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Streit um Rechtsruck: Burschenschafter hetzt gegen Nazi-Widerstandskämpfer

SPIEGEL ONLINENeuer Eklat in der Deutschen Burschenschaft: Ein hoher Funktionär hetzt in einem Leserbrief gegen den Theologen Dietrich Bonhoeffer - und bezeichnet dessen Kampf gegen das NS-Regime als "Landesverrat". Dem Dachverband droht nun die nächste Zerreißprobe.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...826757,00.html
  1. #50

    Zitat von toe Beitrag anzeigen
    zu 2. Ich kann mich auf jedenfall besser einschätzen als Sie :)

    zu 3. Sie haben also keine einzige Geschäftsbeziehung? Vitamin B ist wichtig im späteren Leben. Wenn ich an der Uni bin und gute Arbeit leiste kann ich mir von meinem Professor eine Empfehlung abholen.
    Glauben Sie bloß nicht den Gerüchten, dass jeder Verbindungen Seilschaften sind. Das ist in der modernen Wirtschaft nicht mehr möglich und auch gut so.
    zu 2. sehr wahrscheinlich richtig.

    zu 3. ich habe eigentlich den perönlichen Werdegang gemeint.
    Im Geschäftsleben sind diese Beziehungen leider wichtig und werden auch von mir hin und wieder genutzt. Dafür werde ich von meinem AG auch bezahlt, wobei es für mich klare Genzen gibt.
    Und was die "Gerüchte" betrifft, da habe ich schon viel zu viel erlebt.
  2. #51

    Zitat von Acalot Beitrag anzeigen
    Die Problematik stellt sich wie folgt dar, es gibt eine Reihe kleiner rechtsextremer Burschenschaften die einer Anzahl grosser normaler Burschenschaften (nicht rechtsextrem) gegenüberstehen innerhalb der DB.
    Das die gesamte DB rechts-extrem ist, koennen sie der Selbstbeschreibung auf der Webseite der DB entnehmen.
  3. #52

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Neuer Eklat in der Deutschen Burschenschaft: Ein hoher Funktionär hetzt in einem Leserbrief gegen den Theologen Dietrich Bonhoeffer - und bezeichnet dessen Kampf gegen das NS-Regime als "Landesverrat". Dem Dachverband droht nun die nächste Zerreißprobe.

    Streit um Rechtsruck: Burschenschafter hetzt gegen Nazi-Widerstandskämpfer - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
    Einen Menschen, der mit seinen urchristlichen Überzeugungen der Barbarei entgegengetreten ist und dies nur ein paar Tage vor dem Zusammenbruch nach einem schändlichen Urteil mit seinem Leben bezahlt hat, zum "Landesverräter" zu pervertieren: solches entspringt der übelsten Gesinnung! Gerade der mutige deutsche Theologe hat dazu beigetragen, dass zumindest Teile der Zivilisation seines zum Unrechtsstaat verkommenen Vaterlandes in der internationalen Wahrnehmung erhalten geblieben sind und Deutschland wieder zu einer Kulturnation ersten Ranges werden konnte!
  4. #53

