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Studentenaustausch-Programm: Geld für Erasmus wird knapp

Die Haushaltslage der EU ist prekär. Auch das Studentenaustausch-Programm Erasmus ist davon betroffen. Bis zum Jahresende fehlt rund ein Drittel der benötigten Summe. Die rund 200.000 Erasmus-Studenten können jedoch auf einen Nachtragshaushalt hoffen.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-859366.html
  1. #1

    Geld für Forschungsförderung...

    ist wahrscheinlich bei ERASMUS am schlechtesten angelegt.

    Jeder, den ich kenne, der mit ERASMUS im Ausland war, war halt dort. Scheine konnten meist nicht angerechnet werden und die meisten haben Vorlesungen gehört, die sie hier schon gehört hatten.
    Urlaub, Selbterfahrungstrip. Sicher auch schöne Eindrücke und ich denke, viele wollen nichts missen, aber Geld für Forschungsförderung ist in der Forschung besser angelegt.
    Oder eben Austauschprogramme, die später ansetzen und nicht zu beginn bis mitte des Studiums.
  2. #2

    Zitat von mrotz Beitrag anzeigen
    ist wahrscheinlich bei ERASMUS am schlechtesten angelegt.

    Jeder, den ich kenne, der mit ERASMUS im Ausland war, war halt dort. Scheine konnten meist nicht angerechnet werden und die meisten haben Vorlesungen gehört, die sie hier schon gehört hatten.
    Urlaub, Selbterfahrungstrip. Sicher auch schöne Eindrücke und ich denke, viele wollen nichts missen, aber Geld für Forschungsförderung ist in der Forschung besser angelegt.
    Oder eben Austauschprogramme, die später ansetzen und nicht zu beginn bis mitte des Studiums.
    Das halte ich für nicht richtig. In meinem Erasmus Aufenthalt habe ich in einer Arbeitsgruppe ein Projekt mitbearbeitet und am Ende ist sogar ein wissenschaftliches Paper herausgekommen. Zudem konnte ich ohne Problem 75% meiner Kurse anrechnen lassen. Auch meine Kommolitonen haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Sicher gibt es Leute die damit Probleme haben/hatten bzw. andere Prioritäten setzen, auch bei mir stand eigentlich die kulturelle Erfahrung im Fordergrund, aber ganz so stehen lassen, kann ich das einfach nicht.
  3. #3

    Forschung und Leere

    Ja richtig, den Erasmus-Studenten geht es vornehmlich um die Exzellenz ihrer Ausbildung. Ich vermute, das ist der Grund warum Spanien - europaweit für seine außergewöhnlich innovative Forschungsarbeit bekannt - das bei weitem beliebteste Ziel von Erasmus-Studenten ist. Ganz oben auf der Liste: Die Uni Granada, die ja weltberühmt ist für ihre Forschung in - äh, ja was denn eigentlich?

    Ich habe einen wunderbaren Erfahrungsbericht einer Erasmus-Studentin gefunden die ganze 3 (!) Kurse in Granada belegte - davon war einer Wirtschafts-Englich. Klar, dafür ist Granada natürlich die erste Adresse.

    http://www.wiwi.uni-frankfurt.de/fil...te/Granada.pdf

    Auch hier in Barcelona herrscht an Erasmus-Studenten kein Mangel. Nicht wenige sehen praktisch nie eine Uni von innen. Das liegt nicht nur daran, dass die ausgedehnten Strand- und Kneipenbesuche ihnen keine Zeit dafür lassen, sondern auch daran, dass ihnen in ihrem Spanisch-Grundkurs niemand gesagt hat, dass die Vorlesungen hier oft auf Katalan stattfinden. Es gibt hier extra Erasmus-Kurse, die auf Englisch abgehalten und selbstverständlich von keinem einheimischen Studenten besucht werden und die von sehr überschaubarer Qualität sind. Die Unis wollen aber die Studenten und die damit verbundenen Gelder nicht verlieren und den Studenten ist es eh egal. Viele fahren nach Hause und haben außer dem Zimmerwirt und diversen Barmännern keinen einzigen Einheimischen kennengelernt und weder Ihre Fach- noch ihre Spanischkenntnisse erweitert. Egal. Das Wetter war gut und der Strand nahe.

    Als ich studiert habe, gab es Erasmus noch nicht. Ich hab an einem Austausch zwischen meiner Uni und einer englischen teilgenommen, in der alles perfekt organisiert und sicher gestellt war, dass wir mit englischen Studenten studierten und wohnten. Mir hat das eine Welt von Möglichkeiten eröffnet und einige Kontakte habe ich noch heute.

