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Streit um Wulffs Ehrensold: Genug ist genug

dapdMissgunst, Häme, Hass - die Debatte über Christian Wulffs Ehrensold, den Zapfenstreich und sein Büro ist unwürdig und muss sofort beendet werden. Warum schweigt Angela Merkel?

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...819368,00.html
  1. #890

    Thema verfehlt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Missgunst, Häme, Hass - die Debatte über Christian Wulffs Ehrensold, den Zapfenstreich und sein Büro ist unwürdig und muss sofort beendet werden. Warum schweigt Angela Merkel?

    Streit um Wulffs Ehrensold: Genug ist genug - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Guter Titel, Thema verfehlt. Der Autor fragt: "Will sich Deutschland wirklich auf dieses Niveau hinabbegeben?"
    Wullf hat sich bereits deutlich unter diesem Niveau breit gemacht.
    Der Autor verkennt die Lage. Rechtens ist nicht gleich gerecht. Und wir, die Bürger, haben Wulff nicht auf seinen Posten gesetzt.
    Es ist kein Neid, sondern schlicht das Gefühl für Gerechtigkeit, das hochkocht, wenn Leute wie Wullf hemmungslos, nach Recht und Gesetz, abkassieren- und auf der anderen Seite Recht und Gesetz missachten oder stark beugen. Von Moral und Ehre soll hier gar nicht mehr die Rede sein. Ein echt absolut verfehlter Kommentar von Roland Nelles.
  2. #891

    Roland Nelles fehlt es an grundlgendem Gesetzesverständnis

    Grundsätzlich halte ich mich mit dem Schreiben in Blocks zurück. Hier musste ich aber mal einhaken, da an dem Beitrag nahezu alles, was hier in juristischer Hinsicht geäußert wird, nicht vertretbar ist. Sorry, aber für sowas, habe ich wirklich kein Verständnis
    Nein, ich möchte mich nicht für meine evtl. zu direkt gewählten in der Überschrift entschuldigen.
    Während der Autor in seinem Beitrag von Stammtischapplaus spricht, hat sein Beitrag solchen noch nicht einmal verdient.
    Wenn der Autor davon ausgeht, der Ehrensold entspricht der Gesetzeslage zeigt er damit, dass ihm jegliches gesetzliches Gespür fehlt. Gerade so ist es eben nicht:§ 1 des Gesetzes über die Ruhebezüge des Bundespräsidenten"Scheidet der Bundespräsident mit Ablauf seiner Amtszeit oder vorher aus POLITISCHEN oder gesundheitlichen Gründen aus..."
    Der Autor sollte das Augenmerk auf das Wort politische Gründe liegen. Gerade diese liegen hier nicht eindeutig vor. Der Rücktritt -nach Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens durch die Staatsanwaltschaft - scheint gerade ein persönlicher und kein politischer Grund zu sein. Bloße subjektive Begründungen mit mangelndem Rückhalt in der Bevölkerung stehen gerade nicht fest, v.a. spricht dagegen, dass Wulff den Rücktritt erst mit Eröffnung des Ermittlungsverfahrens erklärte.
    Weiterhin stellt das o.g. Gesetz entgegen der Aufassung des Autors keinen Vertrag mit "uns" dar, den wir eingegangen sind, als Wulff Präsident wurde. Das Gesetzt ist ein Rechtsakt, zu deren Erfüllung "wir" nicht verpflichtet sind.
  3. #892

    Eindeutig falsches Statement

    [QUOTE=fredvonmars;9769609]Nein. Aber Zurücktreten wegen Aufnahme eines Ermittlungsverfahren ist ein eindeutig politischer Grund.

    Diese Aussage ist eindeutig falsch. Ein Ermittlungsverfahren ist ein juristischer Akt, zugegeben mit politischen Konsequenzen.
    Es ist leider bei vielen Kommentatoren so, dass Ursache und Wirkung durcheinandergeraten.
    Klar ist, dass es unklar ist, was zuerst da war: Das Huhn oder das Ei.
    Genau so klar ist, dass Wulffs Verfehlungen zuerst da waren (ob bekannt oder nicht, spielt überhaupt und gar keine Rolle).
    Für diese Verfehlungen ist er und kein Anderer verantwortlich, von wegen Medienkampagne und weiterer Schwachsinn, der immer wieder kolportiert wird.
    Diese Verfehlungen sind für die Aufnahme der Ermittlungen und damit seinen Rücktritt ursächlich verantwortlich. Sie haben eine politische Dimension sind aber mitnichten ein politischer Grund. Der Grund ist schlicht und einfach sein unsägliches Fehlverhalten, er ist also persönlicher Natur. Als Person war und ist er komplett ungeeignet, was viele schon vorher wussten, Merkel auch und ihn gerade deshalb dahin beförderte.
  4. #893

