Studentenjob bei der Straßenbahn: Ich fahre lieber zweigleisig
Was sagt ein Geisteswissenschaftler im Taxi? Er fragt: Wo soll's denn hingehen? Der Witz ist alt, schlecht - und spiegelt zumindest nicht die Lage von Studenten in Augsburg wider: Dort heuern die Stadtwerke jetzt angehende Akademiker als Trambahnfahrer an.
Es gäbe auch die Möglichkeit, die Straßenbahnen von Menschen mit Festanstellung und einer Vollzeitstelle fahren zu lassen, da es ohnehin zu wenig Arbeitsmöglichkeiten für niedrig qualifizierte Arbeitnehmer gibt - Stichwort: 9 Millionen Arbeitssuchende in Deutschland (Zahl des Statistischen Bundesamtes).
Wenn ich mich richtig erinnere, war es zudem das Ziel der Bildungsreform, Studenten studieren und nicht beim Staat für kleines Geld jobben zu lassen?
....Studenten auf Stundenbasis anzustellen, als Arbeitslose oder Aufstocker.
Mal ganz abgesehen davon, dass die sich auch mit ein paar Einsätzen im Monat etwas verdienen können, was für Arbeitssuchende eigentlich keine ausreichende Perspektive ist.
Die Karlsruher Verkehrsbetriebe praktizieren das „Studenten-Modell“ übrigens schon seit mehreren Jahrzehnten erfolgreich.
Dass sich jemand darüber aufregt und ausschließlich hauptberufliche Fahrer auf dem Führerstand sehen möchte, halte ich für albern und unsolidarisch. Auch Studenten müssen von etwas leben – und sie sollten hin und wieder auch etwas Sinnstiftendes tun.
Auch Verkehrsbetriebe leiden unter Einsparungszwang
Auch hier in Köln fahren Studenten erfolgreich Straßenbahn. Es ist nicht so, dass hier Stellen für niedrig qualifizierte anderweitig vergeben würden. Zwar ist Straßenbahnfahrer an sich ein Hilfsarbeitertätigkeit, das kann aber noch längst nicht jeder. Die Aufgabe der Studenten ist es ganz klar, bei Spitzen, die über die normale Personaldecke nicht gedeckt sind, auszuhelfen. Das sind in Köln Events wie Fußballspiele, CSD oder Karneval, auch der Weihnachtsvorverkehr und verkaufsoffene Sonntage gehören dazu.
Die studentischen Kräfte unterstützen damit dem Überstundenabbau der regulären Fahrer. Kurzfristige Urlaubsvergabe ist so erst möglich geworden, nachdem in den letzten 10 Jahren die Personale rapide abgebaut wurden.
Auch Verkehrsbetriebe leiden unter Einsparungszwang
Auch hier in Köln fahren Studenten erfolgreich Straßenbahn. Es ist nicht so, dass hier Stellen für niedrig qualifizierte anderweitig vergeben würden. Zwar ist Straßenbahnfahrer an sich ein Hilfsarbeitertätigkeit, das kann aber noch längst nicht jeder. Die Aufgabe der Studenten ist es ganz klar, bei Spitzen, die über die normale Personaldecke nicht gedeckt sind, auszuhelfen. Das sind in Köln Events wie Fußballspiele, CSD oder Karneval, auch der Weihnachtsvorverkehr und verkaufsoffene Sonntage gehören dazu.
Die studentischen Kräfte unterstützen damit dem Überstundenabbau der regulären Fahrer. Kurzfristige Urlaubsvergabe ist so erst möglich geworden, nachdem in den letzten 10 Jahren die Personale rapide abgebaut wurden.
Auch in der DDR suchten die Verkehrsbetriebe Aushilfsfahrer, die im Zweitjob einige Stunden je Woche fuhren. Allerdings ganb es damals keine Arbeitslosen.