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Streit um Wulffs Ehrensold: Genug ist genug

dapdMissgunst, Häme, Hass - die Debatte über Christian Wulffs Ehrensold, den Zapfenstreich und sein Büro ist unwürdig und muss sofort beendet werden. Warum schweigt Angela Merkel?

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...819368,00.html
  1. #410

    Befremdliches Verhalten

    Er müsste eigentlich noch Geld zurückzahlen, bzw. an caritative Einrichtungen spenden.

    Er nimmt alles mit, was ihm rechtlich zusteht, von moralischer Zurückhaltung keine Spur. -beschämend-
  2. #411

    Herr Nelles verkennt völlig...

    ... dass es (ähnlich wie bei TzG) die eigene gröbliche Verletzung der von ihm selbst gesetzten und auch von ihm bei anderen rigoros eingeforderten Maßstäbe Herrn Wulffs sind, die das Gerechtigkeitsgefühl der Bevölkerung und deren Vertrauen in ihn und die Politiker allgemein zutiefst verletzten und diese Reaktionen hervorrufen.

    Herr Nelles sehe sich doch noch einmal die überall wiederholten Interviewaussagen Herrn Wulffs zur Vermeidung auch nur des Anscheins von Vetternwirtschaft, zum Ehrensold, zum Verhalten eines Bundespräsidenten an, dann würde er dies auch verstehen.

    Es stünde Herrn Wulff frei, gesichtswahrend auf diese von fast allen als unangemessen und ungerecht empfundenen Vorzüge zu verzichten, dann wäre es doch schlagartig vorbei mit bis dorthin berechtigtem Zorn und Kritik.
  3. #412

    ...

    Zitat von SPON
    ...Die Versorgung entspricht der geltenden Gesetzeslage, Wulff stehen diese Bezüge zu. Diesen Vertrag sind wir, ist der Staat, mit ihm eingegangen, als er zum Präsidenten gewählt wurde...
    Achso interessant, wenn wir Gesetze in Deutschland beschließen dann sind die also auch automatisch richtig, gerecht sowieso automatisch zeitgemäß ?

    Ich sage nein, für mich ist das Verhalten von Herrn Wulff ein Grund das komplette Amt des Bundespräsidenten zu überdenken und die dazu gehörigen Bezüge sowieso.
    Allein schon weil die Bestimmungen zur Berechtigung der Bezüge extrem untransparent sind.
    Oder kann irgendjemand zum Beispiel nachvollziehen wieso man zu dem Schluss kam Wulffs Rücktrittsgrund sei nicht persönlich motiviert gewesen ?
    Er hat vornehmlich private Annehmlichkeiten eingesackt und über diese hinterher mehrmals dreist gelogen.
    Wie kann es das sein das ein Grüppchen mal eben mirnichtsdirnichts das Gegenteil entscheidet ?

    Zitat von SPON
    ...
    Andrea Nahles ist hier einmal zu loben, sie hat schon sehr früh die Kritik am Ehrensold für Wulff als "kleinlich" kritisiert.
    Achso Andrea Nahles hat das also kritisiert, eine von der Sorte Mensch die in ihrem Leben nicht viel mehr kennt als Politik und die weltfremde Geisteshaltung die momentan damit verbunden ist. Der Lebenslauf ist nicht schwer zu finden.
    Selbstverständlich empfindet es diese Dame als kleinlich wenn die Mehrheit der Bürger sich vor den Kopf gestoßen bzw. eiskalt verarscht fühlt.
    Unverständnis für die lächerlichen Probleme des Pöbels eben.

    Zitat von SPON
    ...
    Vielleicht hat es etwas mit ihrer Verwurzelung im katholischen Glauben zu tun, dass sie nun menschliches Unbehagen empfindet, angesichts des ganz und gar gnadenlosen Umgangs mit dem früh Gestrauchelten...
    Damit schießt der Artikel den Vogel ab.
    Der katholische Glauben als Ursprung von Menschlichkeit, Mitgefühl und Nachsicht ?
    Mal gucken, es könnte gut sein das dies mein Lacher des Monats wird.
  4. #413

    Nicht die rechtliche Grundelage - der fehlende Takt regt auf

    Die hier angekreidete "Häme" oder auch "Neid" scheinen mir die falschen Attribute. Ist es nicht vielmehr Wulffs vollkommen fehlender Takt, der die ganze Geschichte von Beginn an unendlich viel unerträglicher gemacht hat?