    Zitat von Acalot Beitrag anzeigen
    Die Problematik stellt sich wie folgt dar, es gibt eine Reihe kleiner rechtsextremer Burschenschaften die einer Anzahl grosser normaler Burschenschaften (nicht rechtsextrem) gegenüberstehen innerhalb der DB.
    Da bei den wichtigen Abstimmungen aber jede Burschenschaft unabhängig ihrer personellen Stärke eine Stimme hat ist es sehr schwer für die normalen die anderen los zu werden.
    Ich akzeptiere diese Ausreden nicht. Und besonders die Hardcore-Ösis von Olympia und Teutonia Wien oder die Danubia München, die Raczeks zu Bonn sind keine kleinen Randgruppen, sondern bestimmende Bünde der BG. Bisher reagieren die Bünde der DB bei berechtigter Kritik von aussen an dem braunen Burschengesindel nur mit Zusammenrücken statt mit innerer Reinigung.
    Und mit dem Alt- und Neo-Nazi als Verantwortlichen für ihr Zentralorgan und für das hier diskutierte Statement.
    Braunes Gesindel ist kein Alleinproblem der DB, aber nirgends sonst sind sie derart organisiert und einflussreich.
    Schluss mit der Toleranz gegen die tatsächlichen Landesfeinde.
    Keine Alt- und Neo-Nazis in der Führung der DB.
    Sonst kündigen Euch wirklich alle anderen Verbindungen jede Kooperation.
    Der Fbr. aus Heidelberg hat leider Recht, wenn er beklagt, dass sich das Kooperationswesen immer mehr dem liberalen und sozialdemokratischem Teil unserer Gesellschaft verschließt ... das ist eine bedauerliche Entwicklung, schließlich könnten die gemeinschaftsorientierten Werte des Verbindungswesen durchaus eine Antwort auf die Auswüchse des egoistischen Turbokapitalismus sein...
  5. #54

    Oberschicht

    Das man studiert, intelligent ist, Dr. wird usw, schuetzt ja nicht davor das man ein A...l...h ist.
    Ein Land kann nur hoffen, dass in der Oberschicht nicht alle so sind und dafuer sorgen, dass niemand, niemand der Oberschicht blind traut und sich bewusst ist, das Titel nicht vor Dummheit und krimineller Energie schuetzt.
  6. #55

    Corpsstudententum

    Zitat von uwe_semmler Beitrag anzeigen
    Die Korporiertenszene beseht neben den Burschenschaften aus Corps (KCSV, WSC), Landsmannschaften, Turnerschaften und diversen nichtschlagenden Verbindungen (Wingolf, VdSt).
    Ein Rechtsruck ist quer durch sämtliche koservative Korporationen zu verzeichnen. Als Heidelberger Schwabe kann ich sagen, dass auch wir Corps zunehmend mit rechtem Gedankengut und Meinungsfindung konfrontiert werden.
    Eine umfangreiche Pressearbeit und viele "gelenkte" Artikel und Zeitungsberichte in den öffentlichen Medien haben dazu beigetragen, dass sich der Gesamtverband von den Burschenschaften abgegrenzt hat. Nun heisst es nicht mehr Studentenverbindungen, sondern Stundentenverbindungen und Burschenschaften. Dies ist inhaltlich aber nicht korrekt und die betreffenden Verbände wissen dies auch.
    Nur gelingt es den anderen Verbindungen, dass ihre Ansichten nicht an die Öffentlichkeit gelangen. In diesem Punkt stellen sich die Burschenschaften doch etwas ungeschickt an.
    Insbesondere der VdSt in Deutschland vertritt ultrakonservative und nationalistische Ansichten.

    Aus diesem Grund ist das Problem des aufkeimenden nationalen Gedankengutes in der konservativen Verbindungsszene ein verbandsübergreifendes Problem und darf nicht allein an den Burschenschaften festgemacht werden.
    Auch mein Corps kann in dieser Diskussion nicht ausgeschlossen werden.

    Ich finde es wichtig, den Forenteilnehmern meine Gedanken und Bedenken kund zu tun, da es innerhalb des Corpsverbandes nicht möglich ist und sogar mit Ausschlus gedroht wird.

    Sehr geehrter Herr Semmler,

    ich kann Ihnen als Heidelberger Rhenane versichern, dass sie kein Heidelberger Schwabe sind, weil ich gerade ebendiese gefragt habe und Sie weder dort bekannt, noch in irgendwelchen Mitgielderlisten auftauchen. Auch haben sie sich dadurch enttarnt, dass Sie vom Vdst und nicht vom VDSt ([V]erein [D]eutscher [St]udenten) mehrmals gesprochen haben. Einen solchen Fehler würde ein Korporierter niemals machen.