    Streit um Wulffs Ehrensold: Genug ist genug

    Zitat von AlexanderM83 Beitrag anzeigen
    Wer hat diesen Artikel eigentlich geschrieben?
    Es reicht nicht! Ganz und gar nicht!
    Es sind die richtigen Entscheidungen, die zu diesem Thema schlicht und ergreifend permanent ausbleiben. Ganz im Gegenteil, es geht noch munter weiter. Zusätzlich fordert Herr Bundespräsident Wulff a.D. auch noch einen Mitarbeiterstab und ein eigenes Büro - um dem Ganzen auch die Krone aufzusetzen. Bei wem kocht da eigentlich nicht das Blut?

    Der gute Mann hat seinen Job nur zur Hälfte gemacht und das noch nicht ein mal gut. Die ganze Situation war am Ende einfach nur derart peinlich, dass es sich aus meiner Sicht nicht gehört solche Forderungen zu stellen.
    Ich bin damit anscheinend nicht alleine...
    In einem Land wo es reicht eine Bullette gegessen zu haben, einen Kassenbon für sich gebonkt zu haben ohne Beweise, entlassen zu werden und auch noch vor Gericht verliert, sind solche Typen wie Wulff wie ein Stern am Firmament.
    Hier zu tun es ist ja noch nichts bewiesen, ist vollkommen fehl. Bei den oben genannten war auch nichts bewiesen, nur auf Verdacht. Wie bei Wulff! Mich ko... das ganze nur noch an. Das gesäusel um den armen Herrn Wulff! Dieser hat genau gewußt was er tat. Den anderen wurde das Leben zerstört, ohne Zukunft.
    Wulff findet immer wieder einen gut bezahlten Job, im Gegensatz zu den Frauen die wegen nichts entlassen wurden.
    Wo ist hier die Gerechtigkeit?
    Wulff sollte sich schämen, zumal er der CDU, christlich, angehört. Das ist aber dem Herrn vollkommen fremd! Wie anderen CDU Mitgliedern auch!
    Wir leben nun mal in einer Bananen Republik.
  5. #894

    Ein Hoch der deutschen Bewahrermentalität

    Folgt man dem Kommentar kann man auch verkürzend zusammenfassen: Ihr - liebes Volk - dürft kritisieren - aber nichts ändern!

    Mit dieser Lethargiestimmung (aka: Bewahrermentalität) könnten wir auch noch in Kaiserzeit leben, Amerika unentdeckt vor sich hinwirkeln lassen und per Esel Waren zwischen den Städten austauschen. (Genau aus diesem Grunde möchte Fr. Nahles ja nichts ändern: könnte ja demnächst einen ihrer Parteifreunde treffen...)

    Vielmehr richtig wäre das Gegenteil: Beherzt den Missstand erkennen, und ausmerzen. Und wenn das mal bedeutet, dass ein - wie der Autor selbst schreibt - Totalausfall kein Geld bekommt - dann bedeutes es eben dieses. Dann müssen Gesetze entsprechend geändert werden. So wie im wirklichen Leben der Bürger auch. Denn hier zeigt sich, ob eine Gesellschaft den Mut aufbringt etwas und sich selbst zu verändern - oder ob man doch lieber - wider besseres Wissen - weiter irgendwelche Feuergötzen und Scharlatane anbeten möchte oder sie doch lieber umgehend und mit noch mehr Krawall, Radau und Co aus der Stadt jagt.

    Ach ja - noch eine Sache zum Mitleid: Mitleid kann man den Gestrauchelten entgegenbringen, die ihren Fehltritt eingesehen haben. Eine derartige tiefsinnige Betrachtungweise liegt hier nicht vor - da gibt es kein Mitleid und keine Bewährung, da muss schnellstens ei signifikantes Zeichen gesetzt werden.
  6. #895

    Spiegel Online spielt mit den zu Recht empörten Lesern

    Erst heizt Spiegel Online wochenlang die Debatte contra Wulff mit an, und wenn es dann nicht mehr um Bobby-Cars geht, sondern um eine der höchsten Ehren der Bundesrepublik und fast eine halbe Million Euro, die wir Bürger ihm jedes Jahr zahlen sollen (199 000 + 280 000), jetzt, da er uns seine Gier unverhohlener denn je ins Gesicht klatscht und ein Großteil der Bevölkerung zu Recht die Schande anprangern, da wird hier ein Kommentar als Hauptnachricht des Tages verkauft*, bei dem der Autor genau weiß, dass es eine Flut von aufgebrachten Forums-Einträgen und kalkuliert vor den Kopf gestoßenen Lesern geben wird?