    Den richtigen Zeitpunkt für Einsicht und Bescheidenheit hat er mehrfach verpasst, was ihm einen grandiosen Mangel an Feingefühl und Intuition für die "Atmosphäre auf deutschen Straßen" bescheinigt. Jetzt nicht von sich aus zu sagen, dass er auf einen Teil seines Ehrensolds und weiterer Vergünstigungen verzichte, passt nunmal genau in das Bild, das man seit dem Anfang von der Salami hatte.

    Das unsägliche Aussitzen und die gefühlt operativ entfernte Antenne dafür, wann eine aktive Konsequenz richtig ist, wird ihn - wenn das so weitergeht - womöglich am Ende beruflich so unvermittelbar machen, dass er auf seine staatlichen Bezüge geradezu angewiesen sein wird.
  5. #414

    ..

    Zitat von Maynemeinung Beitrag anzeigen
    kocht auch vielen das Blut. Dennoch können wir wegen Einzelfällen, die ungerecht erscheinen, nicht zu Gesinnungs- oder Stammtischjustiz und Verwaltung per ordre de Mufti übergehen.
    Ich widerspreche hier. Es gibt keine feststehende Ethik oder Verfahrensweise in einer Gesellschaft. Es wird nur immer aus dem Moment heraus bewertet. Genauso ist es auch mit Gesetzen, Regelungen und Verfahrensweisen.
    Waren diese eigentlich dazu geschaffen Menschen zu schützen, so sind diese bei Mißbrauch anzupassen - auch wenn, diese Anpassung verlangt das eben die Aussage der Regelung so nicht mehr zutrifft.
    Dazu muß nicht unbedingt die Masse eine Entscheidungsgrundlage sein. Ich würde sogar fast behaupten, der überwiegende Teil von bestehenden Regelungen trifft nur auf einen kleinen teil der Gesellschaft zu ;-)

    Somit gehört auch gerade die jetzige Kritik, und das ist bei weitem keine Neiddebatte, mit dazu. Wir bezahlen alle Steuergelder, wir alle ein Teil dieser Gesellschaft und natürlich DIENEN Gesetze dem Menschen/der Gesellschaft - das sollte man nicht versuchen zu verdrehen.

    Findet man also heraus, das damit etwas nicht stimmt : So ändern man es. Und da gibt es immer einen Anfang zu.
    Was wir nun gerade bemerken ist eben, das eine EINZELPERSON versucht diese Regelungen für sich - und anscheinend nicht für ihre Urbestimmung zu nutzen. Der Anschein der pers. Bereicherung überwiegt und sowas wird anscheinend geächtet ;-)

    Somit düfte Kritik, Änderungswunsch bestehender Regeln, Gesetze oder was auch immer absolut legitim sein.

    ...damit solch eine Farce nicht noch einmal stattfindet.

    Ich halte das Amt des BP für extrem wichtig -
    Wulff hat das geschafft, was man anfangs vermuten konnte : Dieses Amt soweit zu beschädigen das die Gesellschaft fast bereit wäre, dieses Amt aufzugeben. Wir sollten (und nicht die Politik) schwer darauf achten WER dieses Amt bekleidet....und dafür gilt es wohl auch etwas zu ändern ;-)
  6. #415

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Missgunst, Häme, Hass - die Debatte über Christian Wulffs Ehrensold, den Zapfenstreich und sein Büro ist unwürdig und muss sofort beendet werden. Warum schweigt Angela Merkel?

