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Studenten-Umfrage: Wessis, ab in den Osten!

DPAStudenten aus dem Westen gehen lieber ins Ausland als nach Ostdeutschland. Doch das dürfte sich bald ändern, denn in den alten Bundesländern gehen immer mehr Abiturienten an die Hochschule, die Hörsäle sind überfüllt. Greifswald, Dresden und Co. bieten da eine angenehme Alternative.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...854926,00.html
  1. #1

    Dass es trotz dieser Entwicklung nun zu diversen "Wessis" kommt die in verhältnismäßig leere Universitäten in "ostdeutschen Provinzen" kommt, ist trotzdem nicht unbedingt zu erwarten. Eher, dass auch die "Aushängeschilder" wie Dresden mit noch stärkeren Bewerberquoten zu rechnen hat.
  2. #2

    Sollen sie doch denken das hier alles grau und hässlich ist. Ich find schon jemand der sich mit mir in die wunderschöne (wenn denn der Citiytunnel endlich mal fertig wird) leipziger Altstadt setzt und Käffchen trinkt.
    Mal ganz nebenbei bemerkt: Die meisten WEstdeutschen Großstädte in denen ich so war, können weder mit Leipzig, noch mit Dresden mithalten.
  3. #3

    Wenn Deutschland zu viele Unis hat ...

    ... dann könnte man ja hier oder dort mal eine schließen. In früheren Jahrhunderten wurden auch gelegentlich Unis geschlossen, für die kein Bedarf mehr war, z.B. Altdorf, Erfurt, Helmstedt, Rinteln.
  4. #4

    Ich kann mir ein gewisses schmunzeln

    nicht verkneifen. Wer hat denn diese Studie betrieben. Fragt mal Studenten in Jena, ob dort die Hörsaal leer sind. ich weis nicht, wenn ich mir die Innenstadt von München, Stuttgart und vo anschaue und dann mit Dresden vergleiche, aber die sollen nur wegbleiben.
  5. #5

    Besuch baut Brücken...

    Die Wahl des Studienortes ist ein großes Abenteuer und wurde bei mir eher durch ein passendes Studienfach bestimmt als durch räumliche Nähe zum Elternhaus oder dem Preis für die Wohnung. Daran hatte ich keinen Gedanken "verschwendet" und Glück gehabt. Glück weil Halle an der Saale (Sachsen-Anhalt) eine Studentenstadt ist und das kann nicht nur statistisch durch den hohen Anteil der Studenten zur Gesamtbevölkerung (knapp 10%) und der Bedeutung der Uni als größten Arbeitgeber der Stadt belegt werden. Für viele neu: Halle besitzt eine historische Altstadt, jede Menge Altbau - saniert, teilsaniert, unsaniert, durchweg günstig, Plattenbauten gibt es auch- stellenweise sogar so wie man es sich vorstellt. Die größte Theaterdichte im Verhältnis zur Einwohnerzahl, die Geburtsstätte des Pietismus eine atemberaubend schöne Flusslandschaft und eine studentisch geprägte Szene, welche an Massenunis eher herbeigeredet werden muss als real existent ist - das dürfte für viele neu sein. Vorurteile und Vorbehalte lassen sich nur bedingt durch einen netten Text (auch wenn dieser im Spiegel veröffentlicht wird) ausräumen - hier kommt es auf einen Besuch an!!! Warum nicht gleich eine Tour machen? Halle und Leipzig liegen nur 30Min, voneinander entfernt. Magedeburg, Dessau, Weimar, Bernburg, Köthen, Potsdam und Dresden sind mit Bahn schnell und leicht erreichbar.Probieren geht über Studieren!
  6. #6

    optional

    @forenuser: Ja denken sie mal nach woher das Geld kommt das Leipzig etc so schöööön ist. Viele westdeutsche Städte nehmen extra Kredite auf um den Transfer in den Osten zu bezahlen.
    Zum Glück wohne ich in Süddeutschland, da ist die Wirtschaft bestens, sodass der Transfer nicht auf die Kosten eigener Städte geht.
  7. #7

    Zitat von Urbis Beitrag anzeigen
    @forenuser: Ja denken sie mal nach woher das Geld kommt das Leipzig etc so schöööön ist. Viele westdeutsche Städte nehmen extra Kredite auf um den Transfer in den Osten zu bezahlen.
    Zum Glück wohne ich in Süddeutschland, da ist die Wirtschaft bestens, sodass der Transfer nicht auf die Kosten eigener Städte geht.
    Es wäre an der Zeit, dass Transferleistungen endlich durch Bedürftigkeit und nicht durch die Himmelsrichtung gesteuert werden, dass wäre gerechter, auch wenn sich vermutlich nicht so viel dadurch ändern würde. Das Leipzig eine schöne Stadt ist, hat aber auch noch andere Gründe als den von Ihnen genannten...
  8. #8

    Nichts passiert?

    Ich bin 1994 zum Studium von BaWü nach Dresden gezogen, wo ich meine westdeutschen Kommilitonen in der Tat an zwei Händen abzählen konnte. 18 Jahre später so einen Artikel zu lesen, finde ich fast befremdlich. Stereotype Wahrnehmungen scheinen sich nur wenig geändert zu haben, ebenso geblieben ist die Zurückhaltung, mal mehr als 100 km über den gewohnten sozialen Dunstkreis hinauszuziehen.
    Die wirklich spannenden Erfahrungen für einen Wessi dürften aber längst vorbei sein: das "Ost"-Leben und Lebensgefühl, das einem die ostdeutschen Kommilitonen rauf und runter deklinieren konnten, die dazu passenden Kneipen und Klubs, die mehr oder weniger gelungenen Sanierungen, Auf- und Abbauten ganzer Stadtteile, etc. etc. Die Wohnungssuche in Dresden gestaltet sich schon lange nicht mehr so einfach und ich gehörte auch schon zu den letzten, deren Namen sich die Profs noch merken konnten (Fluch wie Segen), weil die Studentenzahlen danach rapide anstiegen und es wie im Westen unüberschaubar wurde. Also, liebe westdeutsche Studienanfänger, traut euch rüber, so anders ist es gar nicht mehr ;-)
  9. #9

    da kann ich forenuser nur zustimmen. habe selber in jena studiert und viele über die ZVs zugewürfelten Studenten aus westdt. BL's haben nach anfänglichem Murren ihr Studium auch dort abgeschlossen ohne nach dem Grundstudium wieder eiligst "rüber" zu machen. Nicht umsonst hat Jena einen Studentenanteil von 25 %. Man sollte sich erstmal in die Höhle des Löwen trauen, bevor man polemische und ermüdende Aussagen über die Tristesse von ostdt. Städten äußert. Da stellt sich mir die Frage, wieso sich bei jungen Menschen dieses Bild verfestigt? Eltern? Medien? Naja sei's drum. Als Geheimtipp gehandelt zu werden, hat ja auch was...








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