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Stromversorgung: Industrie misstraut Merkels Energie

dapdDie Strompreise steigen, der Netzausbau lahmt, Firmen fürchten um den Standort Deutschland: Weil die Probleme der Energiewende sich verschlimmern, stellt die Industrie das Projekt unter verschärfte Beobachtung - und nutzt das miese Projektmanagement der Regierung für ihre Lobbyarbeit.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...836815,00.html
  1. #100

    Chroniken einer Bananenrepublik.

    Zitat von juergenwolfgang Beitrag anzeigen
    Ich verbrauche meinen PV Strom zu 80% selbst
    nur noch 20% kaufe ich zu.
    Dann lebe Sie aber auf der Insel der glücklichen, oder? Von 8760 Stunden die ein Jahr aufweist, sind im Durchschnitt im „Sonnenland Bundesrepublik“ 876 Sonnenstunden ausgewiesen, womit bestreiten Sie den Rest Ihrer Stromversorgung?

    Im Mittel hat der PV-Strom, trotz üppigster direkter und indirekter Subvention lediglich einen Anteil von 3 % an der gesicherten Energieversorgung, der (noch!) viergrößten Volkswirtschaft der Erde.

    Wenn Sie eine autarke Energieversorgung stehen, dann sollten Sie auch so konsequent sein und ihre Zuleitung von den Versorger kappen, oder?
  2. #101

    Chroniken einer Bananenrepublik.

    Zitat von user_tha Beitrag anzeigen
    Im Artikel heißt es: 'Während jährlich noch immer weit mehr Solaranlagen ans Netz gehen als geplant, geht der Ausbau der Stromnetze nur schleppend voran.'

    Bei PV gab und gibt es nur auf regionaler Ebene ganz vereinzelte Netzengpässe, die tolerierbar sind - jedenfalls noch.
    Wenn Sie die 22000 Megawatt die von deutschen Solaranlagen über Pfingsten ins Netz vorrangig eingespeist wurden und wegen der Feiertage keinen Abnehmer fanden als regionales Problem einstufen, dann sind Sie ganz schön naiv.
    Wenn Sie schon auf genaue Recherchen abstellen, sollten Sie sich einmal genau die Belastungen und Herausforderungen der Netze durch riesige Mengen an volatilen Strom anschauen.
  3. #102

    Na ja,

    Zitat von bigboom Beitrag anzeigen
    Mit der Spitzenlast werden wir von Frühjahr bis Herbst also keine Probleme haben. Ein bisschen Wind wird zusätzlich mit einer zunehmenden Voraussagegenauigkeit nutzbar sein. Unten drunter die gute alte Wasserkraft und ein paar GUD-KWK-Anlagen, auch gespeist mit Methan aus der Wind- und Sonnenstromüberproduktion. Hier und da noch ein bisschen Biogas.
    So langsam kommen wir der Sache doch näher, vielen Dank für Ihren Beitrag, Herr Stock!
    P.S.: Und das Beste daran: Für 58 Mio Euronen werden wir keine 20 Kernkraftwerke für die nächsten 20 Jahre in Schuss halten können ;-)
    Im Winter scheint wenig Sonne (schaun Sie mal ins BDEW-Energie-Info), Wind bläst auch nicht immer.Bisher haben wir noch keine 100% Strommenge mit Erneuerbaren erreicht, dazu müsste (auch unter Berücksichtigung von eventuellen Wirkungsgraden der Speicher) sicherlich noch die 10-fache Leistung installiert werden. Insofern ist Ihre Vorstellung ein wenig träumerisch.

    Biogas braucht Biofutter, da sind Grenzen wohl heute schon greifbar. Wasserkraft? kaum noch zu expandieren.
    Gas? Auch das wird kräftig teuer, die Versorgungssicherheit muss zumindest in Frage gestellt werden. Vielleicht ändert sich was mit Nutzung von deutschen Lagerstätten (Fracking), wenns mal kalt geworden ist.
    Kernkraft? Nach 2022 nix mehr.
    Kohle? 25% der Stromversorgung kommt aus deutschen Lagerstätten, die für weitere Jahrhunderte Versorgungssicherheit zu kleinem Preis liefern.

    Es wird also mehr auf den Mix von weiterem Ausbau von Windkraft, moderatem Ausbau teurer Solarenergie und konstanter Nutzung von Kohle hinauslaufen.

    Mal gespannt, wie das Altmaiersche Konzept aussehen wird..
  4. #103

    Zitat von Thom-d Beitrag anzeigen
    Die Energiewende muß sofort beendet werden und die abgeschalteten AKWs wieder hochgefahren werden,
    Dafür ist es bereits zu spät. Der Abbau der abgeschalteten AKWs ist in voller Gange, die nicht-nuklearen Teile werden stillgelegt und abgebaut damit sie keine unnötigen Wartungskosten verursachen.
  5. #104

    Zitat von neu_ab Beitrag anzeigen
    Dabei war das doch nur der Auftakt zu dem, was noch folgen muß auf diese grosse Dummheit. Natürlich steigt jetzt die Abhängigkeit zu den Russen (Gas) oder Arabern (Öl) noch weiter an. Natürlich steigt der CO²-Ausstoss ebenso weiter an, was die Grünen dann sicherlich wieder lautstark wie auch schizophren beweinen werden.
    Hier ist zum Glück ein Umdenken passiert, selbst der grüne MP Kretschmann in Baden-Württemberg fordert staatliche Unterstützung für den Bau von Gaskraftwerken.

