Wer seinen Boss als "Wichser" beschimpft und*die Firmenleitung als "Arschlöcher",*muss mit fristloser Kündigung rechnen. Ein Lagerist behält seinen Job trotzdem, entschieden jetzt Mainzer Richter: Auf den Einzelfall kommt es an. Und darauf, ob der Vorgesetzte sich richtig verhalten hat.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...803453,00.html
Naja, so unspassend ist der Sinnspruch evtl. nicht.
Für mich klingt es so, als ob der "Chef" verärgert über die Krankmeldung war und dem Lageristen ein "bischen Druck" machen wollte. Ein leider absolut übliches Vorgehen um möglichst viele Krankmeldungen zu vermeiden.
In diesem Fall wären die eigentlich völlig harmlosen Worte des Vorgesetzten moralisch sogar deutlich schlimmer als die Beleidigungen des Angestellten, da der Vorgesetzte seine Macht mißbrauchen würde...
Wie man in den Wald ruft, so ....
Es gibt dermassen niveaulose Vorgesetzte und als Mitarbeiter muss ich jeden Tag den inneren" Schweinehund " bekaempfen um mich nicht auf das gleiche Niveau zu begeben.
Mein frueherer Chef bezeichnete meine Kolleginnen mir gegenueber als " der Puff da draussen" und ich haette am Liebsten geantwortet: Es gibt Frauen, die suchen sich ihren Luden eben selbst aus.
Und ich habe, ich MUSSTE mir fast die Zunge blutig beissen, damit es mir nicht "rausflutscht". Leider haben mich meine Eltern Anstand Respekt gelehrt. Und heute frage ich mich -wieso?
Vorgesetzte und Arbeitgeber haben auf Grund der hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland einen extremen Vorteil und wenn sie Arbeitnehmer wie Dreck behandeln, niemand schuetzt den Arbeitnehmer vor emotionalen "Ausrutschern".
Das heutige Urteil- Vorsicht, ich bin kein Freund von arbeitsscheuen Laestermaeulern- ist ein kleiner Schritt, den Arbeitnehmer- der in einem "verrohten Betrieb" arbeitet- zu schuetzen und den Arbeitgebern zu zeigen: In Deutschland gibt es Arbeitnehmer, keine Sklaven!
Einerseits sollte sich jeder soweit unter Kontrolle haben, dass er sich nicht zu solchem Verhalten und solcher Sprache hinreissen lässt - sowohl im Privat- als auch im Berufsleben. Andererseits sind Menschen Menschen und keine Engel. Das gilt für Chefs ebenso wie für Untergebene. Die Frage ist, ob sich nach einem klärenden Gespräch und einer Entschuldigung, wieder ein Vertrauensverhältnis aufbauen lässt. Dazu muss man als Chef auch schon einmal vom hohen Ross steigen. Es gibt genügend Fälle, in denen Chefs, sich auf ihre Machtposition verlassend, zu unpassender, um nicht zu sagen beleidigender Sprache, hinreissen liessen und der Untergebene hat es, vielleicht nicht widerspruchslos, letztendlich hinnehmen müssen. Wer austeilen will, muss auch einmal einstecken können.
In meiner 3. Woche als Taxifahrer wurde ich von einer Grippe niedergestreckt und musste die Schicht abbrechen. Ein Fahrgast hatte mich angesteckt. Ich ging zum Arzt und schickte sofort den Krankenschein in die Firma. Am nächsten morgen klingelte Punkt 7 Uhr morgens das Telefon. Mein Chef war dran und weil er nicht grad als Menschenfreund durchgeht war der Tonfall entsprechend. Kurzum: Er war nicht damit einverstanden, dass ich 3 Tage krankgeschreiben war.
Ich sagte ihm ganz ruhig, vielleicht wäre er einverstanden damit, dass ich meine Fahrgäste im Taxi anstecke. Da fiel ihm nix mehr ein und das Thema war durch.
In solchen Momenten hilft ein entwaffnender Spruch mehr, als gleich auszurasten.
Mein Tipp: Ruhig bleiben und Kopf schütteln.
Was ist denn das für eine halbgare Geschichte... ob ein Fahrgast Sie angesteckt hat, ist reine Spekulation und zudem völlig irrelevant. Und warum Sie Ihren Spruch für entwaffnend halten, ist mir auch nicht klar. Glauben Sie ernsthaft, der Chef erblaßt vor Sorge, wenn irgendwelche Taxi-Zufallsgäste ein x-prozentiges Risiko eingehen, mit Grippeerregern in Kontakt zu kommen? So wie auch in der U-Bahn oder im Büro? Chef sieht Lohnkosten und keinen dementsprechenden Umsatz, und das mit Recht.
was ist denn das für eine halbgare antwort ... und ob die ansteckung durch einen fahrgast oder nicht erfolgte ist für die situation völlig irrelevant, wurde scheinbar im gespräch mit dem chef auch nicht angeführt.
und der chef sieht zu recht lohnkosten und keinen dementsprechenden umsatz? stimmt. heisst das im umkehrschluss das es eine frechheit ist sich krankschreiben zu lassen? die antwort fand ich passen und nicht agressiv (im gegensatz zu ihrer hier, ich leg mich mal im stil auf ihre linie fest mit meinem post).
mal hinterfragt: wie hätte der chef denn in ihren augen (sind sie chef?) reagieren sollen?
ihn zur arbeit prügeln oder gleich entlassen?
was stört sie daran wie die situation gelaufen ist?
liest sich für meine begriffe wie eine antwort aus einer miesen laune heraus.
Wenn aber Chef jemand einstellt, dann muss er mit dem Risiko leben, dass der Arbeitnehmer auch mal krenk wird. Sowas nennt man Betriebsrisiko. Wenn der Mitarbeiter mit der Grippe im Gesicht ein Unfall baut, womöglich mit Fahrgästen im Auto, dann hat der Chef ein erheblich größeres finanzielles Problem als 'nur' die paar Euro Lohnnebenkosten.
Und DAS Thema wird von den Chefs so oder so immer viel zu hochgekocht.