Forum


 

Studentenproteste in Kanada: Politiker wollen Bürgerrechte beschneiden

APSeit Monaten protestieren Studenten in Quebec, jetzt wollen Politiker mit einer drastischen Maßnahme für Frieden sorgen: Sie stimmten für ein Gesetz, mit dem sie spontane Demonstrationen verbieten und hohe Geldstrafen verhängen dürfen. Oppositionspolitiker, Juristen und Studenten sind entsetzt.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...833989,00.html
  1. #1

    Bin mal gespannt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit Monaten protestieren Studenten in Quebec, jetzt wollen Politiker mit einer drastischen Maßnahme für Frieden sorgen: Sie stimmten für ein Gesetz, mit dem sie spontane Demonstrationen verbieten und hohe Geldstrafen verhängen dürfen. Oppositionspolitiker, Juristen und Studenten sind entsetzt.

    Studentenproteste Kanada: Politiker in Québec stimmen für neues Gesetz - SPIEGEL ONLINE
    wenn das unsere Megakoalition cducsuspdfdplinkepiraten mit uns macht !?
  2. #2

    Was davon haben wir noch nicht?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit Monaten protestieren Studenten in Quebec, jetzt wollen Politiker mit einer drastischen Maßnahme für Frieden sorgen: Sie stimmten für ein Gesetz, mit dem sie spontane Demonstrationen verbieten und hohe Geldstrafen verhängen dürfen. Oppositionspolitiker, Juristen und Studenten sind entsetzt.

    Studentenproteste Kanada: Politiker in Québec stimmen für neues Gesetz - SPIEGEL ONLINE
    Auf mich macht der Artikel den Eindruck als wolle sein Verfasser nahe legen irgendwas von dem was die in Quebec nun einführen wollen gebe es in Deutschland nicht. Ich weiß es im Moment echt nicht. Glaube aber, dass weder Demonstrationsanmeldung bzw. Genehmigung noch Vermummungsverbot noch Studiengebühren in Deutschland nicht auch gelten. Willkommen im Club! Demokratie verkommt zu einem autoritären Erlaubnisverein.
  3. #3

    Einseitig. eindimensional, mangelhaft.

    Dieser Artikel ist ob seiner Einseitigkeit und Eindimensionalität eine Zumutung!
    Kein Wort davon, daß die in Streik getretenen Studeneten - obschon Sie formal überhaupt gar kein Streikrecht haben - alle anderen zahlenden Studeneten daran hindern, Ihre Kurse wahrnehmen zu können. Daß bei den studentischen Vollversammlungen, die diese Streiks beschliessen, eine Wahlbeteiligung von lediglich um die 25% anzutreffen ist. Daß höchstrichterliche Anordnungen, die Blockaden aufzulösen nicht umgesetzt werden. Daß anlässlich der Demonstrationen es regelmäßig zu Ausschreitungen kommt. Polizisten von Vermumten mit Steinen, Flaschen, Billardkugeln! beworfen werden. Daß ein Studen bereits sein Auge verloren hat. Daß der Innenstastverkehr in Montreal für Stunden lahm gelegt wurde. Daß die Studeneten mit diese Aktionen regelmäßig die noch vorhanden Sympathisanten in der Bevölkerung abschrecken, daß radikale unter den Studenten oder Radikale (Antifa o. ä.) die diese Situation ausnutzen bereits 2 Anschläge auf die Metro verübt haben. Einmal mit in drei Stationen zeitgleich gezündeten Rauchbomben, einmal mit Backsteinen oder ähnlichen gegenständen auf den Schienen.
    All das hätte Erwähnung finden müssen.
    In Montreal herrscht Momentan Ausnahmezustand.
    All das ist Kontext, der fehlt. Nur so ist dieses auf ein Jahr beschränkte !! Gesetzt zu verstehen.
    Und daß Frau Marrois von der Parti Quebecois der Meinung ist, diese Höchstrochterlichen beschlüsse müssen nicht umgesetzt werden, weil sie ohnehin aus wahltaktischen Gründen!!! auf der Seite der Studenten ist.
    Das ist doch der eigentlich Skandal. Daß hochrangige Politiker dem Rechtssystem den Boden unter den Füßen ziehen, nur, weil sie einen Vorteil für die nächte Wahl wähnen.

    etc. etc. etc.

