Streit ums Betreuungsgeld: Merkel lockt Kritiker mit höherem Rentenanspruch

DPADer Vorschlag ist ein Friedensangebot an die CDU-Frauen: Erziehungszeiten von Eltern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, sollen stärker bei der Rente angerechnet werden. Diese Regelung will die Union zusätzlich zum beschlossenen Betreuungsgeld einführen - und Kritiker damit besänftigen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...829067,00.html
  1. #10

    Ein Fluch eben

    Ein Fluch eben. Mal vor drei Jahren dem Horst kurzerhand was zugesagt (damit er Ruhe gibt) und im Hinterkopf gedacht, wird schon nicht kommen, der Quatsch. Doch der Horst lässt nicht locker, weil er Punkte gegen die CDU und FDP sammeln will/muss.

    Jetzt artet die Sache, um die es inhaltlich schon lange nicht mehr geht, aus. Komisch nur, dass noch keiner einen Gesetzentwurf -über den dann zu beschließen wäre- vorgelegt hat.

    Beim Atomausstieg ging es schneller aber vielleicht ist der auch nicht so wichtig wie das B-Geld.
  2. #11

    ...

    Das Betreuungsgeld hält die Mütter und Väter davon ab, Kinder in Betreuungseinrichtungen abzugeben, solange diese noch nicht das nötige Entwicklungsstadium erreicht haben, um diese Entfremdung von den Eltern schadlos zu überstehen.

    Auf Basis der NICHD-Studie und neuer Erkenntnisse aus der Stressforschung wurde während des Kinderärzte-Kongresses in Bielefeld 2011 folgender Vorschlag erarbeitet:

    1. Keine Gruppen-Tagesbetreuung von Kindern unter 2 Jahren
    2. Maximal halbtagliche Gruppenbetreung zwischen 2. und 3. Geburtstag
    3. Je nach Reife ab dem 3. Geburtstag auch ganztägliche Betreuung.

    Auch die Deutsche Psychoanalytische Vereinigung verweist auf die die Tiefenwirkungen und Langzeitfolgen von kindlichen Entwicklungsbedingungen, die dieser Berufsstand in seiner täglichen Praxis von seinen Patienten erfährt und akzeptiert Krippen allenfalls als Notlösungen in Ausnahmefällen, keineswegs jedoch als Leitbild und Normalfall frühkindlicher Erziehung und Entwicklung.

    Nachdem nach und unter dem Eindruck der Ankündigung des Rechtsanspruchs auf einen Krippen-Platz die Nachfrage nach dieser Betreuungsform sprunghaft anstieg und die angestrebte Betreuungsquote von 35 auf 66% erhöht werden musste, ist jedoch genau diese Umorientierung geschehen.

    Dies läßt befürchten, dass in zukünftigen Generationen erhöhte Stressanfälligkeit, geringes Selbstwertgefühl und pessimistisches Lebensgefühl epidemische Ausmaße annehmen werden. Auf die Zentren für Stressregulation und sozioemotionale Kompetenz hat die Krippenbetreuung ähnliche Auswirkungen, wie sexueller Missbrauch.

    Ein Grossteil der bundesrepublikanische Politik - und Gesellschaft - folgt heute diesem falschen Erziehungsleitbild, gegen das sich die Betroffenen Kinder nicht wehren können und das auch durch das Betreuungsgeld in nur unzureichender Weise korrigiert werden kann.
  3. #12

    nennt man sowas, wenn ein sozialpolitisch falsches Vorhaben durch Plünderung der Rentenkasse gerettet werden soll.
  4. #13

    Lest mal den folgenden Artikel
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/debatte-ums-betreuungsgeld-herdpraemie-11725961.html
  5. #14

    Da sollen die Rentenkassen wieder geplündert werden http://www.rentner-news.de/content/Volker-Kauder-Fuer-das-Betreuungsgeld-sollen-die-Rentenkassen-gepluendert-werden , damit Merkel und Kauder ihre Herdprämie durchkriegen. Furchtbar
  6. #15

    ausgleichende Gerechtigkeit gegenüber den Müttern

    Zitat von klausbrause Beitrag anzeigen
    nennt man sowas, wenn ein sozialpolitisch falsches Vorhaben durch Plünderung der Rentenkasse gerettet werden soll.

    Wenn die "Betreuungsgelder" ganz als Beitrag zur Rentenversicherung verwendet und nicht ausgezahlt werden, ist es keine Plünderung der Rentenkassen, sondern ausgleichende Gerechtigkeit gegenüber den Müttern.
  7. #16

    Sehr geehrtes Scheidungskind !

