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Studie aus Neuseeland: Waldorf-Schüler lesen besser

DPASie lernen Buchstaben zwei Jahre später als an staatlichen Schulen, trotzdem schneiden Waldorf-Schüler laut einer neuseeländischen Studie beim Lesen besser ab. Das könnte am privilegierten Elternhaus liegen. Aber auch an der Waldorf-Methode.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...835406,00.html
  1. #1

    Nie mehr einen Titel...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie lernen Buchstaben zwei Jahre später als an staatlichen Schulen, trotzdem schneiden Waldorf-Schüler laut einer neuseeländischen Studie beim Lesen besser ab. Das könnte am privilegierten Elternhaus liegen. Aber auch an der Waldorf-Methode.

    Waldorf-Schüler lesen besser laut Studie aus Neuseeland - SPIEGEL ONLINE
    Ah ja, eine neuseeländische Studie bestätigt diesen Fakt.
    Sebastian Suggate von der Universität Regensburg scheint wohl keine Kosten und Mühen geschont zu haben, sein Studie aus 2009 (Neuseeland) weiter zu betreiben.

    Vielleicht war der Grund auch der, dass das Studienergebnis in Bayern oder in anderen deutschen Bundesländern anders ausgefallen wäre.
  2. #2

    .

    Studien, die irgendetwas feststellen, ohne ein Erklärungsmodell zu haben oder zumindest eine These aufstellen, sind wertlos.

    Zusätzlich ist die Grenze, bis zu der man Kinder betrachtet hat (11 Jahre), ziemlich willkürlich.

    Da kann ich auch in Millionen von Zahlen nach irgendwelchen Mustern suchen. Ich werde immer fündig. Nur bedeuten diese Muster selten etwas.

    Wieder ein Element mehr in der Menge der Studien, die die Welt nicht benötigt.
  3. #3

    Schade eigentlich..

    Im artikel leider wird nicht explizit auf die Unterschiede zur Englischen Sprache verwiesen, die den Kompetenzerwerb ebenfalls beeinflussen.
    Das Englische besitzt eine geringere Graphem-Phonem-Korrespondenz als bspw. das Deutsche (Bsp.: right - write, colonel - kernel). Diese Faktoren bedingen auch die Dauer des Spracherwerbs. Eine längere auditive Phase könnte durchaus förderlich für die Lesekompetenz sein.

    Ausblenden des Spracherwerbsdynamik und Rückzug auf institutionelle Differenzen... Hatte irgendwie mehr erwartet..

    Schöne Pfingsttage!
  4. #4

    Wie bitte?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie lernen Buchstaben zwei Jahre später als an staatlichen Schulen, trotzdem schneiden Waldorf-Schüler laut einer neuseeländischen Studie beim Lesen besser ab. Das könnte am privilegierten Elternhaus liegen. Aber auch an der Waldorf-Methode.

    Waldorf-Schüler lesen besser laut Studie aus Neuseeland - SPIEGEL ONLINE
    Ich habe mehrere Jahre an Weiterbildungseinrichtungen gearbeitet und u.a. auch Bewerbungs- und Kopetenztraing mit Leuten durchgeführt, die aus Waldorf-Schulen kamen.

    Weder Lese- noch Schreibkompetenz. Mit irgendwelchen Zeichen, die angeblich Buchstaben sein sollten, vollgekrakelte Blätter und sehr oft infantile oder neunmalkluge Selbstwahrnehmung. Die Erziehung zu mündigen Erwachsenen stelle ich mir anders vor.
  5. #5

    Sprache ist eben nicht gleich Sprache

    Zitat von frank--d Beitrag anzeigen
    Im artikel leider wird nicht explizit auf die Unterschiede zur Englischen Sprache verwiesen, die den Kompetenzerwerb ebenfalls beeinflussen.
    Das Englische besitzt eine geringere Graphem-Phonem-Korrespondenz als bspw. das Deutsche (Bsp.: right - write, colonel - kernel). Diese Faktoren bedingen auch die Dauer des Spracherwerbs. Eine längere auditive Phase könnte durchaus förderlich für die Lesekompetenz sein.
    Danke! Für diesen Kommentar!

