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Streit um IP-Adressen: Datenschützer legt sich mit Web-Werbern an

Keine Google-Anzeigen, weg mit dem Zählpixel: Niedersachsens Datenschützer rüttelt an den Grundfesten der Online-Wirtschaft - und will die Weitergabe von IP-Adressen erschweren. Sollte er sich durchsetzen, wäre es mit Internet-Werbung erstmal vorbei.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...746787,00.html
  1. #100

    Freiheit *und* Datenschutz!

    Zitat von www_hassblog_de Beitrag anzeigen
    Was für ein schwachsinniger Artikel und Datenschützer. ...
    Der Browser des Surfers ruft die Seite auf, und alle von dort verlinkten Elemente. In anderen Worten, ist dort Werbung plaziert, ruft der Browser des Surfers die Werbung beim google Adserver ab, und hinterläßt dabei seine Adresse in den Zugriffsprotokollen des Adservers.

    Will er das nicht, soll er den Zugriff halt unterbinden, statt diesen durchzuführen. Möglichkeiten gibt es genug.
    Sie haben ja so recht - aber man darf Juristen und vergleichbaren ...hmmm... Experten? nicht mit technischen Fakten kommen wollen. Die werden sie dann wegschwurbeln (vgl. HvuzG: nach 7-jähriger Arbeit Überblick verloren...).

    Solche einfachen Details sind schlicht nicht hilfreich, wenn man das Geschäftsmodell "Datenschutz" ausbauen will! Da müssen für jeden Techniker und jedes kleine und mittlere Unternehmen derart viele Fallen aufgebaut werden, dass er/sie/es aufgibt und einen oder mehrere Juristen und/oder Zertifizierungsunternehmen(!) einstellt und beauftragt, um sich abzusichern.

    Die Alternative zur flächendeckenden Überwachung und Gängelung deutscher(!) Webpräsenzen würde ja nicht nur diesen Leuten Lohn und Brot nehmen (man stelle sich vor, wie viele Juristen man dort beschäftigen könnte!), sondern auch den Interessen der staatlichen Überwacher und Stopschildbauer entgegenstehen.

    Angesichts der globalen Verteilung interessanter Websites ist die tatsächlich einzig wirksame Verteidigungslinie der eigene Browser, Rechner und DSL-Router. Warum nicht die Initiative der amerikanischen Regierung für den anonymen Internetzugang von Nutzern aus despotisch regierten Staaten auf alle übertragen? Warum nicht die Produkte beim Nutzer im Hinblick auf Datenschutz verbessern?

    Nur zwei Beispiele: Wieso hat noch keiner der sogenannten Datenschützer Apple&Co. aufgefordert die IPv6 Privacy Extensions beim iPhone zu implementieren? Warum profiliert sich AVM, der Hersteller der Fritz-Boxen, nicht dadurch, dass diese "Privacy Features" unterstützen - etwa optional DNS-Abfragen auf Google-Analytics und ähnliches blocken, wenn das jemandem missfällt oder erst mal einen neutralen, nicht gespamten DNS-Zugang nutzen?

    Aber das würde ja, wie gesagt, keiner so beträchtlichen Mengen von Juristen bedürfen und es würde auch gewissen "staatlichen" Interessen an der Verletzlichkeit der Privatsphäre zuwider laufen.
  2. #101

    ...

    Zitat von Fackus Beitrag anzeigen
    Mal nen Vergleich dazu: Es ist wie beim Raucherstreit in Gaststätten.
    Den Rauch bekomme ich in meine Lungen geblasen ob ich will oder nicht, wenn ich mich gegen die Werbung nicht durch schlichtes ignorieren wehren kann, sollte ich meine eigene Unzulänglichkeit und offensichtliche Werbeaffinität nicht zum allgemeinen Maßstab machen. Es entspricht doch leider der Verantwortungslosigkeit und Vollkaskomentalität unserer Gesellschaft, daß damit letztlich meine eigene fehlende Affekt- und Selbstkontrolle als etwas gesehen wird, vor dem andere mich zu schützen haben.

