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Streit um Siedlungsstopp: Israel lässt Abbas ins Leere laufen
Der Westen drängt in Nahost auf direkte Friedensgespräche in Nahost -*doch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas stellt sich stur. Er will nur reden, wenn Israel keine Siedlungen mehr baut. Genau das plant Jerusalem und ignoriert alle Forderungen und Ultimaten.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...709065,00.html
- #20 30.07.2010 03:54 von
Abbas hat keine Wahl
Unabhängig davon, wie man die gesamte Situation bewertet: Abbas ist ein Volksvertreter und muss als solcher handeln.
Das heisst, er kann gar nicht anders als diese Mindestvoraussetzungen für direkte Gespräche zu fordern. Andernfalls würde er gegen sein Volk agieren und die allerletzte Legitimation verlieren. - #21 30.07.2010 09:22 von Hagbard Celine
...
Was haben denn die Syrer gemacht als sie noch denn Golan hatten? Richtig, sie haben weitreichende Artillerie aufgestellt, die ununterbrochen nach Israel geschossen hat. Würden Sie als Geschädigter einem Gegner diese Möglichkeit zurückgeben? Ohne echte Friedensgarantie? Leider haben die arabischen Nachbarn Israels schon öfter nachgewiesen, daß ihr Wort oder ihre Unterschrift unter Verträge nicht wert sind. Das liegt an der insgeheim im gesamten arabischen Raum vorherrschenden Meinung, daß Israel kein Existenzrecht besitzt.
Ich würde den Golan auch nicht räumen wenn evtl. mein Überleben davon abhängt. Übrigens ist die Kontrolle über das Wasser ein Nebeneffekt, Israel hat niemanden angegriffen um den Golan und die Wasservorräte zu erobern. - #22 30.07.2010 09:54 von
Israels überleben hängt vom Golan ab?
Israel ist die größte Militärmacht im Nahen Osten und verfügt als einziger Staat in der Region über Atomwaffen. Auch dergroße Bruder in Washington hält schützend seine Hand überIsrael.
Die Kontrolle über das Wasser ist eben kein Nebeneffekt, sondern ein wichtiges Element in Israels Politik. - #23 30.07.2010 10:44 von
o
Bis 1967 terrorisierten syrische Soldaten von den Golanhöhen aus israelischen Zivilisten im Tal durch Beschuss. Allmählich kam die wichtige landwirtschaftliche Produktionen ins Stocken, weil israelische Traktorfahrer als Zielscheiben für syrische Scharfschützen dienten, und dadurch die Felder nicht mehr bestellt werden konnten.
Und an der Sache mit dem Wasser ist tatsächlich was dran, allerdings sollten Sie sich von Ihrer eigenen Propaganda lösen, denn es waren die Syrer, die den Versuch unternahmen Israel das Wasser nehmen.
"Bereits seit 1964 versuchte Syrien, den Wasserzufluss zum Jordan als wichtigste Wasserquelle Israels abzuschneiden.[6] Die vollständige oder teilweise Rückgabe der Golanhöhen an Syrien soll nach israelischer Position nur im Zuge eines vollwertigen Friedensvertrages erfolgen,..."
http://de.wikipedia.org/wiki/Golanh%...sche_Bedeutung
Und der Rest Ihres Beitrages bewegt sich im üblichen Rahmen dessen, was "Israel-Kritiker" zwecks Verharmlosung vorbringen. - #24 30.07.2010 12:54 von
- #25 30.07.2010 23:10 von
Ach so Propaganda
Naturgemäß schmerzt jeder getötete oder verschleppte Soldat!
Aber Sie können es glauben oder nicht: Ich habe bei Gesprächen mit israelischen Soldaten und Reservisten immer wieder erfahren, daß sie durchaus auch um die getöteten Palästinenser trauern. Ich hoffe ich schreibe das Zitat der richtigen zu (Golda Meir): Das ihr unsere Kinder tötet, werden wir euch irgendwann verzeihen, aber das ihr uns zwingt eure Kinder zu töten, werden wir euch nie verzeihen.
Ach so, lesen kann ich seit über fünfundvierzig Jahren und auch denken..... - #26 31.07.2010 09:15 von
So sieht Propaganda aus
Das israelische Presseamt hat mit einer Werbe-E-Mail für Aufregung gesorgt: Mit der Botschaft "Es gibt keine humanitäre Krise in Gaza" verwies das Amt auf ein Luxusrestaurant in Gaza-Stadt und sandte die Botschaft an Korrespondenten aus aller Welt.
http://www.tagesschau.de/ausland/gazastreifen346.html - #27 31.07.2010 14:06 von
"Grenzen von 1967", so wird das nix!
Die Waffenstillstandslinie von 1948 (also die "Grenzen von 1967") wird mittlererweile von der UN favorisiert. Allerdings waren die Araber die Ersten die UN-Resolutionen, die völkerrechtlich nicht bindend waren, abgelehnt haben. Und dieses Recht haben die Israelis auch, oder? Weil sich die staatlosen palästinensischen Araber in einer Grau-Zone internationalen Rechts bewegen werden arabischer Terror und Raketenbeschuss nicht in UN-Resolutionen verurteilt, noch ein Grund UN-Resolutionen die einseitig gegen Israel gehen abzulehnen. Folglich macht es eben KEINEN Sinn, dass die Araber STURR an der Waffenstillstandslinie von 1948 festhalten, nur weil die UN das vorschlägt.
