Da hat die autorin mit ein paar klugen worten aus dem psychologiebuch das ziemlich allgemeine und weitverbreitete phänomen des gnädigen selbstbetruges beschrieben - am eigenen beispiel.
das Schlimme dabei ist ja nicht, dass sie sich selbst belog. Das schlimme ist: ihren ausführungen ist zu entnehmen, dass Psychologie eigentlich das fach ihrer wahl gewesen wäre!
das schlimme ist: sie hat ihre eltern belogen, hat nicht den mut aufgebracht zu sagen "sorry, auch das mit der politikwissenschaft war ein schuss in den ofen", und aber, vor allem: sie hat die gesellschaft betrogen!
Ich glaube an den satz, dass jemand nur dort wirklich gut ist, was er persönlich auch wirklich "will". Und nichts braucht unsere gesellschaft dringender, als wirklich gute leute, ob im handwerk, in der wissenschaft, in der politik, oder der psychologie. Gnädige selbstbetrüger, mediocre, die sich halt so durchwurschteln, interesse und aktivität nur heucheln, aber ansonsten den herrngott einen guten mann sein lassen und in der sache nie wirklich etwas beitragen - davon haben wir in unserem lande mehr als genug.
das nebenfach psychologie bringt der autorin wohl gar nichts, ausser ein paar kluge worte, die sie nun gelernt hat. Schade für sie, aber v.a. schade für die gesellschaft, schade für die psychisch kranken menschen, denen sie hätte helfen können, schade für die sache, egal in welcher richtung sie sich engagiert hätte.
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