Forum


 

Streit um Kundendaten: Financial Times flüchtet aus App-Store

Monatelang stritten*Apple und die Financial Times, jetzt hat das britische Blatt genug: Seine Apps für iPhone und iPad gibt es künftig nicht mehr im App-Store zu kaufen, sondern nur noch als web-basierte Anwendung.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...783690,00.html
  1. #1

    gegen titelzwang

    Wie sieht es denn mit den Abo-Daten des Spiegels aus? Wenn ich nicht irre, gibt es ja auch eine Spiegel-App....
    Es mußten ja auch alle Apple hinterher rennen... Das meiste bzw. die meisten Apps gibt es zunächst für iOS (subjektives Empfinden) gleichzeitig beklagt man die Abhängigkeit von Apple bzw. die In-App-Verkäufe o.ä..
  2. #2

    Äpfel und Birnen

    Zitat von dirsch Beitrag anzeigen
    Wie sieht es denn mit den Abo-Daten des Spiegels aus? Wenn ich nicht irre, gibt es ja auch eine Spiegel-App....
    Es mußten ja auch alle Apple hinterher rennen... Das meiste bzw. die meisten Apps gibt es zunächst für iOS (subjektives Empfinden) gleichzeitig beklagt man die Abhängigkeit von Apple bzw. die In-App-Verkäufe o.ä..
    Die Spiegel-App ist kostenlos und zeigt eigentlich nur die Inhalte der Online-Version an. Man könnte diese mit den gleichen Mitteln wie FT genauso offline-fähig machen.
    Da die Spiegel-App kostenlos ist, verdient Apple auch nicht dran.
    Ich würde mich übrigens nicht wundern, wenn Apple demnächst die Möglichkeiten von HTML 5 einschränkt, damit die Verlage den App Store nutzen müssen.

    Es ist bemerkenswert, wie viel Apple an den iPhones und iPads pro Benutzer verdient (selbst am Gerät selber verdienen die schon ordentlich, zusätzlich 30% an jedem gekauften App, Abo oder iTunes-Lied).
  3. #3

    qwer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Monatelang stritten*Apple und die Financial Times, jetzt hat das britische Blatt genug: Seine Apps für iPhone und iPad gibt es künftig nicht mehr im App-Store zu kaufen, sondern nur noch als web-basierte Anwendung.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...783690,00.html
    Recht so, dass die I-Macke endlich mal Gegenwind kriegt.
  4. #4

    Apple muß aufpassen...

    Wenn erstmal eine Bewegung in's Rollen kommt ist es schwer diese wieder aufzuhalten. In 2008 als der Appstore in's Leben gerufen wurde gab es einen unglaublichen Run auch dabei sein zu müssen. Nach ein paar Jahren und einigen Illusionen später rechnen die Betriebswirte kühl durch und stellen fest, hoppla uns fehlen die 30 % die Apple abgreift. Apple selbst bezeichnet dies als Deckungsbeitrag. Warscheinlich ist das Rechenzentrum mit Carrara Marmor und goldenen Türklinken ausgestattet. Nachdem also die erste Euphorie verflogen ist zieht Apple die Zügel an, verbietet In App Verkäufe und mauert. Die Verlage haben ein vitales Interesse an der Kundenbeziehung, Apple auch, schließlich wollen die nicht nur Apps für 79 ct verkaufen, sondern jährlich ein iPhone plus iCloud und iEverything. HTML5 ist übrigens für die die sich noch daran errinnern von Apple dereinst vorgeschlagen worden, denn die Herren aus Cupertino hielten das iPhone in der Form wie es ausgeliefert wurde bereits für perfekt. Wer also weitere Apps benötige solle doch HTML5 nutzen. Komisch, nach 6 mrd. Downloads hat sich die Auffassung geändert. Meine Frage ist, nach FT, wer kommt als nächstes?
  5. #5

    Gut so!

    Endlich kommt aus den Reihen der Verlage Gegenwehr. Ich hatte schon befürchtet, dass alle dem Rattenfänger blind und trunken vor Geld- und Erfolgssucht nachlaufen würden. Bedauerlicherweise hält ein Großteil, auch der deutschen Verlage, an dieser Praxis fest. Man muss aber der FT in der Tat für den Mut Respekt zollen, sich gegen den Trend zu stellen und so möglicherweise Kunden zu verlieren. Würden mehr Verlage auf diese Weise Rückrad zeigen, kämen bald härtere Zeiten auf Apple zu. Ich bin ohnehin davon überzeugt, dass das Unternehmen seinen Zenit überschritten hat. Mit der Masse an Produkten und der unglaublichen Überheblichkeit, mit der Konzern agiert, kommen immer die Fehler. Und das wird sich zweifelsohne rächen. Ich gehe nämlich davon aus, dass mittlerweile die Mehrzahl der Apple Kunden keine "Jünger" sind, denen mittlerweile ja auch der Messias abhanden gekommen sein dürfte.
  6. #6