    Streit um Wulffs Ehrensold: Genug ist genug - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    "Neidkeule". Wenn gar kein Argument vorhanden ist, dann eben "Neid". Vielleicht ist es viel einfacher:
    Wulffs Verhalten darf sich nicht lohnen. Sonst ist Nachahmern Tür und Tor geöffnet.


    "Aber so oder so gilt: Pacta sunt servanda."

    So oder so? Wir leben im Euro-Zeitalter. Im Euro-Umfeld ist jeder Vertrag mit Politbeteiligung weniger wert als gebrauchtes Klopapier.
  7. #416

    Thema verfehlt! Unschuldsvermutung nur im Strafverfahren

    Zitat von Calex Beitrag anzeigen
    Also ohne mich zu wiederholen, auch für Bundespräsidenten gilt die Unschuldsvermutung, solange es kein rechtskräftiges Urteil gibt.

    Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt das nunmal und er ist zurückgetreten, weil er eben genau dieses Wulff-Bashing der vergangenen Wochen nicht ausgehalten hat. Und das ist nur menschlich.

    Er ist NICHT zurückgetreten, weil er irgendetwas zugegeben hat. Und das ist Fakt. Alles andere ist rechtstaatlich gesehen Schwachsinn und ist meines Erachtens hart an der Grenze zum Rufmord...
    Ob Herr Wulff wegen fortgesetzten Wulffens in den Knast muss, das wird die Staatsanwaltschaft und eventuell das Strafgericht entscheiden. Nur im Strafrecht gibt es diese Unschuldsvermutung. Sonst nirgendwo!

    Mit dem Ehrensold hat dieses Strafverfahren NICHTS zutun! Er ist zurück getreten und das ist gut so. Und wenn er das aus politischen Gründen getan hat steht ihm der Sold zu! Hat er es aus persönlichen Gründen getan, steht er ihm nicht zu. Und da gibt es keine "Vermutung" welche die Entscheidung ersetzt. Etwa: "Solange nicht bewiesen ist, dass es persönliche Gründe waren gilt die Vermutung, dass es politische Gründe waren!

    Es muss entschieden werden und zwar von einem Gericht fda sden Verwaltungsakt seines "Spezis" überprüft. Basta.
  8. #417

    Ehrensold

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Missgunst, Häme, Hass - die Debatte über Christian Wulffs Ehrensold, den Zapfenstreich und sein Büro ist unwürdig und muss sofort beendet werden. Warum schweigt Angela Merkel?

    Streit um Wulffs Ehrensold: Genug ist genug - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Das ist ja ein unwürdiges Schauspiel und wieder eine typisch deutsche Tugend auf die ich gerne verzichten würde. Neid auf das Auto des Nachbarn, Neid auf die Bezüge eines Vorstands etc. etc.
    Dies gibt es in keinem anderen Land. Das Ausland lacht darüber. Jetzt sollte man mal wieder zur Tagesordnung übergehen. Was ist das nur für ein Niveau und wie erbärmlich! Wer will da noch politische Veranwortung übernehmen.
  9. #418

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Missgunst, Häme, Hass - die Debatte über Christian Wulffs Ehrensold, den Zapfenstreich und sein Büro ist unwürdig und muss sofort beendet werden. Warum schweigt Angela Merkel?

    Streit um Wulffs Ehrensold: Genug ist genug - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Sehr geehrter Herr Nelles,

    der Spruch: „Will sich Deutschland wirklich auf dieses Niveau hinabbegeben?“
    haben Sie doch wirklich nicht ernst gemeint oder?

    Es war doch wohl so gewesen, das eine Frau Merkel den Herrn Wolf unbedingt haben wollte. Die Bevölkerung wollte Herrn Gaug wählen.

    Aus parteitaktischen undemokratischen Erwägungen wurde einer von der PATEI CDU bestimmt. Was hier niveaulos geworden ist, ist nicht die Bevölkerung sondern doch wohl die Politik.