    Ich mag zwar diesem genau kalkulierte Spiel des Autor durch meinen Kommentar ein Stück weit mitspielen, aber dies ist mein erster und letzter Kommentar dazu und vielleicht liest ihn in diesem Land mit viel Intelligenz, gerechtem Zorn und leider auch viel Gier irgendjemand, der daraufhin darauf verzichtet, hier einen Kommentar zu schreiben und schreibt eher an Herrn Wulff, Frau Merkel oder seinen zuständigen Abgeordneten.

    Gute Nacht, Spiegel Online.

    Guten Morgen, Deutschland!

    ...

    *(Ist Spiegel Online eine Blog- oder eine Nachrichtenseite?)
  7. #896

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Missgunst, Häme, Hass - die Debatte über Christian Wulffs Ehrensold, den Zapfenstreich und sein Büro ist unwürdig und muss sofort beendet werden. Warum schweigt Angela Merkel?

    Streit um Wulffs Ehrensold: Genug ist genug - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Warum sie still bleibt ? Ist doch klar: weil sie es verbockt hat!
    Ohne Angela Merkel wäre Wulff nie in diese Position gekommen.

    Na ja - sie hat schon teurere Fehler gemacht - wie war das noch mit dem Ausstieg vom Ausstieg ?

    Schafft sie es noch einmal einen Fehler zu korrigieren ?
  8. #897

    Wie man es macht

    Zitat von yeruku Beitrag anzeigen
    schon möglich, dass diese debatte unwürdig ist.
    aber ich frage mich, was man davon lernen soll.
    die arbeit halbfertig liegen lassen und für den rest des lebens
    ein angenehmes leben führen?
    Bis zum 17. hat man ihm vorgeworfen, dass "er am Sessel klebte".
    Jetzt wirft man ihm vor, dass er "seine Arbeit nicht zu Ende macht".
    Ja ... so macht man Leute fertig.
  9. #898

    Liebe Frau Huber,

    Zitat von corneliaevahuber Beitrag anzeigen
    ... Ein Franz Joseph Strauß wird immer noch (zumindest in Bayern) ale eine Art "Heiliger" betrachtet. Ein korrupter Mensch, der sicherlich keine Gelegenheit ausgelassen hat, um genau Klüngel und Tingle Tangle auf die Spitze zu treiben. Wenn unsere Gesellschaft endlich einmal anfangen würde, vor ihrer eigenen Haustüre zu kehren...wenn wir endlich erkennen würden, dass das ganzes System total krank ist -dann würden wir aufhören, uns wie die Asgeier auf Bauernopfer zu stürzen. Sein wir doch mal ehrlich ...
    auch ich wünsche mir Ehrlichkeit, Anstand und Moral in der Welt und versuche jeden Tag meinen bescheidenen Beitrag dazu zu leisten. Doch nur weil es Schlimmere gab und sicher gibt ändert es nichts an seinem mangelnden Verständnis für Verhältnismäßigkeit. Nach 20 Monaten Dienst und Rücktritts wegen fehlender Eignung, hat er auf gar nichts Anspruch, dass aus diesem Dienstverhältnis herrührt.
    Ungeeignet ist er deshalb, da er weder den Ansprüchen des Amtes noch seinen selbst formulierten Ansprüchen gerecht wurde. Und wie seine Forderungen nach Wagen, Büro und Angestellten zeigen, ist er immer noch nicht fähig zu erkennen, wie ungerechtfertigt Lohn plus Extras für seine unwürdige Vorstellung sind.
    Er ist ein überschätzter Emporkömmling, der wegen seines Schwiegersohn-Charmes Karriere gemacht hat. Leider steckt hinter dem schönen Schein ein berechnender Nassauer, der selbst dafür sorgt, dass man ihm jede Ehre abspricht.

    Gute Nacht!
  10. #899

    Genug dikutiert?

    Wünscht der SPIEGEL-Kommentator wirklich, die Kanzlerin möge mit einem Machtwort die Diskussion beenden? Sollen sich die Wulff-Kritiker wegen Majestätsbeleidigung schämen? Herr Wulff wurde als Politiker anständig bezahlt. Hat er sich anständig verhalten? Politischer Druck ließ ihn zurücktreten. Diesen Druck erzeugte aber kein politischer Konflikt, sondern sein zweifelhaftes Verhalten, das zu staatsanwaltlichen Ermittlungen führte. Wie daraus politische Rücktrittsgründe zu konstruieren sind, verstehen anscheinend 90 Prozent der SPIEGEL-Online-Leser nicht. Zu verstehen ist auch nicht die SPIEGEL-Tendenz in dieser Frage.


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