    Ich selbst erinnere mich noch wie ich als Kind über die Ganzwort-Methode statt der Buchstabenmethode lesen lernen sollte. Es war verhehrend, erst meine Oma brachte mir die Buchstaben-Methode bei, mit der es dann funktionierte.
    In England und Amerika waren mit der Ganzwort-Methode natürlich hervorragende Ergebnisse erzielt worden. Also hat man das ganze auf unsere Schulen übertragen mit einem verhehrenden Ergebnis.

    (Ich warte noch darauf, dass wir eine chinesische Methode bekommen :-)
  6. #6

    Scheuklappen

    Die Meinung dass kreative, leistungsfähige Menschen, die einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten "geschaffen" werden, indem man Kindern und Jugendlichen möglichst viel Stoff unter maximalem Druck eintrichtert, ist ja leider immer noch lebendig. Konnte man hier auch kürzlich beim Thema "Abbrecher des Ingenieurstudiums" in einigen Beiträgen lesen. Finnland soll ja bessere Leistungen mit weniger Druck und mehr Freiraum als Frankreich erzielen, das eher rigide vorgeht. Dahinter steckt ein Menschenbild das auch bei Rechten und Neoliberalen vorherrscht: Misstrauen und Kontrollwunsch. Und wenn (andere) leiden müssen, ist das ok. Das zieht sich ja bei uns auch als Leitmotiv durch die Sozialpolitik. Es wird Zeit dass man rationaler vorgeht und diese Scheuklappen ablegt. Das würde sich auch mit der Idee von Zivilisation und Menschenrechten besser vertragen. Es gibt genügend Untersuchungen darüber wie lernen optimal statt findet. Dabei spielen Respekt, Zuneigung und individuelle Freiräume ein große Rolle. Wir müssen nicht in einem eingebildeten Überlebenskampf mit "den Chinesen" nach dem Sozialstaat auch unsere Pädagogik ruinieren.
  7. #7

    Bald können sie nur noch deuten

    Wenn der Touchscreen-Hype so weiter geht, können unsere Schüler bald nur noch deuten, geschweige denn ein Buch umblättern.
  8. #8

    Verschwendung von Steuergeldern

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie lernen Buchstaben zwei Jahre später als an staatlichen Schulen, trotzdem schneiden Waldorf-Schüler laut einer neuseeländischen Studie beim Lesen besser ab. Das könnte am privilegierten Elternhaus liegen. Aber auch an der Waldorf-Methode.

    Waldorf-Schüler lesen besser laut Studie aus Neuseeland - SPIEGEL ONLINE
    Das könnte aber auch daran liegen, dass die Waldorfschüler insgesamt mehr Muttersprachlichen Unterricht haben, dass sie im Durchschnitt intelligenter sind, weil sie aus begüterten Familien kommen, das sie auf dem Klo lesen usw. usw. Es ist haarsträubend wie hier Äpfel mit Birnen verglichen werden. Das einzige Bedeutsame an diesem Bericht ist, dass man sieht welche Verschwendung von Steuergeldern vor allem an den geisteswissenschaftlichen Fakultäten stattfindet. Leider wird das in dem Artikel nicht thematisiert
  9. #9

    Studie aus Neuseeland, aha...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie lernen Buchstaben zwei Jahre später als an staatlichen Schulen, trotzdem schneiden Waldorf-Schüler laut einer neuseeländischen Studie beim Lesen besser ab. Das könnte am privilegierten Elternhaus liegen. Aber auch an der Waldorf-Methode.

    Waldorf-Schüler lesen besser laut Studie aus Neuseeland - SPIEGEL ONLINE
    Na, die ist ja sicherlich so repräsentativ wie eine Forsa-Telefonumfrage zu irgend welchen neuen Geschmachsrichtungen bei Joghurt. Und dann noch Waldorf Schulen in einem Atemzug! Das sich sowas überhaupt Schule nennen darf! Unglaublich..... Da könnte man seine Kinder auch gleich auf einen Biohof in den Stall schicken, nach dem Motto "learning by doing!". Ist zwar nicht das Schlechteste, aber die sind mir so suspekt wie die Holzinstrumenteklopferschulen.....
    In meinem Umfeld hat noch jeder lesen und schreiben gelernt und zwar ruckzuck, ordentlich und an einer richtigen Schule. Keine Extrawürste!








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