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Streit um Kraftstoffe: Forscher erteilen Bioenergie klare Absage

DPABiotreibstoffe sind heftig umstritten: Kritiker warnen seit langem, dass die vermeintliche Öko-Energiequelle alles andere als umweltfreundlich ist. Jetzt senken Forscher erneut den Daumen: Der Kraftstoff vom Acker könne nicht entscheidend zur Energiewende in Deutschland beitragen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...846484,00.html
  1. #1
  2. #2

    Der Kaiser ist also jetzt offiziell nackt..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Biotreibstoffe sind heftig umstritten: Kritiker warnen seit langem, dass die vermeintliche Öko-Energiequelle alles andere als umweltfreundlich ist. Jetzt senken Forscher erneut den Daumen: Der Kraftstoff vom Acker könne nicht entscheidend zur Energiewende in Deutschland beitragen.

    Bioenergie kann in Deutschland nicht zur Energiewende beitragen - SPIEGEL ONLINE
    Keine dieser Erkenntnisse ist neu, dass hat man alles schon vorher gewusst.

    Die Frage ist also eher: Warum lassen sich Menschen immer wieder gegen jede Vernunft von Ideologen blenden?
  3. #3

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Keine dieser Erkenntnisse ist neu, dass hat man alles schon vorher gewusst.
    Jein. War nicht früher eher der Fakt, dass das Erdöl irgendwann einfach ALLE ist, das große Totschlagargument? Die Luftnummer mit dem Klimawandel und der CO2-Emission kam dann doch erst später, wenn ich mich recht entsinne. Biosprit wurde doch wohl entwickelt, um sich vom Öl autark zu machen, der Kontext in der Energiewende ist relativ neu, oder sehe ich da etwas falsch?

    Die Frage ist also eher: Warum lassen sich Menschen immer wieder gegen jede Vernunft von Ideologen blenden?
    Weil das Volk was zum Draufrumkauen braucht. Das gleiche passierte mit der "Solarenergie" und dem "Feinstaub" sowie mit "Umweltzonen" doch auch!

    Man muss sich allerdings die Frage stellen, inwieweit diese Studie wirklich zu gebrauchen ist. Zur Stormerzeugung Biosprit zu verwenden ist womöglich unsinnig, aber für Kraftfahrzeuge? Die Elektro-Technologie hat noch lange keine Marktreife, und Biosprit mag nicht optimal sein, aber er funktioniert eben.
  4. #4

    Der letzte Satz sagt es deutlich:
    Zitat von Artikel
    Vorrang sollten die Einsparung von Energie sowie die Verbesserung der Energieeffizienz haben.
    E-Mobilität ist noch nicht weit genug entwickelt und kann momentan nur Nischen besetzen. Öl verbrennen wird nicht mehr lange möglich sein und erzeugt zuviele Schadstoffe. Konsequenz kann doch nur sein, effektiver mit dem Brennstoff umzugehen und natürlich, auch wenn es vielen nicht gefallen wird, Energie einzusparen! Dazu muß der Individualverkehr eingeschränkt werden, das Angebot des ÖPNV muß ausgebaut und günstiger werden.
  5. #5

    Einfach nur traurig!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Biotreibstoffe sind heftig umstritten: Kritiker warnen seit langem, dass die vermeintliche Öko-Energiequelle alles andere als umweltfreundlich ist. Jetzt senken Forscher erneut den Daumen: Der Kraftstoff vom Acker könne nicht entscheidend zur Energiewende in Deutschland beitragen.

    Bioenergie kann in Deutschland nicht zur Energiewende beitragen - SPIEGEL ONLINE
    Es ist einfach nur traurig zu sehen, wie die Reichen dieser Erde in ihrer Wahnvorstellung von der Möglichkeit, ihre Lebensbedingungen ohne den masssiven Verbrauch von Resourcen auf dem hohen Niveau halten zu können, mit dem Verbrauch der letzten Tropenwälder und dem Verbrauch der Nahrungsmittel der Ärmsten der Armen zu Bioenergie und Biotreibstoffen, die Menschen in den Hunger und die Umwelt in die totale Zerstörung führen.
  6. #6

    Für ein titelfreies SPON-Forum

    Hochgradig lächerlich...
    Ok, Regenwald roden für Sprit für Europa ist ein Problem und keine Lösung...

