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Streit um Rechtsruck: Burschenschafter hetzt gegen Nazi-Widerstandskämpfer

SPIEGEL ONLINENeuer Eklat in der Deutschen Burschenschaft: Ein hoher Funktionär hetzt in einem Leserbrief gegen den Theologen Dietrich Bonhoeffer - und bezeichnet dessen Kampf gegen das NS-Regime als "Landesverrat". Dem Dachverband droht nun die nächste Zerreißprobe.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...826757,00.html
  1. #90

    Ich erkläre

    .....................
    mich mit unserer Kanzlerin solidarisch: Als FDJ-ler und Angehörige der Kampfreserve der Partei gebrauchen wir die "bürgerliche" Burschenschaften nur als Kanonenfutter. Für das beiderseits festgefügte Feindbild.

    Und als Sieger der Geschichte grüßen wir nur noch mit: "Freundschaft"! Wer das hier nicht versteht ist nicht nur ein Klassenfeind, sondern auch noch humorlos.) Oder ungebildet. Die Chance ist leider relativ hoch.(
  2. #91

    Gruseln

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Neuer Eklat in der Deutschen Burschenschaft: Ein hoher Funktionär hetzt in einem Leserbrief gegen den Theologen Dietrich Bonhoeffer - und bezeichnet dessen Kampf gegen das NS-Regime als "Landesverrat". Dem Dachverband droht nun die nächste Zerreißprobe.

    Streit um Rechtsruck: Burschenschafter hetzt gegen Nazi-Widerstandskämpfer - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
    Wenn ich daran denke, dass so ein "Individuum" mal Richter werden könnte.....
  3. #92

    Nein

    Zitat von pennywise_the_clown Beitrag anzeigen
    Wenn ich daran denke, dass so ein "Individuum" mal Richter werden könnte.....
    Nein. Zum Richter benötigt man ein zweites juristisches Staatsexamen. (Darüber hinaus dürfte er auch zu alt sein, um noch Richter zu werden.)
  4. #93

    Mindestens

    Zitat von berlino1010 Beitrag anzeigen
    Das ist sicher richtig. Nur hat die DB sich bis heute weder von den Nazi Inhalten und noch den Personen innerhalb der BG distanziert.
    Im Gegenteil legt sie ihr Zentralorgan "Burschenschaftliche Blätter" in die Hände des Alt-Nazi Norbert Weidner.
    Die DB ist sicher nicht mehrheitlich problematisch. Nur die Duldung der Nazi-Provokationen aus München und besonders aus Bonn oder Wien wird den Trend zum Austritt liberaler Bünde aus der DB verstärken - mittlerweile muss man als Burschenschafter auch schon berufliche Nachteile befürchten - und lässt die radikalen und nazistischen Strömungen der BG die Oberhand gewinnen. Es ist Zeit, dass anständige Burschenschafter dem braunen Gesocks innerhalb des Verbandes die Stirn bieten.
    Es ist eine Schande, dieses "Braune" Gesocks unter der Fahne der Meinungsfreiheit als Mit-Bruder dulden zu müssen!
    Hier hilft nur konsequentes Handeln.
    Andernfalls müssen sich Burschenschaften, die nichts damit zu tun haben wollen, die Anwürfe gefallen lassen.
  5. #94

    der Preis der Duldung...

    Zitat von jüttemann Beitrag anzeigen
    Ohne hier Partei ergreifen zu wollen, möchte ich doch kurz auf den Sachverhalt hinweisen:
    "Der Leserbrief erschien im Herbst 2011 als Antwort auf einen Artikel, in dem Bonhoeffer als Vorbild für heutige Burschenschafter skizziert wurde - eine Einschätzung, der der Leserbriefschreiber vehement widerspricht."
    Die hier angegriffene Meinung war somit eine persönliche Gegenrede zu einem in offiziellen Mitgliederpostille der Raczeks veröffentlichten Pro-Bonhoeffer-Artikel.
    Leserbriefe werden auch immer mit dem Vorbehalt abgedruckt, dass sie (im Gegensatz zu den veröffentlichten Artikeln) eben nicht die Meinung der Redaktion darstellen, daraus also eine "Bundesmeinung" der Raczeks zugunsten des Leserbriefschreibers konstruieren zu wollen, geht an der Sache vorbei.
    da haben Sie zweifelsohne Recht, natürlich handelt es sich um "Privatmeinungen". Allerdings kommen gewisse Vorstöße vorzugsweise aus der Mitgliederschaft einer gewissen Handvoll Verbindungen der DB, die i.d.R. unter den übrigen Korporationen einen entsprechenden Ruf genießen, hinter dem langjährige "Bemühungen" stecken, im Falle der Raczeks sogar Jahrzehntelange.

    Das läßt eben doch pauschal auf eine gewisse "Toleranzschwelle" rsp. gar Tradition schließen, auch wenn die Behauptung, daß diese Vorstellungen stets von 100 Prozent der Mitglieder geteilt werden, sicher falsch ist. Diese müssen sich den Schuh aber nun einmal anziehen, das ist der Preis der Duldung, im Zweifel derjenige der Bundesbrüderlichkeit.
  6. #95

    Sippenhaft

    Zitat von Trivalent Beitrag anzeigen
    Es ist eine Schande, dieses "Braune" Gesocks unter der Fahne der Meinungsfreiheit als Mit-Bruder dulden zu müssen!
    Hier hilft nur konsequentes Handeln.
    tja, leider ist es in der Praxis nicht so leicht, gewisse Figuren loszuwerden, vor allem, wenn es sich, wie in diesem Fall, um einen Alten Herren handelt.
    Andernfalls müssen sich Burschenschaften, die nichts damit zu tun haben wollen, die Anwürfe gefallen lassen.
    nein, das sehe ich anders. Verbindung X hat keinen Einfluß auf Verbindung Y und die Zusammensetzung deren Mitglieder, das wäre ja noch schöner.

