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Streit um WikiLeaks-Gründer Assange: Ecuadors Verbündete drohen London
REUTERSDas Drama um Julian Assange steuert auf einen neuen Höhepunkt zu: Am Nachmittag will der WikiLeaks-Gründer in London zum ersten Mal seit Monaten öffentlich auftreten. Linksgerichtete lateinamerikanische Staaten warnen Großbritannien davor, die Immunität der ecuadorianischen Botschaft zu verletzen.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...850835,00.html
- #1 19.08.2012 09:14 von
Heuchler
was bei der Sache besonders auffällt: Die heuchlerische Rolle der europäischen Staaten. Während sie sich im PussyRiot-Fall vor Menschenrechtsgebrabbel überschlagen haben, hält jetzt jeder geflissentlich die Klappe. Weil sie zu feige sind, dem grossen Bruder jeseits vom grossen Teich Paroli zu bieten.
Langsam bilden sich wieder die altbekannten kalte-Kriegs-Srukturen heraus. - #2 19.08.2012 09:14 von
Assange und PussyRiot sind auf einer Stufe!
Da schimpfen wir also auf Putin und die russische Justiz, die die Mädels von PussyRiot so unnachgiebig bestrafen, gleichzeitig geht diese Lachplatte in London weiter und der Westen blamiert sich weiter! Klar ist jedenfalls, dass die Staatsanwältin in Schweden wohl etwas übertriebenen Eifer an den Tag legt, da haben ganz offensichtlich die feigen Amis schön intregiert... Peinlich, dass sich Schweden dazu herablässt und nicht einmal die Zusage gibt Assange NICHT auszuliefern. Damit ist doch schon offensichtlich, dass es nur darum geht Assange nach Schweden zu lotsen, die "Befragung" wird nicht zu einer Anklage in der Sache führen, dafür aber einen Auslieferungsantrag der USA nach sich ziehen... Wie durchschaubar und billig! Das die Briten da mitmachen ist klar, Kadavergehorsam gegenüber dem großen Bruder USA hat seit jeher Tradition!
Wenn auch nur ein britischer Offizieller seinen Fuss in die Botschaft Ecuadors setzt, wird dies zur Folge haben, dass nirgendwo auf der Welt Botschaftsgebäude noch sicher sein werden! - #3 19.08.2012 09:18 von
Das ein westlicher Rechtsstaat das überhaupt erwägt, ist der eigentliche Skandal.
Selbst die Prager/Warschauer/Budapester Botschaft wurde '89 nicht gestürmt, trotz TAUSENDER Republik-Flüchtlinge, aber ein einzelner offensichtlich politisch verfolgter (zumindestens die USA-Anklage gegen Assange ist das) Asylant läßt das Empire überlegen, ob es die Botschaft stürmt wie Chomenie '79.
Klar, wenn jetzt Saudi-Arabien die Botschaft Frankreichs stürmt und die Insassen wegen Ehebruchs steinigen liesse, dann wäre das im Gegenzug barbarisch. - #4 19.08.2012 09:20 von
Heilfroh
Der Kern der Angelegenheit ist doch:
1. Schweden garantiert nicht, ihn nicht an die USA auszuliefern.
2. Die USA garantieren nicht, dass ihm nicht die Todesstrafe droht.
Somit ist doch das Gewaehren von Asyl sogar nach unserer Rechtslage sogar zwingend geboten.
Ich glaube, die Politiker hier sind heilfroh, dass er in England ist und nicht in Deutschland... - #5 19.08.2012 09:24 von
Genau: Heuchler, bis zum Anschlag
Der Fall Assange ist mit der Unterdrückung von Opposition tatsächlich vergleichbar, auch wenn führende Politiker Westeuropas diesen Vergleich sicher empört zurückweisen werden. Der Vorwurf, Assange habe gegen den Willen seiner Partnerin(nen) kondomfreien Sex gehabt, ist genauso lächerlich wie der Vorwurf des "religiösen Hasses" gegen die Pussy Riot-Frauen. Beides klare Fälle politischer Repression.
- #6 19.08.2012 09:29 von
Wie oft noch, es war keien Vergewaltigung nach deutschem recht!!
Man sollte wissen, dass das nur in Schweden, und praktisch
nirgendwo sonst, als Vergewaltigung gilt. Es geht um einvernehmlichen
Geschlechtsverkehr, jedoch uneinvernehmlich ohne Kondom. Nicht einmal
die Vernehmung der Frauen spricht von Vergewaltigung, das macht die
Staatsanwältin selbsttätig draus.
Dazu kommt übrigens noch, dass von Assange bislang ja nur eine
Zeugenaussage verlangt wird, Assange jedoch nach wie vor weder
angeklagt noch beschuldigt ist. Wäre er dies, könnnte er just diese
Zeugenaussage sowieso völlig legal verweigern... - #7 19.08.2012 09:29 von
Titelmanipulation
Koennte man den Herren und Damen die fuer die Titel verantwortlich sind die Feinheiten der deutschen Sprache beibringen. Es ist ein himmelweiter Unterschied ob ein Staat London droht, oder London vor den Konsequenzen einer Handlung warnt. Also jetzt drohen schlimme linksgerichtete Bananenrepubliken der ehrwuerdigen Demokratie Grossbritannien wegen eines kriminellen Asylanten, so soll das herueberkommen. Richtiger ist da dass Staaten einen anderen Staat davor warnen die jahrhundertealte Tradition der Exterritorialitaet eines Botschaftsgelaendes zu brechen, mit unuebersehbaren Folgen, da ansonsten keine Botschaft in der Welt mahr sicher ist nicht von irgendeiner Armee oder Polizei gestuermt zu werden.
- #8 19.08.2012 09:30 von
das kann ziemlich eskalieren, wenn die briten nicht ...
... einlenken.
z.b. könnten die "linksgerichteten" staaten lateinamerikas ihre botschaftspersonal in gb abziehen, die diplomatischen beziehungen zu london einstellen. alle britische botschaften in diesen ländern umstellen und die briten dort festsetzen.
effektiver wäre es, die schweden gleich mit einzubeziehen.
außerdem sind da noch die falklandinseln. gegen eine allianz würde sich auch die britische armee schwer tun.
ok. das klingt dramatisch, ausufernd. das alles für ein nichtbenutztes kondom?
lachanfall ... - #9 19.08.2012 09:30 von
Kein Sex mehr mit Schwedinnen
Es werden alle Schwedinnen stellvertretend abgestraft werden, indem niemand mehr riskieren wird, mit Frauen solcher Staatsgehoerigkeit ins Bett zu steigen.
Angesichts der schwedischen Sexabenteuerposse, bei der offenbar 2 Schwedinnen erfolgreich eine Prominenten freiwillig und voneinander getrennt in ihr Bett gezogen haben, dann aber statt aufeinander eifersuechtig zu werden den gemeinsamen Sexpartner von einer Staatssanwaeltin mit skurilen Gesetzen verfolgen lassen, kann ein suedamerikanischer Ministaat nun prima PR machen.
Amerikas Pudel England hat sich dabei in eine aussichtslose Situation manoevriert, die in der ganzen Welt nur Kopfschuetteln hervorruft.
Und ganz nebenbei: wieso will Schweden keiner USA-Nichtauslieferung zustimmen?
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