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Stress im Piraten-Wahlkampf: Störfeuer von der Spitze

dapd2013 stehen wichtige Wahlen an, und für die Piratenpartei ist jeder Termin eine Existenzfrage. Doch bei den Wahlkämpfern vor Ort wächst der Unmut über die chronisch zerstrittene Parteispitze. "Der aktuelle Bundesvorstand ist farblos", kritisiert der Chef der Piraten in Bayern.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-862983.html
  1. #1

    ....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    2013 stehen wichtige Wahlen an, und für die Piratenpartei ist jeder Termin eine Existenzfrage. Doch bei den Wahlkämpfern vor Ort wächst der Unmut über die chronisch zerstrittene Parteispitze. "Der aktuelle Bundesvorstand ist farblos", kritisiert der Chef der Piraten in Bayern.

    Piratenvorstand in der Kritik: Störfeuer von oben - SPIEGEL ONLINE
    Die Piraten, sind die Spitze der IT affinen Generation, in ihrer autistischen Welt des Internets gefangen, in der ein demokratisches Wirken nicht funktioniert, Sie werden an ihrem Individualismus scheitern, schade eigentlich!
  2. #2

    bodenlose Naivität

    die sogenannte Transparenzshow der Piraten, für die Bürger zählt Kontur, Charisma gepaart mit Witz ,Freude, Sachkenntnis und der Fähigkeiten Gruppen zu formen und zu halten. Das ist was der gemeine Bürger in seinem normalen Leben auch macht, er möchte einen Wiedererkennungswert seiner selbst in der ihn vertretenden Partei. Eine namenlose Internetpartei, die glotzend vor irgendwelchen Geräten sitzt ist ihm fremd, oder hääte man je gesehen, daß ein Laptop mal ein Glas Wein herausreicht um anzustoßen?
  3. #3

    Piraten sind eine Zeiterscheinung

    Sollten die Piraten den Einzug ins nächste Landesparlament nicht schaffen - wofür derzeit alles spricht - wird es auch keine Piraten im nächsten Bundestag geben. Diese Enwicklung haben sich die Piraten selbst zuzuschreiben; Wahlbürger wollen kein "Chaos"!
    Es fing ja alles relativ gut an, einschl. einer sehr wohlwollenden Unterstützung durch die Medien.
    Ponader sind nur seine persönlichen Interessen wichtig. ,Möglicherweise ist er auch darauf angesetzt von innen herraus einen möglichen Einzug der Piraten in den Bundestag auf jeden Fall zu torpedieren. Er muß so schnell wie möglich weg.
    Die Strukturen der Piraten müssen professionell werden, das soll sich die Mitgliederbasis hinter die Ohren schreiben. Dazu gehört insbesondere ein hauptamlicher Bundesvorstand mit deren Personen sich auch Wahlbürger außerhalb der Piraten identifitieren können.
    Marina Weißband war eine solche Identifikationsfigur, leider wurde sie von den eigenen Leuten weggemoppt.
  4. #4

    Die Vorschlaege

    klingen eigentlich vernuenftig.

    Neuer Vorstand -> keine Zeit dazu
    Aktueller Vorstand -> wenn eher Wahlkampfschaedigend dann Auffaller rausschmeissen (nicht aus der Partei, nur eben ruhig stellen) und mit dem Rest weitermachen

    Das ist aber auch das Problem mit Vorstaenden. Wer kommt in einen Vorstand? Menschen die sich in den Mittelpunkt wollen stellen und Aufmerksamkeit geniessen.
    Derzeit ist der Vorstand gemixt aus Leuten die eben nicht so gern im Mittelpunkt stehen und Leuten die mit Pauken und Trompeten versuchen im Mittelpunkt zu stehen.

    Vielleicht muss man wirklich die Spreu vom Weizen trennen...
  5. #5

    Sind das wirklich die wichtigsten Probleme?

    Dass ein Johannes Ponader gerne in Sandalen herumläuft und eine emotionale Bindung zu seinem Smartphone zu besitzen scheint, ist doch weniger verwerflich wie die Aktionen von Ex- Bundespräsident Wulff oder Ex- Verteidigungsminister Guttenberg. Trotzdem fallen die Umfragewerte für die Piraten und steigen für die CDU(?)
    Wenn eine Jlia Schramm ein Buch schreibt und dabei die Philosophie der Piraten zum Urheberrecht missachtet, hat sie doch allenfalls ein innerparteiliches Problem. Doch auch hier wird der gesamten Piratenpartei ein Werteverlust vorgeworfen. Ist es da nicht verwerflicher, wenn staatlich Bezahlte Abgeordnete und gar Minister (Schavan aktuell) bei ihrer Doktorarbeit erzkonservative gesellschaftliche Werte über die Parteigrenzen hinweg beschädigt haben? Klar würde ich es begrüßen, wenn ein Johannes Ponader sich gerade jetzt in seiner Hartz 4- Diskussion endlich einen Job suchen würde und eine Frau Schramm konsequent ihren Rücktritt aus dem Bundesvorstand verkünden würde, doch sind das nun wirklich nicht die großen Probleme in unserem Land. Die Piratenpartei kann solche internen Kleinkriege gut verkraften, denn es erzeugt ja keinen Schaden an der Allgemeinheit. Es hat eine andere Qualität, wenn Abgeordnete ungestraft bestechlich bleiben dürfen, weil sich die deutsche Regierung seit fast einem Jahrzehnt um die Ratifizierung des EU- Antikorruptionsabkommenens herumdrückt. Auch die eingeforderte Transparenz bei Nebeneinkünften wird dem Lobbyismus geopfert. Die wirklich heftigen Eskapaden leisten sich doch die etablierten Parteien. Doch bei der Bundestagswahl 2013 wird die CDU wieder stärkste Partei sein und die FDP womöglich sich noch an den Piraten in den Bundestag vorbeimogeln.
  6. #6

