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Streitthema Homo-Ehe: Union vertagt ihr Coming-out

AP/dpaSchwarz-Gelb macht sich für den Wahlkampf schick. Die Union drückt sich um die unliebsame Gleichstellung der Homo-Ehe, die FDP öffnet sich für Mindestlöhne und eine Begrenzung von Manager-Gehältern. Damit sind die größten Streitthemen vom Tisch - vorerst.

FDP und CDU räumen strittige Themen ab - Mindestlohn und Homodebatte - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Würdelos

    Ohne Not destabilisiert die Union staatliche Gefüge, um sich selbst zu stabilisieren. Das ist staatsmännisch(staatsfraulich) extem ungeschickt. Entscheidungen, die politisch an der teagesordnung sind (Realitätsbezug) werden aus Angst um reaktionäre Wählerschichten auf da BVerfG verschoben: Eine ärmliche Haltung und zutiefst würdelos. Schade, die Chance auf eine würdige Abhandlung der Gleichstellung hat die Union vertan. Das Ewiggestrige wird ihr lange anhaften.
  2. #2

    Seitdem Merkel die CDU führt,

    büßt die Partei bei jeder Landtagswahl richtig viele Stimmen ein, verliert sogar die Macht im CDU-Kernland Baden-Württemberg und zuletzt in Niedersachsen.
    Merkel hat auch immer mehr Probleme damit, die angeblich alternativlose EU-Rettungspolitik selbst ihrer nicht gerade als übertrieben kritisch bekannten eigenen Klientel zu verkaufen. Die von Merkel geformte (deformierte) Partei ist auch bei Themen wie Mindestlohn und der Neubewertung der Homo-Ehe nicht auf der Höhe der Zeit.
    Und jetzt fliegt Merkel auch noch ihre famose Austeritätspolitik, die sie Griechenland, Portugal, Spanien und Italien verordnet hat, so richtig um die Ohren.
  3. #3

    Und Tschüs

    Cdu!
  4. #4

    Die Union hat ein eklatantes Problem !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schwarz-Gelb macht sich für den Wahlkampf schick. Die Union drückt sich um die unliebsame Gleichstellung der Homo-Ehe, die FDP öffnet sich für Mindestlöhne und eine Begrenzung von Manager-Gehältern. Damit sind die größten Streitthemen vom Tisch - vorerst.

    FDP und CDU räumen strittige Themen ab - Mindestlohn und Homodebatte - SPIEGEL ONLINE
    In Art. 6 GG steht nirgends, dass der "besondere Schutz der Ehe und Familie" die Gegengeschlechtlichkeit der Partner resp. Eltern voraussetzt - ganz egal, welche religiösen "Traditionen" in diesem Land noch existieren.

    Das BVerfG hat in dieser Hinsicht äußerst klug und realitätsnah entschieden und wird das aus guten Gründen auch zukünftig tun :)

    Das GG erhebt keinen "moralischen Zeigefinger" aufgrund irgendwelcher religiösen oder sonstwie gearteten Traditionen, sondern stellt einzig und allein die ALLGEMEINgültigen Menschenrechte in den Vordergrund - und wer's immer noch nicht begreift: Schwule und Lesben sind nun mal ebenso Menschen wie Heteros auch, auch wenn das offensichtlich so einigen nicht wirklich zu gefallen scheint.

    Der Staat sollte die "Homo-Ehe" der konventionellen Ehe rechtlich völlig gleichstellen, dann bräuchte es auch keinerlei "Ausnahmeregelungen" - die Kirchen können das in ihrem Wirkungsbereich ja meinetwegen weiterhin anders handhaben ☺
  5. #5

    optional

    Die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften ist ggf. lediglich ein Nebenkriegsschauplatz und somit die Diskriminierung von Homosexuellen "nur" ein Kollateralschaden: Bevorzugtes Pseudoargument der Debatte ist der Schutz und die Förderung der Familie nach Art. 6 GG - Aspekte die mit einer Gleichstellung homosexueller Partnerschaften keineswegs berührt werden, aber mit der vermeintlichen Gefährdung darüber hinwegtäuschen soll, dass Förderung und Schutz der Familie realpolitisch keinerlei Priorität genießen. Und damit wird die "eigene" Klientel mehrfach verwöhnt: einerseits getäuscht um ihr eigenes Wunschbild andererseits gestärkt im eigenen Hassbild. Zumindest ich habe keine Angst vorm "Aussterben der deutschen Gattung".
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schwarz-Gelb macht sich für den Wahlkampf schick. Die Union drückt sich um die unliebsame Gleichstellung der Homo-Ehe, die FDP öffnet sich für Mindestlöhne und eine Begrenzung von Manager-Gehältern. Damit sind die größten Streitthemen vom Tisch - vorerst.

    FDP und CDU räumen strittige Themen ab - Mindestlohn und Homodebatte - SPIEGEL ONLINE
    Glaubt Frau Merkel wirklich, wenn sie die Genossen und Grünen bei allen Themen links überholt, deren Wähler abgreifen zu können?
    Oder bleiben die eher beim Original?
    Die letzten Landtagswahlen sprechen eher für letzteres. Woher ihre angeblich hohen Symphatiewerte kommen, ist mir schon immer ein Rätsel gewesen.
    Es dauert hoffentlich nicht mehr lange, und dem konservativen Rest der Union reicht dieses erbärmliche Schauspiel und es gründet sich eine ernstzunehmende Alternative rechts von der Union.
  7. #7

    ... hat Einiges von "seinem" Ziehvater Kohl gelernt, vor allem das "Aussitzen". So ein Thema - nur gut ein halbes Jahr vor der nächsten Wahl losgetreten - ist für eine Partei mit großem "C" aber auch zu unangenehm und wird deswegen plattgesessen.
    Das ist aber auch das eigentlich Schlimme an deutscher Politik: wem muss ich es recht machen, um möglichst viele Wähler zu behalten. Längst wurde dabei die Realität aus den Augen verloren, selbst die Stammtische, über denen ein gewisser Herr Seehofer thront (der einer außerehelichen Beziehung per SMS "kündigte"), machen da nicht mehr mit.
    Schauen wir doch einfach mal auf das erzkatholische Spanien - da ist die Ehe Gleichgeschlechtlicher schon lange gleichgestellt. Vielleicht denken die Spanier einfach nur ein bisschen menschlicher ....
  8. #8

    Gg

    Merkel: "Nein zum Grundgesetz" hätte der Leitartikel eigentlich heißen müssen. Merkel nicht mutig genug, um die Schwesterpartei CSU in die Neuzeit zu führen.
  9. #9

    ... hat Einiges von "seinem" Ziehvater Kohl gelernt, vor allem das "Aussitzen". So ein Thema - nur gut ein halbes Jahr vor der nächsten Wahl losgetreten - ist für eine Partei mit großem "C" aber auch zu unangenehm und wird deswegen plattgesessen.
    Das ist aber auch das eigentlich Schlimme an deutscher Politik: wem muss ich es recht machen, um möglichst viele Wähler zu behalten. Längst wurde dabei die Realität aus den Augen verloren, selbst die Stammtische, über denen ein gewisser Herr Seehofer thront (der einer außerehelichen Beziehung per SMS "kündigte"), machen da nicht mehr mit.
    Schauen wir doch einfach mal auf das erzkatholische Spanien - da ist die Ehe Gleichgeschlechtlicher schon lange gleichgestellt. Vielleicht denken die Spanier einfach nur ein bisschen menschlicher ....








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