    Kleingartenverein A hat auch keinen Einfluß auf die Mitglieder des Kleingartenverein B, Ruderklub C nicht auf die von Ruderklub C. DAS sieht jeder ein, nur im Fall der Burschenschaften nicht. Da gilt auf einmal die "Sippenhaft". Warum wenden Sie sie an? Warum muß sich eine linksliberal ausgerichtete Burschenschaft (gibt's auch) für die Radzeks, Danubia oder dergleichen rechtfertigen? Erklären Sie es mir.
  7. #96

    Zitat von box-horn Beitrag anzeigen
    Allerdings kommen gewisse Vorstöße vorzugsweise aus der Mitgliederschaft einer gewissen Handvoll Verbindungen der DB, die i.d.R. unter den übrigen Korporationen einen entsprechenden Ruf genießen, hinter dem langjährige "Bemühungen" stecken, im Falle der Raczeks sogar Jahrzehntelange.
    Ich kenne die Raczeks zu wenig, um das beurteilen zu können.
    Mein eigener Bund konnte diese Tendenzen Ende der 90er glücklicherweise durch mehrere Rauswürfe vermeiden.
    Um in der guten Tradition der Burschenschaft zu stehen, braucht es eben kein extremistisches Denken, auch wenn heutzutage längst nicht nur für Außenstehende "nationaldenkend " und "verfassungsfeindlich" oft ein-und dasselbe ist.
    Wie launisch der Zeitgeist ist und wie fatal es sein kann, ihm kritiklos hinterherzurennen, muss uns nach mehr als 150 Jahren Irrungen und Wirrungen in unserer eigenen Bundesgeschichte niemand mehr erzählen.
  8. #97

    Zitat von box-horn Beitrag anzeigen
    Allerdings kommen gewisse Vorstöße vorzugsweise aus der Mitgliederschaft einer gewissen Handvoll Verbindungen der DB
    Im Grunde ist die DB "fucked up beyond any repair". Die Rechtsausleger sind zwar deutlich in der Unterzahl, haben aber dafür eine Mission und bringen eine Energie auf, der ein normales Verbandsmitglied, welches mit seinem Leben noch was anderes anfangen möchte als nur die DB zu retten, einfach nichts entgegenzusetzen hat. Ich kenne einige Waffenbrüder von der liberalen Gegenseite - vor allem den Stuttgarter Hilaren - und bewundere deren Bemühungen. Letztlich sollte man sich aber irgendwann auch fragen, ob man nicht schon lange ein totes Pferd reitet. So bitter es auch wäre, den altehrwürdigen Verband den Spinnern zu überlassen.

    Fakt ist, daß die Aussage, "wir können da nix tun", von der Öffentlichkeit und besonders auch den anderen Korporationsverbänden nicht mehr akzeptiert wird. Wenn die restlichen Bünde der DB nicht bald Ordnung in den Laden bringen, wird auch mit denen niemand mehr was zu tun haben wollen. Mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen.
  9. #98

    Zitat von stormking Beitrag anzeigen
    Fakt ist, daß die Aussage, "wir können da nix tun", von der Öffentlichkeit und besonders auch den anderen Korporationsverbänden nicht mehr akzeptiert wird. Wenn die restlichen Bünde der DB nicht bald Ordnung in den Laden bringen, wird auch mit denen niemand mehr was zu tun haben wollen. Mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen.
    Meine Authenzität als Heidelberger Schwabe wurde hier gestern in Frage gestellt ("das wurde auch auf corpstalk aufgegriffen").
    Trotzdem handelt es sich hier um ein verbandsübergreifendes Problem.
    Von den wohllöblichen Corps der Republik wird zwar gern "Buxen-Bashing" betrieben, aber um in den gemeinsamen Waffenringen die Pflichtmensuren abdecken zu können, sind die Burschenschaften immer noch gut genug. Des Weiteren werden die unzähligen Korporierten verschwiegen, die mehrere verbandsübergreifende Bänder tragen. Anstatt den Burschenschaften den schwarzen Peter zuzuschieben, sollten auch die Corps überlegen, wie man das Problem in den Griff bekommt.
  10. #99

    Zitat von uwe_semmler Beitrag anzeigen
    Trotzdem handelt es sich hier um ein verbandsübergreifendes Problem.
    Nur in der Hinsicht, daß das von den Braunbuxen erschaffene, negative Bild auf uns alle zurückfällt. Rechtsausleger gibt's in den anderen Verbänden zwar auch, dort scheut man sich aber auch nicht, mal eben ne komplette Aktivitas aus dem Verband zu werfen, wenn's anders nicht geht.

    Zitat von uwe_semmler Beitrag anzeigen
    Von den wohllöblichen Corps der Republik wird zwar gern "Buxen-Bashing" betriebenaber um in den gemeinsamen Waffenringen die Pflichtmensuren abdecken zu können, sind die Burschenschaften immer noch gut genug.
    In den meisten Städten haben gerade die Curries ihre eigenen Waffenringe. Als Heidelberger Schwabe sollten Sie das eigentlich wissen.

    Zitat von uwe_semmler Beitrag anzeigen
    Des Weiteren werden die unzähligen Korporierten verschwiegen, die mehrere verbandsübergreifende Bänder tragen.
    "Verbandsübergreifende" Doppelbändermänner gibt's höchstens eine Handvoll, zumindest bei den Schlagenden.








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