Streit ums Betreuungsgeld: Merkel lockt Kritiker mit höherem Rentenanspruch

DPADer Vorschlag ist ein Friedensangebot an die CDU-Frauen: Erziehungszeiten von Eltern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, sollen stärker bei der Rente angerechnet werden. Diese Regelung will die Union zusätzlich zum beschlossenen Betreuungsgeld einführen - und Kritiker damit besänftigen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...829067,00.html
  1. #1

    korumpierbare Kritiker?

    Einer bestenfalls sinnfreien Geldausgabe (Herdprämie) soll durch zusätzliche Geldausgabe(Erziehungsjahre in der rente) reingewaschen werden. Die Herdprämie macht genau dann Sinn wenn die Kommunen die reale Nachfrage nach KITAs nicht befriedigt. Wer einen abschlägigen Bescheid bekommt sollte Betreungsgeld bekommen , sonst nicht.
  2. #2

    die spd zeigt mal wieder ihr soziales gesicht und bemerkt nicht, dass merkel gerade den wahlkampf eröffnet hat:)
  3. #3

    oben ohne...

    Hallo CSU,
    kann es sein, dass es nicht ein Zeichen von Konsequenz, sonder von Sturheit darstellt, wenn Dinge, die neu bewertet werden, trotz aller Bedenken durchgeboxt werden sollen? Vielleicht passt ja der Titel "Bayern-SED" besser.

    Heute zahlen wir Betreuungsgeld, und möglicherweise werden dann Familien, deren Kinder die frühkindliche Betreuung dringend benötigen, zu Hause bleiben. Und dafür zahlen wir dann in der Schule Sozialpädagogen, Gewaltprävention, Bildungsangebote, etc...

    Die soziale Auswahl für den späteren beruflichen Werdegang wird weiter verschärft.
    Sorgt lieber dafür, dass jede Familie von der Arbeit ernährt werden kann, und wenn beide Elternteile arbeiten wollen oder müssen, dass dann qualifizierte Betreuung gesichert ist.
    Falls es sich bis in das Bayerische Outback noch nicht herumgesprochen hat: Deutschland steht vor dem demografischen Wandel. Firmen suchen qualifizierte Arbeitskräfte. Wir sollten alles dafür tun, dass wir die Chancen für nachfolgende Generationen verbessern.
  4. #4

    Deutschland hat zu wenig Geburten. Da kann doch die einzige Lösung nur sein, die Leute mit "Gold aufzuwiegen" die sich überhaupt noch trauen, Armut in Kauf zu nehmen und Kinder zu bekommen.
    Alles andere (wie Einwanderungen usw.) ist doch Flickwerk und bekämpft nicht die Ursachen.

    Die ganzen Probleme werden sich in Luft auflösen, wenn Deutschland die Leute massiv unterstützt, die Kinder bekommen wollen. Nur die künftigen Kinder werden dann die Renten verdienen und die Älteren (weil es ihre Angehörigen sind) im Alter liebevoll umsorgen.

    Wenn die Menschen älter werden bei uns, was ja gut ist und auch gewollt, dann kann das nur getragen werden von den Familien und die müssen unterstützt werden.

    Wie kann man nur davon ausgehen, daß Eltern das evtl. Betreuungsgeld nicht zweckgebunden verwenden. Bei der
    Ansicht wird die Ausnahme zur Regel gemacht und es zeugt von einer massiven Arroganz der Bevölkerung gegenüber, so etwas überhaupt nur zu denken.
  5. #5

    Das glaubt ja wirklich keine(r) mehr, dass sowas in der Praxis - in der Zukunft also, wenn die heutigen Politiker selbst in Pension sind oder das Zeitliche gesegnet haben - zu irgendeinem spürbaren zusätzlichen Rentenbetrag führen wird. Das Thema Rente ist ja an Glaubwürdigkeit nicht mehr zu unterbieten, das muss ich sagen, weil ich die Situation von Beamten "in Rente" kenne.
  6. #6

    Die Idee des Betreuungsgeldes ist grundsätzlich falsch. Und sie wird auch nicht richtiger, wenn man noch was drauflegt.

    Betreuungsgeld:
    Wer wird es nicht bekommen? Die, die arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen.

    Wer wird es bekommen?
    Zum einen Gutsituierte, deren Ehefrau zu Hause bleibt. Aber die haben es, weiß Gott auch nicht nötig.
    Und zum anderen Haartz4-Empfänger. Und gerade in dieser Klientel, wäre Sozialkompetenz der Kinder, dass sie oft nur in Kitas erlangen können, wichtig.
    Betreuungsgeld ist also grundsätzlich falsch, außer für den Staat, der um Kitaplätze zu schaffen, wahrscheinlich mehr ausgeben müsste, als ein Betreuungsgeld zu zahlen.
  7. #7

    Ach du liebe Zeit!

    Zitat von thunderhand Beitrag anzeigen
    die spd zeigt mal wieder ihr soziales gesicht und bemerkt nicht, dass merkel gerade den wahlkampf eröffnet hat:)
    Ich seh die Opposition schon "zittern" vor dieser Steilvorlage von Merkel und Co. Das Familienministerin Schroeder - gedeckt von der CDU Spitze- ihr rückwärtsgewandtes Frauenbild noch vor den Wahlen blosslegt, ist ein Glücksfall:
    Jetzt ist klar warum die CDU unwählbar ist. Man hat es vor lauter Mindestlohn- und Atomausstieg-Nebelkerzen fast vergessen.
    Also Danke allen aus der CDU ! :-)
  8. #8

    Wie auch immer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Vorschlag ist ein Friedensangebot an die CDU-Frauen: Erziehungszeiten von Eltern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, sollen stärker bei der Rente angerechnet werden. Diese Regelung will die Union zusätzlich zum beschlossenen Betreuungsgeld einführen - und Kritiker damit besänftigen.

    Streit ums Betreuungsgeld: Merkel lockt Kritiker mit höherem Rentenanspruch - SPIEGEL ONLINE
    Die Erhöhung der Rentenansprüche für Mütter ist überfällig! Eine gute Idee, Frau Merkel! Respekt, Herr Kauder!
  9. #9

    Um die Gegner der Herdprämie zu besänftigen, werden noch weitere und höhere Ausgaben beschloßen - das ist die Lösung!
    Da dieses Land seit Jahrzehnten keinen ausgeglichenen Haushalt mehr hat, ist auch klar, wer langfristig für die Kosten aufkommen muß.

    Mein Vorschlag:
    Sämtliche Familienförderunen streichen (Ehegattensplitting, kostenlose Krankenversicherung von Ehegatten im aktuellen Wert von 3500 €/Jahr, Elterngeld, Kita ....) und stattdessen ein Erziehungsgeld einführen, das nach Kindesalter und Erzieherausbildung (Erzieher- oder Tagesmutterniveau - darunter wird nichts bezahlt, deutschsprachig). Derjenige, der das Erziehungsgeld erhält ist selbst für Sozialabgaben, Steuern und Rente zuständig. Eltern können dann selbst entscheiden, ob das Geld an eine Kita geht, oder ein Familienmitglied, die minimale Ausbildung erwirbt und das Geld erhält. Damit sollte auch der Mangel an Erziehern / Tagesmüttern automatisch behoben werden. Denn von der Erziehung nur 1-2 Kinder kann auch eine normale Erzieherin auf Dauer nicht leben.