    Ob die Piraten scheitern werden

    ist noch völlig offen. Fest steht, dass sie schon einen erheblichen Einfluss auf die etablierte Politik haben. Woher kommt denn der hastige Beschluss in Hamburg das umfassendste Transparenzgesetz Deutschlands zu verabschieden. Dieses Beruht im wesentlichen auf dem Entwurf der Hamburger Piraten. Oder die vielen Bestrebungen anderer Parteien, plötzlich Urwahlen abzuhalten, oder Die Bestrebungen, die Maklergebühren für Mieter abzuschaffen, oder die wiederaufgeflammte Diskussion um Abgeordnetenbestechung und Offenlegung der Nebeneinkünfte, oder oder oder... Der Druck der von den Piraten ausgeht ist zu spüren. Und das obwohl kein Bundesvorstand die Marschrichtung vorgibt. Es ist natürlich ungewohnt für die breite Öffentlichkeit eine Partei ohne Leithammel zu sehen, aber der Kern der Piraten steckt in der Basis und die arbeitet an Sachthemen von Energiewende bis Stadtentwicklung von sozialer Teilhabe bis Datenschutz. Von Autismus und IT Zentriertheit keine Spur. Oder verwechseln da einige die Werkzeuge mit den Inhalten. Erstmal informieren und dann meckern.
  7. #7

    Unterwandert ?

    @Skorpion-4411, könnte ich mir sehr gut vorstellen, daß die Piraten sich so was unterjubeln lassen - und raus bist du.
  8. #8

    Zustimmung zur Aussage aus Bayern

    Ich stimme der Meldung aus Bayern über die Farblosigkeit der Parteivorstände voll zu. Unsere Parteivorstände glänzen mehr durch negative Schlagzeilen als durch ihre Pflichten als Vorstand.
    In der letzten Zeit habe ich mir einige Stammtische und Versammlungen angesehen und mein Ergebnis ist ernüchternd. Es gibt in den meisten Landesverbänden keine funktionierende Verwaltung und der Einzug der Mitgliedsbeiträge läßt zu wünschen übrig. Wie soll das Bild in der Öffentlichkeit positiv dargestellt werden, wenn noch nicht einmal die Stammtische bereit sind zusammen zu arbeiten. Die Piraten müssen endlich kapieren, dass es ohne ein Minimum an ordentlicher Verwaltung nicht weitergeht. Der Vorstand muss auch ohne einen Shitstorm befürchten zu müssen etwas zu aktuellen Themen sagen können wie z.B. Transparenz, Nebenbeschäftigungen und Wirtschaft. Was ich bis heute wahrgenommen habe, waren leider keine überzeugenden Argumente, es wurde nur herumgeeiert. Die Basis muss endlich kapieren, dass dem Vorstand ein Vertrauensvorschuß zu gewähren ist und das die politische Richtung von dort angegeben werden muss. Tiefergreifende Programmpunkte können dann über die Basis abgestimmt werden. Ich bin dafür, dass in Bochum darüber abgestimmt wird, welche 5 Personen im Vorstand bleiben und die Richtung für den Wahlkampf auch öffentlich angeben sollen. Herr Ponader, den ich als Egoisten und nicht teamfähig einstufe sollte nicht mehr zum Vorstand gehören und öffentliche Auftritte für die Partei sind zu untersagen. Einem direkten gespräch mit mir in Essen ist er aus dem Weg gegangen und Antworten wurden auch nicht gegeben. So Leute haben in der Politik nichts zu suchen und in einer jungen Parlei, die mit vernünftigen Vorstellungen für eine bessere Politik angetreten ist, schaden diese Personen nur.Für Egoisten ist innerhalb einer Partei kein Platz. Auch sollten sich die Wahlkreise in unserer Republik gut überlegen, wen Sie aufstellen.
  9. #9

    Zitat von burdak Beitrag anzeigen
    und der Einzug der Mitgliedsbeiträge läßt zu wünschen übrig.
    Ist mir schleierhaft. Waren es nicht die Piraten, die behaupten, für das was einen interessiert und etwas wert ist, zahlt man gerne freiwillig?
    Und jetzt klappt das nicht mal in eigener Sache? Aber anderen solche Modelle aufdrücken wollen.... ganz toll.


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