    Obwohl... Politiker interessieren sich normalerweise nicht dafür, was sie gestern gesagt haben. Der "ich bin die hohe Gewalt" Trittin hatte auch Castor-Demos verteufelt als er Umweltminister war.
  6. #105

    Zitat von derdingens Beitrag anzeigen
    Solareinspeisungen belasten das Hochspannungsnetz nur marginal, da sie ins Nieder- und Mittelspannungsnetz gehen und dort ortsnah verbraucht werden. Erst wenn die eingespeiste Energie nicht ortsnah gebraucht werden kann, geht sie ins Hochspannungsnetz. Das hat es bisher kaum gegeben.
    Was nicht ist, kann noch werden.

    Haben Sie verpasst, dass genau das das Ziel der Energiewende ist? Transport der Solar- und Windstrom über weiten Weg wird notwendig, wenn die Stromversorgung hauptsächlich darauf basieren wird. Dann müsste bei großflächigen Windstillen oder Wolkenbedeckung Strom aus entfernten Erzeuger bezogen werden.

    Das Problem besteht bisher nicht weil die EE noch regional begrenzt konventionelle Kraftwerke verdrängen kann. Wenn in der Zukunft kaum konventionelle Kraftwerke gibt, muss die EE allein selig werden.
  7. #106

    So sind sie eben unsere Linken,

    immer andere linken.
    Aus einem 2000 von rotgrün beschlossenen EEG für das Gabriel, Trettin, Rorth Bsirske & Co., die 2011 die Massen auf der Straße aufgepeischt haben, wird plötzlich Merkels Energiewende.
  8. #107

    Es ist komplex

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Strompreise steigen, der Netzausbau lahmt, Firmen fürchten um den Standort Deutschland: Weil die Probleme der Energiewende sich verschlimmern, stellt die Industrie das Projekt unter verschärfte Beobachtung - und nutzt das miese Projektmanagement der Regierung für ihre Lobbyarbeit.

    Energiewende: Dena und BDI planen Monitoring - SPIEGEL ONLINE
    Leider ist die EE ein Spielball zwischen der Politik und den Lobbyverbänden. Solange der Ausbau von Parteien mit langjähriger Erfahrung forciert wurde, ging es sinnvoll voran. Die schwarze Pest allerdings versucht mit allen Mitteln, die EE zu diskreditieren und den Wiedereinstieg in die Kernkraft zu erzwingen.

    Mit der nächsten Wahl wird wieder Ruhe in das System kommen und ein langfristiger und funktionierende Weiterausbau betrieben werden. Der Netzausbau war lange beschlossen und die Kosten sind gegenüber den Einnahmen der Netzbetrieber minimal. Wichtig sind Inlandswindkraftwerke im Süden, und die werden kommen, sobald die Prioritäten nach der nächsten Bundestagswahl verschoben werden.
  9. #108

    Chroniken einer Bananenrepublik.

    Ein typisch gedankenloser Einwurf Ihrerseits, wenn Ihr Kraftfahrzeug eine Spitzengeschwindigkeit von 250 Km/h erreicht, sagt dies noch lange nichts über die Durchschnittsgeschwindigkeit aus, die Sie für ein bestimmte Strecke benötigen.

    Wenn Ihr Fahrzeug dann auch noch nachts wegen Energiemangel nicht bewegt werden kann, singt die Durchschnittsgeschwindigkeit auf einen lächerlichen Wert herab, trotz der Angabe der so beeindruckenden Höchstgeschwindigkeit.
    Ähnlich verhält es sich mit den Jubelarien der Sonnenjünger, wichtig ist der Durchschnittliche Beitrag zur Stromversorgung der Bundesrepublik im Jahr und der liegt für den mit wahnsinnigen Kosten verbundenen Sonnenstrom bei gerade einmal 3 % im Durchschnitt.
    Tolle Leistung, volkswirtschaftlich eine Katastrophe!
  10. #109

    Zitat von Möglw. Beitrag anzeigen
    So belastbar ist kein Land inkl. deren Bürger, die ihre Felle und Renten in Griechenland wegschwimmen sehen, während sie gleichzeitig exorbitante Stromrechnungen und auch verbrecherische Benzinpreise zahlen müssen.
    Über 10% der Wähler würden Grünen wählen, in Baden-Württemberg laut aktueller Umfragen sogar 28%. So schlecht kann uns doch gar nicht gehen.


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