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Studenten in Wohnungsnot: Schlafplatz, wo bist du?

Es wird eng, nicht nur an*der Uni, auch in den Wohnheimen: Eine Umfrage zeigt, dass zum Semesterstart in vielen Uni-Städten günstige Zimmer fehlen. Studentenwerke planen mit Containern*und*Matratzenlager - oder empfehlen gleich die Flucht aufs platte Land.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...790527,00.html
  1. #10

    Schlafplatz? Eigene Wohnung!

    Die eigene Wohnung ist angesagt. Die regierung wollte mehr Abiturienten, also mehr Studenten, also einen Mangel an "studentischem Wohnraum".

    Kein Wunder, dass heute im TV zu sehen war, dass Wohnungseigentümer gegen Sex vermieten. Mich würde nicht wundern, wenn sich einige deutsche Studentinnen auf diese Art ihre Miete erschlafen. Was wäre schlimm daran, könnte der Spiegel fragen, um eine neue Diskussion anzufachen?
  2. #11

    qualvolle WG-Suche

    Zitat von einuntoter Beitrag anzeigen
    Ich denke, wenn man als Student ein bisschen Fahrzeit in Kauf nimmt, kann man hier in Hamburg doch günstige Wohnungen finden. So z. B. in Bergedorf, von dort bis zum Dammtor in gut 20 min. Eine 2-Zimmerwohnung kostet ab 350 EUR.

    Ist das in anderen Städten (außer vielleicht München, Freiburg) nicht ähnlich?
    Ich kann aus meinen Erfahrungen in Heidelberg (klar, ein Dorf im Vergleich zu Hamburg) berichten, dass das nicht überall so leicht ist. Hier zahlt man schon mal 300 Euro für ein 13qm-WG-Zimmer und das ganze außerhalb (25 min. mit der Straßenbahn zur Uni, S-Bahn-Anbindung Fehlanzeige). Es ist einfach zu wenig Wohnraum da, der für Studenten brauchbar und vor allem bezahlbar ist. Von den diesjährigen Erstsemestern wohnen einige noch in Notunterkünften der Asta, andere in Hostels - ich glaube das tut sich keiner freiwillig an.

    Wir wollten vor ein paar Wochen über wg gesucht einen neuen Mitbewohner finden, haben aber 30 Minuten nach dem Einstellen die Anzeige wieder rausgenommen, weil unser Telefon Sturm geklingelt hat mit verzweifelten Studenten, die uns sogar Geld geboten haben, wenn wir ihnen das Zimmer direkt zusagen (ohne dass sie es gesehen hätten). Wahnsinn!

    Haben uns dann für die Suche über das neue Portal www.wg-cast.de entschieden, ohne nervigen Telefon- und E-Mail-Terror - und siehe da, man kann auch ganz ohne Stress einen coolen neuen Mitbewohner finden ;-)
  3. #12

    Schlimmer als die Wohnungsnot ist das Studentenwerk

    Ich habe gerade meinen Master in Erlangen angefangen (bin also Erstsemester da ich vorher noch nicht hier studiert habe und über 600km Anfahrt habe). Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es sehr sehr schwer ist eine bezahlbare Bleibe zu finden. Und wenn die Idioten vom Studentenwerk sagen man möge doch bitte in Fürth gucken denken die wahrscheinlich, dass es hier tausende billige Wohnungen gibt. Ist aber leider nicht so. Dazu kommt das teure Semesterticket.

    Nach 31 Besichtigungen hatte ich aber dann doch Glück und habe eine nette WG (doch in Fürth gefunden). Das Verhalten der Unis und der Studentenwerke ist aber mehr als peinlich.
  4. #13

    Danke

    Zitat von latinistin Beitrag anzeigen
    erstmal glückwunsch zum abi! :-)

    aber machen sie sich nächstes jahr im ausland darauf gefasst, dass es durchaus möglich sein kann - sollten sie studieren - dass sie ein mehrbettzimmer im wohnheim belegen. ist in vielen ländern typische verfahrensweise.....
    Danke für den Glückwunsch. Das Mehrbettzimmer würde mich nicht stören, ganz im Gegenteil. Ich würde ohnehin ein Auslandssemster in den USA anstreben, wo es gang und gäbe ist, dass Studenten zusammen in einem Wohnheimzimmer wohnen.

