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Streit um IP-Adressen: Datenschützer legt sich mit Web-Werbern an

Keine Google-Anzeigen, weg mit dem Zählpixel: Niedersachsens Datenschützer rüttelt an den Grundfesten der Online-Wirtschaft - und will die Weitergabe von IP-Adressen erschweren. Sollte er sich durchsetzen, wäre es mit Internet-Werbung erstmal vorbei.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...746787,00.html
  1. #110

    Werbung ist nur eine Plage!

    Ist doch völlig unglaublich, was hier die Spam-Verteidiger für einen uninformierten Schwachsinn ablassen...
    Null Ahnung von den Mechanismen des Internet und denen des Marktes!

    Werbung, egal in welcher Form, ist nur Schei....!
    Sie wird aufgedrängt, kostet nur unnötig Zeit und Bandbreite, verschmutzt die Kommunikationswege und die Medien, den Umfang, den Werbung inzwischen einnimmt, ist in keiner Weise zu tolerieren.

    Weder im Inet, in den sogenannten Zeitungen, da zahlt man ja auch nur noch für Werbeanzeigen, der redaktionelle Inhalt ist nur noch alibimäßig vorhanden und sowieso bei den ganzen Müllsendungen im deutschen Unterschichten-TV...

    Keine Firma hat das Recht sich aus Werbezwecken irgendwelche Daten ohne Einwilligung zu erschleichen!

    Un keiner, der hier, weil er ein paar Cent über irgendeinen Adanbieter macht und meint, er müßte den sinnlosen Müll verteidigen, hat sich auch nur überlegt, was im Rahmen der IPV-6-Umstellung passiert, dann ist nämlich nichts mehr mit anonymen IP-Adressen, sondern die IP-Adressen werden immer mehr statisch sein und werden sich spätestens über Verknüpfungsmaßnahmen eindeutig zuordnen lassen.

    Kein User hat ein Interesse daran, daß seine IP ausgenutzt wird, um Werbeerfolg abzurechnen und zu messen, in anderen Medien geht es auch ohne, also einfach verbieten und Tschüß und zu meinen, über einen Server im Ausland würde sich das dann umgehen lassen, zeugt auch nur von einem Intellekt deutlich unter der Teppichkante.

    Das Geld können keine anonymen Anbieter machen, sondern nur Konzerne, die nützliche Idioten wie Euch ausnutzen...
  2. #111

    zxcv

    Zitat von grenzdebil Beitrag anzeigen
    Es paßt außerdem nicht, eine IP-Adresse als personenbezogenes Datum zu bezeichnen. Man vergleiche das einmal mit einem KfZ-Kennzeichen. Der Informationsgehalt ist ähnlich und natürlich sind mit entsprechendem Aufwand Rückschlüsse auf den Halter.....
    Prinzipiell gelten KFZ-Kennzeichen, sowie IP-Adressen als personenbezogene Daten!

    Im Sinne dieser Richtlinie bezeichnet der Ausdruck "personenbezogene Daten" alle Informationen über eine bestimmte oder bestimmbare natürliche Person ("betroffene Person"); als bestimmbar wird eine Person angesehen, die direkt oder indirekt identifiziert werden kann, insbesondere durch Zuordnung zu einer Kennummer oder zu einem oder mehreren spezifischen Elementen, die Ausdruck ihrer physischen, physiologischen, psychischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Identität sind.

    (Richtlinie 95/46/EG)
    Personenbezogene Daten sind Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person (Betroffener).

    (§ 3 Absatz 1 BDSG)
  3. #112

    ...

    oder einfach ausgedrückt:
    jedes Datum, das eine eindeutige Identifikation einer Person zuläßt(und das tut natürlich die IP-Adresse!) ist ganz klar und eindeutig im Sinne des Gesetzes eine personenbezogene und damit geschützte.

    Unwissen und Uniformiertheit ersetzen nun mal keine Fachkenntnis, wie sich hier bei sovielen feststellen läßt, die sich dazu berufen fühlen, den Werbemüll verteidigen zu müssen...
  4. #113

    ...

