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Studenten online: Warum wir kaum noch Zeitung lesen
Christian WernerViele Printmedien sind moribund, einige Zeitungen schon tot: Es gab mal Zeiten, da gehörte die graue Papierrolle unterm Arm zum Campus-Style. Und heute? Acht Studenten erzählen, wann sie heute noch Gedrucktes in die Hand nehmen.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-883384.html
- #80 23.02.2013 20:23 von
Meinung
Du scheinst keine Ahnung zu haben wie Information in die digital media
kommt. sie kommt nicht aus dem nichts. Ssie wird von Menschen dort
auf gezeichnet damit du es auf der website lesen kannst. Die
information ist auch gefiltert und die Qualitaet ist dieselbe als in einer Papier Zeitung.
Kauf eine Papier Zeitung und vergleiche es mit der digital Ausgabe der
selben Firma. Du wirst keienen Unterschied finden.
Ich lese den Spiegel und die Zeit weil ich seit 45 Jahren nicht mehr in
Deutschland lebe und das Internet mir die Gelegenheit gab vor Jahren
etwas wieder ueber mein Geburtsland zu erfahren.
Da ich zwei Sprachen spreche lese ich ich auch andere Internationale
Zeitungen am Internet. man lernt dabei wie die selben Neuigkeiten in
anderen Laendern berichted werden.
Vorallem die lese Kommentare geben einen einblick wie die menschen
in anderen Laendern auf gewisse lokale und internationale Nachrichten
reagieren.
Als ich Student war, in meiner Wahlheimat, habe ich nicht viel Zeit
fuer das lesen von einer Zeitung aufgebracht. Studieren war mir
wichtiger.
amarildo BEc (Syd) - #81 23.02.2013 21:10 von
Interessant ist bei diesem Thema ein Blick nach Japan: Dort verkauft die auflagenstärkste Zeitung, die Yomiuri Shinbun, immer noch 10 Mio Exemplare am Tag, über 20 Mal so viel wie bspw. die FAZ hier
- #82 23.02.2013 21:27 von
Das kann ich teilweise nachempfinden. Vor allem wenn Berge von Reklamematerial auf so glattem Hochglanzpapier, dass es herauspurzelt, drin verborgen stecken, erreicht das Generve seinen Höhepunkt. Aber: Wochenzeitschriften wie DER SPIEGEL sind kleiner und handlicher, und solche Printmedien eignen sich in der Straßenbahn wie auch im Zug und in der Kneipe ganz hervorragend zu verdeutlichen, dass man nicht zu einem Thema, das man sich gar nicht selber ausgesucht hat, angelallt werden möchte. Ob das mit dem Smartphone auch geht weiß ich nicht. Täglich in die Kneipe zu gehen hab ich mir vor meinem ersten Smartphone abgewöhnt. Früher, als ich noch Kneipengänger war und DER SPIEGEL noch Rudolf-Augstein-Niveau hatte, konnte man in der Kneipe den SPIEGEL so halten dass andere sehen konnten was man liest, um zu verdeutlichen: Wenn du mir nicht mindestens auf dem Niveau etwas zu sagen hast, halte Abstand und lall mich nicht an, ob Schalke04 gewonnen habe.
--
Wir duzen uns im Netz seit über 20 Jahren. - #83 23.02.2013 21:37 von
optional
Den Journalisten als Aggregator für Spezialwissen brauchts nicht. In der Regel überfordert mit der Materie, abhängig von der "politischen" Führung der Redaktion und der Inserateabteilung - kommt nichts gescheites raus.
Gegen Blogger hat der Kommerzschreiber keine Chance, Verlage und Ihr Zeitungen und Magazine sind tot. RIP. Ein Lehrfach Schreibe ab der 5.Klasse wird reichen um uns alle gemeinsam und gegenseitig mit Info zu versorgen.
Schreiber zu sein war noch nie ein Beruf sondern ein Hobby. - #84 23.02.2013 22:04 von
- #85 23.02.2013 22:16 von
Erstaunlich...
...die Aufregung, wenn etwas Altes verschwindet und Neuem Platz macht ist immer wieder groß. Und doch ist damit der Fortschritt nicht aufzuhalten. Man mag über Printmedien denken was man will, sie werden nicht überleben und damit müssen wir uns - Wohl oder Übels abfinden.