    Klüngel, Bestechungen, üppige Gehälter und Versorgungsansprüche. Das ist es, wofür momentan die Politik steht. Nicht zu vergessen, das mit Hilfe der Politiker, die Verluste der Banken den Steuerzahler aufgehalst werden und die Manager mit dicken Gewinnen mit ihren Dienstwagen nach Hause gefahren werden. Die Politiker bekommen denn aus Dank später hochbezahlte Jobs bei den Konzernen vermittelt. Soll ich Ihnen eine Liste von Politikern geben?

    Vielleicht sollten sie doch mal recherchieren, mit wie viel Geld die Bevölkerung heute auskommen muss. Es sind manchmal keine 1000 Euro im Monat. Zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel. Das ist die Realität und kein dummes und verlogenes Politiker-Geschwätz.

    Fakt ist, die Politik hat die Bindung zur Bevölkerung endgültig verloren. Da nützen auch keine schönen Shows mit Frau Merkel. Übrigens wurden solche Jubelveranstaltungen früherer in der DDR auch veranstaltet. Da hat sich die Politik heute viel abgeschaut.

    Ein Bürger und Wähler
  10. #419

    Öl ins Feuer gießen

    Zitat von zerberus und co. Beitrag anzeigen
    Richtig! Ich würde es nur gerne etwas erweitern, denn erst dann wird der faule Kern des Arguments offengelegt:

    Menschen, zumal solche, die über viele Jahre an wichtiger Stelle arbeiten, haben Anspruch auf eine anständige Bezahlung und Versorgung - auch für den Fall des Scheiterns. Das muss sich das Gemeinwesen leisten können.

    Aber wenn viele und allzuviele Menschen in diesem Gemeinwesen schon während der Zeit, in der sie an wichtrigen Stellen arbeiten (sei es als Krankenschwester oder als Busfahrer oder ... oder ...) keine anständige Bezahlung erhalten, weil dieses Gemeinwesen meint, sich das nicht leisten zu können, dann wirkt eben die Privilegierung eines Politerks ein bisschen provozierend, für den plötzlich nicht gelten soll, dass ein vorzeitiges Ausscheiden aus Gründen, die er selbst zu vertreten hat, auf die Höhe seiner Bezüge keinen Einfluss haben soll.

    Herr Wulf ist in einem arbeitsfähigen Zustand. Er hat - wenn er die Pensionstgrenze erreicht - Anspruch auf Ruhestandsbezüge aus seiner Tätigkeit als Minister. Warum reicht das nicht?

    Ein Argbeitnehmer, der seinem Arbeitgeber bei der Einstellung Umstände verschweigt, die ihn für die Ausübung seines Jobs untauglich machen (wie etwa ein angeschlagener Ruf, mit dem er seinen repräsentationsträchtigen Beruf nicht ausüben kann), der wird frsitlos entlassen wegen Einstellungs- oder Eingehungsbetruges und verliert seinen Anspruch auf Gehalt, ein Beamter den Anspruch auf Ruhestandsbezüge.
    Warum gilt das nicht für Politiker?

    Herr W. wußte sehr genau, dass er in dem Fall, dass alles offenbar wird, was ihm seine einnehmendes Wesen aufs Kerbholz geschnitzt hat, er als Präsident nicht tragbar sein würde.
    Er hat gepokert wie ein kleiner Schwindler. Warum soll er jetzt privilegiert sein?
    Ich stimme Ihnen ganz zu. Auch wenn dann wieder der Einwand mit Jupiter und dem Ochsen kommen könnte...
    Vermutlich wollte unser Kommentator nur mal Frau Merkel anstechen bzw. "teasen", wie es neudeutsch heißt, denn dass er die Leser beruhigen möchte, kann ich mir gar nicht vorstellen, das hieße ja noch mehr Öl ins Feuer gießen.
    Mme. Merkel wird sich nicht zu einem Machtwort verleiten lassen. Zur Zeit kann sie nur damit verlieren, denn Wulff war ihr Mann. Schon bei Guttenberg hat sie sich unbeliebt gemacht, noch mal soll ihr das nicht passieren. Also sitzt sie es aus, ihr Cul ist breit genug.








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