der 0 von 24h in einer solchen Präsenz zeigt, hat weiterhin 24h Arbeitszeit zur Verfügung.

    Die Erkenntnis entnehme ich meiner Erfahrung und meinem Umfeld. Ich gebe zu, dass das keine repräsentative Stichprobe ist. Aber Studien oder andere Quellen die Sie mir möglicherweise nennen, könnten meinen Horizont erweitern.