- #86 24.02.2013 00:07 von
optional
Und da wundert man sich dann, warum es heute so schlecht um die Allgemeinbildung oder zumindest um das Wissen zu aktuellen Entwicklungen steht. Was nützt das so hart gelernte Wissen unserer Studenten, wenn man es dann nicht in einen geschichtlichen oder politischen Zusammenhang setzen kann (Beispiel: Lehramt)?
Und man soll doch bitte nicht den Preis für die Printmedien dafür verantwortlich machen! Die 40 Euro für das iPhone sind schließlich auch vorhanden.
Ich habe das selbst an der Uni so erlebt und das kalte Grausen darüber bekommen, wer heute so alles auf Lehramt studieren darf. Null Allgemeinbildung, null Grundlagenwissen, null Geschichtswissen und null Orthographie. Woran das wohl liegt und warum ist das bei mir, der noch mit echten Büchern, Zeitungen und Zeitschriften aufgewachsen ist, anders?
Mein Kind geht auf keine staatliche Schule mehr. Versprochen! - #87 24.02.2013 00:09 von
Wo das noch hinführen wird?
Die Argumente der Printmedien-Verweigerer sind teilweise einfach nur lächerlich - umsonst und neutral sind sie, die Nachrichten im Internet :) Ist klar! Jedermann ist im (quellen) kritischen Umgang besonders gehievt.
Aber wo kommen die ganzen Infos im Internet denn her? Das WWW wird die Nachrichten wohl kaum selbst generieren.
Jemand muss die Nachricht schließlich ins Netz heben und gibt ihr alleine dadurch schon seine "persönliche Note" mit. Persönlich habe ich es lieber, wenn das ein studierter und ausgebildeter Redakteur einer renommierten überregionalen oder lokalen Tageszeitung macht als irgendein selbsternannter "Journalist".
Die Printmedien schlagen eine Schneise in die immer mehr überbordende tägliche Informationsflut. Dementsprechend filtern, gewichten, ordnen, transportieren und kommentieren Tagszeitungen Nachrichten - eben ganz genau das, was ein Medium so macht. Für die Nachricht an sich kann die Tagszeitung nichts. Unsere Welt ist halt so wie sie ist.
Viele vergessen auch, dass es nicht nur um die ganz großen Schlagzeilen geht, sondern eben auch um "kleinere" Dinge, wie eben Stadtratssitzungen etc. pp. Hier sind die regionalen Tagszeitungen mit ihren Lokalteilen vor allem auch als Kontrollinstanz unerlässlich.
Für eine horizontale und vertikale Gewaltenteilung, wie sie es hier in Deutschland gibt, sind sowohl überregionale, als auch regionale/lokale Blätter unerlässlich. Der Verlust der regionalen Zeitungen wird den meisten wahrscheinlich erst dann klar, wenn es zu spät ist.
Da das viele nicht verstehen, verwundert es mich ehrlich gesagt auch nicht, dass es gerade diejenigen sind, die zu blöd dazu sind eine Tageszeitung im Zug, in der Straßenbahn, im Flugzeug oder sonst wo lesen zu können. - #88 24.02.2013 01:57 von
Meine Meinungsbildung war mit 25 abgeschlossen, seitdem brauche ich keine Meinungsmache/Experten mehr sondern nur mehr Fakten. Über Indoktrination von Presse/TV kann man sich nur noch köstlich amüsieren.
Obwohl mich der Lokalteil immer mal zum Schmunzeln bringt wenn eine aufgeregte Rentner-Bürgeinitiative mal wieder beim Bürgermeister abblitzt. - #89 24.02.2013 02:57 von
gibt es sie wirklich? politisch neutrale und unabhängige medien?
wer "neues deutschland" liest, sollte auch in die "faz" oder ähnliches schauen, um schon mal mindestens zwei standpunkte für den dialektischen diskurs zu kennen.
politisch neutral und unabhängig sind weder die eine, noch die andere, genauso wenig wie jegliche anderen on- oder offline-medien.
stets muss man sich fragen, ohne hoffnung auf eine 100 % wahrheitsgemäße antwort, wer und welche interessen stecken hinter den meldungen, informationen und kommentaren - fast hätte ich getippt: wer hat dafür bezahlt?
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