Innenminister Friedrich fordert im SPIEGEL ein Ende der Anonymität im Netz - müssen jetzt alle mit offenem Visier agieren? Die Internet-Forscherin Danah Boyd hält nichts vom Zwang zu offiziellen Namen. Sie fürchtet einen großen Schaden für die Kultur im Netz.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...778769,00.html
Jedes Sommerloch wird eine andere Kuh durch Dorf getrieben,zumal noch von Leuten die sich mit Dingen beschäftigen von denen sie überhaupt keine Ahnung haben.Fehlt nur noch der allwissende Dauernörgler Christian Pfeiffer der ja generell das Internet verpönt.Vielleicht sollte unser Innenminister zusammen mit den Chinesen die Welt vor dem freien Internet retten,aber selbst dort sehe ich den Zug schon abgefahren....
Wahrscheinlich glaubt er, die Leute sollten sich zur Benutzung des bösen Internets zu Gruppen zusammenfinden, wie in den guten alten Zeiten zum Gebrauch des Fernsehers, von denen es im Dorf oder in der Straße nur einen gab. Wenn der gute Mann eines klar macht, dann dass er keinen Schimmer hat, was ein Internet wirklich ist, was es macht und wie man es nutzt. Schon der Begriff "Internet-Gemeinde" impliziert doch, dass Internet-Nutzer eine Art unheimliche Sekte sind, der man nicht trauen kann.
Der Gedanke, dass spätestens in meiner Generation jeder im Netz ist (und ich bin da seit 2000), ganz zu schweigen von den jüngeren, scheint solchen Leuten gänzlich fremd zu sein.
Statt ständig Kontrolle zu predigen, sollte man für mehr Bildung im Umgang mit Medien sorgen - das fängt damit an, dass man nicht alles glauben muss, was im Fernsehen kommt, und hört mit dem selbständigen, kritischen Gebrauch des Internetanschlusses auf. Aber ein Volk, dass dümmlich alles glaubt, was der Volksempfänger ausspuckt, lässt sich natürlich wesentlich besser steuern... das ging schon den Katholiken soll, als der Buchdruck aufkam, und wir wissen ja, wie das ausgegangen ist.
http://en.wikipedia.org/wiki/Identity_theft
Deutschland scheint (noch) kein explizites Gesetz dafür zu haben. Vielleicht kann hier ein mitlesender Jurist weiterhelfen?
Das hätten die Politiker gerne. Schön kontrollieren und alles unter Kontrolle haben. So schlimm war nicht mal die Stasi in der DDR.
Mal ein Wahlgeschenk an die Herren Juristen? Da tun sich dann wirklich ganz neue Geschäftsbereiche auf, klasse Idee!
Noch mal der Satz aus dem Buch "Fieses Mobbing":
"Wir blicken auf eine beispiellose Karriere im Denunzieren, Anschwärzen und Vernichten zurück".
Komisch, eigentlich sollte das ein satirisches Buch sein.
Richtig, noch funktioniert das auch.
Wir sollten aber aufpassen das solche kranken Phantasien nicht Wirklichkeit werden.
Ein paar wenige hier sind ja schon dafür. Ist der Keim erstmal gesät, wir die Pflanze auch irgendwann Blühen.
Hm, man könnte dann auch jeden der was gegen die CSU im Internet sagt sofort ausfindig machen und standrechtlich erschiessen lassen ... warum nicht? -.-