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Streit um Senkaku-Inseln: "Handelskrieg wäre größere Gefahr als militärischer Konflik

AFPZwischen China und Japan eskaliert der Streit um das rohstoffreiche Senkaku-Archipel. Zehntausende Demonstranten gingen in China auf die Straße, es gab Ausschreitungen gegen japanische Unternehmen. Im Interview erklärt der Politikwissenschaftler Eberhard Sandschneider, warum keines der Länder nachgeben wird - und wann die Folgen des Streits Europa treffen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...855788,00.html
  1. #1

    Keine Angst. Die chinesischen Medien weisen bereits darauf hin, dass ein Boykott japanischer Waren China selbst sehr schaden würde. Da die Medien zensiert sind, gehe ich davon aus, dass die chinesische Führung die Leute etwas Dampf ablassen lässt -selbstverständlich gewaltlos- und dann zur Tagesordnung übergeht.
  2. #2

    Das Problem liegt im internationalen Recht

    Es wird höchste Zeit, dass eine Insel mit weniger als 10 000 qkm
    keinerlei Rechte begründet, außerhalb der Dreimeilenzone wirtschaftliche Rechte irgendwelcher Art geltend zu machen.
  3. #3

    Wenn es in einem Land wie China, wo überall Polizeipräsenz herrscht und man bei einer Versammlung von ca. 4 Leuten schon nach dem Ausweis/ Visum gefragt wird, eine solche Demonstration gibt, dann weiß man, dass diese zentral gesteuert wird. Die ganzen armen Bauern und Wanderarbeiter gehen gerne für 50 Kuai auf die Straße zum demonstrieren. Auch Studenten wird man so gewinnen können.

    So lässt sich wunderbar von internen Problemen ablenken.
    Z.B. von Fang Daguo, Hohe Beamte die junge Frauen vor ihren 3-jährigen Kindern verprügeln (in Shandong Binzhou) oder dem katastrophalen Katastrophenmanagement nach dem Erdbeeben in Yunnan.
  4. #4

    Einfach mal auf die Landkarte schauen!

    Die besagten Inseln liegen mehr als 2000km vom japanischen Staatsgebiet entfernt (in der Nähe von Taiwan, ehemals schon von Japan besetzt) und weit außerhalb japanischer Seegrenzen. Vielleicht nochmal über die eindeutige Parteinahme durch Verwendung des Begriffes "Senkaku-Inseln" nachdenken, Spiegel? Das ist doch nichts weiter als ein erneuter Versuch Japans, einen Fuß in die Tür zum asiatischen Festland zu bekommen... Wozu das beim letzten Mal geführt hat, war ja 1937 sehr gut zu beobachten. Die Chinesen werden keinesfalls zulassen, dass dies noch einmal passiert.
  5. #5

    Wenn man solche Meldungen hört, dann ist man doch froh Europäer zu sein. Könnte die EU nicht ein passender Schlichter sein?
  6. #6

    Bin gerade in China

    und erlebe die Diskussionen der Chinesen, die auch hin und hergerissen sind zwischen "kämpfen" oder "nicht kämpfen". Das tiefsitzende psychologische Problem dieser Region ist immer noch - und das sollte man nicht unterschätzen- dass die Japaner es bis heute nicht "geschafft" haben, sich für ihre unglaublichen Kriegsverbrechen - nicht nur in China - zu "entschuldigen" bzw. sich dazu überhaupt zu bekennen. Ganz anders als wir Deutschen. Es wäre vieles politisch einfacher, wenn Japan diesen Schritt täte. Und es ist Aufgabe aller anderen Nationen, aber vielleicht vor allem der amerikanischen Seite, die Japaner genau darauf hinzuweisen. Die Chinesen, vor denen sich auch andere Länder "fürchten" mögen, haben in dieser Beziehung wirklich Minderwertigkeits- und "Opfergefühle" und viele ihre Reaktionen resultieren nicht nur, aber auch daraus. Sie empfinden - ohne Entschuldigung der Japaner - diese nach wie vor als brutale und potentielle Aggressoren. Und psychologisch ist das auch verständlich. Ich denke, wichtig ist, dass alle vernünftig miteinander reden, um eine Lösung zu finden. Wenn es um wirtschaftliche Interessen geht, dann wäre ein supranationales Konsortium das Ideal, aber wie im Beitrag beschrieben, natürlich schwierig zu realisieren sein.
  7. #7

    Und welche Medien, Wolooloo, lesen Sie sonst noch? Das Chinabild, dass Sie hier vermitteln, geht vielleicht konform mit dem Spiegel, hat aber mit der Lebenswirklichkeit der Chinesen nichts zu tun...
  8. #8

    Senkaku und South China sea - chinesischer imperialismus eben; In afrika, (burma) und der mongolei kann man geld noch alles kaufen, aber wo keine leute und industrie hilft das geld auch nicht weiter. Als naechstes werden dann ansprueche auf alle chinatowns und china restaurants erhoben. Zutrauen kann man es den ganzen raffgierigen in kleptokraten in peking allemal. Vielleicht war Londons chinatown ja auch schon auf irgendeiner mittelalterlichen karte drauf.
  9. #9

    Zitat von mwinter Beitrag anzeigen
    Die besagten Inseln liegen mehr als 2000km vom japanischen Staatsgebiet entfernt (in der Nähe von Taiwan, ehemals schon von Japan besetzt) und weit außerhalb japanischer Seegrenzen.
    Die bewohnten Inseln Yonaguni, Iriomote, Hatoma etc. befinden sich näher an den Senkaku-Inseln als das Taiwanesische Festland, wie man bei Google Maps deutlich erkennen kann.

    Zitat von yinyangjens Beitrag anzeigen
    und erlebe die Diskussionen der Chinesen, die auch hin und hergerissen sind zwischen "kämpfen" oder "nicht kämpfen". Das tiefsitzende psychologische Problem dieser Region ist immer noch - und das sollte man nicht unterschätzen- dass die Japaner es bis heute nicht "geschafft" haben, sich für ihre unglaublichen Kriegsverbrechen - nicht nur in China - zu "entschuldigen" bzw. sich dazu überhaupt zu bekennen. Ganz anders als wir Deutschen. Es wäre vieles politisch einfacher, wenn Japan diesen Schritt täte. Und es ist Aufgabe aller anderen Nationen, aber vielleicht vor allem der amerikanischen Seite, die Japaner genau darauf hinzuweisen. Die Chinesen, vor denen sich auch andere Länder "fürchten" mögen, haben in dieser Beziehung wirklich Minderwertigkeits- und "Opfergefühle" und viele ihre Reaktionen resultieren nicht nur, aber auch daraus. Sie empfinden - ohne Entschuldigung der Japaner - diese nach wie vor als brutale und potentielle Aggressoren. Und psychologisch ist das auch verständlich.
    Das mit den fehlenden Entschuldigungen ist eine Lüge, wie Sie gerne hier nachlesen können:
    List of war apology statements issued by Japan - Wikipedia, the free encyclopedia


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