    Zitat von dartho Beitrag anzeigen
    jedes Datum, das eine eindeutige Identifikation einer Person zuläßt(und das tut natürlich die IP-Adresse!)
    In jedem privaten Netzwerk aus einer Anzahl von Rechnern mit privaten IPs (z.B. 192.168.x.x), welches über eine einzige IP und NAT nach draußen kommuniziert, ist keine IP einer Person zuzuordnen. Eine grobe Vermutung wäre, daß außerhalb privater DSL/Kabel Anschlüsse über 99% aller Internetnutzer derart mit dem Netz verbunden sind und selbst bei privaten Anschlüssen dürften heute weit über 50% dahinter ein wie kleines auch immer, aber ein Netzwerk mit privatem IP-Kreis hängen haben. Eine eindeutige 1:1 Relation "IP-zu-Individuum" ist ein absoluter Sonderfall, der im realen Netzwerkverkehr so gut wie nicht auftritt.
  5. #114

    Klar doch und übermorgen ist Ostern....

    Glossolalia,
    wieder nur Ahnungslosigkeit, oder der absichtliche Versuch, Fakten zu manipulieren?!?

    Die vom Provider zugeteilte IP wird rechtlich sehr wohl dem Anschlußinhaber zugewiesen und dieser wird für alles haftbar gemacht, was unter dieser IP angestellt wird, was soll also Dein unsinniger Post?
  6. #115

    langsam!

    Zitat von dartho Beitrag anzeigen
    Ist doch völlig unglaublich, was hier die Spam-Verteidiger für einen uninformierten Schwachsinn ablassen...
    Null Ahnung von den......
    Jetzt mal langsam Freundchen...nicht alle, die eine andere Meinung haben als Sie, sind gleich Idioten!

    Schon mal daran gedacht, dass neben Ihrer Meinung auch noch andere eine Daseinsberechtigung haben und viele Leute einfach den Trade-Off zwischen nervender Werbung sowie daraus resultierenden günstigeren Diensten sehen?
    Wenn ich mir, finanziert durch Werbung, das Champions League Spiel heute Abend ohne teures Pay TV Abo anschauen kann, dann ist in diesem Moment Werbung für mich etwas positives.
    Genauso sehe ich es als positiv, dass ich mir im Internet zu einem aktuellen Thema kostenlos Informationen von verschiedenen Nachrichtenredaktionen - national und international - besorgen kann. Auch das ist wieder durch Werbung finanziert. Den freien Zugang zu Informationen stufe ich hier ganz klar als das wichtigere Gut ein.

    Also, nur weil jemand eine andere Sicht auf die Welt hat als Sie, ist er nicht gleich ein Idiot. Natürlich steht es Ihnen frei, werbefinanzierte Angebote zu meiden. In diesem Falle sollten Sie aber auch so konsequent sein und SPON nicht mehr nutzen.
  7. #116

    nicht interpretieren!

    Equinox83, lies doch einfach die zwei Beiträge über Deinem...

    Meine Aussage bezog sich auf die technischen, gesetzlichen und organisatorischen Grundlagen und die hier dazu getätigten, völlig unsinnigen Aussagen und nicht auf die Bereitschaft, mancher User sich völlig versklaven zu lassen...

    Das steht natürlich jedem frei, der sich dazu entschließt, aber es darf eben nicht jedem zwangsweise aufgenötigt werden, mit immer neueren schmutzigen Tricks der Werbewirtschaft, die sogar den Straftatbestand der Manipulation von Datenverarbeitungsanlagen erfüllen.

    Außerdem sollte man auch mal verstehen, daß es eben nicht mal um ein einfaches Werbegif geht, sondern um bandlastige Flash- und Filmeinblendungen, die ich eben nicht toleriert habe, sondern die mir als Anwender untergeschoben werden, um unerlaubtes Tracking und sich-in-mein-System-einbinden, das steht eben keinem zu.

    Kann ja wohl nicht sein, daß jeder User, immer mehr Aufwand treiben muß, um den Müll zu unterdrücken.

    Und es ist eben ganz klar geregelt, was mit personengeschützten Daten gemacht werden darf und was nicht, im Gesetz heißt es nicht, sofern das nicht dem Gewinnstreben von Google und anderen widerspricht...
  8. #117

    was ist das denn?

