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Streit um Posten bei Euro-Zentralbank: Frankreich brüskiert Deutschland
Mitten in der heißen Phase der Währungskrise liefern sich die beiden wichtigsten Länder einen Machtkampf um die Ausrichtung der Euro-Zentralbank: Deutschland und Frankreich erheben Anspruch auf den Posten des Chefvolkswirts - dabei galt ein deutscher Kandidat als gesetzt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...800584,00.html
- #20 29.11.2011 13:25 von
Ich würde Ihnen gerne zu stimmen
und als typischer Deutscher auch Deutschland einen Teil der Schuld am Debakel zu weisen, aber ich würde dieses gegen besseres Wissen tun.
Ich habe die letzten 20 Jahre in EU-Projekten gearbeitet und direkt mitbekommnen, wie die Gehälter meiner EU-Kollegen - vor allem vom Club-Med - Jahr für Jahr massiv gesteigen sind, während mein Einkommen hier in Deutschland mehr oder weniger stagnierte. Diesem Anstieg beim Club-Med steht auf der Einnahmenseite des Staates nur die massive Steuerhinterziehung gegenüber, denn jeder im Club-Med rechnet sich gegenüber dem Finanzamt arm und ärmer. Das Finanzamt glaubt das sogar, nur die Mafia nicht, sonst wäre die auch schon lange pleite. - #21 29.11.2011 13:46 von
Wenn dem so ist,
... also A. nur zum Nachteil für DEU werden würde, müssten logischer Weise die Staaten, die so an DEU bzw. seiner Kanzlerin rumnörgeln, den A. bevorzugt auf den Posten setzen. Denn er könnte durchaus deren Interessen dienlich sein.
Vor diesem Hintergrund dürfte DEU bzw. die Kanzlerin, die auch keine "Elite"- (wieder so ein provokatoischer Begriff) Bonds möchte, über die Ablehnung des A. seitens Frankreich gar nicht wirklich brüskiert sein.
Die Finanzmärkte dürften allerdings an einem "guten" Chefvolkswirt interessiert sein. Nur wer beurteilt die Qualifikation der Kandidaten objektiv?
Stark jedenfalls war ein solcher und sein "Handtuch werfen" war nur konsequent angesichts der (nicht rechtmäßigen) EZB-Aufkäufe, die h.E. bereits eine Vorform von €uro-Bonds darstellen.
Die EZB ist und muss weiter der Geldwertstabilität verpflichtet sein, nicht die Märkte mit Geld fluten. Da sind wir Deutschen, die zwei Währungsreformen erlitten, sensibel.
Asmussen indess vertritt die Auffassung, dass sich die EZB im Rahmen ihrer Verpflichtung/Ihres Mandats bewegt.
Im Zweifel dürfte er zu den sich pragmatisch Anpassenden gehören.
Machtspiele solcher Art verbieten sich eigentlich in Zeiten der Krise. Sie sind jedoch in ihrer Verantwortungslosigkeit gegenüber den Bürgern Ausdruck einer Politik der kleinen Nadelstiche, deren Zermürbungstaktik durchaus auch Erfolge bringen kann.
Diese Personalie läuft h.E. letztlich auch darauf hinaus, dass die "schwachen" Südländer-Staaten die "stärkeren" Nordländer noch tiefer in die Transferunion zwingen wollen - zum Vorteil der einen und zum Nachteil der anderen. - #22 29.11.2011 15:00 von
- #23 29.11.2011 15:01 von
- #24 29.11.2011 15:09 von
Asmussen weg...
..und mit Steinbrück hinnein!! in die Pleite. Der kann denn nach ein paar Jahren argumentieren:
Ich hab mit Pleiten Erfahrung - ich hol euch da `raus. - #25 29.11.2011 19:45 von
Bequem v unbequem
Ein Italienisch/Franzoesischer Euro wird viel bequemer werden als der Deutsche Wackeleuro der gerade die ganze Welt ins Unglueck stuerzt.
Wenn man davon ausgeht dass man es kaum schlechter machen kann als bisher, dann kann man sogar positives in einer Umbesetzung sehen.
Das wesentliche wird dass die Bundesregierung endlich einmal ueberlegt was Deutschland aus diesem Euroklub will und auch dementsprechend handelt und die Kanzlerin muss einen neuen Satz lernen den sie im Notfall benuetzen kann:
NEIN, da machen wir nicht mit - das ist nicht in unserem Interesse.
Denn wer kein Mitspracherecht hat muss auch nicht mitmachen.
So etwas laessts sich auch leicht ins Italienische und Franzoesische uebersetzen.
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