der letzte Leitartikel ging über das gleiche Geld bei weniger Leistung und der neue Leitartikel um viel Geld ohne Leistung.
Der nächste Artikel geht dann sicherlich um Leistung ohne Geld. Roter Halbmond über Syrien oder so.
dapdMissgunst, Häme, Hass - die Debatte über Christian Wulffs Ehrensold, den Zapfenstreich und sein Büro ist unwürdig und muss sofort beendet werden. Warum schweigt Angela Merkel?
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...819368,00.html
der letzte Leitartikel ging über das gleiche Geld bei weniger Leistung und der neue Leitartikel um viel Geld ohne Leistung.
Der nächste Artikel geht dann sicherlich um Leistung ohne Geld. Roter Halbmond über Syrien oder so.
Wie bitte? "Die Debatte muss sofort beendet werden?" Stimme Ihnen zu, dass die Debatte unwürdig, schäbig, beschämend ist. Mit anderen Worten: die Debatte nervt, und man möchte sie am liebsten so rasch loswerden wie ihren charakterlosen Hauptdarsteller.
Dass allerdings nur ein einziger Journalist in Deutschland sich ein schnelles Ende der Debatte wünscht, das, verehrter Herr Nelles, glaubt Ihnen keiner.
Wo das hinführen soll? Zu einem besseren System.
Unser Gesetz wurde nicht von Gott geschaffen und muss ständig angepasst werden, an den IST-Zustand des Volkes.
Wenn soviele Stimmen gegen die Ehrenbesoldung sind sollte auch überlegt werden sie abzuschaffen! Was spricht dagegen? Gewohnheit? Weil wirs schon immer so machen?
Wer hat diesen Artikel eigentlich geschrieben?
Es reicht nicht! Ganz und gar nicht!
Es sind die richtigen Entscheidungen, die zu diesem Thema schlicht und ergreifend permanent ausbleiben. Ganz im Gegenteil, es geht noch munter weiter. Zusätzlich fordert Herr Bundespräsident Wulff a.D. auch noch einen Mitarbeiterstab und ein eigenes Büro - um dem Ganzen auch die Krone aufzusetzen. Bei wem kocht da eigentlich nicht das Blut?
Der gute Mann hat seinen Job nur zur Hälfte gemacht und das noch nicht ein mal gut. Die ganze Situation war am Ende einfach nur derart peinlich, dass es sich aus meiner Sicht nicht gehört solche Forderungen zu stellen.
Ich bin damit anscheinend nicht alleine...
Wulff war genug nie genug. Er konnte nie genug bekommen. Wenn man jetzt Wulff auszahlt, ist das für jeden mittelmäßigen Politiker, und davon haben wir ja einige, das Signal, dass eben immer bezahlt wird. Warum? Es wäre doch einmal ein starkes Signal, hier einen ersten Schritt zu machen und einen Ruck durchs politische Klientel zu schicken. Wer nichts bringt, dem wird nichts gebracht.
Der SPON-Kommentar ist bemerkenswert. Es ist einfach nur noch Unverstaendnis ueber die Selbstbedienungsmentalitaet und dazugehoeroge Verlogenheit in unserem Land.
Der Kommentator hat zudem unrecht: Ich bin keinem Vertrag mit Christian Wulff eingegangen und konnte auch keine Entscheidung treffen, wer in diesem Staat Bundespraesident wird. Es waere spannend, zu sehen was passieren wuerde wenn man den Prozess demokratischer, bzw. demokratisch legitimierend gestaltet.
Also ein Tag zuvor schreibt der Spiegel unter einem Bild Wulffs in dem man ihn in seiner Limousine beim telefonieren und arbeiten sieht, "Damit er nicht mehr im Auto arbeiten muss" oder so ähnlich, um sich darüber lustig zu machen, dass er auf ein Büro besteht. Wenn das keine Hämme ist dann weiss ich auch nicht mehr. Und jetzt kommt ein Artikel vom Spiegel, es reiche Wulff so unwürdig zu diskreditieren. Ich verstehe ich nur noch Bahnhof.
Erst wird hier wochenlang gegen Wulf Stellung bezogen, und nun wo es so richtig schön im Volk brodelt wird auf einmal auf die Bremse gedrückt? Also wirklich!
Wobei brodeln ja zuviel gesagt wäre, gibt ja immernoch genug Leute wie unseren Kommentar-Autor, die es unerträglich finden wie mit Herrn Wulff umgegangen wird.
Da kommen mir wirklich die Tränen.
Ach übrigens, woher nimmt der Autor eigentlich die Gewissheit zu der Aussage:
Nach meinem Kenntnisstand ist die Sache zwar durchgewunken worden, trotzdem immer noch fragwürdig und mit einem gewissen Gestank behaftet.
Ich meine, es wurden zwar "politische Gründe" als Rücktrittsgrund genannt, ob die tatsächlich so zu werten sind ist eine andere Frage.
Die Frage ist doch nicht, was Wulff rechtlich zusteht. Damit begibt sich der Autor auf die gleiche Schiene wie Wulff selbst. Hier geht es um den Anstand, dieses - was ihm möglicherweise von Rechts wegen zusteht - auch tatsächlich zu fordern.
Wulff scheint im Laufe seiner Karriere alles mitgenommen zu haben, was ihm "zusteht", ohne ein Gefühl dafür entwickelt zu haben, ob ihm dies auch moralisch zusteht und ohne Gespür für die Bürger. Hier geht es darum, dass ein Politiker jegliche Nähe zum Volk verloren hat.
Weiterhin geht es in diesem Fall auch nicht um seine Altersrentenbezüge. Die bekommt er - zu gegebener Zeit - bereits berechtigt aus seiner Tätigkeit als Ministerpräsident und die macht ihm niemand streitig. Ihm allerdings jetzt bereits schon das "Restleben" so zu versüßen, dass er in seinem Alter nicht mal mehr ans Arbeiten denken muß, ist geradezu vulgär. Wofür benötigt er dann eigentlich noch Fahrer, Büro und Angestellte?
Die Debatte hat m.E. nur eingeschränkt etwas mit Neid zu tun, sondern in erster Linie etwas mit Verhältnismäßigkeit. Die scheint in der deutschen Politik nun auch etwas aus den Fugen zu geraten.