    Ich kann die Forengemeinschaft immer nur wieder darauf Aufmerksam machen dass der Großteil der Verbindungen sich von solchen rechten Spinnern wie sie teilweise in der DB vorkommen aufs Schärfste distanzieren. Für mein Corps und allgemein alle Corps gilt als oberstes Prinzip das sogenannte Toleranzprinzip. Demnach hat jeder das Recht Mitglied bei uns zu werden, unabhängig seiner politischen Meinung (sofern sie nicht Extremistisch ist, weil sich dies selber ausschließt), Nationalität, Hautfarbe oder Konfession. Ich finde es auch traurig, dass Verbindungen, nur weil es eine kleine Gruppe von Spinnern innerhalb der Studentenverbindungen gibt (die es überigens überall gibt und auch in der Verbindungsszene wie überall nur einen kleinen Teil ausmachen) alle Verbindungen über den gleichen Kamm geschert werden. In der Realität haben sich die größten und meisten Verbände klar und deutlich von diesen Meinungen innerhalb der DB aufs aller Schärfste distanziert.
    Herrn Semmler möchte ich am Ende noch mitgeben, dass er, wenn er sich fälschlicherweise als ein Corpsstudent ausgibt und dann solch verunglimpfende Sachen erzählt, keinen Deut besser ist, als die rechten Spinner der DB. Leben und leben lassen und andere Meinungen und Einstellungen tolerieren und aktzeptieren, dann gehts uns allen besser.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ein Corpsstudent
  7. #56

    Zitat von Doctor Feelgood Beitrag anzeigen
    Angenommen, Bonhoeffer hätte wirklich politische und militärische Pläne den damaligen Feindmächten mitgeteilt: wie sollte dies, wenn der Begriff "Landesverrat" als Verunglimpfung gewertet wird, sachlich korrekt definiert werden?
    Ihre zynische Frage offenbart mehr über Ihre Gegnerschaft zu jeder Form von Rechtsstaatlichkeit, als Ihnen vermutlich bewusst ist.

    Mein Vorschlag: versuchte Rettung des Vaterlands. Weil die deutsche Regierung und fast der gesamte deutsche Staatsapparat eine gewissenlose Bande höchstkrimineller Totschläger und Mörder war, war es Pflicht jedes ehrbaren Deutschen, Widerstand gegen diese Verbrecher zu leisten.

    Dass die Naziverbrecher ihre gleichgeschaltete Justiz diese ehrbaren Widerstandskämpfer juristisch verfolgen und ermorden liess, bietet keinerlei Anlass zur Vermutung, dass Gerichtsurteile von Nazigerichten gegen Widerständler in irgend einer Weise rechtsstaatlich abgesichert gewesen wären.
  8. #57

    Zitat von wernerHW Beitrag anzeigen
    Das man studiert, intelligent ist, Dr. wird usw, schuetzt ja nicht davor das man ein A...l...h ist.
    Ein Land kann nur hoffen, dass in der Oberschicht nicht alle so sind und dafuer sorgen, dass niemand, niemand der Oberschicht blind traut und sich bewusst ist, das Titel nicht vor Dummheit und krimineller Energie schuetzt.
    Studiert zu haben ist bedeutet nicht, dadurch ein Mitglied der Oberschicht zu sein.

    Ist ähnlich dämlich wie die Ehevermittlung "ElitePartner: Partnersuche für Akademiker und Singles mit Niveau" ...
  9. #58

    Alle reden von der NPD, aber keiner scheint sich um den braunen Sumpf zu kuemmern, der um die jungen Generationen brodelt. Solche Leute ziehen wir uns zu den Entscheidungstraegern und Justizvollstreckern unseres Landes heran, und keiner merkt was. Liebe Studenten, wie waer's denn zur Abwechslung mal mit einer Protestwelle gegen etwas wirklich relevantes?
  10. #59

    Zitat von ajf00 Beitrag anzeigen
    Das die gesamte DB rechts-extrem ist, koennen sie der Selbstbeschreibung auf der Webseite der DB entnehmen.
    Jetzt bin ich aber gespannt, welcher Teil ist da denn so rechtsextrem ?


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