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Streit um Gorleben: Altmaier legt neuen Entwurf zur Endlagersuche vor

dapdSeit mehr als drei Jahrzehnten sucht die Bundesrepublik nach einem Atommüll-Endlager. Umweltminister Altmaier will das Verfahren nun gesetzlich neu regeln. Der Standort Gorleben soll dabei im Rennen bleiben, aber auch weitere Standorte will die Bundesregierung prüfen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-861898.html
  1. #1

    so, so

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit mehr als drei Jahrzehnten sucht die Bundesrepublik nach einem Atommüll-Endlager. Umweltminister Altmaier will das Verfahren nun gesetzlich neu regeln. Der Standort Gorleben soll dabei im Rennen bleiben, aber auch weitere Standorte will die Bundesregierung prüfen.

    Peter Altmaier legt Gesetzentwurf zur Suche von Atommüll-Endlager vor - SPIEGEL ONLINE
    röttgen scheint ja ein komplettes trümmerfeld hinterlassen zu haben. erst der zehn-punkte-plan, abzuarbeiten in knapp einem jahr und jetzt noch dazu die suche nach einem atommüll-endlager, die seit jahrzehnten diskutiert wird. das kann doch eigentlich nur in die hose gehen. oder ist es vielleicht nur ein geschickter schachzug von altmaier? ich denke hier an die bundesländer.
  2. #2

    <->

    Man braucht kein Endlager suchen, man muss eines bauen. Es gibt in der Natur nichts, was 'sicher' ist, es gibt auch nichts von Menschenhand erschaffenes was 'sicher' ist. Nur hat man viel mehr 'Sicherheit' wenn man etwas selbst baut, vor allem weil man neue Erkenntnisse in dem Bereich einfacher einarbeiten kann.

    Allerdings, ich kann verstehen, daß man vor dem Bau eines Endlagers zurückschreckt. Nein, es sind nicht die hohen Kosten, nein, es ist auch kein Termindruck, und nein, es ist auch nicht die Unfähigkeit der beteiligten Ämter, Personen oder Firmen, nein, es ist die Angst vor einer erneuten Pleite wie der Berliner Flughafen.

    Man möge mir den Sarkasmus verzeihen.
  3. #3

    Zitat von silenced Beitrag anzeigen
    ...mter, Personen oder Firmen, nein, es ist die Angst vor einer erneuten Pleite wie der Berliner Flughafen.
    Es ist noch nicht mal die Angst vor einer erneuten Pleite.
    Denn bis dann ein beschlossenes Endlager gebaut wird, wird der betreffende Politiker nicht mehr viel zu sagen haben.
    Es ist einfach die Angst, sich für ein bestimmtes Endlager zu entscheiden.
    Will man den Abfall zurückholen? Will man ihn unwiderruflich irgendwo tief einbetonieren?
    Egal wie ein Politiker sich entscheidet, er wird auf jeden Fall angegriffen.
    Wenn er sich zum Beispiel dafür einsetzt, den Abfall an geeigneter Stelle im weiten Weltmeer in 3000 Meter Tiefe nochmal 300 Meter tief einzugraben, wird er geteert und gefedert. Dabei ist das eine sichere und preiswerte Lösung.
  4. #4

    Stichhaltige Begründung spart Steuermittel

    Die 74 Seiten lohnen sich vielleicht. Endlich soll es eine handfeste Begründung zum Endlagersuchgesetz geben. Das entlastet die SteuerzahlerInnen.
    Siehe http://endlagerdialog.de/2012/10/neuer-entwurf-endlagersuchgesetz-erstmals-erhaelt-ausfuehrliche-begruendung/
  5. #5

    Zitat von endlagerdialog Beitrag anzeigen
    Die 74 Seiten lohnen sich vielleicht. Endlich soll es eine handfeste Begründung zum Endlagersuchgesetz geben. Das entlastet die SteuerzahlerInnen.
    Siehe Neuer Entwurf Endlagersuchgesetz: “Erstmals erhält er auch eine ausführliche Begründung.” | endlagerdialog.de
    Schöner link, danke!
    Aber irgendwie wird darin auch gezeigt:
    Was will man? Was soll es kosten? Wo und wie?
    Wie soll sich die Politik, die eigentlich wenig Ahnung davon hat, sich da entscheiden?
    Was eigentlich auch noch ein interessanter Punkt ist, mit Endlager lässt sich im Moment nichts verdienen. Solange keine Entscheidung getroffen ist.
    Ich nehme einfach mal an, dass da Lobbyisten wenig am tun sind!
  6. #6

    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    Wie soll sich die Politik, die eigentlich wenig Ahnung davon hat, sich da entscheiden?
    Das ist das Problem. Zurzeit wird die Endlagerung allein parteipolitisch gesehen. Es meldet sich keine möglichst unabhängige Institution zu Wort. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) versagt da vollständig, es fährt im politischen Fahrwasser, auch wenn nicht immer mit der schwarz-gelben Strömung. Siehe “Das Zeug muss ja irgendwo hin.” – Was bedeutet das? | endlagerdialog.de

    Sicherlich kann eine Endlagerentscheidung nicht allein fachlich getroffen werden, aber auch nicht allein politisch, und erst recht nicht parteipolitisch. Erst muss eine fachliche Grundlage geschaffen und dann politisch zwischen den fachlich möglichen Alternativen entschieden werden. Das erfordert ein hohes Maß an Transparenz, fachliche und politische Seite dürfen nicht vermischt werden.
    Ich arbeite seit Jahren daran, fachliche und politische Seiten dieses Problems auseinanderzuhalten. Bei meiner 10-jährigen Tätigkeit am BfS war das nicht durchzusetzen.








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