    Zitat von beobachter1960 Beitrag anzeigen
    In Ordnung, Datenschutz hin oder her. Aber hier vergallopiert man sich gewaltig. Gut, nehmen wir Deutschland am Besten vom Netz, schalten auch Mobiltelefone ab und fragen uns dann wieso der Staat für sich den elektronischen Ausweis einführen darf.

    Ich meine, irgendwie müssen sich die Anbieter von Informationen ja refinanzieren, und bei mir werden alle Cookies nach Ende meiner Surfaktionen gelöscht.
    Die IP muß so oder so irgendwo gespeichert werden, sonst funktioniert alles nicht.
    Die IP muss gespeichert werden, weil manche Geschäftsmodelle nicht mehr funktionieren. Weil http als Protokoll nicht verbindungsorientiert arbeitet kann man (früher) auch für den Moment der Sitzung die IP-Adresse des Aufrufers aufbewahren.
    Alles andere jedoch nutzt nur dem "Kampf gegen die Talban".
    Jedenfalls für die geheimnisvollen Dinge, die Herr de Maiziere und sein Ministerium umtreibt.
    Alles andere sind unwahre Geschichten, auf die Sie besser nicht herein fallen sollten.
  9. #118

    -/-

    Was mich an der Sache interessiert: Wie lässt sich ein Anschlussinhaber durch eine IP-Adresse eindeutig identifizieren? Per DNS-Auflösung bekomme ich maximal den Provider. Genügt hierbei schon ein freundlicher Anruf bei beispielsweise der Telekom, um die Klardaten zu bekommen? Oder benötigt man hierfür einen richterlichen Beschluss?

    Und wie macht das die GEZ mit den Einwohnermeldeämtern? Reichen die auch richterliche Beschlüsse bei den Einwohnermeldeämtern ein?
  10. #119

    ...

    Zitat von dartho Beitrag anzeigen
    Die vom Provider zugeteilte IP wird rechtlich sehr wohl dem Anschlußinhaber zugewiesen und dieser wird für alles haftbar gemacht, was unter dieser IP angestellt wird, was soll also Dein unsinniger Post?
    Was interessiert die Frage der Haftung hierbei? Es ging um die Frage ob de facto eine 1:1 Relation zwischen einer natürlichen Person und einer IP existiert und darauf lautet die Antwort in fast allem Fällen 'Nein'. Die rechtliche Regelung ist eine Setzung, die u.A. in Haftungsfällen zum Tragen kommt, was aber nichts daran ändert, daß eine IP - v4 - in den seltensten Fällen real auf eine Person zu beziehen ist.

    Wenn Sie sich darüber beklagen, daß Werbetreibende und Andere zu viele Informationen über Sie als Person sammeln, ist der entscheidende Punkt die reale Möglichkeit einer Zuordnung und keine rechtliche Setzung, zumal die Auflösung der temporären IP-zu-Anschlußinhaber Relation nur im Falle eines begründeten Straftatverdachtes erfolgt.

    Wäre es nicht wesentlich wichtiger, etwa Analog zur Browserauswahl bei Windows (habe ich als Linux Nutzer zwar noch nicht in Aktion gesehen, ist aber ja wohl Teil des Installationsprozesses) in den Browsergrundeinstellungen der Nutzer bei Erstbenutzung z.B. über die Möglichkeiten von Tracking Cookies aufzuklären und zu Fragen ob er einer Verwendung zustimmt, da sich ja leider 90% der Alltagsnutzer selten oder nie in die Grundeinstellungen einer Software einmischen.
    Allerdings wäre es auch nicht verwunderlich, wenn kostenlose werbefinanzierte Webangebote dazu übergehen würden, Nutzer ohne Tracking Cookies nicht zu bedienen. Schließlich ist der Kern des kostenlosen Anbietens im Netz auch ein Information-gegen-Information Tauschgeschäft. Wer ernsthaft vollkommen gegenleistungsfreie Informationen in kommerziellen Angeboten vermutet, wäre doch einfach sehr blauäugig.








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