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Studentinnen-Rudern in Cambridge: Reißt euch mal am Riemen!

Wenn Cambridges Frauen-Achter fürs Prestigeduell mit Oxford trainiert, fließen schon im Morgengrauen Schweiß und Tränen. Das Material ist mies, die Trainer sind Opis. Ruhm und Ehre ernten allein die Kerle - und deren Spott gibt's gratis. Doch die Damen geben alles.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...685538,00.html
  1. #10

    Korrektion/Relativierung

    Zitat von peha Beitrag anzeigen
    Es würde mich mal ehrlich interessieren, ob die Frauen, die sie hier zitieren auch hinter dieser unverschämten Diskriminierung erfahrener Trainer als "Opis" stehen. Diese Männer werden hier in eine Reihe mit mieser Ausstattung gebracht. Plumper kann eine Diskriminierung von Erfahrung und Alter kaum formuliert werden als in diesen wenigen Sätzen. Die Spiegel-Redakteure sollten sich schämen.
    Als ein Student und Ruderer in Cambridge weiß ich warum das so geschrieben wurde - ich nehme an das die im Artikel erwähnten Leute das den Reportern auch geschildert haben. Der Coach von CUWBC (der Damenruderclub, für Leicht- und auch Schwergewichte) ist, soweit ich weiß, in seinen 70ern und sicherlich erfahren - aber seine Prioritäten sind auf jeden Fall eigenartig. Er scheint bei den Schwergewichten wörtlich auf ->Gewicht<- zu setzen und gibt dabei schwereren Ruderinnen Vorrang über leichtere die oft nicht nur am ergo schneller sind, sondern auch generell erfahrener und technisch stärker. Eine gute Bekannte von mir hat sich zB freiwillig aus dem Programm verabschiedet, wegen Unstimmigkeiten wegen eben dieser Ansichten.
    Als Hintergrundinfo - das CUWBC Blue Boat - also das Boot der Schwergewichte - war heuer pro Ruderin(!!) um fast 10kg schwerer als das Boot aus Oxford - und verlor um 4 längen über einen Kurs von ~2100m (verglichen mit dem fast 7000m langen traditionellen Kurs der schweren Männer). Alle Boote von CUW - Schwergewichte, Schwergewichts-reserve und Leichtgewichte - haben heute bei den Henley Boat Races (www.henleyboatraces.com) gegen ihre Gegenstücke aus Oxford verloren - irgendetwas läuft da ganz gehörig schief, nicht nur im finanziellen. Das mit dem "Opi" dürfte also nicht wenig mit einigem an Frust von Seiten der Sportlerinnen zu tun haben. Ob der Spiegel das dann so auch abdrucken sollte, ist eine andere Frage.

    Abgesehen davon sind ein paar kleine Fehler im Artikel - Moritz Schramm ist nicht im Blue Boat, also dem top-boot der schweren Männer, sondern in Goldie - dem zweiten Achter. Die zweiten achter, Goldie (Cambridge) und Isis (Oxford) liefern sich ihr Rennen 30 Minuten vor den Blue Boats über den selben Kurs, nur die Medien interessiert das natürlich leider nicht.

    lg

    Jon


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