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Streit um Staatsanerkennung: Netanjahu bietet Palästinensern Gespräche an

Er gibt sich unbeirrt: Palästinenserpräsident Abbas beharrt auf die Anerkennung seines Staates durch die Uno - trotz Widerständen. Israels Regierungschef Netanjahu will ihn stoppen, bietet ihm jetzt*"direkte Verhandlungen" an.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...787231,00.html
  1. #1

    zu spät, Netanjahu

    Erst jetzt hat sich der isrealische Ministerpräsident an den Frieden und die Verhalndlungen erinnert. Das ist komisch. Was hat er für diesen Frieden gemacht; weitere Siedlungen auf palästinensischen Gebieten, weitere Besatzung von Ostjeruslamen oder was? Die Welt, wenn sie wirklich demoratisch ist, muss den palästinensischen Staat unterstützen und Israel auffordern, die Grenze von 1967 als palästinensische Gebiete und Staat anzuerkenn, wenn es wirklich friedlich leben will. Leider akzeptiert Israel keine UN-Resolution, unterdrückt und belagert die Zivilisten in Gaza weiter und macht gar nichts für den Frieden. Trotzdem will es einen "kostenlosen" Frieden mit den Nachbran, die (ich meine genau die Bürger, auch wenn Regierungen manchmal diese Tatsache übersehen) selbstverständlich nur mit Israel zusammenleben können, wenn die Israelis die Rechte der Palästinenser anerkennt. Ein unabhängiger Staat und Ostjerusalem sind die wichtigsten Rechte der Palästinenser und Araber.
  2. #2

    Wer ist jetzt der Getriebene

    Die vollkommen falsche Politik der israelischen Rechten zeitigt nunmehr Konsequenzen.

    Nur aufgrund der jetzigen Situation (UNO-Versammlung) Verhandlungen anzubieten, zeigt doch deutlich auf, dass hier kein wirklicher und ernsthafter Wille seitens Israels besteht, solche Verhandlungen auch ergebnisoffen zu führen. Allein Verhandeln des Verhandelns willen, ohne greifbare Einigung macht doch keinen Sinn. Dies wurde die letzten Jahre, als die Falken die Geschicke - mit deutlicher Zustimmung der Israelis und der Gemeinden in der Diaspora - lenkten, verspielt. Den Falken wäre eine Annexion der Westbank die liebste Alternative, zur Not gegen den Willen der Weltgemeinschaft.

    An der Stelle der Palästinenser würde ich mich hierauf nicht einlassen. Verhandlungen können nach der UNO-Vollversammlung geführt werden, wenn zumindest ein Beobachterstatus mit Klagerechten seitens Palästinas besteht.
  3. #3

    Palästinenser wollen nicht verhandeln

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er gibt sich unbeirrt: Palästinenserpräsident Abbas beharrt auf die Anerkennung seines Staates durch die Uno - trotz Widerständen. Israels Regierungschef Netanjahu will ihn stoppen, bietet ihm jetzt*"direkte Verhandlungen" an.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...787231,00.html
    Das "jetzt" sollte man durch "erneut" ersetzen. Die Israelis sagen das schon die ganze Zeit, allerdings suchen die Palästinenser nach Vorwänden um diesen Verhandlungen aus dem Weg zu gehen.
  4. #4

    Das stimmt so nicht

    Zitat von johny walker Beitrag anzeigen
    Das "jetzt" sollte man durch "erneut" ersetzen. Die Israelis sagen das schon die ganze Zeit, allerdings suchen die Palästinenser nach Vorwänden um diesen Verhandlungen aus dem Weg zu gehen.
    Vor allem hat Israel den Siedlungsbau nicht eingestellt. Ein triftiger Grund - kein Vorwand, der selbst die Amerikaner erstaunt hat.
  5. #5

    Das scheint mir eine gute Lösung zu sein

    Zitat von bunterepublik Beitrag anzeigen
    An der Stelle der Palästinenser würde ich mich hierauf nicht einlassen. Verhandlungen können nach der UNO-Vollversammlung geführt werden, wenn zumindest ein Beobachterstatus mit Klagerechten seitens Palästinas besteht.
    Das Problem liegt aber leider auch bei der UN, die die Besatzungsmaßnahmen ja nicht sanktioniert. Erweiterte Klagemöglichkeiten sind zumindest mal was.
  6. #6

