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Studentin erfindet Geheimsprache: "Denken Sie an mich, wenn Sie Radio hören"

Christiane Licht, 19, hat eine Geheimsprache aus Noten erfunden und damit*einen Forscherpreis gewonnen. Im Interview erzählt die Medizinstudentin, warum*sie*dafür 40.000*Töne zählte und nebenbei den musikalischen Fingerabdruck berühmter Komponisten entdeckte.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...743548,00.html
  1. #1

    Klasse, aber absolutes Gehör ist nicht selten

    Scheint ja wie bei 10% der Mediziner ja eine hochbeegabte Frau zu sein. Aber wenn auch in der westlichen Welt ein absolutes Gehör wirklich selten ist (1 von 10.000 oder 30.000), hat doch jeder zweite (chinesisch sprechende) Chinese ein absolutes Gehör. Hängt wohl mit der Sprache zusammen, die viel mit Tonhöhen zu tun hat. Als Nichtmusiker finde ich klass. Musik aber auch eher als Lärm, was wohl auch die Idiotie erklärt, mit der manche musikal. Familien ihren Ungegborenen etwas Gutes tun wollen, indem sie Klavierspielen...
  2. #2

    Das ist ja fantastisch!

    Wenn das wirklich so funktioniert, dann hat diese junge Frau nicht komplett an ihrem Fachgebiet "vorbeigeforscht"!
    Was es da fuer Moeglichkeiten gaebe, Menschen mit Sprachbehinderungen zu helfen, oder Autisten, die auf Musik ansprechen, oder Menschen, die irgendwie anders nicht in der Lage sind, sich auf ueblichem weg sprachlich auszudruecken...

    Aber leider wird das wohl nicht passsieren, denn da kann ja keiner viel Geld mit verdienen.
  3. #3

    ...

    Zitat von plagiatejäger Beitrag anzeigen
    Als Nichtmusiker finde ich klass. Musik aber auch eher als Lärm, was wohl auch die Idiotie erklärt, mit der manche musikal. Familien ihren Ungegborenen etwas Gutes tun wollen, indem sie Klavierspielen...
    Tja, Minderheit.

    Insgesamt fördert klassische Musik Pflanzenwachstum, sorgt in U-Bahnen für mehr Sicherheit (ob es daran liegt, dass selbst Hip-Hop-Schläger ruhiger sind, oder dass die Drogendealer woanders hin fliehen, sei mal dahingestellt) und man isst dabei auch viel besser (ruhiger und mehr kauend).
  4. #4

    Zitat von jObserver Beitrag anzeigen
    Tja, Minderheit.
    Insgesamt fördert klassische Musik Pflanzenwachstum, sorgt in U-Bahnen für mehr Sicherheit (ob es daran liegt, dass selbst Hip-Hop-Schläger ruhiger sind, oder dass die Drogendealer woanders hin fliehen, sei mal dahingestellt) und man isst dabei auch viel besser (ruhiger und mehr kauend).
    Interessant! Sicher gibt es da auch ein paar seriöse Quellen um näheres zu erfahren, oder ist das geheim?
  5. #5

    Was für ein Quark...

    In der Musik verwendet man in erster Linie Akkorde und keine Noten. Das nur einmal vorweg!
    Und die Verwendung von Noten/Akkorden/Stimmungen/Beats ist Zeitgeist. Hätte sie für ihre Statisik mal besser verschiedene Komponisten einer einzigen eng umgrenzten Zeitspanne untersucht.

    Sonst kann man auch sagen: Ich habe erkannt, daß zwischen Mozart und AC-DC ein Unterschied in den verwendeten Beats/Seconds besteht. Keine wirkliche Leistung!
    Ein PS für alle informatisch unkundigen Mediziner: Eine Analyse der Noten im MIDI Format (es gibt alles Stücke ja als MIDI-Daten im Internet) dauert als Python-Script nur wenige Minuten. Für Alle Stücke eines Musikers... und für so ziemlich alle Musiker in einer Epoche. Aber der typische Mediziner macht Statstik für eine kleine Auswahl und sagt dann, das würde generell so für alle gelten! [KOPFSCHÜTTEL]
  6. #6

    Ich bin ein Titel

    Also die Geduld der Dame(und die Zeit, die sie offenbar neben dem Studium hat) sind schon bemerkenswert, aber ein paar Dinge passen nicht ganz.