    .

    bald ists soweit, es wird mehr google fanboys geben als apple jünger, dann wars das mit apples dauer gängelung.

    ich hab vor nem jahr explizit kein neues apple modell bei vertragsverlängerung genommen, ich hatte einfach keine lust mehr auf A) null kontrolle und B) dauergängelung und extremst restriktionen.

    najo was solls, nach gefühlten 1.000 milliarden US$ die man damit verdient hat, passt schon.
  7. #7

    Religionskriege

    Zitat von Methados Beitrag anzeigen
    bald ists soweit, es wird mehr google fanboys geben als apple jünger, dann wars das mit apples dauer gängelung.
    Die Sinnhaftigkeit dieser Systemkriege verschliessen sich mir, ich verwende die Variante mit der sich eine Aufgabe am besten lösen lässt. Die eine Gruppe ist nicht besser wie die andere, manchmal hat man ja schon den Eindruck es handelt sich hier um eine religiöse Auseinandersetzung.

    Auch nüchtern betrachtet geben sich die beiden Gruppen nicht viel. Apple versucht es mit einer konsequenten lock-in Strategie, google mit einer "freiwilligen" all-in-one-Strategie.
    Auch wenn sich google offener "anfühlt", Klarnamenspflicht bei google+ und der Versuch alle Dienste mit einer einzigen ID zu koppeln ergeben am Ende auch wieder ein detailliertes Personenprofil. Aufgrund der vielen erfolgreichen google-Dienste ist dieses Profil sogar viel umfangreicher wie das von apple. Irgendwann wird es auch an der Spitze von google einen Paradigmenwechsel geben, wir werden "google goes evil" erleben und spätestens dann geben sich google und apple nichts mehr.

    Auch als google-Nutzer habe ich mich für meinen Teil zur konsequenten Datensparsamkeit entschlossen, ich sehe auch google nicht als den alleinseeligmachenden Anbieter.
  8. #8

    Bitte lesen, worum es überhaupt geht!

    Liest eigentlich auch mal jemand genau, warum es überhaupt geht? Apple bietet den Abonnenten einen Datenschutz, von dem man bisher nur träumen konnte, sie geben nämlich nicht alle persönlichen Daten an die Verlage weiter. Das stört die natürlich, denn der Weiterverkauf der Adressen ihrer Abonnenten an windige Werbetreibende ist ein willkommenes Zusatzgeschäft. Jeder, der Print-Abos hat, kennt diese zahlreichen Werbebriefe zu genüge. In dem Fall ist also "Apples Gängelung" absolut im Sinne des Verbrauchers. Wie man nun ausgerechnet DAS als Anlass zum Apple-Bashing nehmen kann, ist eher unbegreiflich.

    @KleinerPrinz: Ja, es gibt auch für das iPhone eine SPIEGEL-ONLINE-App, die quasi nur die mobile Webseite darstellt. Aber in dem Zusammenhang hier ist doch eher die DER-SPIEGEL-App relevant, die es für iPhone und iPad gibt und mit der man die E-Paper-Ausgabe des SPIEGELs kaufen und lesen kann. Und ja, damit ist DER SPIEGEL selbstverständlich auch von der vorgenannten Problematik betroffen und alles andere als neutral. Als langjähriger SPIEGEL-Abonnenten leider ich auch unter unverlangten Werbeangeboten und wäre froh, wenn meine Adressdaten durch mein Abo nicht zum Freiwild geworden wären. Allerdings muss ich zugeben, dass man beim SPIEGEL auch einen Vorteil durch die direkte Registrierung hat, denn dadurch hat man zusätzlich zum Zugriff innerhalb der App auch Zugriff auf die PDF-E-Paper-Ausgabe im Browser.
  9. #9

    Da bleibt mir die Luft weg. Hier riecht es streng nach PR

    Zitat von gewappnetTS Beitrag anzeigen
    Liest eigentlich auch mal jemand genau, warum es überhaupt geht? Apple bietet den Abonnenten einen Datenschutz, von dem man bisher nur träumen konnte, sie geben nämlich nicht alle persönlichen Daten an .....
    Also wenn Apple sich zwischen Anbieter und Kunde drängt dient dies zur Sicherung der Persönlichkeitsinteressen des Kunden? Und Apple selbst will die erhobenen Daten vermutlich nur sicher vor der bösen Welt verwahren, gelle, ich verstehe Sie richtig? So uneigennützig, bewundernswert!

    Für wie blöd halten Sie den gemeinen Foristen eigentlich?


TOP



TOP