SPIEGEL ONLINENeuer Eklat in der Deutschen Burschenschaft: Ein hoher Funktionär hetzt in einem Leserbrief gegen den Theologen Dietrich Bonhoeffer - und bezeichnet dessen Kampf gegen das NS-Regime als "Landesverrat". Dem Dachverband droht nun die nächste Zerreißprobe.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...826757,00.html
Nur dass die Struktur der Dachverbände eben doch recht verschieden ist. Wie ihre Steilheit.
@Uwe Semmler: Die Schwaben schämen sich vermutlich schon... Ausgerechnet ein Heidelberger, der behauptet, dass man gemeinsam mit DB-Buxen fechte. Oder überhaupt irgendwie relevant miteinander verkehre. Ausgerechnet in Heidelberg?!???
Dieses Thema ist so lahm. Wir sind hier beim Spiegel, wer erwartet da seriöse Berichterstattung... All die vielen notwendigen Bearbeitungen und Korrekturen des Artikels zeigen das sehr gut...
gestattet...
für was oder wen reicht es nach Ihrer Meinung nicht? Ich will nicht bestreiten, daß es wie im Rest der Menschheit auch auch unter Corpsstudenten rechte Spinner gibt (bin aber nie welchen begegnet), aber sie hätten doch wohl kaum Chancen, ihre Ansichten dem Verband aufzuoktruieren, und das macht den Unterschied.Es reicht nicht, einerseits als Corpsstudent auf die Buxen-Schmuddelkinder zu zeigen und öffentlich zu beteuern, mit denen nichts zu tun zu haben, aber dann andererseits die durchaus vorhandenen Umtriebe in den eigenen Reihen mit dem Hinweis auf die Meinungsfreiheit und das Toleranzprinzip der Corps wegzubügeln.
... aber allenfalls unter anderen Korporierten, und auch da vermutlich nur unter satisfaktionsfähigen, jedenfalls reserviert für geeignetes Publikum und nicht in der Öffentlichkeit, und das macht den Unterschied.Es mag auch durchaus sein, dass die Handvoll ultrarechten Burschenschaften die Korporationen insgesamt politisch diskretitieren, aber das andere, genau so fatale Klischee des saufenden, Ehrenhändel suchenden, elitär-arroganten Verbindungsstudenten wird leider traditionell von den Corps bedient.
Urkomisch! Meine ungebremste Erheiterung ist mit Ihnen ;-)Ich selbst wurde einmal zu fortgerückter Stunde von einem monokeltragenden (!) Curry auf Pistole gefordert, und das war seinen Corpsbrüdern nicht einmal peinlich.
Hat man eigentlich schon eine Stellungnahme der Burschenschaften zu dem Thema vorliegen? Das wäre doch mal an der Zeit; oder ist denen die sprichwörtliche Spucke weggeblieben?
Machen Sie nicht aus der Verlegenheit eine Tugend, denn einem Dachverband, der sich genau wie seine Mitgliedscorps traditionell nur für Fechten, Bier und Würstchen interessiert, so etwas ähnliches wie eine politische Debatte aufdrängen zu wollen, ist wohl auch schwerlich möglich.
Die Burschenschaften sind hingegen immer politisch gewesen und haben entsprechende Forderungen erhoben, das macht den Unterschied.
Wer politisch viel macht, macht halt viele Fehler und wer nichts macht, macht keine Fehler, nur deshalb haben die Corps eine so erfreulich geringe Fehlerquote ;-).
... meine Rede. Aber Sie hatten anscheinend meine Frage nicht verstanden, die sich darauf bezog, daß es einen Unterschied zwischen verbandsbezogener und korporationsstudentischer Innen- und öffentlichkeitswirksamer Außenwirkung gibt, sowie darauf, auf welche von beiden Sie sich in Ihrem vorherigen Statement bezogen haben. Und mir geht es um die Außenwirkung. Und da macht es einen kolossalen Unterschied, ob die Buxen auf dem Burschentag oder in dessen Vorfeld einen rassistischen Antrag niederbügeln - schon dessen Vorhandensein "beweist" für die Medien und die Öffentlichkeit deren grundsätzliche Rechtsradikalität -, oder ob die Cösener dieses Thema niemals hochkommen lassen, weil es keines ist, oder der CC, wie unser Mitforist stormking berichtet, derartige Spinner unter den Bünden intern diszipliniert. Letzteres nimmt in der Öffentlichkeit keiner zur Kenntnis.
Im übrigen haben die Buxen in der DB in ihrer Gesamtheit letzten Ende auch nichts anderes getan als der CC - dem Rassismus als Verbandsziel eine klare Absage erteilt. Es war nichts anderes als der verbandsöffentliche Druck, ein "hört mit dieser Sch...e auf", was zur Rücknahme dieses gewissen Ausschlußantrags führte, der offensichtlich nicht entfernt mehrheitsfähig war. Die öffentliche Wahrnehmung, moderiert u.a. von SPON, erkennt in ihrer Weisheit darin jedoch das genaue Gegenteil.