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Streit um Gedicht: Israels Innenminister will Grass an neutralem Ort treffen

Getty ImagesDer Stasi-Vergleich von Günter Grass empört israelische Politiker, jetzt kontert Innenminister Eli Jischai: Er hätte dem Autor schon viel früher die Einreise verweigern sollen, wettert er. Zugleich bietet er ihm ein Treffen an einem neutralen Ort an.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...827035,00.html
  1. #10

    Aha!

    Als wenn es weiterer Beweise bedurft hätte: Israel darf entgegen aller selbst gemachten Aussagen eben doch nicht kritisiert werden.

    Über Grass' "Gedicht" kann man verschiedener Meinung sein, man kann es zerpflücken, schlecht oder gut finden.

    Was aber aus Israel zurück kam, spottet jeder Beschreibung.
    Hass, Häme, Geifer ohne Ende. Offenbar hat Grass in ein Wespennest gestochen.
    Ein Einreiseverbot, welches ohne jede Wirkung bleibt, weil Grass ohnehin nicht vorhat, nach Israel zu reisen. Gehts noch lächerlicher?
    Jetzt ein Treffen auf neutralem Boden vorzuschlagen- wozu eigentlich?
    Grass wird seine Zeilen nie und nimmer zurücknehmen, warum auch?
    Gut, daß Grass diesem rechten Regime die Maske des Biedermannes heruntergerissen hat.
  2. #11

    Zitat von h.hass Beitrag anzeigen
    Grass' Gedicht war zwar völlig daneben.

    Aber Grass die Einreise zu verweigern, war ein ganz großer Fehler der israelischen Regierung, mit dem sie sich selbst ins Bein geschossen hat und wegen dem sie jetzt ganz schlecht dasteht. Solche scheinbar "souveränen" Aktionen wirken nur kindisch und lächerlich.

    Mir Grass und seinem seltsamen Elaborat muss man sich auf der inhaltlichen Ebene auseinandersetzen, was ja auch schon ausreichend geschehen ist.
    Ich hätte da mal eine Frage:

    auf der inhaltlichen Ebene auseinandersetzen, was ja auch schon ausreichend geschehen ist. liessen Sie uns wissen.

    Wo und von wem bitte, ist von unseren so Intelligenten VIP der "Inhalt" des Grass-Textes ausreichend und sachlich "diskutiert" worden.
    Ein Hinweis darüber könnte sich in Glück verwandeln.
    Der Einzige mir bekannte Intelligenzler war der Herr Sydow, der so etwas gewagt hat.
  3. #12

    Die

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    So langsam wird die Geschichte albern.
    Geschichte geht logisch weiter.
    "Wenn Grass aufhört antisemitische Gedichte zu schreiben,werde
    ich ihm erklären,warum er ......... "
    Eigentlich sollte ein Innenminister in dieser Gegend andere Sorgen
    haben,ganz sicher!
  4. #13

    Zitat von lordofaiur Beitrag anzeigen
    ... Gerade unter Freunden sollte doch Kritik möglich sein, oder etwa doch nicht? Sind wir wohl keine Freunde?
    Beachte: Freunde begegnen sich aber auch auf Augenhöhe.
  5. #14

    Da machen sich Politiker lächerlich

    die Reaktion der Israelis ist völlig überzogen.Ist aber eigentlich egal,warum soll Grass nach Israel fahren wollen?Und Diskussion auf neutralem Boden?Wozu?Sollen die Israelis doch machen und denken was sie wollen.Ihre Handlungen werden zeigen das Grass recht hat.Das weiss auch der amerikanische Präsident.Seit Wochen versucht die amerikanische Regierung die Israelis vor einem Krieg mit den Iran zu bewahren und zwar deshalb weil Obama dann wieder amerikanische Soldaten losmaschieren lassen muss.Die Israelis wollen den Krieg.Aber sie können den Krieg nicht alleine führen und nun kommt ein Nobelpreisträger und wagt das zu sagen und droht damit die schönen Kriegspläne der Israelis zu zerstoren.Deshalb diese Überreaktion.Das Ganze hat nur wenig mit Antisemitismus zu tun.
    Kriegstreiberei um von eigenen Problemen abzulenken ist die Urasche.
  6. #15

    Unkündbar

    Wenn Grass schreibt, er bleibe Israel "unkündbar" verbunden, dann klingt das wie eine Drohung. Unkündbar ist nichts, nicht einmal Beamte, so sie sich einer geeigneten Verfehlung schuldig machen.