    Zitat von Fackus Beitrag anzeigen
    Aber es zeigt schön die Wirkungen und Auswüchse des Machtfaktors 'Marketingwirtschaft' auf, der es über die letzten Jahre auch mit Hilfe des Internets geschafft hat, beinahe jedes kritische Nachdenken darüber aus den Köpfen zu verjagen.
    Es ist eine simple kosten vs. Nutzen Rechnung: ohne die manifesten wirtschaftlichen und werblichen Interessen wäre der Netzausbau längst nicht so weit wie er heute ist und ein bezahlbarer Breitbanmdanschluß wäre in weiter ferne, denn die Endkunden-Provider nicht nicht diejenigen, die den Ausbau der Backbonestruktur finanzieren. Ohne Werbung wäre das Netz weit "kapitalistischer" als Sie es glauben und vor allem weit "kapitalistischer" als heute, denn ein Breitbandanschluß wäre etwas, das sich nur wenige leisten könnten.

    Zitat von Fackus Beitrag anzeigen
    Interessant in dem Zusammenhang übrigens (auch für alle anderen, die hier gegen meine Meinung gewettert haben):
    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,674057,00.html
    Bei Herrn Lanier habe ich manchmal das Gefühl es handelt sich um einen enttäuschten Gläubigen. So unwahrscheinlich und letztlich irrational Laniers damaliger Glaube, das Internet sei eine Weltverbesserungsmaschine, war, so enttäuscht und deshalb überzogen ist seine Kritik von heute.
  3. #102

    FF + NoScript + Ghostery + ABP + RequestPolicy + SkipScreen + Better Privacy

    Alles das hilft, dass nicht jeder einfach schnüffeln kann.

    OK, es ist vielleicht nicht perfekt, aber besser als gar nichts. INFonline und IVWbox sind blockiert, ebenso Google Analytics. Alles, was ad oder adserv im Namen hat ist blockiert. Werbedreck und Flimmer-Flacker-Flash ist auch weg.

    So ist surfen richtig entspannend und informativ.
  4. #103

    FF + NoScript + Ghostery + ABP + RequestPolicy + SkipScreen + Better Privacy

    Alles das hilft, dass nicht jeder einfach schnüffeln kann.

    OK, es ist vielleicht nicht perfekt, aber besser als gar nichts. INFonline und IVWbox sind blockiert, ebenso Google Analytics. Alles, was ad oder adserv im Namen hat ist blockiert. Werbedreck und Flimmer-Flacker-Flash ist auch weg.

    So ist surfen richtig entspannend und informativ.
  5. #104

    Problem des Browsers!

    Betrachten wir mal "Spiegel Online" und die IVW: Wenn ich auf Spiegel Online eine Seite lese, dann gibt der Server von Spiegel Online keinerlei Daten an den Server der IVW bzw. InfOnline weiter. Insbesondere auch nicht die IP-Adresse des Nutzers. Das macht nämlich der Browser des Nutzers. Dieser baut die Verbindung zum InfOnline-Server auf. Und dieser speichert das Cookie, das InfOnline als "Dankeschön" zurücksendet.

    Das Netz ist immer mehr miteinander vernetzt. So funktioniert nunmal das Internet. Wenn ich eine Blog-Seite lade, sind darin oft auch Inhalte von Amazon, Google, Twitter, Facebook, InfOnline, quality-Channel und wie sie alle heißen zu finden. Und es sind Inhalte von noch mehr anderen Sites verlinkt.

    Ein datenschutzkonformer Browser würde nun rückfragen: "Die von xy.blogspot.com geladene Seite enthält auch Inhalte von amazon.com, google.com, twitter.com, facebook.com, ivwbox.de und quality-channel.com. Welche davon sollen zusätzlich geladen werden?" Dann kann der User entscheiden.

    Nur, und das zeigt die Erfahrung mit Cookie-Rückfragen: Die Mehrzahl der User wird alles zulassen und die Rückfrage-Fenster schnell wegklicken. Aber gerade deswegen macht die Rückfrage nach externen Inhalten Sinn: Die User fallen dann nicht mehr aus allen Wolken, was in ihrer Lieblings-Seite noch so alles mit drin ist, wenn sie das zumindest ein- oder zweimal doch gelesen haben.

    Die Alternative ist es, allen Site-Betreibern alle externen Inhalte zu verbieten: Ernsthaft: Wenn ich ein lustiges youtube-Video in einen Inhalt von mir einbaue, dann kann ich doch nicht die Hand dafür ins Feuer legen, was der Youtube-Betreiber google mit den Daten der Nutzer macht, die das Video über meine Seite abrufen.