    Erstens ist es keine Geheimsprache, wenn man Buchstaben durch etwas ersetzt. Das ist dann ein Code bzw. eine Verschlüsselung.
    Zweitens ist dieser Code so ziemlich der einfachste, den es gibt, da hier offenbar jeder Buchstabe mit einer einzelnen Note(plus eindeutige Zusatzinfos wie Länge etc.) ersetzt wurde. Man braucht zum Knacken des Codes vermutlich nur einen einzigen auf diese Weise veschlüsselten Text.
    Drittens, wie ein Vorredner schon erwähnte, hätte man die Noten vermutlich auch computer-gestützt zählen können, da die relevanten Werke sicher auch digital in Notenform vorliegen.

    Die Dame mag also eine gute Musikerin und Medizinerin sein, aber von Sprachen, Kryptographie und der digitalen Welt hat sie nicht die geringste Ahnung.
    Und ich gehe jede Wette ein, dass ein Musikcode (also Buchstabe == Note) schon tausendfach nebenbei aus Spass entwickelt wurde. Nur fand das bisher niemand so aufregend, einen Artikel daraus zu machen.^^
  7. #7

    #beitrag 6

    man liest den artikel. denkt sich schnell mal "ist ja interessant" und dann reicht ein kommentar - #6 - aus, dass man wieder mal das "typische spiegel-online-erlebnis" bekommt. will heissen, dass man um dieses medium eher einen bogen machen sollte, da unreflektierter quark zu unreflektiertem quark geschrieben wird.

    man sollte sich daher nur die forenbeiträge durchlesen. der spiegel online bringt somit das print-medium spiegel immer mehr in misskredit. wenn ich schon online nur so einen käse lesen muss, dann brauch ich das nimmer auf papier.
  8. #8

    Erkenntnis gewonnen aber Ziel verfehlt

    Sie beschriebt in ihrem Vortrag Verschlüsselung, ihre Projekt fällt aber unter Steganographie, das ist die Wissenschaft über das Verstecken von Informationen. Die häufigsten Noten den häufigsten Buchstaben zuordnen, was ja der zentrale Punkt ihres Projektes ist, trägt dazu bei das ein Nachricht als Musikstück nicht auffällt.

    Leider verliert sie kein Wort über die Schlüssel selber, weil eine feste Zuordnung von Buchstaben zu bestimmten Noten bieten nur dann einen Schutz wenn nur die Kommunikationspartner das Verfahren kennen.

    Der Beitrag zeigt aber auch das geplante Forschungsarbeit nicht unbedingt zu dem Ergebnis führt das man erwartet. Aus Sicht der Kryptographie beinhaltet er keine neuen und auch keine brauchbaren Erkenntnisse, aus Sicht der Steganographie zu mindeste einen interessanten Ansatz. Der eigentliche Beitrag nützt aber den Musikwissenschaften, hat also gar nichts mit dem Ziel des Projektes zu tun.
  9. #9

    Titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Christiane Licht, 19, hat eine Geheimsprache aus Noten erfunden und damit*einen Forscherpreis gewonnen. Im Interview erzählt die Medizinstudentin, warum*sie*dafür 40.000*Töne zählte und nebenbei den musikalischen Fingerabdruck berühmter Komponisten entdeckte.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...743548,00.html
    Ganz nette Idee, aber neu ist sie nicht. Ich habe als Kind mal einen Film gesehen. An die genau Story erinnere ich mich nicht mehr, außer dass ein Polizist Undercover als Leiter einer Pfadfindergruppe tätig war und seine Lageberichte per Liedgut verschlüsselt durchgegeben hat. Scheint ja jetzt tatsächlich zu funktionieren...


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