    Vermutlich resultiert diese von ihm postulierte Verbundenheit lediglich aud der unauslöschlichen Schande, von der er im Gedicht schrieb. Keine Liebesbeziehung also, sondern eine Art selbstauferlegte Pflicht, eine Selbstkasteiung. Kein Wunder, dass bei ihm nicht die geringste Feinfühligkeit für seinen Pflichtpartner aufkommt und er keine Gelegenheit ausläßt, diesen zu demütigen.

    Ach, hätte er geschwiegen und das politische Geschäft denen überlassen, die etwas davon verstehen.

    Interessant sein Vergleich mit der DDR. Vergessen wir nicht: Hätte sich das politische Handeln nach seinen Vorstellungen entwickelt, gäbe es die DDR noch und die StaSi auch.
  7. #16

    Es geht nich darum,

    Es geht nicht darum, welche Gesetze Israel umsetzt, sondern wie es mit Kritik umgeht.

    Ich entnehme dem Streit nur, dass man Israel nicht kritisieren darf. Egal was ich von Grass halte.
  8. #17

    Antisemitismus ist nicht das Thema ....

    Zitat von lordofaiur Beitrag anzeigen
    Israel wird albern. Man kann die einfach nicht mehr für voll nehmen. Was ist das nur für eine Demokratie, die einem Literturnobelpresiträger die Einreise verbietet? Wie kleinlich... ich habe das Gedicht gelesen, ich kann nichts antisemetisches finden.

    Gerade unter Freunden sollte doch Kritik möglich sein, oder etwa doch nicht? Sind wir wohl keine Freunde?
    vielmehr geht es darum, einen Staat zu delegitimieren. Israel vorzuwerfen, es würde den Weltfrieden gefährden und den Iran auslöschen wollen ist schlicht eine Vedrehung der Tatsachen. Israel denkt laut darüber nach, ob es den Iran bei der Entwicklung einer Atombombe behindern soll. Zu keinem Zeitpunkt war von einer Vernichtung des Iran die Rede. Der Iran wiederum spricht permanent von der Vernichtung Israels.

    Und dieser alberne Satz "Gerade unter Freunden sollte doch Kritik möglich sein" wird mittlerweile doch sehr strapaziert. Es gibt kein Land weltweit, welches hier mehr kritisiert wird als Israel. Aber offensichtlich ist Israel der einzige Freund denn andere Länder werden so gut wie nie kritisiert ( Sudan, Saudi Arabien, Russland, Nordkorea etc.)
  9. #18

    Zitat von Apologet Beitrag anzeigen
    während wir uns alles gefallen lassen, um ja niemandem auf den Schlips zu treten.
    Richtig. Wir leben in neuen Zeiten. Und in diesen Zeiten muß auch Kritik an Israel möglich sein. Israel ist doch eine Demokratie, oder irre ich mich?
    Dann kann es nur heißen: Das ( Kritik ) muß eine Demokratie aushalten.
  10. #19

    Lauter Unterstellungen

    Eli Jischai sagt: "Wenn Grass seinen Stift niederlegt und aufhört, antisemitische Gedichte zu schreiben, erkläre ich ihm in einem neutralen Staat gerne, warum ein Deutscher, der freiwillig in der SS unter Heinrich Himmler diente, nicht das Recht hat, das Land derer zu besuchen, die er einst vernichten wollte."

    Wow! So viele Unterstellungen in einem einzigen Satz.
    1) Er spricht von "die Gedichte". Hat denn Grass mehr als diese eine Gedicht verfasst, über das in letzter Zeit so viel diskutiert wurde?

    2) Ob dieses Gedicht "antisemitisch" ist, darüber gehen die Meinungen weit auseinander.

    3) Grass war nicht freiwillig in der SS. Er wurde dazu eingezogen.

    4) Dass Hr. Grass, als 17 Jähriger, die Juden vernichten wollte ist ja wohl die böswilligste Unterstellung überhaupt!








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