    Zitat von Scheidungskind Beitrag anzeigen
    Das Betreuungsgeld hält die Mütter und Väter davon ab, Kinder in Betreuungseinrichtungen abzugeben, solange diese noch nicht das nötige Entwicklungsstadium erreicht haben, um diese Entfremdung von den Eltern schadlos zu überstehen.

    Auf Basis der .....
    Auf Ihre Nachricht muß ich antworten.
    Ja, es ist richtig, was Sie sagen. Die Hirnforschung weiß es auch schon lange. Ich verstehe nur nicht, warum es nicht in der Politik ankommt.
    Ich habe auch 4 Kinder und bin für die zuhause geblieben.
    Das war uns einfach wichtig für die Entwicklung der Kinder und dabei haben wir überhaupt nicht an wirtschaftliche Einbußen gedacht. Wir haben uns eben einfach eingeschränkt und uns selber hinten an gestellt. Wir wußten auch, daß Kinder ein großes Glück sind wollten es so.
    Dennoch sind Kinder natürlich auch für die Gesellschaft wichtig und gerade dafür müßte man die Eltern unterstützen, damit die Kinder die ersten 3 Jahre Urvertrauen, Bindungsvermögen lernen usw.

    Das macht jedes Tier instinktiv und nur bei den Menschen heißt es nachher rückwärtsgewandt, konservativ und dann das gehässige Wort von der Herdprämie.

    Es kommt mir vor, als wenn die Leute, die das alles so sehen, selber kinderlos sind oder sein wollen. Das ist ja ihre Entscheidung aber sie sollen nicht die von der Natur vorgegebenen Vorgänge entwerten.
  8. #17

    Beide Seiten haben Recht. SPD, weil es nicht angeht, dass ausländische Familien ein Betreuungsgeld für "Nicht-Integration" ihrer Kinder bekommen. Und auch die CSU, die a) damit zugeben, dass die versprochenen Kita-plätze für alle nicht finanzierbar sind und b) den Eltern, die die Erziehung ihrer Kinder nicht delegieren möchten, diese Möglichkeit geben wollen.
    Die tatsächliche Frage für mich als pragmatischer Bürger dieses Landes: Soll langfristig das Recht auf umfassenden Sozialschutz an den Aufenthalt in diesem Land geknüpft werden oder an eine (z.B. durch Einbürgerungsantrag) nachgewiesene Integrationsbereitschaft. Solange unsere Politiker nicht den Mut haben, das Thema anzugehen und egal in welche Richtung zu lösen, können wir uns politisch und finanziell Leistungen nicht erlauben, die die Integration geradezu verhindern. Denn ehrlich: Wenn ich eine Frau aus einem armen Land wäre wie Afghanistan, mich nicht integrieren wollte oder könnte oder dürfte, aber mit jedem Kind a) Kindergeld b) Betreuungsgeld und c) Rente bekäme - was würde ich tun? Ganz ehrlich? Kinder kriegen! Und da ist unsere Gesellschaft auch als Ganzes gefragt: Denn wenn wir Deutschen keine Kinder in die Welt setzen, wird die kulturelle Zukunft unseres Landes konsequenterweise nicht den Deutschen gehören.
  9. #18

    Merkel "lockt" mit höherem Rentenanspruch

    Wahrscheinlich steht in Kürze eine Entscheidung beim Verfassungsgericht an wegen der Alterdiskriminierung von Müttern, die ihre Kinder vor 1992 bekommen haben. Das Ganze ist dann nur noch eine Flucht nach vorne, die dann auch noch gut verkauft wird :)

    --python101


    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Wenn die "Betreuungsgelder" ganz als Beitrag zur Rentenversicherung verwendet und nicht ausgezahlt werden, ist es keine Plünderung der Rentenkassen, sondern ausgleichende Gerechtigkeit gegenüber den Müttern.
  10. #19

    Von hoher Staatsverschuldung oder Schuldenabbau hat Mutter Merkel mal wieder nichts gehört!

    Da wird erst vollkommen sinnlos Geld mindestens 1 Mrd. pro Jahr für das Betreuungsgeld rausgehauen und dann nochmal min. 3 Mrd. pro Jahr für zusätzliche Rentenleistungen, um sich die Stimmen für das Betreuungsgeld zu kaufen!!!

    Wie war das nochmal mit dem ausgeglichenen Haushalt Herr Schäuble? Die nächste Steuererhöhung oder Steuerneuerfindung lässt bestimmt nicht lange auf sich warten!
    Ich könnt nur noch kotzen!!!!