    Vorwände nichts als Vorwände

    Zitat von Foul Breitner Beitrag anzeigen
    Vor allem hat Israel den Siedlungsbau nicht eingestellt. Ein triftiger Grund - kein Vorwand, der selbst die Amerikaner erstaunt hat.
    Der Siedlungsbau pausierte 10 monatelang, und trotzdem wollte Abbas nicht verhandeln. Nein, Siedlungsbau ist kein triftiger Grund sondern ein Vorwand. Aus Gaza flogen in der zwischenzeit tausende von Raketen, was Israelis nicht hinderte verhandeln zu wollen. Im Gegensatz zu Raketen, tötet das aufeinanderstapeln von Ziegelsteinen niemanden, und versetzt auch niemanden in Angst und Schrecken, es ist höchstens ein Ärgernis.
  7. #7

    ...

    Zitat von Foul Breitner Beitrag anzeigen
    Vor allem hat Israel den Siedlungsbau nicht eingestellt. Ein triftiger Grund - kein Vorwand, der selbst die Amerikaner erstaunt hat.
    "Triftiger Grund" trifft es in meinen Augen nicht ganz. Während des Baustops haben die Palästinenser keine Verhandlungen geführt, anstatt diese zu forcieren. Immerhin war ja eines ihrer Kernargumente - die Siedlungspolitik - auf Eis gelegt. Die Israel vorgeworfene Politik der Verschleierung und Tatsachenschaffung wird von anderer Seite genauso betrieben.
    Fachleute diskutieren die Staatsgründung kontrovers. Mit einer einseitigen Staatsgründung - am Wochenende wahnsinnigerweise sogar in den Grenzen von 1947 angedeutet - würden Osloer Verträge durch die palästinensiche Seite aufgekündigt. Und die Konsequenzen wären fatal.
  8. #8

    sie sagen es selbst

    Zitat von dilinger Beitrag anzeigen
    Der Siedlungsbau pausierte 10 monatelang, und trotzdem wollte Abbas nicht verhandeln... Im Gegensatz zu Raketen, tötet das aufeinanderstapeln von Ziegelsteinen niemanden, und versetzt auch niemanden in Angst und Schrecken, es ist höchstens ein Ärgernis.
    genau! der illegale siedlungsbau PAUSIERTE, d.h. es wurden
    befristet keine baugenehmigungen für PRIVATBAUTEN vergeben.
    jüdische schulen und einrichtungen wurden von dieser pause
    ausgenommen und fleissig weitergebaut.
    also gab es natürlich keinerlei grund für die palästineser
    zu verhandeln. alles andere was sie erzählen ist propaganda!

    und stapeln von ziegelsteinen tötet sehr wohl jemanden,
    wenn nämlich der palästinenser sich gegen den landraub
    wehrt, wird er vom militanten siedler erschossen!
    und das anzünden von moscheen durch radikale siedler
    versetzt sehr wohl in angst und schrecken, noch dazu
    wenn es in einem landstrich stattfinden indem der siedler
    nix zu suchen hat!

    dass sie dies lediglich als "ärgernis" bezeichnen sagt
    alles über ihre gesinnung aus!
  9. #9

    jeder kann es nun sehen

    Zitat von johny walker Beitrag anzeigen
    Das "jetzt" sollte man durch "erneut" ersetzen. Die Israelis sagen das schon die ganze Zeit, allerdings suchen die Palästinenser nach Vorwänden um diesen Verhandlungen aus dem Weg zu gehen.
    wenn netanjahu verhandlungen wollte, wieso stellt er
    dann die bedingung dass die einseitige ausrufung palästinas nicht stattfinden dürfe? wenn er wirklich verhandeln
    wollte könnte ihm das ja egal sein.
    aber nein, er will zu allererst die ausrufung verhindern,
    um dann hinterher wieder nicht zu verhandeln!








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