    Nachdem es die Gerichte bisher (zum Glück) nicht geschafft geschafft haben, das Internet in seinen Grundfesten zu erschüttern (Stichworte: "Deep Links", "Indizierung durch Suchmaschinen" usw.), schaffen es jetzt die Datenschützer (Stichwort: "Drittinhalte", "Server-Logs" usw.)???


    Jag
  6. #105

    In der Tat ...

    Zitat von www_hassblog_de Beitrag anzeigen
    [...] IP Adressen werden nicht in irgendeiner Form weitergegeben, wenn ein Surfer eine Seite mit z.B. google-ads aufruft.
    Der Browser des Surfers ruft die Seite auf, und alle von dort verlinkten Elemente. [...]
    So ist es - und folglich liegt die primäre Zuständigkeit auch beim Browser des Users. Es sind ja nicht nur die "bösen" Werbeanzeigen und Zählpixel, die in Seiten eingebunden sind, sondern auch die "guten" Drittinhalte wie Youtube-Videos. Wenn man dem Site-Betreiber die Verantwortung für die Zählpixel usw. aufdrücken möchte, dann muss man ihm auch die Verantwortung für die Youtube-Videos aufdrücken. Und, Hand aufs Herz, wer kann garantieren, dass youtube/Google in den USA wirklich alle deutschen Datenschutzregeln nach Punkt und Komma einhält? Wenn nicht -> neue Abmahnwelle gegen alle, die Youtube-Videos einbinden!!!

    Also besser: Browser nachrüsten, dass sie transparent machen, wo die Inhalte überall her kommen. Und dass der Nutzer auf einfachem Weg Inhaltsquellen, die er nicht will, sperren kann.


    Jag
  7. #106

    Immer noch kein Titel

    Zitat von Fackus Beitrag anzeigen
    Mal nen Vergleich dazu: Es ist wie beim Raucherstreit in Gaststätten. Das Internet ist eine Art Gastraum für alle. Und da kommt es vor, daß man sich durch 'Rauchen'=Reklame gestört fühlt, weil man nämlich was ganz anderes da will, es aber ins Hirn geblasen bekommt (so man nichts dagegen tut).
    Drückt nun der Raucher dem Nichtraucher die 'Wertvorstellungen' auf oder umgekehrt?
    Es geht Ihnen also darum Ihre "Wertvorstellungen" anderen aufzudrücken und durchzusetzen. Wer dabei verliert hat halt Pech gehabt, er war es eh nicht "wert", hatte er ja andere "Wertvorstellungen" als Sie.
    Sie merken nicht einmal wie überheblich, rechthaberisch und oberlehrerhaft Sie hier herumschwandronieren.

    Ich habe das Gefühl, Ihre Argumentation ist von Neid und Missgunst geprägt, tarnen es aber hinter einem vermeintlich höherem Bildungsniveau und angeblichen Werten. In Wirklichkeit nervt es Sie, dass so junge Internetmillionäre mit T-Shirt und Basecape in die Senatorlounge der Lufthansa einchecken, während Sie mit Ihrer ach so großartigen Bildung und Niveau mit Ryanair fliegen müssen. Das würden Sie gern umdrehen, schliesslich sind Sie ja der bessere und wertvollere Mensch....
  8. #107

    fighting for peace is like f.....

    Bon. Man betreibt also eine Seite ohne Einsatz jeglicher Tracking Cookies, versteht Privacy durchaus im Sinne des Herrn Datenschutzbeauftragten, verlinkt aber Videos von Youtube, nutzt Javascript oder css Frameworks über external inclusion, hat Facebook eingebunden - und gibt so, ohne es zu wollen, illegalerweise IP Adressen weiter, ohne welches diese weltweit und überall genutzten Services nicht gehen würden.

    Es gibt eigentlich nur eine Lösung: Das Internet abschalten - aber hurtig
    p.s. Der Datenschutzbeauftragte ist m.E. ein naiver, technisch restlos inkompetenter Trottel
  9. #108

    Und wieder einmal lacht die Welt über uns

    Und wieder einmal lacht die Welt über uns und freut sich, wie die einstige Wirtschaftsmacht sich selbst Fesseln anlegt und seine Aussichten auf allgemeinen Wohlstand für die Zukunft verspielt...
  10. #109

    Ja

    Zitat von fremen Beitrag anzeigen
    Kennen Sie die IPv6 Privacy Extensions?
    Ja, aber anscheinend ignorieren genug OS-Hersteller diese Möglichkeit. Und nun kommen Sie.


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