Und nur mal nebenbei: Die Forderung nach Siedlungsstopp wurde von den Arabern damit begründet, dass die Israelis sonst die Verhandlungen in die Länge ziehen, um jüdische Siedlungen im Westjordanland und Wohnungen in Ostjerusalem weiterzubauen. Hmmmm, was folgt denn daraus, dass Abbas es ablehnt sich mit Juden an den Verhandlungstisch zu setzen? Weiß doch jeder: indirekte Verhandlungen kosten Zeit und führen wahrscheinlich nicht zu einem Ergebniss --> Siedlungsbau im WJL und Wohnungsbau in OJL geht weiter!!!
Was die Israelis nach 1967 getan haben und wie sie Araber behandelt haben, war nicht in Ordung. Von daher war die erste Intifada wirklich nötig. Aber im folgenden Friedensprozess haben die arabischen Parteien es bis heute nicht geschafft ihre Satzungen zu ändern (vonwegen Zerstörung Israels als oberstes Ziel). Das war die minimalste "Forderung" die in einem Friedensprozess gestellt werden kann. Und jetzt weigern sie sich mit Juden an einen Verhandlungstisch zu setzen? Da muss echt mal was kommen.
Nun zur oben zitierten Frage: Wenn Israel den Vorschlag, die Waffenstillstandslinie von 1948 zwischen Israel und den arabischen Staaten Ägypten, Syrien, Jordanien usw. als Grenze zwischen Israel und einem palästinensischen Staat zu nehmen, annimmt, WORÜBER SOLL DANN NOCH VERHANDELT WERDEN? Antwort (wenn ich mal ganz wild raten darf): Wie und wie schnell wird das neue arabische Staatsgebiet zur juden-freien Zone und militärischen Hochburg für den Terror.
Glaubt hier jemand in diesem Forum, dass es noch Juden in Ostjerusalem (inkl. Tempelberg, Klagemauer usw.) geben dürfen wird, wenn OJL die Hauptstadt des arabischen Staates Palästina wird? Das ist eines der Probleme an dem Forderungspacket der arabischen Palästinenser.
Ich drück mal die Daumen, dass die palästinensischen Araber bald zu einem eigenen überlebensfähigen Staat kommen. - #28 31.07.2010 20:43 von
warum solen keine Juden in Ost-Jerusalem und Palästina leben dürfen?
Beispielfall: Türkische Einwanderer gründen in einer deutschen Kleinstadt eine Dönerkette. Ein Deutscher Imbissbuden-Besitzer geht Pleite und verliert seine Lebensgrundlage.
Vorschlag A: Der Deutsche organisiert sich und probt den gewaltsamen "Widerstand" gegen die Ausländer, schließlich leidet er das gleiche Schicksal wie ein Araber in den 1930ern in Palästina.
Vorschlag B: Der Deutsche sucht sich eine andere Arbeit oder zieht in eine andere Stadt.
Sie wählen A? Warum nicht einen friedlichen Kompromiss wie bsp. den Teilungsplan der Peel-Kommission von 1937?
--> friedliche Bevölkerungstransfers zum Aufbau von homogenen Bevölkerungen, mit finanzieller Unterstützung für Araber, die 50 km weiter östlich oder südlich einen eigenen Staat bekommen hätten, also Autonomie die sie 1000 Jahre lang nicht in der Lage waren sich selbst zu erarbeiten
Klingt das menschen-unwürdig? Sicherlich keine angenehme Situation für etwa 20% der arabischen Bevölkerung um Jerusalem, aber in der damaligen Zeit? Durch die Gründung arabischer Staaten durch Briten und Franzosen (Irak, Syrien, Jordanien, Ägypten, Libanon, wenn man so will alles außer der Landstrich um Jerusalem) wurden Minderheiten wie Kurden, christliche Araber und Juden (ca. 400.000) unter die Schari'a gestellt OHNE das Recht auf Selbstbestimmung oder einer Option. Siehe auch Indien: mehr als 10 Mio. Zwangsumsiedlungen und eine dreiviertel Million Tote nur weil 20% muslimische Bevölkerung nicht bereit war in einem von indischen Hindus dominierten freien Indien zu leben (Entstehung von Pakistan und Bangladesh).
Man sollte auch berücksichtigen dass die jüdischen Flüchtlinge die Zusage der damals amtierenden britischen Regierung für einen eigenen Staat gehabt haben und durch zionistische Propaganda ("Land ohne Volk, für ein Volk ohne Land") verführt worden sind. Dazu kommt dass nach der Gründung Israels fast jeder zweite Jude in Israel von Arabern vertrieben worden war (das ist das Schicksal einer der erwähnten Minderheiten in den frisch entstandenen arabischen Staaten). Daß die rücksichtslosen Juden des heutigen Israel damals einen Eroberungskrieg gegen die Araber begonnen haben würde ich folglich als Propaganda einstufen und trifft nur für extremistische Juden zu. - #29 31.07.2010 20:52 von
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