Forum


 

Streit um Staatsanerkennung: Netanjahu bietet Palästinensern Gespräche an

Er gibt sich unbeirrt: Palästinenserpräsident Abbas beharrt auf die Anerkennung seines Staates durch die Uno - trotz Widerständen. Israels Regierungschef Netanjahu will ihn stoppen, bietet ihm jetzt*"direkte Verhandlungen" an.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...787231,00.html
  1. #40

    ............

    Irgendwann wird es zu einer Lösung der Probleme im Nahen Osten kommen.
    Wie diese aussieht, mag ich mit gar nicht vorstellen....
  2. #41

    Offene Fragen

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    Sie meinen, eine Bevölkerung darf nicht hinterfragen, ob eine Politik, die zu fast täglichen terroristischen Anschlägen führt, richtig sei?
    Hallo nahal

    Nicht Rabins Politik führte zu den Anschlägen. Und es ist schon seltsam, dass Sie einen solchen engen Zusammenhang herstellen.
    Die Kritik an Rabin war eher wegen seiner Konzessionen an die Palästinenser so heftig. Und diese Kritik wurde politisch von der Netanjahu-Fraktion angeheizt. Das ganze wurde dann gerne als "Volkes Stimme" verkauft. Aber was erzähle ich Ihnen da, Sie wissen das besser als ich.


    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    Im Gegensatz zu Ihnen, der die Tat dieses geistesgestörten Fanatikers hier zu intsrumentalisieren versucht, habe ich von Rabin persönlich vernommen, wie er über Arafat dachte.
    Es ist die alte Streitfrage, hat die Stimmungsmache und vor allem die rechtsradikalen Rabbiner, die ihn "beraten" haben, das Attentat verursacht.

    Den Täter als alleinagierenden Irren darzustellen, ist von einigen Kreisen vehement verteidigt worden, aber die bekannt gewordenen Fakten zeigen ein anderes Bild.

    Esgibt einen abschließenden Untersuchungsbericht (Schamgar-Kommission) zu dem Mord, von dessen Inhalt ca. 1/3 der Seiten nicht veröffentlicht werden durften. Bis heute nicht.

    Ich instrumentalisiere den Tod Rabins nicht. Nach seinem Tod ist der Friedensprozess nie wieder ernsthaft betrieben worden.

    http://www.hagalil.com/israel/rabin/mord/karpin.htm
  3. #42

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    Hallo nahal

    Nun, die Bemühungen Yitzak Rabins waren weltweit gelobt worden. Die Demonstrationen gegen Rabin waren von Netanjahu mit gesteuert. Alles belegte Geschichte.

    Das Klima in Israel gegen Rabin war schon zentral gesteuert, aus wahltaktischen Gründen, das konzediere ich Netanjahu. Allerdings machte sich die Stimmung mit dem radikalen Umfeld des Mörders Jigal Amir selbständig. Es waren Rabbiner und radikale Gegner Rabins, die ihn in unheiliger Allianz zum Verräter abstempelten.

    Amir: "Ich entschied mich, ihn umzubringen, um ihn politisch zu neutralisieren"

    Zu Gaza:
    Der Rückzug war eine Entscheidung gegen die immensen Kosten an Material und Mneschen, die der kleine Streifen erforderte. Zumal die Anzahl der Siedler zum Aufwand in keinem vernünftigen Verhältnis standen.

    Sharon verkaufte den Abzug der Welt als Friedensgeste. Die Dividende der Welt bekam er ja auch. Was die Siedlungen in der Westbank anbetrifft, da hat er ähnlich wie das Netanjahu betreibt, Worte, Versprechungen in Richtung der USA und verstärkten Siedlungsbau und Ausbau in Richtung der Palästinenser geboten.

    Warum hat Netanjahu die letzten Jahre ohne ein ernsthaftes Angebot an die Palästinenser verstreichen lassen? Es kamen schon mal Angebote, die so "präpariert" waren, dass kein Palästinenser sie als "Angebot" betrachten konnte.

    Die jahrzehntealte Taktik der Hinhalterei um langfristig Fakten zu schaffen.

    Ich lese regelmäßig Ha'aretz und andere englischsprachige regierungskritische Blätter Israels. Meine Meinung konnte ich mir in den letzten 30 Jahren an den Worten und an den Taten der israelischen Administrationen bilden.

    Was Sie als meine Einseitigkeit bezeichnen, ist das Spiegelbild der Realität der israelischen Politik.

    Ich wünschte mir, es wäre anders gelaufen.
    Ich lese regelmäßig die ZEIT und fand heute diesen hochaktuellen Artikel, den ich den werten Foristen nicht vorenthalten möchte:

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2...rba-palaestina
  4. #43

    danke für den artikel

    Zitat von lupenrein Beitrag anzeigen
    Ich lese regelmäßig die ZEIT und fand heute diesen hochaktuellen Artikel, den ich den werten Foristen nicht vorenthalten möchte:

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2...rba-palaestina
    nachdem auch in diesem forum wieder massiv versucht wird
    die israelischen siedler und siedlungsaktivitäten als
    völlig harmlos, ja sogar als "infrastrukturmassnahmen"
    zu verkaufen, entspricht dieser artikel wohl eher der
    wahrheit.
    da hilft auch die antisemitismus-keule nix mehr!
  5. #44