    Trotzdem möchte ich auch die deutschen Unis in dieser Sache nicht ungescholten lassen. Es ewartet keiner, dass sie Wohnheime aus dem Boden stampfen, die in ein paar Jahren vermutlich leer stehen würden. Aber was spräche dagegen, ein paar Container aufzustellen, in denen die Studenten zumindest eine Zeit lang leben können? Ich würde da sofort einziehen.
  5. #14

    Es gibt Alnternativen

    Außerhalb der Ballungszentren finden sich günstige Wohnmöglichkeiten, auch die Nachfrage ist dort nicht so groß. Das Problem ist allerdings, dass man insofern man nicht ortskundig ist in keinster Weise einschätzen kann wie möglich oder unmöglich die Verkehrsanbindung dann sein wird.

    Weiterhin würde ich bedenken, dass sich die Wohnsituation gleichermaßen schnell wieder entspannen wird. Gerade an unserer Fakultät sind die Abbrecherquoten sehr hoch, erfahrungsgemäß werden dann kurz vor Weihnachten bereits wieder Wohnungen frei. Im Allgemeinen ist es aufgrund des Studienrythmus viel leichter zum Sommersemester eine Wohnung zu finden. Ich spreche hier von Erlangen.
  6. #15

    ...

    Man kann auch einfach in einer Stadt studieren, wo der Wohnungsmarkt nicht so überlaufen ist. In Chemnitz gab's jedenfalls für meine Kommilitonen und mich keine Wohnungsprobleme. Ich hatte sogar ein kleines Zimmer im Wohnheim, allerdings unsaniert, für mich.
  7. #16

    .

    Zitat von knibbelmumpf Beitrag anzeigen
    ich hatte 2 Jahre (2009/2010) eine Wohnung im Kellergeschoss in Frankfurt im Vermietungs-Angebot, 18qm Zimmer, Küche 8qm (aber mit allem was man braucht), Bad (sprich: Toilette und Dusche, aber immerhin noch 2x3 Meter) - und das ganze für 180€ kalt pro Monat; glaub mal ja nicht das da jemand eingezogen ist !
    Nun, ich denke, das wird schon seinen Grund gehabt haben.
  8. #17

    In Trier

    sieht es momentan ähnlich aus. Da ruft der ASTA inzwischen andere Studenten dazu auf, ihre Couchs für die Erstis zur Verfügung zu stellen (für bis zu 4 Euro die Nacht, glaube ich). Ich stelle mir das schrecklich vor, als junger Mensch mit frischem Abi in der Tasche irgendwo bei lauter fremden Menschen ins Wohnzimmer zu ziehen, ohne Privatsphäre, sich Bad und Küche teilend... Aber mit 2500 neuen Studenten sieht es in Trier halt düster aus und darüber kann man sich auch nicht wundern.
    Wenn sich die Lage nicht entspannt und nächstes Frühjahr dann auch noch die Heilig-Rock-Wallfahrt dazukommt mit Hunderttausenden an Besuchern (praktischerweise ziemlich genau zum Anfang der Vorlesungszeit), wird hier das komplette Chaos ausbrechen.
  9. #18

    Einer mit erfahrung,...

    Vielleicht sollte sich mal jemand zu Wort melden, der jetzt selbst eine Woche couchsurfing betrieben hat, und sich eine Woche in eine teure Pension einkaufen musste.
    Das hat hier einer der Nutzer schon richtig erkannt, wenn man nicht ortskundig ist, ist es schwer auf das Umland zuzugreifen und vorallem kein hilfreicher Ratschlag!
    Ich studiere jetzt, 300 km weit weg, und ich könnte auch keine wenig überlaufenere Uni wählen (wie ein anderer Nutzer meinte) da ich diese Kombination nur dort studieren kann ohne gleich 700 km wegzuziehen.
    Das die Wohnungssuche in Kombination mit Unianfang, seine Sachen nicht an Ort und Stelle zu haben mehr als anstrengend ist, weiss ich aus Erfahrung. Ich bin immerhin 3 Tgae pausenlos mit dem Koffer über den Campus gerollt.
    Aber, ich hab eine gefunden, eine WG. Mitten in der Vorlesungszeit. Und ich wollte mich schon exmatrikulieren lassen. Deshalb kann ich jedem empfehlen, der gerade auch noch keine Wohnung am studienort gefunden hat:
    Selbst wenn ihr noch nichts habt, und ihr gerade hart an eurer Belastungsgrenze seit, auf dem Campus rennen so viele hilfsbereite Mitstudenten rum. Irgendwann und irgendwie ergibt sich manchaml was, und ihr könnt spannende Bekanntschaften machen.


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