Die Studie ist nutzlos, um daraus nur irgendetwas für das deutsche Schulsystem zu lernen. In deutschen Waldorfschulen werden Kinder aus Elternhäusern unterrichtet, die sich den Beitrag zur Finanzierung privater Schulen leisten können. Die Familien sind also privilegiert. Das wiederum bedeutet, Kinder werden auch zu Hause möglichst optimal gefördert. Also lernen sie irgendwann gut lesen. Und möglichst auch schreiben und rechnen. Und wenn nicht, dann werden sie mit privater Nachhilfe und privat finanzierten Sprachtherapien gefördert. Außerdem tendiert der Anteil der Migranten mit sprachlichen Problemen an Waldorfschulen gegen Null.
Daraus irgendetwas für staatliche Schulen abzuleiten, funktioniert nicht. Staatliche Schulen müssen integrativ arbeiten, soziale Unterschiede ausgleichen, Kinder aus sozial schwachen Elternhäusern fördern, Erziehungsarbeit leisten, kulturelle Defizite auffangen....
Außerdem stimmt die Behauptung, Waldorschüler lernten Buchstaben zwei Jahre später als an staatlichen Schulen, nicht. Nicht in Deutschland, und wahrscheinlich auch nicht in Neuseeland, da das Waldorf-System ja überall gleich angewendet wird. In den ersten Sprach-Epochen in den 1. Schuljahren in Waldorfschulen lernen Kinder schon Buchstaben.
Weder die Studie noch die wenig reflektierte Berichterstattung über die Studie helfen da wirklich weiter....

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