    Aber wir in D besitzen eine Natur die nun wirklich haufenweise mehr produzieren kann als an Nahrung gebraucht wird. Was spricht dagegen den Rest der Fläche für Biosprit zu verwenden?
    Also ausser den Leuten die an PV und Co verdienen meine ich jetzt...
  7. #7

    Arm und reich

    Zitat von tangarra Beitrag anzeigen
    Es ist einfach nur traurig zu sehen, wie die Reichen dieser Erde in ihrer Wahnvorstellung von der Möglichkeit, ihre Lebensbedingungen ohne den masssiven Verbrauch von Resourcen auf dem hohen Niveau halten zu können, mit dem Verbrauch der letzten Tropenwälder und dem Verbrauch der Nahrungsmittel der Ärmsten der Armen zu Bioenergie und Biotreibstoffen, die Menschen in den Hunger und die Umwelt in die totale Zerstörung führen.
    Na ja, auch wir Arme brauchen Energie und Mobilität. Schon damit wir den Reichen zur Profitsteigerung zur Verfügung stehen können.

    Biosprit ist aber wohl nicht die Lösung. Schade. Falsch angegangen und in der (Schein-?)Alternative "Mobilität oder Essen" gelandet. Theoretisch könnte jede Menge Biosprit als Abfallprodukt der Nahrungsmittelerzeugung anfallen, aber Forschungen in diese Richtung werden jetzt wohl aus politischen Gründen zumindest in Deutschland keine Gelder mehr bekommen.
  8. #8

    Biomasse

    Was bringt dem Bauern mehr Geld, grüne Rinderweiden oder die entsprechende Fläche als Maisfeld. Man kann den Vergleich auch mit Nahrungsmittelfeldernfeldern wie Getreide etc. durchführen. Gewinnen wird immer der Mais, solange er im Preis über den Grundnahrungsmittelerzeugnisen liegt.Wer sich mal näher mit den Biogas"kraftwerken" beschäftigt hat, wird sehr nachdenklich. Energierzeugung vor Nahrungsmittelproduktion und das weltweit. Kein Wunder, wenn weltweit große Bevölkerungsteile hungern müssen. Sie können oftmals die Preise nicht mehr bezahlen. Bioernergieherstellung für Spritbeimischungen gehören abgeschafft. Sie schaden der Bevölkerung mehr als sie Nutzen stiften können ...
  9. #9

    o.T.

    Zitat von SirTurbo Beitrag anzeigen
    Hochgradig lächerlich...
    Ok, Regenwald roden für Sprit für Europa ist ein Problem und keine Lösung...

    Aber wir in D besitzen eine Natur die nun wirklich haufenweise mehr produzieren kann als an Nahrung gebraucht wird. Was spricht dagegen den Rest der Fläche für Biosprit zu verwenden?
    Also ausser den Leuten die an PV und Co verdienen meine ich jetzt...
    In Deutschland haben wir nicht so viel Land, wie Sie offensichtlich glauben: 4500 Quadratmeter pro Kopf. Wenn Sie davon 1000 Quadratmeter für Bioenergie "freimachen" können Sie - als Öläquivalent - folgende Energiemengen herstellen (sehr optimistische Zahlen ohne Abzug des Eigenbedarfs, bei Raps ca. 50%):

    - Raps: 150 Liter ODER
    - Mais/Getreide für Biogas: 450 Liter ODER
    - Holz: 100 Liter

    ach ja, zum Vergleich:
    - Photovoltaik: 15 000 Liter (!!!)

    Ich bin eher für Multikulti in der Landwirtschaft/Flächennutzung: Diese Flächen würde ich lieber für die extensive Landwirtschaft (Bioland-Anbau etc.) oder für Naturflächen nutzen.


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