    Ihr Artikel leider nur mangelhaft.
  4. #4

    optional

    Noch 100 Jahre und dann gibts in Quebec genauso wenig Bürgerrechte wie in Deutschland.
  5. #5

    Da bin ich aber froh, dass..

    Zitat von herr_lindemann83 Beitrag anzeigen
    Dieser Artikel ist ob seiner Einseitigkeit und Eindimensionalität eine Zumutung!
    ...
    Das ist doch der eigentlich Skandal. Daß hochrangige Politiker dem Rechtssystem den Boden unter den Füßen ziehen, nur, weil sie einen Vorteil für die nächte Wahl wähnen.

    etc. etc. etc.

    Ihr Artikel leider nur mangelhaft.
    .. ein echter Kanadier uns erklärt, worum es geht! Es geht aber um die kanadische Verfassung.
  6. #6

    Danke herr Lindemann!

    Zitat von Conny44 Beitrag anzeigen
    .. ein echter Kanadier uns erklärt, worum es geht! Es geht aber um die kanadische Verfassung.
    Ja, genau, es geht um die kanadische Verfassung - die von den radikalen unter den Demonstranten schon seit Wochen mit Füßen getreten wird! Ob uns das ein echter Kanadier erklärt oder eine "Conny" oder wer auch immer ist egal - Hauptsache kompetent. Und SPON sollte sich seinen Textlieferanten vielleicht mal an den Ohren ziehen.
  7. #7

    Gibts solche hochen Geldstafen fuers Demonstrieren nicht auch in Russland?

    Wie auch immer, in Europa sind wir dank Lissabon Vertrag schon viel weiter. Hier wird die Todestrafe ausser Kraft gesetzt und auf Demonstranten (Aufstaendische) darf ganz legal geschossen werden.
  8. #8

    ich befinde mich gerade in Montreal...

    ...und kann das hier nicht so stehen lassen. Die Studenten haben wochenlang friedlich demonstriert (Der Streik dauert schon 14 Wochen), doch die Regierung ist ihnen mit Verachtung entgegen getreten. Hat zunächst nichts gemacht, sich teilweise sogar lustig gemacht, 200.000 Menschen auf einer Demo abgewatscht mit dem Kommentar, dass das Parlament viel besser das Volk repräsentiere und dann vollkommen bescheuerte Angebote gemacht (erhöhen wir doch die Gebühren um 1778$ über 7 Jahre statt um 1625$ über 5). Die Regierung hat den Konflikt eskalieren lassen, um die Bewegung dann diskreditieren zu können. Angesichts der zuvor miserablen Zustimmungswerte der Regierung vermuten einige, dass man im Konflikt Profilierung für anstehende Wahlen sucht und das auf Kosten der Spaltung der Bevölkerung. Dass einige Studenten ein Auge verloren haben ist übrigens auch der Polizeistrategie zu verdanken, die allermeisten Demonstranten sind noch immer friedlich und werden es hoffentlich auch bleiben.
    Das Notstandsgesetz verbietet im Übrigen auch Versammlungen von über 50 Personen im Umkreis von 50m von Bildungsinstitutionen, die im übrigen auch mit den harten Geldstrafen verfolgt werden können... und es reicht schon die Bewerbung einer solch illegalen Versammlung aus. Und bei den Studenten, die vom studieren abgehalten werden, handelt es sich eben um Streikbrecher, die die demokratischen Entscheidungen der Studentenvertretung, der sie angehören versuchen zu missachten (in Quebec sind die Studentenvertretungen gewerkschaftsänlich und haben das Recht Streiks auszurufen)... soweit erstmal
  9. #9

    titel

    es ist doch ganz legitim, dass die machthabende Elite das Geld dort holt, wo was zu holen ist. Das Bildungssystem lässt sich noch ausquetschen, na also. in den usa, dem leuchtenden vorbild unserer westlichen zivilisation, sind die studiengebühren schon längst ein vielfaches höher. der fortschritt muss unvermeidlich überall einzug halten. hurra.


TOP



TOP