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Streit um Rechtsruck: Burschenschafter hetzt gegen Nazi-Widerstandskämpfer
SPIEGEL ONLINENeuer Eklat in der Deutschen Burschenschaft: Ein hoher Funktionär hetzt in einem Leserbrief gegen den Theologen Dietrich Bonhoeffer - und bezeichnet dessen Kampf gegen das NS-Regime als "Landesverrat". Dem Dachverband droht nun die nächste Zerreißprobe.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...826757,00.html
- #60 11.04.2012 17:18 von
- #61 11.04.2012 17:22 von
Total bekloppt
Ich war Corps Student. Sicherlich; die Corps haben immer etwas abfaellig auf die Burschenschafter herabgeschaut. Dieser "Funktionaer" ist mit seiner Aussage sicherlich einer der Gruende. In den Corps gibt/gab es solch einen Unfug nicht.
Ebenso hatte mir ein lieber Freund-mein Pfarrer, mir den Dietrich Bonhoefer nahegebracht.
Eine ausserordentliche Person; durchaus eines Nobel Preises wuerdig post hum....
Das "ding" hier ist ein unerhoerter Skandal... - #62 11.04.2012 17:29 von
Stillstand
Damals waren die Burschenschaften noch Revolutionäre. Für die Kommunisten waren sie nur noch ein reaktionäres Pack, das im braunen Sumpf stecken geblieben ist. Viele Verbindungen konnten sich aus diesem Sumpf befreien, manche aber offensichtlich nicht.
Ich war zwar selbst nie Mitglied einer Verbindung aber häufiger als Gast anwesend. Braunes Gedankengut habe ich dabei nie vernommen. Leider kann man das nicht verallgemeinern.
Die meisten Burschenschaften dürften wohl eingetragene Vereine sein. Die kann man Dank unserer Gesetze zum Glück nicht so leicht nach Gutsherrenart auflösen. - #63 11.04.2012 18:03 von
Unwürdig
eines Akademikers sind diese ehrabschneidenden Äußerungen zu Bonhoeffer. Es wurde bereits mehrfach erwähnt: Bonhoeffer hat unter Einsatz seines eigenen Lebens dazu beigetragen, daß das Böse in Deutschland nicht den Sieg davonträgt. Als Christ und als Alter Herr einer Korporation schäme ich mich für diese Verunglimpfung eines Mannes, dessen Mut und Opferbereitschaft das genaue Gegenteil dessen ist, was die Nazibande und ihre Anhänger bis heute verkörpern. Bonhoeffer war übrigens selbst korporiert (Tübinger A.V. Igel).
- #64 11.04.2012 18:18 von
Deutsche Burschenschaft : Kurzportrait
Fuer wen der Einsatz fuer das Vaterland ein moralischer Wert ist, der ist rechts. Wer das Vaterland dann noch unabhaengig von den tatsaechlichen Landesgrenzen definiert ist eindeutig rechtsextrem. - #65 11.04.2012 18:25 von
- #66 11.04.2012 18:28 von
Der "Witz" ist wohl, dass der Artikel in der raczekschen Zeitschrift zum Leserbrief sehr positiv über Farbenbruder Dietrich Bonhoeffer berichtet haben soll. :-)
Die Raczeks sind halt das Paradebeispiel des Problems der DB, da darf jeder gerade alles sagen, was er will, auch wenn es ein verachtenswerter Leserbrief zu einem beachtenswerten Artikel ist.
Ich will hier aber mal kein falsches und völlig unangebrachtes Mitleid mit den Raczeks und auch nicht der DB aufkommen lassen; alles erwachsene Männer. - #67 11.04.2012 18:40 von
Mit anderen Worten...
...alle, die nicht Ihrer Ansicht sind, sind bescheuert.
Ich weiß eine ganze Menge über "diverse Vorgänge über die man nicht so spricht", und trotzdem lerne ich noch ständig dazu.
Mich ernsthaft in der von Ihnen gezeigten Art und Weise über Personen zu erhöhen, die eine Sache anders sehen, würde mir dennoch nicht einfallen. - #68 11.04.2012 18:55 von
nicht gegen, sondern für
Das sehe ich anders.
Es erscheint mir sinnvoller, mit aller Kraft und allem Einsatz für das Bessere zu wirken. Und wenn wir das Bessere noch nicht kennen, dann reicht es vielleicht vorerst aus, das erkennbar Schlechtere zu lassen.
Der Kampf gegen einen wie auch immer gearteten '-ismus' könnte uns zu Gleichartigen machen. - #69 11.04.2012 18:56 von
Weil die Buxen in der DB - oder genauer: der Burschenschaftlichen Gemeinschaft - eine nicht zu übersehende Affinität zu diesen 12 Jahren pflegen. Wie Sie selber sagen, die deutsche Geschichte umfaßt mehr als nur den Nationalsozialismus. Komischerweise dreht es sich bei den Buxen in Vorträgen, Festschriften, Diskussionen und Leserbriefen immer und immer wieder um diese Zeit und wie übel dem deutschen Volk da doch mitgespielt wurde. Das scheint dem Burschenschafter von heute ein innerer Zwang zu sein.
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