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    Im Gegensatz zu Ihnen, der die Tat dieses geistesgestörten Fanatikers hier zu intsrumentalisieren versucht, habe ich von Rabin persönlich vernommen, wie er über Arafat dachte.
    eine instrumentalisierung vermag ich nicht zu erkennen.
    zumindest nicht mehr als von pro-israel-foristen "raketen
    aus dem gaza" instrumentalisiert werden.

    nun dann lassen sie uns teilhaben an ihrer persönlichen
    beziehung zu rabin: wie hat er denn über arafat gedacht?
  6. #45

    Das einzige über das Bibbi momentan ernsthaft verhandeln würde

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er gibt sich unbeirrt: Palästinenserpräsident Abbas beharrt auf die Anerkennung seines Staates durch die Uno - trotz Widerständen. Israels Regierungschef Netanjahu will ihn stoppen, bietet ihm jetzt*"direkte Verhandlungen" an.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...787231,00.html
    ist das die Plästinenser die Westbank komplett räumen und in das Reservat Gaza ziehen wo sie nach belieben vor sich hin darben können.

    Ich würde den Spiess undrehen und Israel den Gaza Streifen dafür bieten das die Westbank komplett geräumt wird.

    Aber erst mal den Antrag auf Anerkennung durch die UNO stellen.
  7. #46

    Baustopp?!

    Zitat von dilinger Beitrag anzeigen
    Der Siedlungsbau pausierte 10 monatelang, und trotzdem wollte Abbas nicht verhandeln.
    Der "Siedlungsstopp" schloss explizit bereits begonnene "Projekte" in der Westbank aus, ebenso wie SÄMTLICHE Bauarbeiten im illegal annektierten Ostjerusalem!
    Sie können dies nicht ernsthaft als "Siedlungsstopp" bezeichnen!

    Zitat von dilinger Beitrag anzeigen
    Aus Gaza flogen in der zwischenzeit tausende von Raketen, was Israelis nicht hinderte verhandeln zu wollen.
    Zitat von dilinger Beitrag anzeigen

    ...und was sie ebenfalls nicht daran hinderte, für jeden (zugegebenermaßen verabscheuenswürdigen) Raketenbeschuss MASSIVE Vergeltungsmaßnahmen zu fliegen!

    Im Gegensatz zu Raketen, tötet das aufeinanderstapeln von Ziegelsteinen niemanden, und versetzt auch niemanden in Angst und Schrecken, es ist höchstens ein Ärgernis.
    Nein, das reine aufeinanderstapeln von Ziegeln tötet niemanden, aber die radikalen und bis an die Zähne bewaffneten Siedler, die dann in diese "aufeinandergestapelten Ziegel" einziehen!
  8. #47

    So wie bisher

    Zitat von johny walker Beitrag anzeigen
    Das "jetzt" sollte man durch "erneut" ersetzen. Die Israelis sagen das schon die ganze Zeit, allerdings suchen die Palästinenser nach Vorwänden um diesen Verhandlungen aus dem Weg zu gehen.

    wird es sicher nicht weitergehen. Ein ,Verhandeln', in dessen Windschatten der eine Partner dieses zum Vorwandt nimmt, um Siedlungen auf geraubtem Land zu bauen, ist es nicht wert, fortgesetzt zu werden.
    Die Palästinenser sollten sich auf nichts mehr einlassen. Israel hat die Schraube überdreht, sich isoliert und in der Welt an Ansehen verloren.
  9. #48

    Israel

    Zitat von blechteller Beitrag anzeigen
    wenn netanjahu verhandlungen wollte, wieso stellt er
    dann die bedingung dass die einseitige ausrufung palästinas nicht stattfinden dürfe? wenn er wirklich verhandeln
    wollte könnte ihm das ja egal sein.
    aber nein, er will zu allererst die ausrufung verhindern,
    um dann hinterher wieder nicht zu verhandeln!


    hat das Recht auf einen eignen Staat. Palästina hat das Recht auf einen eigenen Staat. Da brauch der Eine den Anderen nicht zu fragen und sein Einverständnis einzuholen.
  10. #49

    das Ding ist längst entschieden

    Ein Baustopp ist absolut illusorisch, wenn bereits über eine Million Israelis auf der Westbank wohnen, und zwar an allen strategisch wichtigen Stellen, Infrastruktur inclusive. Daneben zweieinhalb Millionen Palästinenser, der größere Teil besitzlos in Lagern, ungebildet und arm, absolut wehrlos. Israel wird nicht einen Schritt zurückweichen und weitermachen.

    Die einzige halbwegs realistische Perspektive sieht so aus, daß der größere Teil der Palästinenser langsam aus dem Land komplimentiert wird, der Rest wird einverleibt als „Bürger“, die faktisch ein wenig rechtloser sind, weil sie nie Juden werden können. Ob dieser winzige Staat eine Halbwertszeit hat wie der einzige jüdische Staat im Altertum, nämlich etwa dreihundert Jahre, darf füglich bezweifelt werden. Es sei denn er bleibt langfristig Hegemonialmacht, von der alle Nachbarn abhängig und tributpflichtig sind. Das scheint das grobe Ziel zu sein.


TOP



TOP