    Austausch ist also als Idee nicht schlecht, aber in Erasmus scheitert es an nachlässiger Organisation seitens der Unis und mangelnder Motivation seitens der Studenten. Für mich kann man das sang- und klanglos untergehen lassen und über sinnvollere Förderung von Auslandsaufenthalten nachdenken.
  4. #4

    Erasmus: Steuerfinanzierter Urlaub

    Zitat von querollo Beitrag anzeigen
    J

    Auch hier in Barcelona herrscht an Erasmus-Studenten kein Mangel. Nicht wenige sehen praktisch nie eine Uni von innen. Das liegt nicht nur daran, dass die ausgedehnten Strand- und Kneipenbesuche ihnen keine Zeit dafür lassen, sondern auch daran, dass ihnen in ihrem Spanisch-Grundkurs niemand gesagt hat, dass die Vorlesungen hier oft auf Katalan stattfinden. ...........
    Viele fahren nach Hause und haben außer dem Zimmerwirt und diversen Barmännern keinen einzigen Einheimischen kennengelernt und weder Ihre Fach- noch ihre Spanischkenntnisse erweitert. Egal. Das Wetter war gut und der Strand nahe.
    .
    Sehen Sie sich die Erasmus - T-Shirts an: (Gibt's tatsächlich)
    Slogan:
    Erasmus - Wir vögeln uns durch Europa
    So kann man auch interkulturelle Kompetenz erlangen.
  5. #5

    Typisch deutsche Neiddebatte

    Was bitte hat ein Studentenaustauschprogramm mit Forschungsförderung zu tun? Und wer sagt, dass man ein Erasmus Semester zum studieren nutzen muss? Studieren kann man auch in Deutschland und das meistens sogar auf einem höheren Niveau als z.B. im Vergleich zu Spanien. Das Hauptziel von Erasmus ist der interkulturelle Austausch, aber das muss ja nicht zwangsweise mit Einheimischen passieren (die das vielleicht gar nicht wollen), es gibt ja schließlich nicht nur deutsche Erasmus Studenten. Gerade in Spanien haben die Leute zur Zeit andere Sorgen als irgendwelche Austauschstudenten aus dem Ausland mit denen sie sich mangels Fremdsprachenkenntnissen eh nicht unterhalten können.
  6. #6

    Was sie beschreiben, ist Urlaub auf Kosten der Steuerzahler

    Zitat von themarsvolta Beitrag anzeigen
    Was bitte hat ein Studentenaustauschprogramm mit Forschungsförderung zu tun? Und wer sagt, dass man ein Erasmus Semester zum studieren nutzen muss? Studieren kann man auch in Deutschland und das meistens sogar auf einem höheren Niveau als z.B. im Vergleich zu Spanien. Das Hauptziel von Erasmus ist der interkulturelle Austausch, aber das muss ja nicht zwangsweise mit Einheimischen passieren (die das vielleicht gar nicht wollen), es gibt ja schließlich nicht nur deutsche Erasmus Studenten. Gerade in Spanien haben die Leute zur Zeit andere Sorgen als irgendwelche Austauschstudenten aus dem Ausland mit denen sie sich mangels Fremdsprachenkenntnissen eh nicht unterhalten können.
    Nunja. Das ist keine Neiddebatte. Austauschprogramme sind prinzipiell sinnvoll, Erasmus ist dies nicht.

    mfg
  7. #7

    Begründung?

    Erasmus ist per se nur eine Vereinbarung zwischen zwei Universitäten zum Austausch von Studenten wobei von der aufnehmenden Universität keine Studiengebühren erhoben werden, sowie ein Stipendium von etwa 150€ pro Monat. Was darüber hinaus für akademische Leistungen verlangt werden entscheiden allein die Universitäten bzw. deren Fakultäten. Deswegen zu behaupten Erasmus ist nicht sinnvoll ist mir zu pauschal. Oder hätten Sie lieber dass die EU den Universitäten diktiert was sie zu tun haben?
  8. #8

    Zitat von themarsvolta Beitrag anzeigen
    Erasmus ist per se nur eine Vereinbarung zwischen zwei Universitäten zum Austausch von Studenten wobei von der aufnehmenden Universität keine Studiengebühren erhoben werden, sowie ein Stipendium von etwa 150€ pro Monat.
    Korrekt, für mich als angehender Englischlehrer ist ein Aufenthalt im englischsprachigen Ausland sicher sinnvoll wenn ich mich zurückerinnere wie grauenhaft der deutsche Akzent meiner Englischlehrer teilweise war...

    Es ist teuer genug, und die 170euro im Monat reissens für ne 450Euro Unterkunft im Monat (und das sind hier noch die billigen) nicht raus.

    Leute die nach Barcelona gehen und dort nichts lernen, klar, schwachsinnig, für mich macht der Auslandssemester Sinn und ich hoffe für meine zukünftigen Englischschüler auch.
  9. #9

    Die Debatte

    darum wie sinnvoll/sinnlos ein ERASMUS-Auslandsaufenthalt ist, wird in diesem Forum überaus oberflächlich geführt. Ich bin gerade selbst als Erasmus Studentin im Ausland und - oh Wunder - ich und im übrigen alle Kommilitonen müssen tatsächlich etwas leisten!
    Nebenbei sei gesagt, dass es auch im Heimatstudium unzählige Studenten geben mag, die kaum etwas anderes tun als zu trinken und zu feiern. Vermutlich also keine reine Erasmus-Erscheinung.








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